mfg
Uwe Ludwig
AN: Geschrottetes Gerät incl. Kassenbon in den Tempel tragen und mit
Bargeld rausgehen. IMHO soll die Vorlage des Bons aber nicht zwingend
notwendig sein.
Gruß Ingo
Die Gewährleistung ist nicht an das vorhanden sein eine Verpackung
geknüpft. Bei einer Garantie kann die Sache jedoch anders aussehen.
Deshalb musst du dir, wenn du das Gerät bei Aldi abgibst keine Gedanken
darüber machen.
Bis denne
Andreas
>Meine "Stereoanlage" MCD5000 vom Februar 04
>ist defekt. Ich habe noch den Kassenzettel,
>aber keinen Karton. Die Pristerin nahm das Gerät
>beim letzten Einkauf nicht an, sondern gab meiner
>Frau nur eine Serviceadresse (Zeitlos GmbH in Breisach).
Dafür wäre es nicht notwendig gewesen, das Ding in den Laden zu tragen.
Bei (fast) jeder Aktionsware liegt in der Bedienungsanleitung ein grosser
Hinweis bezüglich der Service-Adresse und den Einsende-Modalitäten.
Manchmal ist's sogar ein fertig beschrifter Aufkleber, den man nur auf den
Karton zu kleben braucht, um die Ware unfrei bei der Post abgeben zu können.
>Jetzt muss ich einen Karton beschaffen, den Schrott
>verpacken und zur Post bringen (unfrei).
Naja, Schrott wird's nicht sein, wenn der Service-Dienstleister die Ware noch
haben will.
>Das ist doch eigentlich die Aufgabe von Aldi, oder mache ich es mir da zu
>einfach?
Sie haben Dir den Umstand dieser Service-Vereinbarung bestimmt vor dem Kauf
zur Kenntnis gebracht.
Nicht umsonst heisst's auf den Flyern und auf dem Aushang im/vor dem Markt
"Mit Service-Adresse" oder "Mit Service-Hotline".
Vom rechtlichen Standpunkt könntest Du Dich sicher auf stur stellen und diese
Vereinbarung als nicht getroffen bezeichnen, weil Dir der Inhalt der
Vereinbarung nicht bewusst gewesen ist und somit Irrtum etc...
Ich behaupte jedoch, dass Kunden bei Direkteinsendung zum Hersteller in der
Regel besser fahren als bei dem Handling über die Service-Theken in den
Fachmärkten.
Was dort bisweilen auffliegt ist manchmal nicht so schön.
"Quertauschen" von Geräten zwischen Kunden, wenn Mitarbeiter glaubt, dass
beide Geräte keinen wirklichen Fehler haben, nach dem Motto "kann man ja mal
probieren, spart Kosten. Wenn was ist, dann kommt der Kunde wieder".
Oder einfach vergessen, das Kundengerät weiterzusenden, "war ja so viel los
im Nachweihnachtsgeschäft". Wenn Kunde dann reklamiert, dann kann man ja
immernoch ein Päckchen fertigmachen. Oder -wenn Kunde mehr Druck macht-
Verfahren 1 praktizieren: "Wir tauschen Ihnen das Gerät auf Kulanz aus".
Notfalls gibt's eben "Neuware", deren Karton schon erstaunlich oft geöffnet
und wieder zugeklebt wurde.
Der Weg zur Post und -in Deinem Fall- die Suche nach einem passenden
Pappkarton reduziert Deine Wartezeit um rund eine Woche.
-jha- id 0x8fce1185 at the usual places.
--
BILD lügt
> Ludwig Uwe <ludwi...@t-online.de> wrote:
>> Meine "Stereoanlage" MCD5000 vom Februar 04 ist defekt. Ich habe noch den
>> Kassenzettel, aber keinen Karton. Die Pristerin nahm das Gerät beim
>> letzten Einkauf nicht an, sondern gab meiner Frau nur eine
>> Serviceadresse (Zeitlos GmbH in Breisach). Jetzt muss ich einen Karton
>> beschaffen, den Schrott verpacken und zur Post bringen (unfrei). Das
>> ist doch eigentlich die Aufgabe von Aldi, oder mache ich es mir da zu
>> einfach?
Unfrei ist nett, aber der Aufwand ärgerlich.
> Es steht Dir frei, die Serviceadresse zu nutzen. Da Du das Gerät jedoch bei
> Aldi gekauft hast, ist Aldi auch Dein Vertragspartner, der Reklamationen im
> Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung abzuwickeln hat. Also versuchen, das
> Gerät dort abzugeben. Wenn dies nicht fruchtet (wie bei Dir), dann sprich
> die Filialleitung an. Wenn auch diese dir nicht helfen kann oder will,
> solltest du Dich mit dem zuständigen Regionallager in Verbindung setzen. Die
> Adresse und die Telefonnummer stehen in aller Regel draussen an der Tür.
Richtig, das kann man so machen.
Aldi wird dann das Geld zurückzahlen. Sicherheitshalber sollte man aber
das Regionallager anrufen, um das anzukündigen.
Haben wir (bzw. Uta) so durchgezogen. Fernseher defekt, Anruf dann
zunächst bei der Service-Hotline von Medion[1]. Die Abwicklung war dann
einfach zu umständlich. Ein Speditionsunternehmen sollte demnächst
anrufen, um einen Tag[2] für die Abholung des Geräts abzusprechen. Nichts
gegen den Service, daß das Gerät abgeholt wird. Aber als alte Kunden[tm]
sind wir es generell gewohnt, daß man den Garantiefall auch direkt selbst
abgeben kann. Wenn beide berufstätig sind, ist das eindeutig die
preiswertere Variante. Das war bei Aldi/Medion nicht so abzwickeln, also
haben wir das Recht auf Wandlung in Anspruch genommen. Geld zurück und
fertig[3].
> Zur Sache mit dem Karton: AFAIK ist man als Käufer nicht verpflichtet,
> diesen aufzubewahren. Als sichere Transportverpackung ist das aber allemal
> sinnvoll.
Schon klar, aber wie lange denn? Ab neuerdings wirklich 2 Jahre, für
alles? Das braucht dann aber Platz. Der Karton läßt sich falten, aber
Styropor eher nicht.
> Als Ablehnungsgrund für eine Reklamation taugt das
> Nichtvorhandensein des Originalkartons allerdings nicht.
Richtig.
Soweit ich es verstanden hatte, hat Aldi aber nur die Abwicklung der
Reparatur abgelehnt. Nicht die Reklamation an sich. Nach meinem Wissen
ist das durchaus korrekt.
Wilfried aus AN (HH)
Aldios und günstigen Einkauf
Fußnoten:
¯¯¯¯¯¯¯¯¯
[1] Hier bereits das erste Ärgernis, nur 0180-5 zu erfahren. Das ist teurer
als ein normales Ferngespräch. Erst recht, wenn man sehr selten
genutzte Freiminuten hat.
[2] ja, Tag, nicht festen Termin
[3] Medion hat es übrigens immer noch nicht geschafft, die Rückzahlung der
Telefonkosten abzuwickeln.
--
Im übrigen meine ich, daß ALDI nie mehr etwas Komplexeres
als einen Brotbackautomaten anbieten sollte!
> Ich habe noch den Kassenzettel,
>aber keinen Karton. Die Pristerin nahm das Gerät
>beim letzten Einkauf nicht an, sondern gab meiner
>Frau nur eine Serviceadresse (Zeitlos GmbH in Breisach).
>Jetzt muss ich einen Karton beschaffen, den Schrott
>verpacken und zur Post bringen (unfrei). Das ist
>doch eigentlich die Aufgabe von Aldi, oder mache
>ich es mir da zu einfach?
*Natürlich* ist das deren Job und nicht Deiner.
Du bringst es zum Laden und die haben den Fall *zügig*
zu bearbeiten. Nimm aber einen *Zeugen* mit ...
Wenn die HighTech vor Ort verkaufen, dann sollen sie
sich auch darum kümmern, wenn ihr HighTech vor Ort
kaputtgeht. So sieht das übrigens auch der Gesetzgeber.
Weigern sie sich: Anwalt ...
( Wegen der Verjährung sogar zügig, weil im August
die Beweislastumkehr wegfällt. )
Meine Meinung:
Willkommen bei den vielen hundert rechtlich selbständigen
Firmen der Discounter-Branche, die gerne technisch komplexe
Artikel verdidschen, aber sich nach Kräften winden, wenn es
darum geht, die gesetzlich vorgesehene Gewährleistung und
einen kundenfreundlichen After Sales Support sicherzustellen.
Ganz allgemein:
Es ist halt ungut, mit Leuten Geschäfte zu machen, die man
wenig kennt, von denen man zumeist nicht mal genau
den kompletten Firmennamen des Ladens vor Ort weiß und
die zumindest vor Ort auch nicht wirklich Ahnung von dem
haben, was sie verkaufen ...
Und Callcenter mit Leuten, die darauf geschult sind, einen
After Sales Fall zu "erledigen", egal wie, sind auch kein
wirklicher Trost ...
Was lernen wir daraus:
http://home.knuut.de/xm/ruskin.html
"Geiz ist Geil", auch nach dem Kauf ;-)
Eier, Butter und Salat gerne, High Tech lieber bei dem,
der etwas davon versteht ...
Gruß Oliver
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
>"Aber der neue ist so ähnlich". Alle hatten bunte
>Papierprospekte, nicht alle hatten dazu auch Preise. "Ja da muss ich
>erst mal nachfragen was der kostet. Kommen Sie doch am Donnerstag noch
>mal vorbei, dann weiß ich es."
Pfeifen ... :-(
>Keiner konnte mir erklären welchen Vorteil ein Digitaleingan bringt.
>"Ja, die sind teurer, die verkaufen wir fast nicht. Na ja, die sind
>eben besser."
Autsch, übel übel sprach der Dübel ...
Es ist leider ein Teufelskreis: Viele Händler klagen, dass die Kunden
die Geräte nach Beschau dann über den billigsten Versender
einkaufen, fahren ergo den Service runter, was noch mehr Kunden
vertreibt usw. Viele Flachhändler im EDV Segment haben leider
zudem noch nie Ahnung gehabt.
Bei Jubelelektronik ist das anders, da findet sich häufig eine echte
Werkstatt im Hintergrund, richtig mit Oszi und Testsignalgenerator,
und der Meister weiß auch noch in etwa, wie ein PAL Signal
aufgebaut ist.
>Na, deshalb sitze ich jetzt eben nicht vor einem Acer oder IIyama oder
>... sondern vor einem Medion MD9404QB, hab _viel_ Geld gespart und bin
>_sehr_ zufrieden.
Noch ;-)
Das ist leider immer etwas Glückssache, je nachdem, ob Du HighTech
erwischt, das gut war, aber wegen Marktumständen über die Resterampe
billig weg ging, oder ob es Schrott by Design ist, um die gewünschte
fette Marge durch Wegsparen essentieller Bauteile zu gewinnen.
Wir haben hier vor Ort (Erding) gottseidank noch einen ganz
brauchbaren Computerkrämer ( http://www.oecom.com ), der
hat in einer Kleinstadt auch längst nicht alles am Lager.
28km weiter befindet sich Münchens Schillerstr., die natürlich
recht gut bestückt ist, die besseren Händler dort kennen auch
ihre Produkte, zumal relativ viele Studis von der TU dort
aushelfen. Wie so ein Rechner oder Monitor innendrin genau
funktioniert, wissen die natürlich ebensowenig ...
Ansonsten: Ich sitze hier vor einem Eizo L567, wir haben in der
Firma mit den Eizo Markenmonitoren *sehr* gute Erfahrungen
gemacht, sie kosten ein paar Euro mehr, sind es aber dreimal
wert. Beschafft wird über den üblichen verdächtigen Grosshandel,
weil die Teile in der Tat kaum vorrätig sind.
Und wenn es richtig an HighTech geht, dann haben wir sowieso
ein eigenes Entwicklungslabor, da steht dann auch ein
Multi-GS/s DSO rum, was von den Krämern eh' keiner hat.
Und in dem Marktsegment (Entwicklung) fängt die Kundschaft
dann schon wieder an, bitte und danke zu sagen ;-)
>Soviel zu denen, die vorgeben, von HiTech was zu verstehen.
Was erwartest Du auch in einem Dorf wie Münster, einen
geeigneten Händler zu finden, die sind längst alle platt.
Ein paar km weiter im Ruhrgebiet sieht die Welt schon
wieder ganz anders aus.
mfg
Uwe Ludwig
OT:
Was die so genannten Fachhändler betrifft, habe ich vor
ein paar Tagen auch so meine Erfahrungen gemacht. Nach
sechs Wochen, einigen Telefonaten und drei Besuchen,
war man endlich in der Lage, mir ein neues Ladegerät für
meine Videokamera zu liefern. Die Kamera habe ich damals
extra in diesem Laden gekauft (teurer als im Media-Markt),
um gerade das zu vermeiden.
Es gab hier auch schon Ausfälle, aber das letzte 19" Eizo Röhren
Teil war mehr als 12 Jahre alt - was etwa der typischen Fernseher-
Lebensdauer ohne Zeilentrafo-Reperatur entspricht - bevor das
Hochspannungsteil seinen Geist aufgab.
Ein generelles Problem bei den Röhrenmonitoren im Dauerbetrieb
ist, dass der Hochspannungsteil den ganzen Dreck anzieht und
irgendwann der Strom Wege nimmt, die er nicht nehmen soll ...
Ich habe auch schon einen Monitor mit dem Staubsauger
"repariert", in vielen Fällen ist aber Elektronik mit geschädigt,
was dann keine weiteren Massnahmen mehr lohnt.
Mit TFT ist dieses Problem *sicher* keines mehr.