On 2012-06-02 15:54, Ludger Averborg wrote:
> On 2 Jun 2012 12:26:23 GMT, Johann Mayerwieser
> <
johann.ma...@gmail.com> wrote:
>
>> Ludger Averborg schrieb:
>>
>>> Seitdem haben wir aber zumindest im Westen ganz erhebliche Wandlungen.
>>> Demokratie wird immer weniger akzeptiert, immer stärker versuchen
>>> Grüppchen, ihre Interessen gegen Mehrheiten durchzusetzen, und das wird
>>> von den Volksvertretern immer mehr akzeptiert. Siehe Stuttgart, siehe
>>> Gorleben, siehe neue Stromtrassen, siehe Flughafenausbauten, siehe
>>> Genehmigung von Windkraftanlagen, siehe Abschaltung von funktionsfähigen
>>> Kernkraftwerken.
>>
>>
>> In China wird das von einem einzigen, meist alten, Mann bestimmt - das
>> ist besser?
>>
> Das ist schwer zu sagen. Was regiert nun besser: Der Pöbel/die
> Krachmacher/Berufsdemonstranten oder ein alter weiser Mann?
>
> Wenn man mal nach den Vorteilen der Demokratie fragt, wird meist
> behauptet, dass sie die wenigsten Nachteile habe. Der Beweis -oder
> wenigstens eine Glaubhaftmachung- wird jedoch nie gebracht.
>
> Ist auf eine Sachfrage von politischer Bedeutung
> ("sollen wir angesichts der Klimabedrohung auf Kernenergie
> verzichten", "wirkt sich Gentechnologie negativ auf die
> Volksgesundheit aus", "Wie sollen die bezüglich des Klimas zulässige
> CO2-Menge von 2 t -statt jetzt über 10 t auf die Bereiche
> Stromerzeugung, Raumheizung, Energie für Verkehr, Energie für
> Industrie, Einsatz für chemische Prozesse wie Zementerzeugung oder
> Stahlproduktion verteilt werden)
> wirklich die "Durchschnittsantwort" von 80 Mio Einwohnern besser als
> die Antwort von 200 Experten?
>
> Ich habe in den letzten Tagen viel mit Leuten gesprochen, die sich
> gegen "die ständigen Wahlen" ausgesprochen haben. "Die Regierung kommt
> ja gar nicht zum Arbeiten". Heißt das, Demokratie verhindert eine
> erfolgreiche Staatsführung?
> Das scheint nicht so abwegig, auch die "Väter des Grundgesetzes" haben
> das ja offenbar befürchtet, als sie die demokratischen
> Einflussmöglichkeiten der Bürger auf die seltene (alle 4 / 5 Jahre)
> Möglichkeit der Wahl einer von wenigen Parteien beschnitten haben.
> Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten.
>
> Also, ich bin mir keineswegs sicher, welche Regierungsform das
> Gemeinwohl eines Staates optimal fördern würde.
>
> Bsp Ägypten: die Menschen haben für Arbeit und Brot eine Revolution
> geführt und bekommen statt dessen jetzt die Moslembrüder.
> Bsp Libyen: dem geknechteten rechtlosen Volk unter Ghadafi ging es
> weitaus besser als nachdem sie sich ihre Freiheit erkämpft hatten.
Die USA in der Depression nach dem schwarzen Freitag an der Börse
Die Antwort darauf war unter anderen die Technocracy Bewegung
http://en.wikipedia.org/wiki/Technocracy_Incorporated
Einer ihrer Gründer, Dr. Hubbert entwickelte dann 1956 die
Peak Oil Theorie.
Die Ideale der Technocracy Bewegung sind heute wohl
am Besten in China umgesetzt.
China ist wohl eine Mischung aus Konfuzius und Technocracy Bewegung