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Kassenbon bei Kartenzahlung

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Stefan Schmitz

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Jul 29, 2017, 3:45:53 PM7/29/17
to
Heute habe ich bei Netto 2 mal mit Karte gezahlt.

Beim ersten Mal musste ich unterschreiben. Da stand die IBAN (verkürzt) auf dem Bon.
Beim zweiten Mal musste die PIN eingeben. Da war auf dem Bon nichts von einer
IBAN zu sehen.

Weiß jemand, warum einmal die IBAN aufgedruckt wird und einmal nicht?

Überhaupt frage ich mich, warum ein "Kundenbeleg" für die Kartenzahlung mitten
zwischen die normalen Angaben über die Einkäufe gequetscht wird. Das könnte man
doch viel besser unten drunter anhängen, wie es Edeka macht.

markus philippi

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Jul 30, 2017, 5:48:13 AM7/30/17
to
Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> wrote:
> Heute habe ich bei Netto 2 mal mit Karte gezahlt.
>
> Beim ersten Mal musste ich unterschreiben. Da stand die IBAN (verkürzt) auf dem Bon.
> Beim zweiten Mal musste die PIN eingeben. Da war auf dem Bon nichts von einer
> IBAN zu sehen.
>
> Weiß jemand, warum einmal die IBAN aufgedruckt wird und einmal nicht?

Der erste mal war Lastschrift mit Unterschrift, der Händler reicht das also
nachträglich bei der Bank ein, braucht dazu dann IBAN und Für seine
Unterlagen die Unterschrift, der Vorgang ist also noch nicht fertig, Du
kannst widersprechen, also landet die IBAN zum Teil auf dem Kassenzettel um
das zuordnen zu können.
Beim zweiten Mal ist der Vorgang für den Händler abgeschlossen, keine
Zuordnung mehr nötig, Platz auf dem Kassenzettel sparen.


Stefan Schmitz

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Jul 30, 2017, 12:23:56 PM7/30/17
to
Am Sonntag, 30. Juli 2017 11:48:13 UTC+2 schrieb markus philippi:

> Der erste mal war Lastschrift mit Unterschrift, der Händler reicht das also
> nachträglich bei der Bank ein, braucht dazu dann IBAN und Für seine
> Unterlagen die Unterschrift, der Vorgang ist also noch nicht fertig, Du
> kannst widersprechen, also landet die IBAN zum Teil auf dem Kassenzettel um
> das zuordnen zu können.

Um einer Lastschrift zu widersprechen, brauche ich keinen Kassenzettel.
Was habe ich davon, dass meine IBAN auf dem Bon steht, den ich bekomme?

> Beim zweiten Mal ist der Vorgang für den Händler abgeschlossen, keine
> Zuordnung mehr nötig, Platz auf dem Kassenzettel sparen.

Platz gespart wird da nicht. Statt der IBAN tauchen da diverse andere Nummern auf.

Lothar Frings

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Jul 31, 2017, 12:55:01 PM7/31/17
to
Stefan Schmitz tat kund:
Die den gesparten Platz brauchen.

Bernd Laschner

unread,
Aug 1, 2017, 2:02:18 AM8/1/17
to
Lothar Frings schrieb:
Ich habe hier erst unlängst einen Kassenbon geschreddert, der - ich
habe es gemessen - 51 cm lang war. Wenn da noch was zusätzlich mit
drauf soll, wie z.B. bei meinem (da war es Werbung), dann wird der
einfach länger.



Bernd

--
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https://www.facebook.com/haie.am.hafen/?fref=ts
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Claus Maier

unread,
Aug 1, 2017, 4:30:22 AM8/1/17
to
Bernd Laschner wrote:

> Ich habe hier erst unlängst einen Kassenbon geschreddert, der - ich
> habe es gemessen - 51 cm lang war. Wenn da noch was zusätzlich mit
> drauf soll, wie z.B. bei meinem (da war es Werbung), dann wird der
> einfach länger.

Bei Kartenzahlung mag es notwendig sein, einen Bon mitzunehmen.

Ich zahle grundsätzlich Bar und lehne deshalb den Bon mit: "Danke,
nein, das Geld ist weg, daran ändert der Bon auch nichts!" ab.
Früher[tm] mag es gut gewesen sein, zu prüfen, ob sich die Kassenfee
vertippt hat, aber heute wird ja alles gescannt.
Wenn ich heute Kunden den Kassenbon akribisch prüfen sehe, denke ich
eher, daß es auf erfolgreiche verkaufspsychologische Mätzchen (schräger
EKW wo alles zusammenrutscht und nach "Wenig" aussieht, etc.)
zurückzuführen ist: "Was, sooo viel?".

Claus

Lennart Blume

unread,
Aug 1, 2017, 9:23:35 AM8/1/17
to
Am Tue, 1 Aug 2017 10:30:30 +0200 schrieb Claus Maier:

>Bei Kartenzahlung mag es notwendig sein, einen Bon mitzunehmen.

Zumindest ist es für den Verkäufer Pflicht, ihn auszudrucken. Was Du
dann damit machst, ist Deine Sache.

>Früher[tm] mag es gut gewesen sein, zu prüfen, ob sich die Kassenfee
>vertippt hat, aber heute wird ja alles gescannt.

Erst neulich wieder bei Kaufland erlebt, Preis am Regal
(Sonderangebot) und Preis an der Kasse stimmten nicht überein.

>Wenn ich heute Kunden den Kassenbon akribisch prüfen sehe, denke ich
>eher, daß es auf erfolgreiche verkaufspsychologische Mätzchen (schräger
>EKW wo alles zusammenrutscht und nach "Wenig" aussieht, etc.)
>zurückzuführen ist: "Was, sooo viel?".

Ich prüfe meist bei Sonderangeboten, ob das auch korrekt verbucht
wurde.

Gruß
Lennart

Matthias Hanft

unread,
Aug 1, 2017, 12:21:22 PM8/1/17
to
Lennart Blume schrieb:
>
>> Bei Kartenzahlung mag es notwendig sein, einen Bon mitzunehmen.
> Zumindest ist es für den Verkäufer Pflicht, ihn auszudrucken.

Wodurch wird diese Pflicht eigentlich begründet?

BTW, in der dm-Drogerie kann man sich dafür registrieren, den Bon
nur per E-Mail zu bekommen, wenn man mit "Payback Pay" zahlt. Ich
weiß nicht, ob das auch als "Kartenzahlung" zählt, aber da kriegt
man in so einem Fall jedenfalls nix in die Hand.

Gruß Matthias.

Wolfgang Kynast

unread,
Aug 1, 2017, 12:59:36 PM8/1/17
to
On Tue, 01 Aug 2017 15:23:36 +0200, "Lennart Blume" posted:

>Am Tue, 1 Aug 2017 10:30:30 +0200 schrieb Claus Maier:
>
>>Bei Kartenzahlung mag es notwendig sein, einen Bon mitzunehmen.
>
>Zumindest ist es für den Verkäufer Pflicht, ihn auszudrucken. Was Du
>dann damit machst, ist Deine Sache.

Wieso "Pflicht"? Glaub ich nicht so recht.

Beim hiesigen Edeka fragen sie, ob man den Bon möchte und nur dann
wird er gedruckt.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Matthias Hanft

unread,
Aug 1, 2017, 1:20:25 PM8/1/17
to
Wolfgang Kynast schrieb:
>
> Beim hiesigen Edeka fragen sie, ob man den Bon möchte und nur dann
> wird er gedruckt.

Bei http://www.ebl-naturkost.de/ fragen sie nur bei Barzahlung; bei
Kartenzahlung kriegt man den Bon ungefragt. Irgendwas scheint also
dran zu sein...?!

Bei Marktkauf (=Edeka) kriegt man den Bon, soweit ich das mitbekomme
(ich bezahle da mit der App) auch immer, auch bei Barzahlung (bei den
Kunden vor und hinter mir gesehen).

Gruß Matthias.

frank paulsen

unread,
Aug 8, 2017, 1:40:45 PM8/8/17
to
die DK (vorher ZKA) als diejenige vereinigung der banken, die
vorschriften zum betrieb von zahlungsverkehrsterminals in Deutschland
aufgestellt hat, verlangt zur zertifizierung, dass fuer bestimmte
zahlungsvorgaenge kundenbelege erstellt werden, und schreibt auch deren
form vor.

bloederweise darf man nicht mehr direkt darauf verlinken :-/

im barverkehr besteht keine (gesetzliche oder sonstige) pflicht zur
ausstellung eines kundenbeleges, der kunde kann aber ggf. eine Quittung
verlangen.

kundenbelege ueber SEPA-lastschriften ohne pruefung durch den
terminalbetreiber fallen uebrigens regelmaessig nicht unter die
DK-vorschriften, da entscheidet der haendler, ob und wie sie gedruckt
werden.

--
frobnicate foo

Stefan Schmitz

unread,
Aug 8, 2017, 3:18:19 PM8/8/17
to
Am Dienstag, 8. August 2017 19:40:45 UTC+2 schrieb frank paulsen:

> die DK (vorher ZKA) als diejenige vereinigung der banken, die
> vorschriften zum betrieb von zahlungsverkehrsterminals in Deutschland
> aufgestellt hat, verlangt zur zertifizierung, dass fuer bestimmte
> zahlungsvorgaenge kundenbelege erstellt werden, und schreibt auch deren
> form vor.

Aha. Das klingt wie eine Erklärung für meine Ursprungsfrage.

> bloederweise darf man nicht mehr direkt darauf verlinken :-/

Auf die-dk.de finde ich nichts über Kundenbelege.

> im barverkehr besteht keine (gesetzliche oder sonstige) pflicht zur
> ausstellung eines kundenbeleges, der kunde kann aber ggf. eine Quittung
> verlangen.
>
> kundenbelege ueber SEPA-lastschriften ohne pruefung durch den
> terminalbetreiber fallen uebrigens regelmaessig nicht unter die
> DK-vorschriften, da entscheidet der haendler, ob und wie sie gedruckt
> werden.

Wie unterscheiden sich SEPA-Lastschriften mit und ohne Prüfung durch den
Terminalbetreiber? Im Terminal eingelesen wird die Karte ja wohl immer.

frank paulsen

unread,
Aug 9, 2017, 3:47:48 AM8/9/17
to
Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> writes:

> Am Dienstag, 8. August 2017 19:40:45 UTC+2 schrieb frank paulsen:
>
>> bloederweise darf man nicht mehr direkt darauf verlinken :-/
>
> Auf die-dk.de finde ich nichts über Kundenbelege.

ja, man muss die unterlagen nun kaufen und darf sie nicht
veroeffentlichen. zu ZKA-zeiten waren sie oeffentlich, aber das war
noch vor SEPA.

>> kundenbelege ueber SEPA-lastschriften ohne pruefung durch den
>> terminalbetreiber fallen uebrigens regelmaessig nicht unter die
>> DK-vorschriften, da entscheidet der haendler, ob und wie sie gedruckt
>> werden.
>
> Wie unterscheiden sich SEPA-Lastschriften mit und ohne Prüfung durch den
> Terminalbetreiber? Im Terminal eingelesen wird die Karte ja wohl immer.

man kann vom terminal IBAN und gueltikeitszeitraum auslesen lassen, und
die restliche verarbeitung dann in eigener verantwortung durchfuehren.
dabei ist man (modulo sicherheit der datenablage) nicht an die
vorschriften der DK gebunden.

oder man kann dem terminal sagen, dass es die zahlung abwickeln soll,
dann gelten auch die belegvorschriften der DK. und man zahlt halt
deutlich mehr als bei der selbstabwicklung :)

--
frobnicate foo

Stefan Schmitz

unread,
Aug 9, 2017, 11:38:23 AM8/9/17
to
Am Mittwoch, 9. August 2017 09:47:48 UTC+2 schrieb frank paulsen:

> man kann vom terminal IBAN und gueltikeitszeitraum auslesen lassen, und
> die restliche verarbeitung dann in eigener verantwortung durchfuehren.
> dabei ist man (modulo sicherheit der datenablage) nicht an die
> vorschriften der DK gebunden.
>
> oder man kann dem terminal sagen, dass es die zahlung abwickeln soll,
> dann gelten auch die belegvorschriften der DK. und man zahlt halt
> deutlich mehr als bei der selbstabwicklung :)

Selbst abwickeln wird wohl kein Händler. Aber wie handhaben das die
Dienstleister, die das für den Handel erledigen? Oder sind die selbst schon
so teuer, dass die Bankkosten keine Rolle mehr spielen?

frank paulsen

unread,
Aug 9, 2017, 12:58:50 PM8/9/17
to
Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> writes:

> Selbst abwickeln wird wohl kein Händler. Aber wie handhaben das die
> Dienstleister, die das für den Handel erledigen? Oder sind die selbst schon
> so teuer, dass die Bankkosten keine Rolle mehr spielen?

doch, doch, es gibt genuegend kleine laeden, die das komplett selbst
abwickeln. ist ja auch vergleichsweise simpel: die kassensoftware wirft
eine fuer die bank fertig formatierte datei (bzw. dateien) und einen
datentraegerbegleitzettel aus, und man traegt dann einen USB-stick in
einem container in seine bankfiliale[1], oder uebertraegt das mit einer
bankingsoftware, und fertig.

taet mich nicht wundern, wenn es immer noch leute gaebe, die das mit
DTAUS-dateien machen, die funktionieren auch in SEPA-zeiten naemlich
noch, mit gewissen einschraenkungen :) (aber nicht weitersagen,
eigentlich muessen die SEPA-mandate vernuenftig verwaltet werden)

neben diesen ganz kleinen buden gibts halt groessere ketten im handel,
die zahlungen gesplittet abwickeln: bis zu einem hoechstbetrag eigene
verwaltung und lastschrift, darueber abwicklung ueber einen der
ueblichen verdaechtigen wie FirstData.

die kosten fuer SEPA-lastschriften sind minimal (wenige cent
postengebuehr zusaetzlich zu den kosten fuers geschaeftskonto, das man
aber eh schon hat), die kosten fuer fremdabgewickelten zahlungsverkehr
dagegen richtig happig, wenn man eine kleine bude und einen hohen
durchschnittsbon hat.

man muss halt seine kunden kennen, und darf keine leicht konvertible
ware verkaufen, sonst faellt man mit selbstabwicklung ganz schnell auf
die nase.

[1] das ist *kein* witz. die ehemaligen diskettencontainer haben so
kleine plastikeinsaetze bekommen, in die ein stick passt. und der
datentraegerbegleitzettel kommt wie altersher aussen drauf. 2017!
--
frobnicate foo

Stefan Schmitz

unread,
Aug 10, 2017, 3:33:52 PM8/10/17
to
Am Mittwoch, 9. August 2017 18:58:50 UTC+2 schrieb frank paulsen:

> neben diesen ganz kleinen buden gibts halt groessere ketten im handel,
> die zahlungen gesplittet abwickeln: bis zu einem hoechstbetrag eigene
> verwaltung und lastschrift, darueber abwicklung ueber einen der
> ueblichen verdaechtigen wie FirstData.
>
> die kosten fuer SEPA-lastschriften sind minimal (wenige cent
> postengebuehr zusaetzlich zu den kosten fuers geschaeftskonto, das man
> aber eh schon hat), die kosten fuer fremdabgewickelten zahlungsverkehr
> dagegen richtig happig, wenn man eine kleine bude und einen hohen
> durchschnittsbon hat.

Wer entscheidet denn eigentlich, ob der Kunde per Lastschrift zahlen darf
oder per Electronic Cash?
Da das offensichtlich auch davon abhängt, ob man kurz zuvor schon mal per
Lastschrift bei dieser Kette bezahlt hat, muss da eine Abfrage nach draußen
gehen. Kann man daher davon ausgehen, dass Läden, wo mal dieses und mal jenes
Verfahren zum Einsatz kommt, keine Selbstabwickler sein können?

frank paulsen

unread,
Aug 15, 2017, 2:52:02 PM8/15/17
to
Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> writes:

> Wer entscheidet denn eigentlich, ob der Kunde per Lastschrift zahlen darf
> oder per Electronic Cash?

technisch eine simple programmlogik, die sich je nach handelsbereich ein
bisserl unterscheidet. in der regel bei den kleinen kunden schlicht ein
schwellwert fuer die beleghoehe und den gesamt offenen saldo des kunden,
bei den grossen geschaeften verknuepft mit der gesamtzahl der
aussenstaende. man kann da auch kunstwerke programmieren, aber in der
praxis ist das wenig nuetzlich, weil die leute, die die schwellwerte
festlegen muessen, es nicht kapieren werden :)

das ist naemlich die andere seite der medaille: eine grossbude kann
nicht beliebig viele aussenstaende mit nicht abgesicherten zahlungs-
verfahren generieren, da redet dann also auch der finanzvorstand
bzw. die buchhaltung hinein.

> Da das offensichtlich auch davon abhängt, ob man kurz zuvor schon mal per
> Lastschrift bei dieser Kette bezahlt hat, muss da eine Abfrage nach draußen
> gehen. Kann man daher davon ausgehen, dass Läden, wo mal dieses und mal jenes
> Verfahren zum Einsatz kommt, keine Selbstabwickler sein können?

'aussen' ist ja relativ. wenn ich ueber das terminal die bonitaet des
kunden pruefen lasse, ueber den zahlungsabwickler, dann kann das schon
im einzelhandel zweistellige centbetraege kosten. wenn ich die
aussenstaende in meiner eigenen EDV verwalte und *da* nachschaue, dann
kostet mich das nix, weil im zweifel eh jede kasse vernetzt ist.

die terminals sind heute in aller regel ueber VPN an den abwickler
angebunden, echter modem- oder leasedline-betrieb ist in den letzten
paar jahren fast komplett ausgestorben. somit hat auch jede kasse,
hinreichend intelligente software vorausgesetzt, die moeglichkeit,
woanders nachzufragen, also bei grossbuden in der konzern-it, und bei
kleinbuden halt in der anderen filiale oder im arbeitszimmer des
geschaeftsfuehrers, wo der "Server" steht.

--
frobnicate foo
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