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Lidl: Kunde durfte selber sauber machen

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Heiko Mittelstaedt

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Jul 29, 2003, 2:25:13 AM7/29/03
to
Hallo,

neulich bin ich Beobachter einer Szene in unserem örtlichen Lidl
geworden, die in mir einige Fragen hochkommen ließ.

Ich sah einen älteren Mann, der seinen kompletten Einkauf in den Händen
trug. Dabei schmierte ihm eine Buttermilch ab und hinterließ eine
entsprechende Sauerei auf dem Boden. Ich habe das Gespräch zwischen ihm
und einer Lidl-Angestellten aufgrund der Entfernung nicht mitbekommen,
dafür aber was sich abspielte: Die Verkäuferin kam mit einem Paket
Kücherollen aus dem Lager, öffnete dies und drückte dem Mann eine Rolle
in die Hand. Dieser machte sich auch sogleich daran die Sauerei
(500-1000ml) zusammen zuwischen, was einige Tücher und nicht wenig Zeit
verschlang und mehreren verdutzten Kunden etwas den Weg blockierte.

Irgendwann war er dann fertig und gab das große Kneul verbrauchter
Küchenrollentücher bei der Angestellten ab, entschuldigte sich noch
vielmals und ging mitsamt den restlichen Küchenrollen zur Kasse. Ich
hörte die Lidl-Frau noch sagen: "Ich kann ja nichts dafür, wenn sie was
runterschmeißen"

Was haltet Ihr von dem Vorgang? Ist das so normal, wird das so
gehandhabt? Machte irgendwie keinen guten Eindruck, wenn ein Kunde
sauber macht. Wobei ich nicht weiß, ob er mußte oder unbedingt wollte.

Die Filiale ist nicht unbedingt für Freundlichkeit berühmt. Mir ist es
schon so gegangen, daß ich an die Kasse kam und in der Erwartung, daß
die Kassiererin eh gleich "Guten Tag" sagt, sprach ich zuerst "Guten
Tag" aus, was mit Schweigen belohnt wurde. Auch mein "Auf Wiedersehen"
ernte keinen Gegengruß. Ich sehe es ja noch ein, wenn nicht von selber
gegrüßt wird, aber wenn ein Kunde grüßt, sollte ein anständiger
Verkäufer schon zurückgrüßen, oder.

Was haltet Ihr so davon? Ähnliche Erlebnisse?

Grüße,
Heiko

--
*** http://www.daea.de ***
Offizielle Homepage von de.alt.etc.auktionshaeuser
Lachen bis zum Umfallen: In der Rubrik "Dummfug" findet
man die witzigsten und sinnlosesten ebay Auktionen!

Andreas Schmitt

unread,
Jul 29, 2003, 2:58:54 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> climbed down a tree and told us
in news:bg540a$klnir$1...@ID-43966.news.uni-berlin.de:

>
> Was haltet Ihr von dem Vorgang? Ist das so normal, wird das so
> gehandhabt? Machte irgendwie keinen guten Eindruck, wenn ein Kunde
> sauber macht. Wobei ich nicht weiß, ob er mußte oder unbedingt wollte.

Müssen tut der Mann gar nichts. Wenn die Verkäuferin pampig wird und in der
Vergangenheit pampig war, dann muss man sie darauf ansprechen, dass man
sich als Kunde die Verkäuferin freundlicher wünscht.

Bei penetranter Unfreundlichkeit wirkt der Satz "Kann ich mal bitte ihren
Chef sprechen" oft Wunder.

Wenn mir das mit der Buttermilch passiert wäre, und die Verkäuferinnen
freundlich sind, würde ich die Sauerei selbst sauber machen. Ein Hauch von
Unfreundlichkeit würde jedoch genügen, auf keinen Fall selber sauber zu
machen.

--
----
Patriotism is a virtue of the vicious.
Oscar Wilde

Michael Molthagen

unread,
Jul 29, 2003, 3:13:23 AM7/29/03
to
Hallo Heiko,

Heiko Mittelstaedt schrieb:

[Kunden putzen im Lidl]

Also, in meiner Zeit beim Penny, wo ich einstmals Substitut war, wäre
das undenkbar gewesen, daß ein Kunde putzt - selbst, wenn er darauf
bestanden hätte. Grundsätzlich ist das nun einmal Sache des Personals,
auch wenn der Kunde Schuld trägt (wobei diese Superkunden, die meinen,
ihren Wocheneinkauf in der Hand tragen zu können, schon ziemlich nerven
- wofür gibt es Einkaufswagen???). Und selbst wenn der Kunde das nun
selber wegputzen will - etwaige Zuschauer könnten das falsch verstehen:
Da müssen die Kunden selber putzen. Also gab es das nicht.

Grüßle/2,

Michael

--
Link-Tipp Juli:
Gesichtsblind? Probleme, Leute zu erkennen?
www.molthagen.de/michael/prosopagnosie.htm

Katharina Mayer

unread,
Jul 29, 2003, 3:20:23 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> wrote:
>Was haltet Ihr so davon? Ähnliche Erlebnisse?

Ich denke, dass Supermärkte etc. Wischmaschinen haben (habe ich mal in
einem Sparmarkt gesehen), so dass weder KundInnen noch VerkäuferInnen
auf den Knien rumrutschen müssen. Zumindest sollten sie einen Wischer
und einen Eimer Lauge haben.
Der hat die Küchenrollen auch noch bezahlt???

Grüße von Katharina

--
Dies ist nur eine Testsignatur.

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 3:29:03 AM7/29/03
to
Andreas Schmitt wrote:
> Bei penetranter Unfreundlichkeit wirkt der Satz "Kann ich mal bitte ihren
> Chef sprechen" oft Wunder.

Es sei denn, es kommt der Spruch zurück: "Ich bin die Filialleiterin"

> Wenn mir das mit der Buttermilch passiert wäre, und die Verkäuferinnen
> freundlich sind, würde ich die Sauerei selbst sauber machen. Ein Hauch von
> Unfreundlichkeit würde jedoch genügen, auf keinen Fall selber sauber zu
> machen.

Es sieht zudem sehr seltsam aus, wenn ein Kunde auf dem Boden rumrobbt
und sauber macht und von eine Verkäuferin mit Putzmaterial versorgt
wird. Das treibt einen förmlich aus dem Laden raus.

Mir ist mal in einem Plus folgendes passiert: Ich stehe bei den Süßwaren
und lechze nach Schokolade. In der Nähe ist der Obst und Gemüsestand.
Dort kramt eine Oma und verläßt den Stand Richtig Kasse. Wenige Sekunden
später kracht es am Obststand und eine Stiege mit irgendwas liegt
zermatscht auf dem Boden. Hat wohl nach der Kramerei auf der Kippe
gestanden.

2 Minuten später steht ein Plus-Man da, Azubi seines Zeichens, sieht die
Sauerei - sieht nur mich in der näheren Umgebung und schimpft sinngemäß
in meine Richtung "da hat aber einer Glück gehabt, daß das keiner
gesehen hat".

Ich habe gar nicht hingeschaut und auch nichts erwidert, weil ich nur
indirekt angesprochen bzw. beschuldigt wurde und mich aufgrund meiner
Unschuld absichtlich nicht angesprochen fühlte. Weiter passierte nichts.

Wäre aber interessant gewesen, ob die Oma aufräumen hätte dürfen. Hatte
so den Eindruck gemacht.

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 3:31:43 AM7/29/03
to
Katharina Mayer wrote:
> Ich denke, dass Supermärkte etc. Wischmaschinen haben (habe ich mal in
> einem Sparmarkt gesehen), so dass weder KundInnen noch VerkäuferInnen
> auf den Knien rumrutschen müssen. Zumindest sollten sie einen Wischer
> und einen Eimer Lauge haben.
> Der hat die Küchenrollen auch noch bezahlt???

der ist mit den restliche Küchenrollen aus dem Paket an die Kasse
gewackelt. Die angebrochene Rolle hat er glaube ich sogar da gelassen.

Wischeimer oder Automat zu holen wäre viel zu viel Streß für die
Verkäuferin gewesen. Das ging doch so viel einfacher.

Andreas Mauerer

unread,
Jul 29, 2003, 4:28:38 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> meinte:

>Was haltet Ihr von dem Vorgang? Ist das so normal, wird das so
>gehandhabt? Machte irgendwie keinen guten Eindruck, wenn ein Kunde
>sauber macht. Wobei ich nicht weiß, ob er mußte oder unbedingt wollte.

Mir ist mal bei Aldi ein Glas mit Sauce runtergeaust, ich ging kleinlaut
zum ersten Verkäufer, den ich sah (war zufällig der Filialleiter) und
"beichtete". Er bedankte sich, daß ich sofort Bescheid gesagt hatte und
kommandierte eine andere Verkäuferin zum Putzen ab, die kam mit
vernünftiger Ausrüstung und innerhalb von ein paar Sekunden war alles
beseitigt. Mit Küchenpapier hätte ich viel länger gebraucht...

Bezahlen muß man AFAIK solche Sachen nicht, wenn sie einem vor der Kasse
herunterfallen.

Gruß

Andreas
--
If you want to mail me directly:
- Use Rot13 on my address
- Enter "abfcnz" after the "@"
- Use Rot13 again and delete the "nospam"

Flups Baumann

unread,
Jul 29, 2003, 5:33:00 AM7/29/03
to
mur...@deadspam.com (Heiko Mittelstaedt) schrieb:

> Es sei denn, es kommt der Spruch zurück: "Ich bin die Filialleiterin"

Auch die hat einen Chef.

Flups

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 4:46:19 AM7/29/03
to
Flups Baumann wrote:
>>Es sei denn, es kommt der Spruch zurück: "Ich bin die Filialleiterin"
> Auch die hat einen Chef.

Der ist aber nicht mal eben schnell geholt und für einen Normalkunden
auch schwer ermittelbar, so die Filialleiterin ihn nicht nennen mag.

Ich weiß nicht, wieviel Kontaktmöglichkeiten Lidl hat, aber wenn ich
daran denke, wie wenige es bei Aldi gibt, steht man mit dem Vorhaben,
die nächst höheren Dienstherren zu erreichen recht schnell auf dem
Schlauch...

Jens Müller

unread,
Jul 29, 2003, 4:42:07 AM7/29/03
to
Andreas Mauerer <a.ma...@expires-2003-07-31.arcornews.de> writes:

> Bezahlen muß man AFAIK solche Sachen nicht, wenn sie einem vor der Kasse
> herunterfallen.

Sagen wir so: ein solcher Anspruch wird nicht geltend gemacht. Woraus
sollte sich ergeben, daß er nicht besteht?
--
"Ganz einfach: Ich habe selten viel mehr als 50 EUR in Bar bei mir." - "???
Wieso? Bist du noch minderjährig und bekommst so wenig Taschengeld? Oder hast
du Angst, die Islamisten könnten dich ausrauben?" Andreas Mauerer und Konrad
Wilhelm in <3saubukbi99vu94nh...@4ax.com> in de.alt.fan.aldi

Jochen Kriegerowski

unread,
Jul 29, 2003, 4:57:09 AM7/29/03
to
"Heiko Mittelstaedt" <mur...@deadspam.com> schrieb

> Ich weiß nicht, wieviel Kontaktmöglichkeiten Lidl hat, aber wenn ich
> daran denke, wie wenige es bei Aldi gibt, steht man mit dem Vorhaben,
> die nächst höheren Dienstherren zu erreichen recht schnell auf dem
> Schlauch...

...muss ich mir doch gleich mal die Kontakmöglichkeiten der von mir
bevorzugten Supermärkte (Aldi hat leider verloren) raussuchen. Für
den Fall der Fälle.

Notfalls muss man eben im Laden warten, bis der zuständige Herr/die
Zuständige Dame von sonstwo eingeflogen wird.
So viel Zeit muss sein - ehe ich mich zum Gebäudereiniger machen
lasse...

*Darf* ich das überhaupt? In einem für Publikumsverkehr zugänglichen
Gebäude, ohne Ausbildung und Meisterbrief?
Sdchließlich habe ich keine Ahnung, wie man die aus der Verkehrs-
sicherungspflicht ableitbare 'Stumpfheit' des Bodenbelags hinbekommt.
Angenommen, ich benutze zu viel Wasser, und der nächste Kunde
rutscht aus und bricht sich ein Bein? Nein, danke. Zumindest diese
Haftungsfrage muss vorher geklärt sein. Schriftlich.

Gruß
Jochen


Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 4:58:24 AM7/29/03
to
Jens Müller wrote:
> Sagen wir so: ein solcher Anspruch wird nicht geltend gemacht. Woraus
> sollte sich ergeben, daß er nicht besteht?

IMHO nur, wenn die Ware aufgrund schlechter Lagerung runterfällt. Wenn
ein Kunde von aus einem instabilen Eierschachtelstapel oben eins
wegnimmt und dabei alles umreißt, wird ihm keine Schuld entstehen.

Jens Müller

unread,
Jul 29, 2003, 5:05:31 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> writes:

> Ich weiß nicht, wieviel Kontaktmöglichkeiten Lidl hat,

Im Gegensatz zu Aldi immerhin eine Hotline.
--
"Hm. Wir könnten Pizza essen gehen und du lädst uns ein. *g*" - "Ich
könnte mir auch einen Ziegelstein vor den Kopf hauen."
- Kathinka Diehl und Wolfgang Krietsch in de.alt.fan.aldi
in <3cc990b7...@news.cis.dfn.de>

Klaus Stricker

unread,
Jul 29, 2003, 5:46:09 AM7/29/03
to
Hallo,

>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 29.07.2003, 10:46:19, schrieb Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com>
zum Thema Re: Lidl: Kunde durfte selber sauber machen:


> Ich weiß nicht, wieviel Kontaktmöglichkeiten Lidl hat, aber wenn ich
> daran denke, wie wenige es bei Aldi gibt, steht man mit dem Vorhaben,
> die nächst höheren Dienstherren zu erreichen recht schnell auf dem
> Schlauch...

bei uns im Lidl Siegen, Hagener Straße, hängt ein Plakat mit einer 0800er
Nummer zwecks Kontaktaufnahme...

Gruß - Klaus

Sven Bötcher

unread,
Jul 29, 2003, 5:48:38 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt wrote:

> neulich bin ich Beobachter einer Szene in unserem örtlichen Lidl
> geworden, die in mir einige Fragen hochkommen ließ.

Habe Ähnliches in einem Penny-Markt erlebt. Wollte nur zwei Schachteln
Starlight-Zigaretten und war auch nicht über das langsame Omchen vor mir
begeistert. Aber egal, Rücksicht ist auch eine Art Lebensqualität. Also nix
gesagt und gewartet wie Omchen mit den Centstücken in der Gegend rumklötert.
Kassiererin guckt schon mürrisch, Omchen versucht noch mit der neuen Währung
klarzukommen. ''Jetzt machen'se mal hin''. Hab ich falsch gehört? Omchen hat
endlich bezahlt und will gehen. Sie guckt auf's Band und sagt: ''Der Salat
gehört auch noch mir''. Das war zuviel für die freundliche Kundenbetreuerin.
''Könn'se datt nich so hinlegen, das ich das sehe?''. Wedelt dabei mit dem
Trennstöckchen umher also ob sie Omchen gleich schlagen wollte. Da ist mir
dann der Arsch geplatzt. Omchen war echt langsam und ich wollte nur ein paar
Zigaretten. Dann macht auch noch die Kassenschlampe Terror und was kann
Omchen für die neue Währung? Ergo brülle ich lautstark durch den Laden: "Ist
Ihr unfreundliches Verhalten den Kunden gegenüber eigentlich durch die
Marktleitung abgesegnet?". Leute schauen betroffen in die Gegend und auf den
Fussboden. Totenstille. Geld für die Ziggis passend auf's Laufband
geschmissen und gegangen.

Um auf's Ausgangposting zurückzukommen: Das erlauben die sich bevorzugt bei
älteren Kunden, die leicht hilflos wirken und sich nicht zu wehren trauen.
Gut wäre es gekommen, wenn Du den älteren Herren lautstark angesprochen
hättest: ''Soll ich das für sie aufwischen, wenn die hier kein Personal
dafür haben?". Manchem Discounter-Personal scheint der Job echt nicht lieb
und teuer genug zu sein.

Bye
Sven


Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 6:22:39 AM7/29/03
to
Sven Bötcher wrote:
> Um auf's Ausgangposting zurückzukommen: Das erlauben die sich bevorzugt bei
> älteren Kunden, die leicht hilflos wirken und sich nicht zu wehren trauen.
> Gut wäre es gekommen, wenn Du den älteren Herren lautstark angesprochen
> hättest: ''Soll ich das für sie aufwischen, wenn die hier kein Personal
> dafür haben?". Manchem Discounter-Personal scheint der Job echt nicht lieb
> und teuer genug zu sein.

So alt war er nun auch wieder nicht, daß er hilfsbedürftig gewirkt
hätte. Aber prinzipiell ist das eine gute Idee. Sowas ähnliches habe ich
schonmal gemacht, da hatte eine richtig alte Frau an der Kasse ein Paket
Eier vergessen und das gesagt und wurde wohl mit den Worten abgefertigt:
"Gehen sie halt nachher nochmal rein und holen sich eins, ich setz es
gleich auf den Kassenzettel". Das bedeutete für die Oma wegtechnisch,
daß sie aus dem Lidl raus mußte, zum Eingang wieder rein, den ganzen
langen Schlängelweg durch den Laden um in der Nähe der Kasse die Eier zu
greifen und damit wieder raus zu gehen. Die Kassiererin hätte nur einen
Moment aufstehen und um ein paar Ecken gehen müssen (wenige Schritte)
und der Fall wäre erledigt gewesen. Ich war so freundlich und habe der
Oma die Eier gebracht.

War wieder der selbe Lidl.

Sven Bötcher

unread,
Jul 29, 2003, 7:13:53 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt wrote:

> und der Fall wäre erledigt gewesen. Ich war so freundlich und habe der
> Oma die Eier gebracht.

Das war nett von Dir. Ich habe echt die Befürchtung, im Alter nicht mehr zum
Discounter gehen zu können. Mal gucken, ob die Rente Einkauf im netten
Tante-Emma-Laden zulässt.

Bye
Sven

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 7:21:43 AM7/29/03
to
Sven Bötcher wrote:
> Das war nett von Dir. Ich habe echt die Befürchtung, im Alter nicht mehr zum
> Discounter gehen zu können. Mal gucken, ob die Rente Einkauf im netten
> Tante-Emma-Laden zulässt.

Mal gucken, obs im Alter überhaupt noch was anderes als Discounter gibt...

Jens Müller

unread,
Jul 29, 2003, 7:22:17 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> writes:

> War wieder der selbe Lidl.

Dann geh doch zu einem anderen. Oder ruf mal die Hotline an.
--
"Die Zahnpasta ist sogar in der Apotheke billiger." Roland Winziger
über Walmart in <20020421004647...@mb-mw.aol.com>
in de.alt.fan.aldi

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 7:37:12 AM7/29/03
to
Jens Müller wrote:
> Dann geh doch zu einem anderen. Oder ruf mal die Hotline an.

Ich selber hatte ja noch keinen "Zusammenstoß". Es sind nur so diverse
Beobachtungen, die man da so macht.

Der nächste Lidl ist außerdem zu weit weg. Ansonsten gibts bei uns ja
auch noch einen Aldi, Netto, Diska und ein Kaufland, demnächst auch noch
Plus. Manchmal locken halt die Angebote. Jeder Discouter hat irgendwas
oder was besonders günstig, daß man da mal reinschaut.

Meine Haupteinkaufsquelle ist immer noch Kaufland, da ist die Auswahl
halt kompletter und der Service auf Freundlichkeit getrimmt.

Jochen Kriegerowski

unread,
Jul 29, 2003, 7:58:12 AM7/29/03
to
"Heiko Mittelstaedt" <mur...@deadspam.com> schrieb

> Meine Haupteinkaufsquelle ist immer noch Kaufland, da ist die Auswahl
> halt kompletter und der Service auf Freundlichkeit getrimmt.

Genau. Schon das freundliche 'Auf Wiedersehen Herr Kriegerowski' nach
der Kartenzahlung an einer der 30 Kassen, an der man nur einige wenige
Minuten gewartet hat (sonst gibt's da nämlich Bares als Entschädigung)...
Und die Preise sind auf Aldi Niveau.

Also bitte: Geht doch. Man muss nur wollen.

Gruß
Jochen

Joachim Nentwich

unread,
Jul 29, 2003, 8:41:36 AM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> schrieb:

Moin auch,

> Ich selber hatte ja noch keinen "Zusammenstoß". Es sind nur so diverse
> Beobachtungen, die man da so macht.

(...)

Allerdings. Und nicht nur vom Verkaufspersonal.
Vor einiger Zeit stand ich in der Schlange an der Kasse im Netto, ein
etwa 6-jähriges Mädchen hatte sich eine Flasche Limo gekauft. die
kostete wohl 45 Cent, ein Fuffzgerl hatte sie. Und dann waren da wohl
noch 8 Cent Pfand zu bezahlen - also insgesamt 53 Cent.

Das Mädel sucht mit rotem Kopf in allen Taschen herum, die Kassiererin
schaut in die Luft und aus der Schlange unwilliges Gemurmel und Rufe wie
"Wann gehts denn endlich weiter?" - "Trag das zurück, wenn Du es nicht
bezahlen kannst!"

Ich habe mir dann erlaubt, mich vorzudrängen und die 3 (!) Cent
Differenz auf den Tisch zu legen. Obwohl jeder vor mir in der Schlange
auch gesehen hat, was los ist.

> Meine Haupteinkaufsquelle ist immer noch Kaufland, da ist die Auswahl
> halt kompletter und der Service auf Freundlichkeit getrimmt.

Na obs da besser ist ;) - früher, im Tante - Emma Laden, da ja, aber
heute ist alles so unpersönlich, das Personal genauso wie viele der
Leute, die da kaufen.


Schönen Dienstag noch,
Joe

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 9:13:02 AM7/29/03
to
Joachim Nentwich wrote:
> Na obs da besser ist ;) - früher, im Tante - Emma Laden, da ja, aber
> heute ist alles so unpersönlich, das Personal genauso wie viele der
> Leute, die da kaufen.

Wobei ich das unpersönliche mag (wie viele andere Deutsche auch). Ich
will nicht von einem "Berater" umlagert werden und mich dann genötigt
fühlen irgend was zu kaufen. Lieber in Ruhe alles beäugen und wenn man
Fragen hat einen Suchen.

Das ist ein typisch deutsches Phänomen. Ich habe das mal in Tunesien
erlebt, wo viele aus unseren Landen Urlaub machten. In der ganzen
Einkaufsstrasse waren die Läden leer, weil jeder flüchtete, wenn die
aufdringlichen Verkäufer die Leute hereinlocken wollten. Einzig in einem
Laden stauten sich die Kunden. Da war ein schlauer Mann auf die Idee
gekommen, Festpreise zu machen und hinter der Kasse auf die Kunden zu
warten, die etwas bezahlen wollten.

Markus Gronotte

unread,
Jul 29, 2003, 9:51:21 AM7/29/03
to

"Heiko Mittelstaedt"

Moin,

> neulich bin ich Beobachter einer Szene in unserem örtlichen Lidl
> geworden, die in mir einige Fragen hochkommen ließ.

> Ich sah einen älteren Mann, der seinen kompletten Einkauf in den Händen
> trug. Dabei schmierte ihm eine Buttermilch ab und hinterließ eine
> entsprechende Sauerei auf dem Boden. Ich habe das Gespräch zwischen ihm
> und einer Lidl-Angestellten aufgrund der Entfernung nicht mitbekommen,
> dafür aber was sich abspielte: Die Verkäuferin kam mit einem Paket
> Kücherollen aus dem Lager, öffnete dies und drückte dem Mann eine Rolle
> in die Hand. Dieser machte sich auch sogleich daran die Sauerei
> (500-1000ml) zusammen zuwischen, was einige Tücher und nicht wenig Zeit
> verschlang und mehreren verdutzten Kunden etwas den Weg blockierte.

Da ich mal bei Lidl als Aushilfe gearbeitet habe und mich mit dem
Filialenleiter
öfter unterhalten habe kann ich dazu nur soviel sagen. Bekommt die
Geschäftsführung von so etwas berichtet, ist derjenige seinen Job fristlos
los.
So etwas ist in der Filiale wo ich gearbeitet habe ganze 2 Mal in der Zeit
vorgekommen. Unfreundliches Verhalten dem Kunden gegenüber führt
generell zur Kündigung. Jeder Kunde bei Lidl oder sonstwo der sich
angemacht fühlt sollte sich auch an die Geschäftsführung wenden.
Diese reagiert in der Regel sofort. Man darf nämlich bei der Überlegung
einen Vorfall zu melden nie vergessen, dass in einem derartigen Discounter
(mit Ausnahme von Aldi ) absolut JEDER spontan ersetzbar ist, was in
einigen anderen Branchen nicht so einfach ist. Jedenfalls habe ich es
miterlebt,
wie sich mein Chef einmal innerhalb von 3 Stunden inklusive jeweils einem
Anruf beim Arbeitsamt Rheine und Münster eine neue Mitarbeiterin gesucht
hat. Grund für die eine Kündigung war, dass der eine Mitarbeiter mich mit
der Etikettiermaschiene genervt hat. Das hat der Mensch zufällig gesehen.


Viele grüße,

Markus Gronotte
lustige und sinnlose Ebayauktionen ansehen und interaktiv sammeln
==> http://www.tauschmaus.de


Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 29, 2003, 10:02:02 AM7/29/03
to
Markus Gronotte wrote:
> Da ich mal bei Lidl als Aushilfe gearbeitet habe und mich mit dem
> Filialenleiter
> öfter unterhalten habe kann ich dazu nur soviel sagen. Bekommt die
> Geschäftsführung von so etwas berichtet, ist derjenige seinen Job fristlos
> los.

Gut zu wissen. Was ist in Deinen Augen die "Geschäftsführung"? Die im
Laden oder an der Telefonhotline? Ich würde mich im Bedarfsfall nämlich
lieber an eine Telefonnummer wenden, da die Chefin des Ladens scheinbar
keinen Respekt genießt oder sich nicht durchsetzen kann oder will.

Ich habe jedenfalls mal erlebt, wie die Kassiererin aufgestanden und
verschwunden ist und die verdutzte Schlange stehen ließ. Nach 2 Minuten
kam die Filialleiterin und wollte von mir wissen, wo die hin ist! ;-)

Na jedenfalls hat sie dann selber weiter kassiert.

> So etwas ist in der Filiale wo ich gearbeitet habe ganze 2 Mal in der Zeit
> vorgekommen. Unfreundliches Verhalten dem Kunden gegenüber führt
> generell zur Kündigung. Jeder Kunde bei Lidl oder sonstwo der sich
> angemacht fühlt sollte sich auch an die Geschäftsführung wenden.
> Diese reagiert in der Regel sofort. Man darf nämlich bei der Überlegung
> einen Vorfall zu melden nie vergessen, dass in einem derartigen Discounter
> (mit Ausnahme von Aldi ) absolut JEDER spontan ersetzbar ist, was in
> einigen anderen Branchen nicht so einfach ist.

Das ist wohl war. Vor allem bei uns im Osten, wo die Filiale ist.


> Jedenfalls habe ich es miterlebt,
> wie sich mein Chef einmal innerhalb von 3 Stunden inklusive jeweils einem
> Anruf beim Arbeitsamt Rheine und Münster eine neue Mitarbeiterin gesucht
> hat. Grund für die eine Kündigung war, dass der eine Mitarbeiter mich mit
> der Etikettiermaschiene genervt hat. Das hat der Mensch zufällig gesehen.

Das erkläre mir mal? Was verstehst Du unter "mit der Etikettiermaschiene
genervt". Die Palette, was ich mir darunter vorstelle reicht von
hundertsten Erklärung wie das Ding funktioniert bis zur Auspreisung
diverser Körperteile. ;-)

Markus Gronotte

unread,
Jul 29, 2003, 12:16:16 PM7/29/03
to

"Heiko Mittelstaedt"

Moin,

> > Da ich mal bei Lidl als Aushilfe gearbeitet habe und mich mit dem
> > Filialenleiter
> > öfter unterhalten habe kann ich dazu nur soviel sagen. Bekommt die
> > Geschäftsführung von so etwas berichtet, ist derjenige seinen Job
fristlos
> > los.
>
> Gut zu wissen. Was ist in Deinen Augen die "Geschäftsführung"? Die im
> Laden oder an der Telefonhotline?

Keines von beidem. Die Lidl-Filialen sind ähnlich organisiert wie die von
Saturn
und Mediamarkt. Das bedeutet, dass mehrere Lidl-Märkte (in meinem Fall
hier Emsdetten Münster Coesfeld Rheine und weitere kleinere Orte) von einer
Person verwaltet werden. Das erkennst du auch schon daran, wenn du einen
Lidl betrittst, der von eine anderen Person verwaltet wird. Wenn du dieser
Person "petzt" dann ist eine fristlose Kündigung des Mitarbeiters jedenfalls
unumgänglich ;) Ich bin mir sicher das trifft auf alle zu. Nicht nur hier im
Kreis Münster.

> Ich würde mich im Bedarfsfall nämlich
> lieber an eine Telefonnummer wenden, da die Chefin des Ladens scheinbar
> keinen Respekt genießt oder sich nicht durchsetzen kann oder will.

An die hätte ich mich jetzt auch nicht gewendet, weil die "höher sitzenden"
schnell genervt sind wenn sie sowas hören. Daher geben die direkten
Filialleiter/innen so etwas wohl so gut wie nie weiter.

> Ich habe jedenfalls mal erlebt, wie die Kassiererin aufgestanden und
> verschwunden ist und die verdutzte Schlange stehen ließ. Nach 2 Minuten
> kam die Filialleiterin und wollte von mir wissen, wo die hin ist! ;-)

> Na jedenfalls hat sie dann selber weiter kassiert.

Dafür werden die ja auch größtenteils bezahlt ;)

> > wie sich mein Chef einmal innerhalb von 3 Stunden inklusive jeweils
einem
> > Anruf beim Arbeitsamt Rheine und Münster eine neue Mitarbeiterin gesucht
> > hat. Grund für die eine Kündigung war, dass der eine Mitarbeiter mich
mit
> > der Etikettiermaschiene genervt hat. Das hat der Mensch zufällig
gesehen.

> Das erkläre mir mal? Was verstehst Du unter "mit der Etikettiermaschiene
> genervt". Die Palette, was ich mir darunter vorstelle reicht von
> hundertsten Erklärung wie das Ding funktioniert bis zur Auspreisung
> diverser Körperteile. ;-)

letzteres.

Eric Lorenz

unread,
Jul 29, 2003, 11:27:20 AM7/29/03
to
Hi!
"Heiko Mittelstaedt" <mur...@deadspam.com> schrieb

>
> Was haltet Ihr von dem Vorgang? Ist das so normal, wird das so
> gehandhabt? Machte irgendwie keinen guten Eindruck, wenn ein Kunde
> sauber macht. Wobei ich nicht weiß, ob er mußte oder unbedingt wollte.
>
> Die Filiale ist nicht unbedingt für Freundlichkeit berühmt. Mir ist es
> schon so gegangen, daß ich an die Kasse kam und in der Erwartung, daß
> die Kassiererin eh gleich "Guten Tag" sagt, sprach ich zuerst "Guten
> Tag" aus, was mit Schweigen belohnt wurde. Auch mein "Auf Wiedersehen"
> ernte keinen Gegengruß. Ich sehe es ja noch ein, wenn nicht von selber
> gegrüßt wird, aber wenn ein Kunde grüßt, sollte ein anständiger
> Verkäufer schon zurückgrüßen, oder.

>
> Was haltet Ihr so davon? Ähnliche Erlebnisse?

Also, wenn ich was runterwerfe, hebe ich es auch auf. Aber bei so einer
Sache hätte die Verkäuferin ruhig mithelfen oder es erledigen können.
Das gehört sich so.

Unfreundlichkeit: Persönlich habe ich mich schon manchmal beschwert.
Ich faxe dann aber meist gleich die Beschwerde in die Zentrale. Vor
einigen Jahren hatte ich mal Abends einen Anruf gehabt, ob ich kurz
Zeit hätte und mal zu Minimal kommen könnte. Ich gleich hin und dann
konnte ich mal erleben, wie ein Laden auseinander genommen wurde.

Mein Mittel bei Unfreundlichkeit: Wagen an die Kasse stellen und sich
beschweren und einfach gehen!

Eric

Uwe Premer

unread,
Jul 29, 2003, 11:36:01 AM7/29/03
to
Am 29.07.2003 15:53 Uhr schrieb Kai Dupke:

> Michael Molthagen <ne...@molthagen.de> wrote:
>> wobei diese Superkunden, die meinen,

>> ihren Wocheneinkauf in der Hand tragen zu koennen, schon ziemlich nerven
>> - wofuer gibt es Einkaufswagen???)
> b) habe ich evtl. weder 'nen Euro, noch 'nen
> halben.

Dann sollte man wexeln lassen, z.B. an der Kasse.
Oder man hat einen Einkaufswagen-Chip.

Uwe

Rene Fuchs

unread,
Jul 29, 2003, 12:04:17 PM7/29/03
to
"Markus Gronotte" <llii...@gmx.net> babbelte:

>und Mediamarkt. Das bedeutet, dass mehrere Lidl-Märkte (in meinem Fall
>hier Emsdetten Münster Coesfeld Rheine und weitere kleinere Orte) von einer
>Person verwaltet werden. Das erkennst du auch schon daran, wenn du einen
>Lidl betrittst, der von eine anderen Person verwaltet wird. Wenn du dieser

Gebiets- bzw. Bezirksleiter nennt sich das. Wenn man den erreichen kann,
ists natuerlich optimal, ansonsten ist die Hotline speziell fuer solche
Faelle eingerichtet und kann also auch genutzt werden.

>Person "petzt" dann ist eine fristlose Kündigung des Mitarbeiters jedenfalls
>unumgänglich ;) Ich bin mir sicher das trifft auf alle zu. Nicht nur hier im
>Kreis Münster.

Lidl ist straff organisiert, da kannst Du von ausgehen, dass das auf
alle zutrifft. Wobei mir das mit der fristlosen Kuendigung nicht
wirklich gefaellt. Da reicht es dann also, einen schlechten Tag zu haben
oder einen Kunden, der einen nicht ausstehen kann und sich was aus den
Fingern saugt und Du bist den Job los. Kanns auch nicht sein irgendwo.

René

--
Wer ist Paul?
Wer sponsert was? Wer wirbt wofuer?
Wer hat welche Slogans?
Kuehe in der Werbung? <http://www.ephilias.de/>

Egon Eiermann

unread,
Jul 29, 2003, 12:23:17 PM7/29/03
to
Hallo Makus:

Wir sind hier nicht in Amerika, und die Arbeitnehmer - selbst bei Lidl
und Plus - haben hier ihre Rechte. Und das ist auch gut so!
Also, fristlose Kündigung geht so nicht. Dazu muß der Angestellte schon
dem Chef körperlich angreifen etc. Für eine "Unfreundlichkeit" kann es
höchstens ein Abmahnung geben, und das natürlich erst, wenn der
Geschäftsführer den Sachverhalt ausführlich geprüft hat.
Merke, auch schlechtbezahlte Kassiereinnen - Aldi soll ja gut zahlen -
können mal schlechte Tage haben, halbkrank sein, aber den Laden und ihre
Kolleginnen nicht im Stich lassen wollen, alles kein Grund für eine
Kündigung...

Übrigens lasse ich gerne den Geschäftsführer kommen, wenn mir an einem
Laden etwas stinkt, so kann man seinen Frust ablassen, auch im
Bewustsein, dass sich doch nichts ändert.

Heiko Mittelstädt

unread,
Jul 29, 2003, 1:54:15 PM7/29/03
to
Egon Eiermann wrote:

> Wir sind hier nicht in Amerika, und die Arbeitnehmer - selbst bei Lidl
> und Plus - haben hier ihre Rechte. Und das ist auch gut so!
> Also, fristlose Kündigung geht so nicht. Dazu muß der Angestellte
> schon dem Chef körperlich angreifen etc. Für eine "Unfreundlichkeit"
> kann es höchstens ein Abmahnung geben, und das natürlich erst, wenn
> der Geschäftsführer den Sachverhalt ausführlich geprüft hat.
> Merke, auch schlechtbezahlte Kassiereinnen - Aldi soll ja gut zahlen -
> können mal schlechte Tage haben, halbkrank sein, aber den Laden und
> ihre Kolleginnen nicht im Stich lassen wollen, alles kein Grund für
> eine Kündigung...

Rein arbeitsrechtlich gesehen hast Du sicher recht. Vielleicht haben sie
da aber auch ganz abenteuerliche Konstukte gemacht, wie 6 Monate
befristeter Arbeitsvertrag mit 6 Monaten Probezeit und dann wieder neu
von vorne. Geht sowas rein rechtlich?

> Übrigens lasse ich gerne den Geschäftsführer kommen, wenn mir an einem
> Laden etwas stinkt, so kann man seinen Frust ablassen, auch im
> Bewustsein, dass sich doch nichts ändert.

Kaufland ist sehr fit bei Beschwerden. Lidl hab ich noch nie probiert.

Grüße,
Heiko

Heiko Mittelstädt

unread,
Jul 29, 2003, 1:58:38 PM7/29/03
to
Eric Lorenz wrote:

>Unfreundlichkeit: Persönlich habe ich mich schon manchmal beschwert.
>Ich faxe dann aber meist gleich die Beschwerde in die Zentrale. Vor
>einigen Jahren hatte ich mal Abends einen Anruf gehabt, ob ich kurz
>Zeit hätte und mal zu Minimal kommen könnte. Ich gleich hin und dann
>konnte ich mal erleben, wie ein Laden auseinander genommen wurde.
>

Auseinander genommen? Was hast Du gemeldet? Drogenkonsum?

>Mein Mittel bei Unfreundlichkeit: Wagen an die Kasse stellen und sich
>beschweren und einfach gehen!
>

Ja, das ist auch eine Möglichkeit, wenn da nicht dieses blöde Problem
mit dem Chip oder dem Euro im Wagen wäre. Das wäre meistens 1 EUR
Trinkgeld für Unfreundlichkeit.

Grüße,
Heiko

Henning Sponbiel

unread,
Jul 29, 2003, 2:29:31 PM7/29/03
to
On Tue, 29 Jul 2003 17:27:20 +0200, Eric Lorenz wrote:

>Unfreundlichkeit: Persönlich habe ich mich schon manchmal beschwert.
>Ich faxe dann aber meist gleich die Beschwerde in die Zentrale. Vor
>einigen Jahren hatte ich mal Abends einen Anruf gehabt, ob ich kurz
>Zeit hätte und mal zu Minimal kommen könnte. Ich gleich hin und dann
>konnte ich mal erleben, wie ein Laden auseinander genommen wurde.

Ich habe mich mal in der Zentrale ueber ein Kontrolleurin beschwert, die
eine Verkaeuferin vor allen Leuten fertig gemacht hat.

Das Resultat war sehr kalorienreich. ;-)


Henning
--
Das war mit Sicherheit eine etwas unglückliche Geschichte.
(Uwe Premers lakonischer Kommentar zu "Marco Deslooveres'" Versuch,
Dieter Bruegmanns berufliche Existenz zu vernichten
Message-ID: <b3qul5$9tn$06$2...@news.t-online.com>)

Thomas R.

unread,
Jul 29, 2003, 1:53:32 PM7/29/03
to
"Heiko Mittelstaedt" schrieb
> [ ... ]

Eigentlich kann der Mann es selber saubermachen wenn er meint einen
Einkaufswagen nicht benutzen zu müssen oder die geistigen Fähigkeiten vermissen
lässt...
... aber es *ist* der Job der Angestellten, egal wie es ihnen auf den Sack
gehen mag oder ob z.B. der Kunde "sowas" nicht zum ersten mal macht.

Also: Eine Beschwerde an den Filialleiter oder den Bezirkszuständigen.

> [ "Guten Tag" ]

Gestern abend beim Aldi standen etwa 10 Kunden vor mir, alle wurden mit "Guten
Abend" begrüsst, geantwortet haben 2-3, sonst herrschte Schweigen. Sind den
Kassiererinen solche Un-Menschen (im Sinne von ignorieren)?
Verständlich m.M.n.

> Grüße,
> Heiko


gruss,
-t.

Michael Muetterlein

unread,
Jul 29, 2003, 3:03:11 PM7/29/03
to
Moin!

"Eric Lorenz" <elo...@gmx.de> schrieb:

> Vor einigen Jahren hatte ich mal Abends einen Anruf gehabt, ob ich kurz
> Zeit hätte und mal zu Minimal kommen könnte. Ich gleich hin und dann
> konnte ich mal erleben, wie ein Laden auseinander genommen wurde.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Was genau verstehst Du darunter? Totalräumung? Spontane Neugestaltung
der Verkaufsflächen? Oder personelle Veränderungen unter persönlicher
Anwesenheit von Management-Angehörigen?

> Mein Mittel bei Unfreundlichkeit: Wagen an die Kasse stellen und sich
> beschweren und einfach gehen!

Das tut dem Personal vor Ort weh, aber ob es nachhaltig hilft?

MfG
Michael

Hartmut Feller

unread,
Jul 29, 2003, 3:10:39 PM7/29/03
to

"Kai Dupke" <K...@Dupke.org> schrieb im Newsbeitrag
news:et66gb...@koma.han.de...
>
> Wenn man kein Geld hat, sondern nur die Karte?
>

Dann geht man nicht einkaufen oder ist es wirklich unzumutbar 20 oder 50
Euro im Geldbeutel zu haben? Willst Du Dein Eis und die Klofrau auch noch
mit Deiner Karte bezahlen? Manchmal glaubt man im falschen Film zu sein.
Gruß von Hartmut


Rico Schwarz

unread,
Jul 29, 2003, 3:49:28 PM7/29/03
to
"Hartmut Feller" <Hartmut...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bg6h0k$i1q$04$4...@news.t-online.com

Wenn ich so manche Leute in den Schlangen bei Real, Lidl und Co. sehe = ja.
Zuerst wird die Payback-Karte rausgesucht und anschließend die EC-Karte
bei Einkäufen, die auch deutlich unter 20 Euronen liegen.
Magnetisch wird das Kartenvolk anscheinend von der Schnellkasse angezogen.


Gruß
Rico


Andreas Cammin

unread,
Jul 29, 2003, 4:07:09 PM7/29/03
to
Sven Bötcher wrote:

> Um auf's Ausgangposting zurückzukommen: Das erlauben die sich bevorzugt
> bei älteren Kunden, die leicht hilflos wirken und sich nicht zu wehren
> trauen. Gut wäre es gekommen, wenn Du den älteren Herren lautstark
> angesprochen hättest: ''Soll ich das für sie aufwischen, wenn die hier
> kein Personal dafür haben?". Manchem Discounter-Personal scheint der Job
> echt nicht lieb und teuer genug zu sein.

Dazu das Wort der Priesterin:

<steffi>
Also als erstes möchte ich mir das Wort "Kassenschlampen" verbitten. Mir
selber ist es noch nicht untergekommen, dass Kunden bei uns Sachen
aufwischen mussten oder irgendwelche anderen Beschwerden hatten. Es kommt
auch nicht vor, dass man unhöflich zu Kunden ist, aber selbst das Verhalten
dieser Kassiererin bei Penny ist kein Grund, so auszurasten. Denn wenn man
sich vorstellt, dass die Kassiererin da vielleicht schon seit 5 Stunden
ununterbrochen sitzt, weiss, dass kein weiteres Personal zur Verfügung
steht, und dafür sorgen muss, dass die Kundenschlange nicht noch länger
wird, und dann alle 5 Minuten Kunden hat, die Ewigkeiten brauchen, bis sie
ihr Geld PASSEND rausgesucht haben, kann man schon mal verzweifeln. Und
wenn man dazu noch nen schlechten Tag hat, kann es manchen Kassiererinnen
eben passieren, dass sie sich nicht mehr ganz unter Kontrolle haben. Ein
bisschen Mitgefühl und ein bisschen Respekt für die ganze Arbeit, die
geleistet werden muss und die oft nicht gesehen wird, wäre mal eine nette
Abwechslung zu Kunden, die sich wegen jeder Kleinigkeit gleich auf den
Schlips getreten fühlen.
</steffi>
--
Warum sollen die Behoerden besser denken koennen als
Du? Die denken nur anders falsch.
(Uwe Borchert zu Christian Hübner in de.etc.fahrzeug.auto)

Murat Urkan

unread,
Jul 29, 2003, 4:15:26 PM7/29/03
to
"Jochen Kriegerowski" schrieb
> Angenommen, ich benutze zu viel Wasser, und der nächste Kunde
> rutscht aus und bricht sich ein Bein?
Angenommen DU rutschst aus, und brichst Dir ein Bein... Währe diese
temporäre Anstellung als Putzkraft nicht Unfallversicherungspflichtig???

Ich würde da garantiert auch keinen Finger rühren. Wahrscheinlich würde ich
in einer solchen Situation wohl darauf verweisen das kein Transportbehältnis
gebührenfrei zur Verfügung gestellt wurde, und ich daher noch die Reinigung
meiner Kleidung ersetzt haben will.


Murat Urkan

unread,
Jul 29, 2003, 4:19:41 PM7/29/03
to
"Uwe Premer" schrieb

> Dann sollte man wexeln lassen, z.B. an der Kasse.
> Oder man hat einen Einkaufswagen-Chip.

Lachhaft!

Erstens müsste man bei Lidl zum Wechseln erst mal ganz durch den Laden, da
ja der Ausgang gegen Eindringen von Außen besser geschützt ist als manch ein
Banktresor, und zum anderen sehe ich nicht ein warum ich Lidl ein zinsfreies
Darlehn gewähren muss um einen Einkaufswagen benutzen zu dürfen.

Da müssen sie eben mit runtergefallenem leben.


Andre Stapel

unread,
Jul 29, 2003, 4:28:03 PM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> schrieb:

>Der ist aber nicht mal eben schnell geholt und für einen Normalkunden
>auch schwer ermittelbar, so die Filialleiterin ihn nicht nennen mag.

Es reicht ein Blick an die Eingangstür oder daneben. Es ist Pflicht,
dass dort die Adresse des Inhabers anzubringen ist.

Gruß Andre

Murat Urkan

unread,
Jul 29, 2003, 4:30:04 PM7/29/03
to
"Jens Müller" schrieb:
> Andreas Mauerer <a.ma...@expires-2003-07-31.arcornews.de> writes:
>
> > Bezahlen muß man AFAIK solche Sachen nicht, wenn sie einem vor der Kasse
> > herunterfallen.
>
> Sagen wir so: ein solcher Anspruch wird nicht geltend gemacht. Woraus
> sollte sich ergeben, daß er nicht besteht?

Nein, der Anspruch besteht meines Wissens nach in aller Regel nicht. Das
hängt mit dem Gefahrenübergang zusammen. Die Gefahr dass die Ware beschädigt
wird, liegt im Einzelhandel mindestens bis zum Fakturieren beim Händler. Um
einen Anspruch geltend machen zu können muss er (beweispflichtig) mindestens
Grobe Fahrlässigkeit (einfache Fahrlässigkeit reicht meines Wissens nach
nicht) oder Vorsatz deinerseits nachweisen, was ihm nur in den wenigsten
Fällen bei einem herunterfallendem Artikel möglich sein dürfte.

Also, so lange er nicht 2 Zeugen hat, das Du mit der Ware jongliert hast,
oder mit einem Baseballschläger den Laden auseinandergenommen hast, wird er
Dir nichts in Rechnung stellen können.


Andre Stapel

unread,
Jul 29, 2003, 4:38:19 PM7/29/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> schrieb:

>Die Kassiererin hätte nur einen
>Moment aufstehen und um ein paar Ecken gehen müssen (wenige Schritte)
>und der Fall wäre erledigt gewesen.

.. in der Zwischenzeit drückt ein Kunde ein paar Tasten, die Kasse
geht auf und wird ausgeräumt. Das klingt unwahrscheinlich, hat es aber
alles schon gegeben. Ich denke, viele Kassiererinnen werden Anweisung
haben, die Kasse nicht zu verlassen, solange sie angemeldet sind.
Trotzdem hätte sie kurz warten können.

Gruß Andre

Murat Urkan

unread,
Jul 29, 2003, 5:02:09 PM7/29/03
to
"Heiko Mittelstädt" schrieb

> Auseinander genommen? Was hast Du gemeldet? Drogenkonsum?

Nun, ich kann mir gut Vorstellen was er meint. Ich war mal in einem
McDonalds wo sich ein Kunde beschwert hatte dass dort Unhygienisch
gearbeitet würde. Von McDonalds Deutschland Inc. kamen da nicht weniger als
14 Mann Überfallkommandoartig, und die haben wirklich mit 2 Mann jeweils
einen der Restaurantmitarbeiter "Verhört", Hygene und
Höflichkeitsvorschriften abgefragt und anschließend in Abfalleimergröße
gefaltet, weil sie (so wurde es gesagt) nicht mal die grundlegensten
Schulungsbroschüren durchgearbeitet hätten. 2 hatten einen Tatortkoffer zum
Spurensichern dabei. Fotos wurden gemacht, Proben von allem genommen was da
so Rumstand und alle Bürger in der Wamhaltung wurden "beschlagnahmt"...

Die Restaurantaufsicht würde ins (zugegebener Weise nicht grade in
untadeligem Zustand befindlichem) WC-Bestellt... dem allgemeinen Ton nach
würde es mich nicht wundern wenn sie sie im wahrsten Sinn des Wortes mit der
Nasehineingestupst hätten.

Und alles nur, weil ein reklamierter Bürger wieder in die Warmhaltung gelegt
wurden war, wie man Lautstark mitbekam.

Aber so, während der Kontrolle wurden 3°C zu wenig in der Frisöse zum
Staatsverbrechen, das zu Aktionen führte, das einem klar wird woher die USA
die Foltermethoden in Quantanamo her haben. Wie ich von einem dort
arbeitendem Freund erfuhr führten dann später als der Franchisenehmer auch
lautsark "vorgeladen" wurden war, 3 fehlende Herstellungszeiten auf
Kirschtaschen zu 2 fristlosen Kündigungen.

Ich denke, DAS ist Auseinandernehmen.

Wir Kunden wurden übrigens _sehr_ freundlich gebeeten das Restaurant doch
bitte zu Verlassen. Das Essen wurde einem eingepackt, der Preis
zurückerstattet, und man bekam zudem 10 Gutscheine a 2 Euro.


Eric Lorenz

unread,
Jul 29, 2003, 5:54:29 PM7/29/03
to
Hi!
"Heiko Mittelstädt" <mur...@deadspam.com> schrieb

> >Unfreundlichkeit: Persönlich habe ich mich schon manchmal beschwert.
> >Ich faxe dann aber meist gleich die Beschwerde in die Zentrale. Vor
> >einigen Jahren hatte ich mal Abends einen Anruf gehabt, ob ich kurz
> >Zeit hätte und mal zu Minimal kommen könnte. Ich gleich hin und dann
> >konnte ich mal erleben, wie ein Laden auseinander genommen wurde.
> >
> Auseinander genommen? Was hast Du gemeldet? Drogenkonsum?

Das nicht! Artikel falsch eingeräumt, MHD überschritten, unfreundlich
etc. Die sind aus Hamburg mit 3 Mann angerückt und die ganze
Belegschaft wieselte nur so durch die Gegend!



> >Mein Mittel bei Unfreundlichkeit: Wagen an die Kasse stellen und sich
> >beschweren und einfach gehen!
> >
> Ja, das ist auch eine Möglichkeit, wenn da nicht dieses blöde Problem
> mit dem Chip oder dem Euro im Wagen wäre. Das wäre meistens 1 EUR
> Trinkgeld für Unfreundlichkeit.

Hier gibt es einige Supermärkte, die sind davon ab. Ansonsten habe ich
hier einiges an Chips liegen. Und wenn ich Geld eingesteckt hatte,
legte ich die Ware erstmal auf das Band und bin dann gegangen. Sollte
man aber nur machen, wenn genug Kassen offen sind, weil man sonst von
den anderen Kunden erschlagen wird.

Eric

Eric Lorenz

unread,
Jul 29, 2003, 5:58:51 PM7/29/03
to
Hi!
"Murat Urkan" <Murat...@gmx.de> schrieb

>
> Wir Kunden wurden übrigens _sehr_ freundlich gebeeten das Restaurant doch
> bitte zu Verlassen. Das Essen wurde einem eingepackt, der Preis
> zurückerstattet, und man bekam zudem 10 Gutscheine a 2 Euro.

Und ich finde, MCD hat da richtig gehandelt. Die haben einen Ruf zu
verlieren und der Markt ist ja jetzt auch schon etwas umkämpfter!
Außerdem hat der Kunde auch das Recht ordnungsgemäße Ware zu erhalten.
Er bezahlt schließlich dafür.

Eric (der keine Hemmungen hat, an der Fleischtheke zu meckern, weil mal
wieder die Verpackung mitgewogen wurde und die Tara-Taste nicht
gedrückt wurde...)

Sven Bötcher

unread,
Jul 29, 2003, 7:43:30 PM7/29/03
to
Andreas Cammin wrote:
> Sven Bötcher wrote:
>
>> Um auf's Ausgangposting zurückzukommen: Das erlauben die sich
>> bevorzugt bei älteren Kunden, die leicht hilflos wirken und sich
>> nicht zu wehren trauen. Gut wäre es gekommen, wenn Du den älteren
>> Herren lautstark angesprochen hättest: ''Soll ich das für sie
>> aufwischen, wenn die hier kein Personal dafür haben?". Manchem
>> Discounter-Personal scheint der Job echt nicht lieb und teuer genug
>> zu sein.
>
> Dazu das Wort der Priesterin:
>
> <steffi>
> Also als erstes möchte ich mir das Wort "Kassenschlampen" verbitten.

Ich meinte konkret diese eine ganz spezifische Hexe. Habe ich tatsächlich im
Plural getextet? Das war unbeabsichtigt.


> aber selbst
> das Verhalten dieser Kassiererin bei Penny ist kein Grund, so
> auszurasten.

Doch. Alle Kunden sind brav in der Schlange angestanden und werden sich, so
wie ich, wohl ihren Teil über das Omchen gedacht haben. Trotzdem hat keiner
was gesagt. Wieso dann die Kassiererin? Sie wird doch eh für die Zeit
bezahlt. Was geht ihr verlustigt, dass sie sich genötigt sieht, das Omchen
so anzuschnautzen?

> Denn wenn man sich vorstellt, dass die Kassiererin da
> vielleicht schon seit 5 Stunden ununterbrochen sitzt, weiss, dass
> kein weiteres Personal zur Verfügung steht, und dafür sorgen muss,
> dass die Kundenschlange nicht noch länger wird, und dann alle 5
> Minuten Kunden hat, die Ewigkeiten brauchen, bis sie ihr Geld PASSEND
> rausgesucht haben, kann man schon mal verzweifeln. Und wenn man dazu
> noch nen schlechten Tag hat, kann es manchen Kassiererinnen eben
> passieren, dass sie sich nicht mehr ganz unter Kontrolle haben. Ein
> bisschen Mitgefühl und ein bisschen Respekt für die ganze Arbeit, die
> geleistet werden muss und die oft nicht gesehen wird, wäre mal eine
> nette Abwechslung zu Kunden, die sich wegen jeder Kleinigkeit gleich
> auf den Schlips getreten fühlen. </steffi>

Hallo? Das sind keine Heldinnen der Arbeit, die ein Mutterverdienstkreuz
verdienen sondern ganz normale Angestellte, die für ihre Arbeit *bezahlt*
werden. Weshab Mitgefühl? Servicewüste Deutschland sage ich da nur. In Japan
bedankt sich der Verkäufer für den Einkauf und in Deutschland der Kunde
für's Wechselgeld. Schon mal aufgefallen?

Bye
Sven

Udo Czekalla

unread,
Jul 30, 2003, 1:07:44 AM7/30/03
to
Heiko Mittelstaedt wrote:

> Flups Baumann wrote:
>
>>> Es sei denn, es kommt der Spruch zurück: "Ich bin die Filialleiterin"
>>
>> Auch die hat einen Chef.


>
>
> Der ist aber nicht mal eben schnell geholt und für einen Normalkunden
> auch schwer ermittelbar, so die Filialleiterin ihn nicht nennen mag.
>

> Ich weiß nicht, wieviel Kontaktmöglichkeiten Lidl hat, aber wenn ich
> daran denke, wie wenige es bei Aldi gibt, steht man mit dem Vorhaben,
> die nächst höheren Dienstherren zu erreichen recht schnell auf dem
> Schlauch...

Dann macht man nen gediegenen Krach!
Wenn man sich schön laut und theatralisch über die Behandlung beschwert,
nützt das oft - wenn genügend andere Kunden im Geschäft sind.

cu-uc

Thomas Grüske

unread,
Jul 30, 2003, 1:16:41 AM7/30/03
to
Heiko Mittelstaedt wrote:
> > Bei penetranter Unfreundlichkeit wirkt der Satz "Kann ich mal bitte ihren
> > Chef sprechen" oft Wunder.
>
> Es sei denn, es kommt der Spruch zurück: "Ich bin die Filialleiterin"
>
Nö. Die o.g. Aufforderung ändert sich dadurch nicht im geringsten. :->
--
Wie merkst du, dass dich eine Katze nackt gesehen hat?
Wo ist der Pussy-Kalender? Guggsdu hier: www.grinzekater.de
die dafa-FAQ: www.aldibaran.de/faq

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 30, 2003, 2:02:22 AM7/30/03
to
Andre Stapel wrote:
> .. in der Zwischenzeit drückt ein Kunde ein paar Tasten, die Kasse
> geht auf und wird ausgeräumt. Das klingt unwahrscheinlich, hat es aber
> alles schon gegeben. Ich denke, viele Kassiererinnen werden Anweisung
> haben, die Kasse nicht zu verlassen, solange sie angemeldet sind.
> Trotzdem hätte sie kurz warten können.

Die Kasse wird sie schon zugemacht haben, wenn sie länger verschwunden ist.

Heiko Mittelstaedt

unread,
Jul 30, 2003, 2:13:31 AM7/30/03
to
Thomas R. wrote:
> Gestern abend beim Aldi standen etwa 10 Kunden vor mir, alle wurden mit "Guten
> Abend" begrüsst, geantwortet haben 2-3, sonst herrschte Schweigen. Sind den
> Kassiererinen solche Un-Menschen (im Sinne von ignorieren)?
> Verständlich m.M.n.

Die Verkäuferin ist ein Dienstleister, die von den Kunden lebt. Ich sehe
ja ein, wenn man sich aufgrund dieses häufigen "nicht zurück grüßens"
irgenwann spart, den Kunden "Guten Tag" zu sagen. Aber wenn ein Kunde
dann zu dieser Verkäufering "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" sagt und
diese darauf nicht reagiert, ist das schon daneben, finde ich.

Es ist natürlich auch unhöflich, wenn der Kunde nicht zurückgrüßt, aber
das ist was anderes. Er läßt sein Geld hier und und ist König.

In Japan stellen sie 2 Dumpfbacken an die Türe, die sich bei allen
Rausgehenden für den Einkauf bedanken und einen schönen Tag wünschen.
Von sowas sind wir hier weit entfern. Möchte wahrscheinlich aber auch
keiner.

Message has been deleted

Jan Heinz

unread,
Jul 30, 2003, 4:46:44 AM7/30/03
to
Von: "Murat Urkan"

> Nein, der Anspruch besteht meines Wissens nach in aller Regel nicht. Das
> hängt mit dem Gefahrenübergang zusammen.

Das hat damit gerade mal gar nichts zu tun. Wer eine anderen vorsätzlich
oder fahrlässig (und das wäre es wohl) einen Schaden zufügt, haftet für
diesen. Man deliktischer Anspruch.

Was Du meinst, sind vertragliche Ansprüche, die in diesem Zusammenhang
nichts zu suchen haben.

Gruß

Jan


--
> Bei Antje [das NDR-Walross] dürfte die Alternative zum Ausstopfen
> der Abdecker oder die Hundefutterfabrik sein...
Ich würde jedenfalls nicht versuchen, das Vieh im Klo runterzuspülen.
[Martin Hoefs und Sascha Bunzel in drtm]


Andre Stapel

unread,
Jul 30, 2003, 1:09:02 PM7/30/03
to
Heiko Mittelstaedt <mur...@deadspam.com> schrieb:

>Die Kasse wird sie schon zugemacht haben, wenn sie länger verschwunden ist.

Warte, wir waren dabei, dass die Kassiererin nur kurz hätte aufstehen
sollen, um um die Ecke zu gehen und Eier zu holen. Während des
Kassiervorganges ist die Kassenschublade zwar zu aber die
Mitarbeiterin kann sich ohne Bonabbruch nicht abmelden.
Während der Abwesenheit bräuchte nun jemand nur 2 tasten drücken und
schon kann sich jemand selbst bedienen.

Gruß Andre

Heiko Mittelstädt

unread,
Jul 30, 2003, 2:05:59 PM7/30/03
to
Andre Stapel wrote:

>Warte, wir waren dabei, dass die Kassiererin nur kurz hätte aufstehen
>sollen, um um die Ecke zu gehen und Eier zu holen. Während des
>Kassiervorganges ist die Kassenschublade zwar zu aber die
>Mitarbeiterin kann sich ohne Bonabbruch nicht abmelden.
>Während der Abwesenheit bräuchte nun jemand nur 2 tasten drücken und
>schon kann sich jemand selbst bedienen.
>
>

Jetzt hab ich den Diskussionsfaden verwechselt. An einem anderen Ende
hab ich nämlich über die Kassiererin erzählt, die gänzlich verschwand
und wo die Chefin dann nach 2 Minuten kam und mich gefragt hat, wo sie
hin sei. Am liebsten hätte ich gesagt, daß sie geschrien hätte "Mir
reichts in dem Dreckstall, ich kündige" und verschwunden wäre.

Aber zurück zu den Eiern. Da hast Du natürlich Recht. Vielleicht ist sie
deswegen sitzen geblieben.

Grüße,
Heiko

Thomas Grüske

unread,
Jul 30, 2003, 2:16:12 PM7/30/03
to
Heiko Mittelstädt wrote:
> Aber zurück zu den Eiern.
>
ROFL

Henning Sponbiel

unread,
Jul 30, 2003, 3:11:41 PM7/30/03
to
On Tue, 29 Jul 2003 21:49:28 +0200, Rico Schwarz wrote:

>Wenn ich so manche Leute in den Schlangen bei Real, Lidl und Co. sehe = ja.
>Zuerst wird die Payback-Karte rausgesucht und anschließend die EC-Karte
>bei Einkäufen, die auch deutlich unter 20 Euronen liegen.
>Magnetisch wird das Kartenvolk anscheinend von der Schnellkasse angezogen.

Na, siehst du: Ein guter Grund, diese Kassen zu meiden.


;-)

Henning
--
dafa-Home: http://www.aldibaran.de
FAQ:
HTML-Version: http://www.aldibaran.de/faq
Text-Version: http://www.aldibaran.de/faq/faq.txt

Murat Urkan

unread,
Jul 30, 2003, 3:28:16 PM7/30/03
to
"Jan Heinz" schrieb

> Von: "Murat Urkan"
>
> > Nein, der Anspruch besteht meines Wissens nach in aller Regel nicht. Das
> > hängt mit dem Gefahrenübergang zusammen.
>
> Das hat damit gerade mal gar nichts zu tun. Wer eine anderen vorsätzlich
> oder fahrlässig (und das wäre es wohl) einen Schaden zufügt, haftet für
> diesen. Man deliktischer Anspruch.
>
> Was Du meinst, sind vertragliche Ansprüche, die in diesem Zusammenhang
> nichts zu suchen haben.

Hab mal einen befreundeten Rechtsverdreher in unserer Rechtsabteilung
gefragt. Der sieht das völlig anders als Du. Einen Punkt den er noch
anführte war, das das Kommissionieren einer Bestellung die Pflicht des
Lieferanten sei. Da diese Pflicht in einem Supermarkt übertragen wird, gilt
sogar eine Unfallversicherungspflicht. Fällt mir das Glas Gurken das ich
Fallen lasse auf den Fuß, ist der Laden Haftbar. Selbst grobe Fahrlässigkeit
hat der Verkäufer zu Tragen, und auch für Folgeschäden (z.B: die Reinigung
der Kleidung des ungeschickten Kunden) zu Haften. Einzig bei Vorsatz besteht
seines Erachtens ein Haftungsanspruch, da er ja eigentlich die Waren selber
zusammenzutragen hat, und sich darum drückt.

Wer nun Recht hat, kann ich nicht sagen, aber eins ist sicher, wer für
runtergefallene Ware Geld von mir haben will, wird mich Verklagen müssen.
Sollte es je soweit kommen, werde ich das Ergebnis hier bekannt geben.

Aber Logisch währe seine Ausführung schon, denn hätte er es selber gemacht,
währen IHM ja das Glas aus der Hand gefallen, und ich völlig aus dem
Schneider.


Thomas Grüske

unread,
Jul 30, 2003, 3:45:12 PM7/30/03
to
Murat Urkan wrote:
> Hab mal einen befreundeten Rechtsverdreher in unserer Rechtsabteilung
> gefragt.
>
Und dessen Spezialgebiet war noch gleich was? ;-)

> Fällt mir das Glas Gurken das ich
> Fallen lasse auf den Fuß, ist der Laden Haftbar.
>

Diese Auffassung halte ich - mit Verlaub - für Humbug.

> Hab mal einen befreundeten Rechtsverdreher in unserer Rechtsabteilung
> gefragt. Der sieht das völlig anders als Du.
>

Alle Quellen, die ich dazu gefunden habe (btw auch der
Verbraucherschutz) sagen übereinstimmend:
Bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit muss - rein rechtlich - der Kunde
zahlen.

Till Siebert

unread,
Jul 30, 2003, 3:48:12 PM7/30/03
to
Hallo,

> Wer nun Recht hat, kann ich nicht sagen, aber eins ist sicher, wer für
> runtergefallene Ware Geld von mir haben will, wird mich Verklagen müssen.

Wenn man sich halbwegs normal benimmt, kommt es nach meinen Erfahrungen
nicht zu solchen Diskussionen. Ich habe neulich ein Glas Rollmöpse vom
Stapel gestoßen (aus Versehen), das dann auch gleich zerbrochen ist und es
hat fürchterlich gestunken; ich habe dem Priester bescheid gesagt und mich
für das Ungeschick entschuldigt, er (der Filialleiter) hat es anstandslos
weggewischt und nicht den geringsten Stress gemacht. Ich glaube, man muss
schon ziemlich aggressiv und prollig daherkommen, damit ein Priester mal was
sagt.

Till

Murat Urkan

unread,
Jul 30, 2003, 3:58:18 PM7/30/03
to
"Thomas Grüske" schrieb

> Murat Urkan wrote:
> > Hab mal einen befreundeten Rechtsverdreher in unserer Rechtsabteilung
> > gefragt.
> >
> Und dessen Spezialgebiet war noch gleich was? ;-)

Ähm.... Produkthaftung und Urheberrecht... Was ein Entwicklungsbetrieb eben
so braucht.

> Diese Auffassung halte ich - mit Verlaub - für Humbug.

Nun, das währe allerdings noch zu belegen, und dürfte in dieser Form
vorgebracht nur wenige Richter beeindrucken ;-)

> Alle Quellen, die ich dazu gefunden habe (btw auch der
> Verbraucherschutz) sagen übereinstimmend:
> Bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit muss - rein rechtlich - der Kunde
> zahlen.

Wie gesagt, wenn Lidl mich für ein Glas Gurken verklagt hat, werde ich das
Ergebnis gerne Posten... Und wenn ich verliere werde ich in erwägung ziehen
nur noch bei Metro und Edeka einzukaufen. Da sind die Einkaufswagen
wenigstens noch kostenlos.


Matthias Kryn

unread,
Jul 30, 2003, 4:05:45 PM7/30/03
to
Murat Urkan <Murat...@gmx.de> schrieb:

> Und wenn ich verliere werde ich in
> erwägung ziehen nur noch bei Metro und Edeka einzukaufen. Da
> sind die Einkaufswagen wenigstens noch kostenlos.

Was zahlst Du denn für Deinen Einkaufswagen so?

Grüße
Matthias

Axel Diedrich

unread,
Jul 30, 2003, 4:45:28 PM7/30/03
to
Thomas Grüske <spam_r...@freakmail.de> wrote:

> Alle Quellen, die ich dazu gefunden habe (btw auch der
> Verbraucherschutz) sagen übereinstimmend:
> Bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit muss - rein rechtlich - der Kunde
> zahlen.

Mir hat mal ein Filialleiter Stein und Bein geschworen, dass er (der
Markt) keinen rechtlichen Anspruch auf Bezahlung der durch normale
Fahrlässigkeit beschädigten Ware habe.
Er begründete das ähnlich wie Dein Vorredner: Supermarkt will, dass die
Kunden die Ware in die Hand nehmen und selbst zur Kasse tragen. Also
müssder Markt auch das Risiko tragen. Angestellte haften ja auch nicht
im vollen Umfang wenn ein gewisses Maß an Schaden wahrscheinlich ist.

Axel

Murat Urkan

unread,
Jul 30, 2003, 4:44:19 PM7/30/03
to
"Matthias Kryn" schrieb:

Nun, ich muss ein Zinsloses Darlehn gewähren, was erstens ein deutliches
Bild der mangelnden Solvenz eines Ladens offen legt, und zum anderen aus
meiner Sicht als geldwerter Vorteil versteuert werden sollte. Ist ja nicht
mein Problem, das Lidl die sicher in die 10-Tausende gehende Anzahl von
Münzen die ständig in ihren Wagen herumgefahren werden nicht gewinnbringend
anlegt.


Till Siebert

unread,
Jul 30, 2003, 5:02:38 PM7/30/03
to
Hallo Murat,

> Nun, ich muss ein Zinsloses Darlehn gewähren, was erstens ein deutliches
> Bild der mangelnden Solvenz eines Ladens offen legt, und zum anderen aus
> meiner Sicht als geldwerter Vorteil versteuert werden sollte. Ist ja nicht
> mein Problem, das Lidl die sicher in die 10-Tausende gehende Anzahl von
> Münzen die ständig in ihren Wagen herumgefahren werden nicht
gewinnbringend
> anlegt.

In 3 Jahren sind die Einkaufswagen wahrscheinlich mit
Kreditkartenlesegeräten ausgestattet. Diese sind per Wave-LAN ans Internet
angeschlossen. Der eine Euro wird unverzüglich an einen Fonds überwiesen.
Lidl unterhält dann einen Einkaufswagenpfandfonds, dessen Manager täglich
von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr am Rechner sitzt und mit dem Geld an der Börse
spielt. Der Euro wird beim Abliefern des Wagens wieder zurücküberwiesen.

In 6 Jahren werben die Discounter mit einer Gewinnbeteiligung um die Kunden.
Je nach Aufenthaltszeit im Laden gibt's dann Verzinsung ausgezahlt.

In 9 Jahren hängen überall im Discounter Monitore mit Chartgrafiken,
Kursdaten und Analystengesprächen. Man kann dann auch bis zu 100.000 Euro
Einkaufswagenpfand abliefern. Soziale Randgruppen leben hauptsächlich von
Investments in die Lidl-Einkaufswagenpfandfonds. Der Verkauf von
Lebensmitteln wird nur noch nebenbei betrieben. An den Kassen sitzen
Analysten.

Till

>


Thomas Grüske

unread,
Jul 30, 2003, 5:31:40 PM7/30/03
to
Axel Diedrich wrote:
> Mir hat mal ein Filialleiter Stein und Bein geschworen, dass er (der
> Markt) keinen rechtlichen Anspruch auf Bezahlung der durch normale
> Fahrlässigkeit beschädigten Ware habe.
>
<http://www.google.de/search?hl=de&ie=ISO-8859-1&q=supermarkt+schaden+k
unde&meta=>

Andre Stapel

unread,
Jul 30, 2003, 6:32:32 PM7/30/03
to
"Murat Urkan" <Murat...@gmx.de> schrieb:

>Nun, ich muss ein Zinsloses Darlehn gewähren

Nehmen wir an, Du kaufst ca. 30min in dem Laden ein und berechnest 7%
Zinsen p.a.
In dem Fall würde ich an der Kasse unbedingt auf Auszahlung der
0,00000405 EUR bestehen.

Axel Diedrich

unread,
Jul 30, 2003, 7:36:08 PM7/30/03
to
Thomas Grüske <spam_r...@freakmail.de> wrote:

> <http://www.google.de/search?hl=de&ie=ISO-8859-1&q=supermarkt+schaden+k
> unde&meta=>

Ich sehe da keinen Widerspruch. Es ging in meinem Fall um Ware die ich
kaufen wollte. Der Joghurt fiel mir beim herausnehmen aus dem Regal
herunter. Der zufällig des Weges kommende Filialleiter bestand darauf,
dass es keine Kulanz sondern definitiv Rechtslage sei, dass ich den
Schaden nicht zu ersetzen hätte.
Die Beispiele in den Artikeln drehen sich mehr um Waren die beim
herumschlendern oder durch mitgebrachte Kinder beschädigt werden.
Ich finde die Argumentation nachvollziehbar: Der Markt spart
Personalaufwendung durch Selbstbedienung. Es gehört also zum Vollzug des
Kaufvertrages, dass der Kunde sich die Ware nimmt. Dabei besteht die
Gefahr der Beschädigung durch Unachtsamkeit. Warum soll dieses Risiko
ausschließlich der Kunde tragen? Würde der Markt die Ware durch Personal
aus den Regalen holen lassen, würde auch gelegentlich etwas zu Bruch
gehen. Das müßte dann der Markt auch selbst übernehmen.

Eine Primärquelle (Urteil) würde mich mehr vom Gegenteil überzeugen.

Axel

Murat Urkan

unread,
Jul 30, 2003, 7:36:16 PM7/30/03
to

"Andre Stapel" schrieb:
Nun, es gab mal eine Rechnung nach der Aldi im Jahr 900 Millionen
Kundenbewegungen weltweit pro Jahr hat. Das bedeutet, das insgesamt jeden
Tag rund 3,6 Millionen Euro in Einkaufswagen alleine bei Aldi spazieren
gefahren werden.
Meinen bekommen sie jedenfalls nicht. Und wenn mir dabei 100 Gurkengläser
aus der Hand fallen.


Andreas Mauerer

unread,
Jul 31, 2003, 2:13:32 AM7/31/03
to
"Till Siebert" <ti...@till-siebert.de> meinte:

>Ich habe neulich ein Glas Rollmöpse vom
>Stapel gestoßen (aus Versehen), das dann auch gleich zerbrochen ist und es
>hat fürchterlich gestunken;

Dann sei mal froh, daß Du die nicht gegessen hast. Guter Fisch darf
nicht stinken.

Gruß

Andreas
--
If you want to mail me directly:
- Use Rot13 on my address
- Enter "abfcnz" after the "@"
- Use Rot13 again and delete the "nospam"

Thomas R.

unread,
Jul 31, 2003, 1:02:47 AM7/31/03
to
"Heiko Mittelstaedt" schrieb

> In Japan stellen sie 2 Dumpfbacken an die Türe, die sich bei allen
> Rausgehenden für den Einkauf bedanken und einen schönen Tag wünschen.
> Von sowas sind wir hier weit entfern. Möchte wahrscheinlich aber auch
> keiner.

Vor allem möchte hier niemand auch die japanischen Preise dann zahlen wollen...

> Grüße,
> Heiko


-t.

Jan Heinz

unread,
Jul 31, 2003, 2:45:46 AM7/31/03
to
"Axel Diedrich" schrieb

> Ich sehe da keinen Widerspruch. Es ging in meinem Fall um Ware die ich
> kaufen wollte. Der Joghurt fiel mir beim herausnehmen aus dem Regal
> herunter. Der zufällig des Weges kommende Filialleiter bestand darauf,
> dass es keine Kulanz sondern definitiv Rechtslage sei, dass ich den
> Schaden nicht zu ersetzen hätte.

Deswegen stimmt es trotzdem nicht. Grundsätzlich haftet der Kunde erst mal
dafür. Allerdings wird kein Supermarkt wegen so etwas Streß machen. Und das
Fillalleiter in der Regel von der geltenden Rechtslage keine allzugroße
Ahnung haben, konnte ich selbst schon öfters feststellen. Wie auch, die
haben in der Regel in der Ausbildung nur ein paar Stunden Recht gehabt, und
da wird sich verständlicherweise auf das relevante Kaufrecht beschränkt.

>
> Eine Primärquelle (Urteil) würde mich mehr vom Gegenteil überzeugen.
>

Wozu Urteil. Es steht schlicht und ergreifend so im Gesetz. Ausnahmen für
Supermärkte gibt es nicht. Und eine Gefahrerhöhung oder ähnliches durch ein
ganz normal eingeräumtes Regal ist völlig abwegig.

Grüße

Jan


Jan Heinz

unread,
Jul 31, 2003, 2:49:55 AM7/31/03
to
"Murat Urkan" schrieb

> "Thomas Grüske" schrieb
> > Murat Urkan wrote:
> > > Hab mal einen befreundeten Rechtsverdreher in unserer Rechtsabteilung
> > > gefragt.
> > >
> > Und dessen Spezialgebiet war noch gleich was? ;-)
>
> Ähm.... Produkthaftung und Urheberrecht... Was ein Entwicklungsbetrieb
eben
> so braucht.

Vielleicht sollte er sich auch auf diese Gebiete beschränken.

>
> > Diese Auffassung halte ich - mit Verlaub - für Humbug.
>
> Nun, das währe allerdings noch zu belegen, und dürfte in dieser Form
> vorgebracht nur wenige Richter beeindrucken ;-)

Aber mit der inzwischen üblichen "Ich brauche für das, was ich angerichtet
habe, nicht geradezustehen, wozu gibt es Versicherungen" Haltung wirst Du
einen Richter beeindrucken?

>
> > Alle Quellen, die ich dazu gefunden habe (btw auch der
> > Verbraucherschutz) sagen übereinstimmend:
> > Bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit muss - rein rechtlich - der Kunde
> > zahlen.
>
> Wie gesagt, wenn Lidl mich für ein Glas Gurken verklagt hat, werde ich das
> Ergebnis gerne Posten... Und wenn ich verliere werde ich in erwägung
ziehen
> nur noch bei Metro und Edeka einzukaufen. Da sind die Einkaufswagen
> wenigstens noch kostenlos.

Wie gesagt, niemand macht für ein Gurkenglas oder ähnliches großes
Aufhebens, alleine die Arbeit, sich ein Mahnbescheidsformular aus dem
Schreibtisch zu ziehen, übersteigt vom Wert her bereits den Schaden.

Das ändert aber nichts an der Rechtslage.

Grüße

Jan


Murat Urkan

unread,
Jul 31, 2003, 3:21:44 AM7/31/03
to
"Jan Heinz" schrieb:

> Wozu Urteil. Es steht schlicht und ergreifend so im Gesetz. Ausnahmen für
> Supermärkte gibt es nicht. Und eine Gefahrerhöhung oder ähnliches durch
ein
> ganz normal eingeräumtes Regal ist völlig abwegig.
Na gut... dann sag mal in welchem Gesetz steht, das ein Händler den Kunden
auffordern darf, ins Lager zu gehen, und seine Bestellung selber
zusammenzusuchen. Nichts anderes ist schließlich ein Supermarkt. Es wird
dort schließlich eine Aufgabe der Angestellten auf den Kunden übertragen,
was den Kunden zum ehrenamtlichen Angestellten macht.


Jan Heinz

unread,
Jul 31, 2003, 3:41:56 AM7/31/03
to

"Murat Urkan" schrieb


Bitte wie?

Das verstehe ich nicht. Was ist die Aufgabe des Angestellten? Dem Kunden die
Waren nach Bestellung ins Auto legen? Welche Aufgaben werden übertragen?

Ein Supermarkt ist, wie der Name schon nahelegt, ein Markt. Diese zeichnen
sich dadurch aus, daß Waren angeboten werden und der Kunde sich nimmt, was
er will. In welcher Form das geschieht, spielt doch in diesem Zusammenhang
überhaupt keine Rolle. Soll etwa gesetzlich geregelt sein, daß Supermärkte
grundsätzlich wie Tante-Emma-Läden zu funktionieren haben, und wenn
Supermärkte es anders machen, sie auch für alles haften?

Entschuldige, aber das ist hanebüchener Quatsch.

Grüße

Jan


Thomas Grüske

unread,
Jul 31, 2003, 4:26:54 AM7/31/03
to
Axel Diedrich wrote:
> Die Beispiele in den Artikeln drehen sich mehr um Waren die beim
> herumschlendern oder durch mitgebrachte Kinder beschädigt werden.
>
Auch, aber nur zum Teil.

Thomas Grüske

unread,
Jul 31, 2003, 4:30:09 AM7/31/03
to
Murat Urkan wrote:
> Na gut... dann sag mal in welchem Gesetz steht, das ein Händler den Kunden
> auffordern darf, ins Lager zu gehen, und seine Bestellung selber
> zusammenzusuchen. Nichts anderes ist schließlich ein Supermarkt. Es wird
> dort schließlich eine Aufgabe der Angestellten auf den Kunden übertragen,
> was den Kunden zum ehrenamtlichen Angestellten macht.
>
Im Supermarkt darfst du *nicht* ins Lager gehen und dir dort selbst Artikel
holen. Der Verkaufsraum ist *kein* Lager, im Supermarkt genau so wenig wie
bei Karstadt oder Kaufhof.

Axel Diedrich

unread,
Jul 31, 2003, 8:18:25 AM7/31/03
to
Jan Heinz <hei...@web.de> wrote:

> Deswegen stimmt es trotzdem nicht.

Da ich Beweis durch Behauptung nicht mag, argumentiere ich ja auch
bewußt vorsichtig.

> Grundsätzlich haftet der Kunde erst mal
> dafür. Allerdings wird kein Supermarkt wegen so etwas Streß machen.

Über beide Punkte dürfte Einigkeit bestehen. Aber wenn man mal die
grundsätzlichen Regelungen anschaut und sie dann mit den Regalmetern
gedruckter Ausnahmen vergleicht...

> Und das
> Fillalleiter in der Regel von der geltenden Rechtslage keine allzugroße
> Ahnung haben, konnte ich selbst schon öfters feststellen.

Das gilt insbesondere auch für Journalisten.

> Wie auch, die
> haben in der Regel in der Ausbildung nur ein paar Stunden Recht gehabt, und
> da wird sich verständlicherweise auf das relevante Kaufrecht beschränkt.

Keine Ahnung. Mag sein, ist für die Wahrheitsfindung aber eher
unwichtig.


>
> >
> > Eine Primärquelle (Urteil) würde mich mehr vom Gegenteil überzeugen.
> >
>
> Wozu Urteil. Es steht schlicht und ergreifend so im Gesetz.

Ist zum Glück schon ewig her, dass ich mich mit dem BGB beschäftigt
habe, aber erinnere mich noch, dass gerade die Haftung in der Phase vor
dem Vertragsschluß ganz bewußt eben nicht gesetzlich geregelt ist,
sondern der Rechtssprechung wegen der ständigen Bewegung in der
Ausgestaltung von Verträgen überlassen wurde.

Auch im BGB gibt es eine Einwilligung. Und ich kann mich hinstellen als
Kunde und sagen: "Der Markt hat mich nicht nur aufgefordert mit ihm
Verträge zu schließen, sondern auch seine Räume zu betreten seine Sachen
anzufassen und zur Kasse zu bringen und daher in schadensgeneigte
Tätigkeiten meinerseits eingewilligt. Also trägt er auch das Risiko für
normale Fahrlässigkeit."

Ich halte die Frage nach der Risikoverteilung bei Selbstbedienung für
relevant.

> Ausnahmen für
> Supermärkte gibt es nicht. Und eine Gefahrerhöhung oder ähnliches durch ein
> ganz normal eingeräumtes Regal ist völlig abwegig.

Richtig. Aber das hat ja auch keiner behauptet.

Axel

Jan Heinz

unread,
Jul 31, 2003, 8:31:23 AM7/31/03
to

"Axel Diedrich" schrieb

> Jan Heinz wrote:
>
> > Grundsätzlich haftet der Kunde erst mal
> > dafür. Allerdings wird kein Supermarkt wegen so etwas Streß machen.
>
> Über beide Punkte dürfte Einigkeit bestehen. Aber wenn man mal die
> grundsätzlichen Regelungen anschaut und sie dann mit den Regalmetern
> gedruckter Ausnahmen vergleicht...

Da hast Du nun vollkommen recht.

>
> > Und das
> > Fillalleiter in der Regel von der geltenden Rechtslage keine allzugroße
> > Ahnung haben, konnte ich selbst schon öfters feststellen.
>
> Das gilt insbesondere auch für Journalisten.

Worauf bezieht sich das? Hilf mir mal auf die Sprünge.

>
> > Wie auch, die
> > haben in der Regel in der Ausbildung nur ein paar Stunden Recht gehabt,
und
> > da wird sich verständlicherweise auf das relevante Kaufrecht beschränkt.
>
> Keine Ahnung. Mag sein, ist für die Wahrheitsfindung aber eher
> unwichtig.

Ich kenne zwei, die mir regelmäßig mit recht abenteuerlichen
Rechtsauffassungen begegnen. (Ums klar zu stellen, die sind mit mir
befreundet, ich streite mich also nicht mit denen, man unterhält sich nur).

> Ist zum Glück schon ewig her, dass ich mich mit dem BGB beschäftigt
> habe, aber erinnere mich noch, dass gerade die Haftung in der Phase vor
> dem Vertragsschluß ganz bewußt eben nicht gesetzlich geregelt ist,
> sondern der Rechtssprechung wegen der ständigen Bewegung in der
> Ausgestaltung von Verträgen überlassen wurde.

Das hat sich aber geändert. Die CiC ist inzwischen auch gesetzlich geregelt,
entspricht aber in ihrer Ausformung im Großen und Ganzen der bisherigen
Rechtsprechung.

Aber letztlich streiten wir uns hier doch um die goldene Annanas.

Grüße

Jan


Bernd Reinecke

unread,
Jul 31, 2003, 1:18:51 PM7/31/03
to
On Wed, 30 Jul 2003 23:02:38 +0200, "Till Siebert"
<ti...@till-siebert.de> wrote:

>In 9 Jahren hängen überall im Discounter Monitore mit Chartgrafiken,

>Kursdaten und Analystengesprächen. [snip]

> An den Kassen sitzen Analysten.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

In 9 Jahren und einem Monat: Lidl ist pleite.

Bernd

Axel Diedrich

unread,
Jul 31, 2003, 1:56:21 PM7/31/03
to
Jan Heinz <hei...@web.de> wrote:

> "Axel Diedrich" schrieb

> >
> > Das gilt insbesondere auch für Journalisten.
>
> Worauf bezieht sich das? Hilf mir mal auf die Sprünge.

Naja, auf die Ecke "Vermischtes" in der Presse, wo ich auch schon beide
Auffassungen als absolute Wahrheit gesehen habe. Daher mein Wunsch nach
einer Primärquelle.

>
> Ich kenne zwei, die mir regelmäßig mit recht abenteuerlichen
> Rechtsauffassungen begegnen. (Ums klar zu stellen, die sind mit mir
> befreundet, ich streite mich also nicht mit denen, man unterhält sich nur).

Kenne ich. Gibt auch viele denen der Umfang des Minderjährigenschutz im
BGB offenbar völlig unklar ist.

>
> Das hat sich aber geändert. Die CiC ist inzwischen auch gesetzlich geregelt,
> entspricht aber in ihrer Ausformung im Großen und Ganzen der bisherigen
> Rechtsprechung.

Wieder was gelernt :-).

>
> Aber letztlich streiten wir uns hier doch um die goldene Annanas.

Die Frage hat natürlich keine praktische Bedeutung, da die Märkte so
oder so keinen Ersatz verlangen.

Leider muß man wohl auch sagen. Ich habe neulich wieder in einer
Buchhandlung gesehen, wie eine Mutter völlig ungerührt zusah wie sich
ihr ca. 2-jähriger Nachwuchs anschickte, einen teuren Bildband in einen
Haufen Altpapier zu verwandeln.
Der Hammer: Vorher hatte sie sich noch geweigert sich von ihrem eigenen
Kind anfassen zu lassen, wegen der eisbeschmierten Finger.
Zum Glück schritt eine aufmerksame Verkäuferin ein. Ich weiß nicht ob
ich mich sonst in die Situation eingebracht hätte.

Axel

Thomas Richter

unread,
Jul 31, 2003, 2:53:41 PM7/31/03
to
Heiko Mittelstaedt schrieb im Artikel <bg540a$klnir$1...@ID-43966.news.uni-berlin.de>:
> hörte die Lidl-Frau noch sagen: "Ich kann ja nichts dafür, wenn sie was
> runterschmeißen"

Superunmöglich.

> gegrüßt wird, aber wenn ein Kunde grüßt, sollte ein anständiger
> Verkäufer schon zurückgrüßen, oder.

Sollte als erster Grüßen. Hängt aber vom Discounter ab:

Aldi: fast immer nett - ich grüße die Veräuferinnen mittlerweile auch
außerhalb vom Aldi

Penny: pampig und unhöflich fast immer

> Was haltet Ihr so davon? Ähnliche Erlebnisse?

Penny ( Holtenauer Str. 84, 24105 Kiel )

Ich stehe zwischen den Kassen. Sag die eine Verkäuferin:
"Geben sie mal den Schlüssel rüber." in einem absolut unmöglichen
Ton. Da mir die dortige Unhöflichkeit schon lange auf den Geist gegangen
ist, habe ich gesagt: "Das heißt 'Bitte'". Und tatsächlich kam
dann ein motziges Bitte ...

mfg Thomas Richter

--
dss1://49.431.801306 Wot're we going to do tonight, Brain ?
gsm://49.179.5192431 The same thing we do every night, Pinky .
icq://124849926 Try to TAKE OVER THE WORLD !
mailto:ric...@thomas-richter.de http://www.thomas-richter.de

Andre Stapel

unread,
Jul 31, 2003, 3:02:15 PM7/31/03
to
"Murat Urkan" <Murat...@gmx.de> schrieb:

>Nun, es gab mal eine Rechnung nach der Aldi im Jahr 900 Millionen


>Kundenbewegungen weltweit pro Jahr hat. Das bedeutet, das insgesamt jeden
>Tag rund 3,6 Millionen Euro in Einkaufswagen alleine bei Aldi spazieren
>gefahren werden.
>Meinen bekommen sie jedenfalls nicht. Und wenn mir dabei 100 Gurkengläser
>aus der Hand fallen.

Alternativ könntest Du ja mit Omas Bollerwagen bei Aldi auftauchen.


Frank Bechhaus

unread,
Jul 31, 2003, 3:46:57 PM7/31/03
to
Thomas Richter <ne...@thomas-richter.de> wrote:
> Heiko Mittelstaedt schrieb im Artikel <bg540a$klnir$1...@ID-43966.news.uni-berlin.de>:
...

>> gegrüßt wird, aber wenn ein Kunde grüßt, sollte ein anständiger
>> Verkäufer schon zurückgrüßen, oder.

> Sollte als erster Grüßen. Hängt aber vom Discounter ab:

Hab's bei einem toom auch schon mal gesehen, daß das Kassenpersonal so
eine Checkliste an der Kasse pappen hatte. "Guten Tag sagen" gehörte
zu den Punkten dazu. Wobei ich nicht weiß, ob daß wirklich dasselbe
ist als wenn Verkäufer/innen aus eigenem Antrieb grüßen.

> Ich stehe zwischen den Kassen. Sag die eine Verkäuferin:
> "Geben sie mal den Schlüssel rüber." in einem absolut unmöglichen
> Ton. Da mir die dortige Unhöflichkeit schon lange auf den Geist gegangen
> ist, habe ich gesagt: "Das heißt 'Bitte'". Und tatsächlich kam
> dann ein motziges Bitte ...

"Wie heißt das Zauberwort?"
"Dalli!"
"Nein, das mit den zwei 't'?"
"Flott! Flott!"

SCNR,
Frank

Jens Müller

unread,
Jul 31, 2003, 4:09:43 PM7/31/03
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> writes:

> Hab's bei einem toom auch schon mal gesehen, daß das Kassenpersonal so
> eine Checkliste an der Kasse pappen hatte. "Guten Tag sagen" gehörte
> zu den Punkten dazu.

Oder die Kasse zeigt an, ob gerade "Guten Morgen", "Guten Tag" oder
"Guten Abend" angesagt ist ...
--
"Vielleicht werden die Business-Frauen für modebewußter, als ihre
männlichen Pendants gehalten. <vermut>" - Winfried Gottschalk in de.alt.fan.aldi
(<k36bcu0au9cm5kc6r...@4ax.com>) auf die Frage, warum es keine
Business-Schuhe für Frauen gab.

Murat Urkan

unread,
Jul 31, 2003, 4:35:43 PM7/31/03
to
"Jan Heinz" schrieb

> Das verstehe ich nicht. Was ist die Aufgabe des Angestellten? Dem Kunden
die
> Waren nach Bestellung ins Auto legen? Welche Aufgaben werden übertragen?

Das zusammenstellen der Bestellung. Das kann man nicht Abstreiten. Das Recht
kennt keine Selbstbedienung. Selbstbedienung ist das Übertragen einer
Aufgabe des Händlers.

> Ein Supermarkt ist, wie der Name schon nahelegt, ein Markt. Diese zeichnen
> sich dadurch aus, daß Waren angeboten werden und der Kunde sich nimmt, was
> er will.

LOL

Schau mal unter Markt in irgend einem Wörterbuch nach. Von "sich nehmen was
man will" steht da nirgenst etwas. Und auf den meisten Wochenmärkten
bekommst Du was auf die Finger wenn du die Waren antabbelst. Hier in der
Gegend zumindest.

> Soll etwa gesetzlich geregelt sein, daß Supermärkte
> grundsätzlich wie Tante-Emma-Läden zu funktionieren haben, und wenn
> Supermärkte es anders machen, sie auch für alles haften?

Genau das.

Bis zum schon beschriebenem Gefahrenübergang ist es die Aufgabe des Händlers
die Wahre zu Verwahren und zu Konzessionieren, also mit dem Zettel und dem
Einkaufswagen herumzulaufen und die Bestellung zusammenzustellen. Das
überträgt er aus Kostenersparnisgründen dem Kunden, und ist somit haftbar.


Murat Urkan

unread,
Jul 31, 2003, 4:40:06 PM7/31/03
to
"Murat Urkan" schrieb
> Konzessionieren
Sollte kommissioniert heißen


Murat Urkan

unread,
Jul 31, 2003, 4:44:42 PM7/31/03
to

"Thomas Grüske" schrieb

> Murat Urkan wrote:
> > Na gut... dann sag mal in welchem Gesetz steht, das ein Händler den
Kunden
> > auffordern darf, ins Lager zu gehen, und seine Bestellung selber
> > zusammenzusuchen. Nichts anderes ist schließlich ein Supermarkt. Es wird
> > dort schließlich eine Aufgabe der Angestellten auf den Kunden
übertragen,
> > was den Kunden zum ehrenamtlichen Angestellten macht.
> >
> Im Supermarkt darfst du *nicht* ins Lager gehen und dir dort selbst
Artikel
> holen. Der Verkaufsraum ist *kein* Lager, im Supermarkt genau so wenig wie
> bei Karstadt oder Kaufhof.

Nenn es wie du willst. Es ist sachlich gesehen ein LAGER. Es werden
unverkaufte waren Gelagert, bis sie zu einer Bestellung zusammengestellt
(kommissioniert) ist, erst nach dem Fakturieren (Bongen) Darf/Muss der Kunde
die Ware entgegennehmen. Wird er vom Händler aufgefordert die Ware vorher
anzufassen geschieht dies eben auf eigenes Risiko. Nur wenn Du es hinter der
Kasse hinschmeißt mußt Du es zahlen.

Hab inzwischen auch mal meinen Versicherungsvertreter gefragt. Er meinte,
einfach der Haftpflicht melden, die haben dafür ein Standartschreiben, und
bis heute noch nie Zahlen müssen. Merke sinn einer Haftpflicht sei es NICHT
zu haften, sondern solche unberechtigten Forderungen gleich im Keim zu
ersticken.


Thomas Grüske

unread,
Jul 31, 2003, 5:03:40 PM7/31/03
to
Murat Urkan wrote:
> Nenn es wie du willst. Es ist sachlich gesehen ein LAGER.
>
Nochmal: Nein, mit einem Lager hat das genau gar nichts zu tun. Es ist
ein Verkaufsraum. Näheres insbesondere zu vorvertraglichen
Schuldverhältnissen sagt dir §11 unter
http://www.al-online.de/downloads/lp_schuldr-at1.pdf

> die haben dafür ein Standartschreiben
> ^
Für das, was vorn an sein Auto getackert ist?

Matthias Kryn

unread,
Jul 31, 2003, 5:26:24 PM7/31/03
to
Thomas Grüske <spam_r...@freakmail.de> schrieb:
> Murat Urkan wrote:

> > Nenn es wie du willst. Es ist sachlich gesehen ein LAGER.
> >
> Nochmal: Nein, mit einem Lager hat das genau gar nichts zu tun.

<korinthenkack>
Im logistischen Sinne ist auch ein Verkaufsraum ein Lager.
</korinthenkack>

> Es ist ein Verkaufsraum.

.... halböffentliche Fläche ... CiC --> BGB usw. usf. ...

Grüße
Matthias

Harald Hein

unread,
Aug 1, 2003, 1:24:14 AM8/1/03
to
"Heiko Mittelstaedt" wrote:

> Die Kassiererin hätte nur einen
> Moment aufstehen und um ein paar Ecken gehen müssen (wenige
> Schritte) und der Fall wäre erledigt gewesen. I

In anderen Ländern ist sowas normal.

Z.B. ein Tesco in England: Abwiegen des Obstes an der Obsttheke
vergessen? Kein Problem, Kassiererin steht selbstverständlich auf und
erledigt das. Was auch deutlich schneller geht als den Kunden durchd en
Laden zu jagen.

Deutschland: HAMSE DAS NICHT ABGEWOGEN? GEHENSE DAS MAL ABWIEGEN! ZACK
ZACK.

Harald Hein

unread,
Aug 1, 2003, 1:28:04 AM8/1/03
to
"Heiko Mittelstaedt" wrote:

> Das ist ein typisch deutsches Phänomen.

Das ist der Erfolg des Trainings durch die unfreundlichen Verkäufer.
Ich habe das an mir auch bemerkt. Kommt ein Verkäufer auf mich zu, gehe
ich sofort in Abwehrhaltung, weil ich innerlich schon erwarte, wegen
irgendwas angemotzt zu werden. Eine qualifizierte Beratung durch einen
Verkäufer erwarte ich gar nicht mehr, denn in Deutschland sind die
nicht zum Verkaufen da, sondern zum Warebewachen.

Andreas Mauerer

unread,
Aug 1, 2003, 2:31:23 AM8/1/03
to
Harald Hein <speec...@gmx.de> meinte:

>Eine qualifizierte Beratung durch einen
>Verkäufer erwarte ich gar nicht mehr, denn in Deutschland sind die
>nicht zum Verkaufen da, sondern zum Warebewachen.

Ich versuche auch, den Verkäufern auszuweichen, wo irgendwie möglich,
denn entweder erfährt man etwas, was man sowieso schon weiß (Besonders
gerne wird einfach das Preisschild etwas umformuliert und
heruntergebetet - anscheinend halten die ihre Kunden für Analphabeten),
absoluter Quatsch erzählt (Der Verkäufer weiß ja alles und braucht
nirgends nachzufragen "Für T-DSL benötigen sie einen TV-Kabelanschluß,
die Telefonleitung wäre dafür ja viel zu langsam..."-bei
Conrad-Elektronik gehört) oder Einen Dialog in folgender Art
abzuliefern:
"Kann dieses Geräte $Funktion? Auf der Packung steht leider nix"
"Also ich würde eher $Marke für $MehrGeld nehmen"
"Was ist denn da der Unterschied, das andere Gerät hat doch sogar
bessere Daten und Testergebnisse"
"Ähh, also tja, dann nehmen Sie doch besser das andere"
"Und können beide Geräte nun $Funktion?"
"Ich glaube schon und wenn nicht, können Sie das Gerät 2 Wochen lang
zurückgeben..."

Jochen Kriegerowski

unread,
Aug 1, 2003, 2:16:07 AM8/1/03
to
"Harald Hein" <speec...@gmx.de> schrieb

> Z.B. ein Tesco in England: Abwiegen des Obstes an der Obsttheke
> vergessen? Kein Problem, Kassiererin steht selbstverständlich auf und
> erledigt das. Was auch deutlich schneller geht als den Kunden durchd en
> Laden zu jagen.

Yep. Im Kaufland sind dafür wenigstens noch mal extra Wagen im Kassen-
bereich, dass man nicht durch den ganzen Laden muss (bei meinem ist das
Obst eine Etage höher!)

Aber: Selbst in vielen Läden, die eine in die Kasse eingebaute Waage haben,
wird diese nicht benutzt? Warum nur? Wäre doch so einfach!

Gruß
Jochen

Bjoern Seegebarth

unread,
Aug 1, 2003, 3:06:33 AM8/1/03
to
Harald Hein wrote:

> Z.B. ein Tesco in England: Abwiegen des Obstes an der Obsttheke
> vergessen? Kein Problem, Kassiererin steht selbstverständlich auf und
> erledigt das. Was auch deutlich schneller geht als den Kunden durchd en
> Laden zu jagen.
>

Hi!

Dann geh mal in Braunschweig zu Görge (Edeka). Da ist das genau so.

Tipp: Wenn der Laden nervt, wechseln.

Grüße
Björn

Florian Diesch

unread,
Aug 1, 2003, 11:26:15 AM8/1/03
to
Harald Hein <speec...@gmx.de> wrote:
> "Heiko Mittelstaedt" wrote:
>
>> Das ist ein typisch deutsches Phänomen.
>
> Das ist der Erfolg des Trainings durch die unfreundlichen Verkäufer.
> Ich habe das an mir auch bemerkt. Kommt ein Verkäufer auf mich zu, gehe
> ich sofort in Abwehrhaltung, weil ich innerlich schon erwarte, wegen
> irgendwas angemotzt zu werden. Eine qualifizierte Beratung durch einen

Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren mal von einem
Verkäufer angemotzt worden zu sein.

> Verkäufer erwarte ich gar nicht mehr, denn in Deutschland sind die
> nicht zum Verkaufen da, sondern zum Warebewachen.

In Fachgeschäften erwarte ich kompetente Beratung und bekomme sie
normalerweise auch.

Florian
--
email: diesch at gmx dot de

Andre Stapel

unread,
Aug 1, 2003, 5:04:53 PM8/1/03
to
Harald Hein <speec...@gmx.de> schrieb:

>Z.B. ein Tesco in England: Abwiegen des Obstes an der Obsttheke
>vergessen? Kein Problem, Kassiererin steht selbstverständlich auf und
>erledigt das. Was auch deutlich schneller geht als den Kunden durchd en
>Laden zu jagen.
>
>Deutschland: HAMSE DAS NICHT ABGEWOGEN? GEHENSE DAS MAL ABWIEGEN! ZACK
>ZACK.

Gegenbeispiel: Bei real hier in Schwerin steht hinter den Kassen eine
Gemüsewaage und eigentlich auch immer eine Kassenaufsicht, die diesen
Job mal eben schnell erledigen kann.

Anderes Beispiel:
billigste Cola 1,5 Liter bei Tesco London: 99 Pence (zu der Zeit ca.
1,58 EUR)
in Deutschland: 39 Cent (OK, zu der Zeit noch 49)

Wenn ich billig einkaufen kann und weiß, was ich will, ist mir der
Service doch egal.
Discount muss Freundlichkeit aber nicht ausschließen, wie der Netto in
meiner Nähe hier beweist.

Gruß Andre

Harald Hein

unread,
Aug 2, 2003, 1:01:38 AM8/2/03
to
"Andre Stapel" wrote:

> Gegenbeispiel: Bei real hier in Schwerin steht hinter den Kassen
> eine Gemüsewaage und eigentlich auch immer eine Kassenaufsicht,
> die diesen Job mal eben schnell erledigen kann.

Mir ist es hier in Deutschland wirklich noch nie passiert, daß Obst
für mich abgewogen wurde. Oder daß die Kassiererin bei einem
größeren Einkauf, nachdem alles über das Band geschoben ist,
aufsteht und beim Einpacken in die Tüten hilft. Hilft, und nicht
drängelt.

> Anderes Beispiel:
> billigste Cola 1,5 Liter bei Tesco London: 99 Pence (zu der Zeit
> ca. 1,58 EUR)
> in Deutschland: 39 Cent (OK, zu der Zeit noch 49)

London als teuerste Stadt der EU ist ein schlechtes Beispiel. Vor
Jahren dachte ich, ich würde reich, als ich vor der ersten
Dienstreise unsere Reisetagessätze gesehen hatte, und habe mich nach
der Reise gedrängelt. Doppelt so viel wie im Rest von England gibt
es da pro Tag. Tja, und dann sah ich die Realität. Heute weiß ich,
warum ich immer der Dumme bin, der hin muß :-) In London kannst du für
eine Tasse Kaffee in einem Take-away auch locker umgerechnet 2,50 Euro
bezahlen. Zum Mitnehmen, wohlgemerkt. Wobei dort auch nur Billig-
Arbeitskräfte werkeln, und es daher mit Sicherheit nicht die
Personalkosten sind, die es so teuer machen.

Martin D. Bartsch

unread,
Aug 2, 2003, 11:06:35 AM8/2/03
to
On Tue, 29 Jul 2003 08:25:13 +0200, Heiko Mittelstaedt
<mur...@deadspam.com> wrote:

>Ich sah einen älteren Mann, der seinen kompletten Einkauf in den Händen
>trug. Dabei schmierte ihm eine Buttermilch ab und hinterließ eine
>entsprechende Sauerei auf dem Boden.

Wenn ich was verursache, dann mache ich das auch wieder gut. Sollte
doch selbstverständlich sein. Und ich halte es schon für kulant, wenn
ich die Ware nicht bezahlen muß.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
German TV Allemande

Andre Stapel

unread,
Aug 2, 2003, 12:56:49 PM8/2/03
to
Harald Hein <speec...@gmx.de> schrieb:

>Mir ist es hier in Deutschland wirklich noch nie passiert, daß Obst
>für mich abgewogen wurde. Oder daß die Kassiererin bei einem
>größeren Einkauf, nachdem alles über das Band geschoben ist,
>aufsteht und beim Einpacken in die Tüten hilft. Hilft, und nicht
>drängelt.

OK, da hast Du recht. Bei meinem ersten Einkauf dort (Nähe
U-Bahn-Station Bond Street) war es richtig ungewohnt für mich, wie der
Kassierer einen Artikel nach dem anderen ruhig über den Scanner schob
(und der Laden war voll). Die Beutel hinter der Kasse hingen schon so
bereit, dass der Kassierer einpacken konnte.
Einpackstreß ist dort bei Kunden und Angestellten unbekannt.

>London als teuerste Stadt der EU ist ein schlechtes Beispiel.

Egal was man dort machte, es kostete alles ein Vielfaches von dem, was
man hier bezahlt. Vielleicht sollte ich nächstes Mal nach Schottland
fahren.

Gruß Andre

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