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[fyi] Aldi-Filialleiter wegen 77 DM entlassen

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Jörn B.

unread,
Oct 24, 2001, 6:45:27 PM10/24/01
to
hi!


Aldi-Filialleiter wegen 77 DM entlassen

Bergkamen. Noch ehe der junge Bergkamener die Ernennung zum Leiter der
Aldi-Filiale in Wambel in der Tasche hatte, war er schon wieder draußen. Und
das fristlos. Entlassen wegen Unterschlagung von 77 Mark für zwei Stangen
Zigaretten und fünfzig Mark Fundgeld.

Im August hatte eine "wildfremde Kundin," so Aldi-Personalleiter Hasselkus
gestern vor dem Arbeitsgericht Herne, bei der Aldi-Zentrale angerufen und
darauf hingewiesen, dass der Kassierer ihr nach dem Kauf von zwei Stangen
Zigaretten zwar 77 Mark berechnet, diese Summe aber nicht gebont habe. Die
Revision des Unternehmens prüfte anschleißend die Kassenunterlagen des
ganzen Tages, druckte 96 Seiten Kassenjournal aus und stellte fest, dass die
Kundin richtig lag.
Anschließend unterzog man den angehenden Filialleiter noch einem sogenannten
"Ehrlichkeitstest" mit einem angeblichen Fundgeld von fünfzig Mark. Auch der
wurde gebunkert. Zwar nicht in der Tasche des Kassierers aber in der Kasse
neben den eigentlichen Geldscheinfächern.
Die Geschäftsführung hörte den Betriebsrat zur beabsichtigten Kündigung in
beiden Fällen gesondert an. Die Arbeitnehmervertretung nahm die
Informationen "ohne Widerspruch zur Kenntnis."
Der Gekündigte akzeptierte die fristlose, hilfsweise fristgerecht
ausgesprochene Kündigung nicht und zog mit Rechtsanwalt Dr. Tempelmann vor
Gericht.

Dort war die Arbeitgeberseite gestern nur zu kleinen Zugeständnissen bereit.
Umwandlung der fristlosen in eine fristgerechte Kündigung ja, aber nur bei
Rückzahlung des bereits in diesem Jahr voll gezahlten Urlaubsgeldes nach
einer Betriebszugehörigkeit von gerade mal acht Monaten.
Ohne seinen nicht anwesenden Mandanten konnte der Anwalt nicht viel dazu
sagen. Jetzt kommt´s zum Termin Anfang Februar, wo die Kammer von Richterin
Havighorst auch die Kundin als Zeugin hören wird.
(AZ 4 Ca 3278/01) -ring

quelle:
http://www.westfaelische-rundschau.de/free/wr.artikel-lokal-000.html?region=
Bergkamen&id=1963993


ciao, jörn

Frank Müller

unread,
Oct 24, 2001, 6:53:19 PM10/24/01
to

Na ist doch richtig. Was denkste was der gemacht hätte wenn der erst ein
paar Jahre da gewesen wäre. Der hätte doch glatt den ganzen guten Sekt
ausgepinscht
--
Rechtschreibfehler die gefunden werden, können behalten werden.
Ich habe keinerlei Verwendung dafür


Matthias Bleser

unread,
Oct 24, 2001, 11:18:13 PM10/24/01
to
Jörn B. wrote:

>hi!
>
>
>Aldi-Filialleiter wegen 77 DM entlassen

[snip]
naja klauen/unterschlagen am Arbeitsplatz -> das wars dann
aber wegen 77 DM ?
Da hätte ich aber für das Risiko erst bei 3 Fernsehern oder so
die "kassse vergessen" ;-)
Wie läuft eigentlich der Fundgeld Test ?
Weiß da jemand genaueres ?

Matthias

Frank Werner

unread,
Oct 25, 2001, 2:47:09 AM10/25/01
to
"Matthias Bleser" <Der.B...@Web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4q0ftt0gon6d07ori...@4ax.com...

> >Aldi-Filialleiter wegen 77 DM entlassen
> [snip]
> naja klauen/unterschlagen am Arbeitsplatz -> das wars dann
> aber wegen 77 DM ?

Klauen ist klauen.

> Da hätte ich aber für das Risiko erst bei 3 Fernsehern oder so
> die "kassse vergessen" ;-)

Ein Dummkopf halt.

> Wie läuft eigentlich der Fundgeld Test ?
> Weiß da jemand genaueres ?

Die verstecken Geld, sorgen dafür, dass er es findet und warten ab, ob er es
meldet. Tut er das, hat er gewonnen. Tut er es nicht, hat er verloren.

Frank
--
www.linkkontor.de (20 years of computer programming)

Markus Ritter

unread,
Oct 25, 2001, 2:58:33 AM10/25/01
to

"Matthias Bleser" schrieb

> >Aldi-Filialleiter wegen 77 DM entlassen
> [snip]
> naja klauen/unterschlagen am Arbeitsplatz -> das wars dann
> aber wegen 77 DM ?

In der Glasfabrik, die das Glueck hatte, mein Studium mitzufinanzieren hat
mein Bandnachbar nach Ende der Schicht immer drei Pfandflaschen mit
nach Hause genommen. Sind immerhin auch 90 Pfennig.

Markus

Andreas Mauerer

unread,
Oct 25, 2001, 4:16:20 AM10/25/01
to
Jörn B. <big...@mindless.com> meinte:


>Aldi-Filialleiter wegen 77 DM entlassen

>Der Gekündigte akzeptierte die fristlose, hilfsweise fristgerecht


>ausgesprochene Kündigung nicht und zog mit Rechtsanwalt Dr. Tempelmann vor

>Gericht. ^^^^^^^^^^

Zumindest hat er sich einen Anwalt mit passendem Namen ausgesucht :-)

Andreas
--
Bitte nur in die Newsgroup antworten - Danke.

Olaf Boelling

unread,
Oct 25, 2001, 4:23:17 AM10/25/01
to
On Thu, 25 Oct 2001 08:58:33 +0200, "Markus Ritter" <mri...@gmx.ch>
wrote:

Tja ... auch Dummheit!
Wenn das Pfandgeld der Firma zustand => Ohne Probleme
eine fristlose Kuendigung moeglich.

Selbst wenn man den 'Muell' stiehlt (Wert==0) =>
fristlose Kuendigung moeglich.

Mogelei bei Reisekosten zu eigenem Vorteil =>
fristlose Kuendigung moeglich.

Diebstahl ist Diebstahll ...

Olaf

Flups Baumann

unread,
Oct 25, 2001, 5:28:00 AM10/25/01
to
Der.B...@Web.de (Matthias Bleser) schrieb:

> naja klauen/unterschlagen am Arbeitsplatz -> das wars dann
> aber wegen 77 DM ?

Es sind schon Leute wegen niedrigerer Beträge entlassen worden. Der
Diebstahl ist ein Bruch des Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer
und Arbeitgeber und das rechtfertigt eine Kündigung.

Ich hab mal vor Jahren bei Massa gejobbt, da haben sie einen Azubi aus
meiner Abteilung rausgeschmissen, weil er eine Schachtel Zigaretten
mitgehen ließ.

Flups

Sven Birkenkämper

unread,
Oct 25, 2001, 5:40:46 AM10/25/01
to
"Jörn B." <big...@mindless.com> schrieb im Newsbeitrag
news:9r7gdr$ieq$07$1...@news.t-online.com...

> Entlassen wegen Unterschlagung von 77 Mark für zwei Stangen
> Zigaretten und fünfzig Mark Fundgeld.
Bei Aldi Süd währe das nicht passiert, da gibt es keine Kippen.

Sven

Markus Ritter

unread,
Oct 25, 2001, 5:53:17 AM10/25/01
to

"Olaf Boelling" schrieb

> On Thu, 25 Oct 2001 08:58:33 +0200, "Markus Ritter" <mri...@gmx.ch>
> wrote:

> >In der Glasfabrik, die das Glueck hatte, mein Studium mitzufinanzieren hat
> >mein Bandnachbar nach Ende der Schicht immer drei Pfandflaschen mit
> >nach Hause genommen. Sind immerhin auch 90 Pfennig.
> >
>
> Tja ... auch Dummheit!

Genau das wollte ich damit ausdruecken. Die Menschen machen sich anscheinend
zuwenig Gedanken ueber die Auswirkungen ihrer Handlungen.
Auch wenn es "nur" 90 Pfennig sind.

> Wenn das Pfandgeld der Firma zustand => Ohne Probleme
> eine fristlose Kuendigung moeglich.

Das waere schon komplizierter(Im Endeffekt aber mit gleichem Ergebnis).
Die Glasfabrik verkauft die Glasflaschen an die Getraenkehersteller.
Es findet dann also einmal Diebstahl (Flasche) und einmal Betrug
(man bekommt Pfand zurueck, obwohl fuer diese Flasche nie Pfand bezahlt wurde)
statt.

Am Anfang klingt das alles immer sehr unverhaeltnismaessig. Aber die Angestellten
testen die Grenzen eben immer aus. Im oertlichen Supermarkt war es vor laengerem
noch erlaubt, dass sich die Angestellten Ware mitnehmen duerfen, die ueber dem MHD
liegt.
Da das von einigen aber wohl ausgenutzt wurde (man bestellt einfach mehr)
wurde das abgeschafft. Eigentlich schade, denn nun fliegt das Zeug auf den Muell.
(Eigentlich nur dann, wenn die Pfadfinder mal nicht auf irgendein Huettenwochenende
gehen :-)

Markus

Olaf Boelling

unread,
Oct 25, 2001, 6:14:34 AM10/25/01
to
On Thu, 25 Oct 2001 11:53:17 +0200, "Markus Ritter" <mri...@gmx.ch>
wrote:

>
>"Olaf Boelling" schrieb

>> Wenn das Pfandgeld der Firma zustand => Ohne Probleme
>> eine fristlose Kuendigung moeglich.
>

Nja ... ich will diesen Fall nicht diskutieren:
Fakt ist, wer seinen Arbeitgeber bestiehlt (wie auch immer)
kann fristlos gekuendigt werden.

Olaf

Olaf Boelling

unread,
Oct 25, 2001, 6:15:15 AM10/25/01
to
On 25 Oct 2001 11:28:00 +0200, fl...@aldicentauri.de (Flups Baumann)
wrote:

>Der.B...@Web.de (Matthias Bleser) schrieb:
>
>> naja klauen/unterschlagen am Arbeitsplatz -> das wars dann
>> aber wegen 77 DM ?
>
>Es sind schon Leute wegen niedrigerer Beträge entlassen worden. Der
>Diebstahl ist ein Bruch des Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer
>und Arbeitgeber und das rechtfertigt eine Kündigung.
>

Sogar fristlose Kuendigung!

Olaf

Flups Baumann

unread,
Oct 25, 2001, 6:29:00 AM10/25/01
to
bol...@uni-muenster.de (Olaf Boelling) schrieb:

> Sogar fristlose Kuendigung!

Richtig!

In der Rechtsliteratur taucht ja auch immer wieder der Fall der
Backwarenverkäuferin auf, die während der Arbeitszeit ein Stück
Kuchen mampft ohne es zu bezahlen. Der wurde auch fristlos gekündigt.

Flups

Hartmut Feller

unread,
Oct 25, 2001, 6:18:01 AM10/25/01
to

"Jörn B." <big...@mindless.com> schrieb im Newsbeitrag
news:9r7gdr$ieq$07$1...@news.t-online.com...
> das fristlos. Entlassen wegen Unterschlagung von 77 Mark für zwei Stangen
> Zigaretten und fünfzig Mark Fundgeld.
>
Hallo!
In welcher Welt leben wir? Da klaut oder unterschlägt jemand an seiner
Arbeitstelle und zieht dann vor's Arbeitsgericht weil er rausfliegt.
Gruß von Hartmut

Michael Holzt

unread,
Oct 25, 2001, 9:32:59 AM10/25/01
to
On Thu, 25 Oct 2001 00:45:27 +0200, Jörn B <big...@mindless.com> wrote:
> Anschließend unterzog man den angehenden Filialleiter noch einem
> sogenannten "Ehrlichkeitstest" mit einem angeblichen Fundgeld von fünfzig
> Mark. Auch der wurde gebunkert. Zwar nicht in der Tasche des Kassierers
> aber in der Kasse neben den eigentlichen Geldscheinfächern.

Halte ich für ein einwandfreies Verhalten. Auch wenn ALDI das vielleicht
gerne so hätte, gehört der gefundene Schein nicht einfach so ALDI. Immerhin
könnte sich der Verlierer ja noch melden.

Und daher halte ich es für sinnvoll, einen solchen Schein eben nicht
mit den Einnahmen zu vermischen.

--
Einkauf bei Edeka 1,2 kg Milka-Schokolade, 4 * Obstgarten.
(Simon Krahnke)

Hartmut Feller

unread,
Oct 25, 2001, 11:29:02 AM10/25/01
to

"Peter Wenz" <spa...@rrr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9r93eu.3...@news.schnauze-sonst-beule.de...
> In einer rechtstaatlichen, auch wenn das manchen nicht passt.
>
> Er kann es immerhin versuchen und das Gericht wird entsprechend
> entscheiden.
>
> Finde ich ganz ausgezeichnet und auf alle Fälle einer
> Pauschal-Aburteilung auf mangelndem Informationsniveau vorzuziehen.
>
Also wenn ich bei einem Diebstahl erwischt würde und rausfliege dann hätte
ich soviel Anstand die Sache möglichst still hinter mich zu bringen und
nicht die Gerichte mit noch mehr Unfug zuzustopfen. Schließlich war die
Verfehlung doch offensichtlich unbestritten; der Mann wollte nur eine
günstigere Ahndung. Und für diese Ansicht lasse ich mich nicht als
Rechtsstaatsgegner abwatschen, das bin ich ganz gewiß nicht. Ich weiß nur
was sich gehört.
Gruß von Hartmut

Michael Hermes

unread,
Oct 25, 2001, 1:47:53 PM10/25/01
to
Hartmut Feller wrote:
>
>> das fristlos. Entlassen wegen Unterschlagung von 77 Mark für zwei Stangen
>> Zigaretten und fünfzig Mark Fundgeld.
>>
> Hallo!
> In welcher Welt leben wir? Da klaut oder unterschlägt jemand an seiner
> Arbeitstelle und zieht dann vor's Arbeitsgericht weil er rausfliegt.

Muss er eigentlich. Meist laufen solche Prozesse so ab, daß er hinterher
ein neutraleres Arbeitszeugniss bekommt und zumindest auf dem Papier
nicht mehr _fristlos_ gekündigt wurde. Sowas kann recht wichtig für
weitere Stellen sein.
Was mich eher wundert ist, daß Aldi nicht gegen den Marktleiter geklagt
hat. Wird üblicherweise bei Unterschlagung auch gleich mitgemacht.

Gruss, Michael
--
Das heisst jetzt "social awareness", weil das der politisch korrekte
Ausdruck für "political correctness" ist.
Volker Riehl in dafa

Alexander Hecht

unread,
Oct 25, 2001, 3:42:37 PM10/25/01
to

"Michael Holzt" <k...@ivj.expires-usenet.fqdn.org> schrieb im Newsbeitrag
news:slrn9tg54...@mutsumi.fqdn.org...

> On Thu, 25 Oct 2001 00:45:27 +0200, Jörn B <big...@mindless.com> wrote:
> > Anschließend unterzog man den angehenden Filialleiter noch einem
> > sogenannten "Ehrlichkeitstest" mit einem angeblichen Fundgeld von
fünfzig
> > Mark. Auch der wurde gebunkert. Zwar nicht in der Tasche des Kassierers
> > aber in der Kasse neben den eigentlichen Geldscheinfächern.
>
> Halte ich für ein einwandfreies Verhalten. Auch wenn ALDI das vielleicht
> gerne so hätte, gehört der gefundene Schein nicht einfach so ALDI.
Immerhin
> könnte sich der Verlierer ja noch melden.
>
> Und daher halte ich es für sinnvoll, einen solchen Schein eben nicht
> mit den Einnahmen zu vermischen.

Du hast nicht begriffen, worum es geht, stimmt's?

Michael Holzt

unread,
Oct 25, 2001, 5:38:15 PM10/25/01
to
On Thu, 25 Oct 2001 21:42:37 +0200, Alexander Hecht <a.h...@web.de> wrote:
> Du hast nicht begriffen, worum es geht, stimmt's?

Im Gegensatz zu anderen habe ich in den Artikel nicht Dinge
reininterpretiert, die da nicht standen. Es stand lediglich geschrieben,
daß der Tempelpriester einen DEM 50,- Schein gefunden hat, und diesen in
die Kasse gelegt hat. Das einzige "Vergehen" war, daß er ihn nicht in das
Geldfach für ebensolche Scheine gelegt hat, sondern _daneben_.

Im Artikel stand hingegen nicht, daß der Tempelpriester versucht hat
diesen Schein dann zu unterschlagen, oder wie er weiter vorgegangen ist.
Das ist also wilde Spekulation hier. Hier wird jemand vorverurteilt
auf Grund von Dingen die Leute glauben dort hineininterpretieren zu
können.

Übrigens geht aus dem Artikel auch nicht hervor, daß es der Tempelpriester
war, der im Fall des Zigarettenverkaufes an der Kasse saß. Dort steht nur
"der Kassierer".

Gut möglich also, daß hier ein insgesamt wirklich unschuldiger rausgeworfen
wurde, und das von vielen hier so verurteilte Anrufen des Arbeitsgerichtes
letztendlich gar vollkommen gerechtfertigt.

Diese Interpretation muß nicht richtig sein, aber sie ist ganz bestimmt
auch nicht weniger richtig oder mehr falsch als die anderen
Schlußfolgerungen die hier gezogen wurden. Der Artikel ist schlicht zu
vage, um genau beurteilen zu können, was da vorgefallen sein mag.

Michael Holzt

unread,
Oct 25, 2001, 5:40:00 PM10/25/01
to
On Thu, 25 Oct 2001 21:42:37 +0200, Alexander Hecht <a.h...@web.de> wrote:
> Du hast nicht begriffen, worum es geht, stimmt's?

Im Gegensatz zu anderen habe ich in den Artikel nicht Dinge

reininterpretiert, die da nicht standen. Es stand lediglich geschrieben,
daß der Tempelpriester einen DEM 50,- Schein gefunden hat, und diesen in
die Kasse gelegt hat. Das einzige "Vergehen" war, daß er ihn nicht in das

Geldfach für ebensolche Scheine gelegt hat, sondern _daneben_. Ein
Verhalten was sich durchaus mit der Tatsache begründen lässt, daß dieser
Schein nun einmal nicht Eigentum von ALDI ist, und daher im normalen
Geldscheinfach auch nichts zu suchen hat.

Im Artikel stand hingegen nicht, daß der Tempelpriester versucht hat
diesen Schein dann zu unterschlagen, oder wie er weiter vorgegangen ist.
Das ist also wilde Spekulation hier. Hier wird jemand vorverurteilt
auf Grund von Dingen die Leute glauben dort hineininterpretieren zu
können.

Übrigens geht aus dem Artikel auch nicht hervor, daß es der Tempelpriester
war, der im Fall des Zigarettenverkaufes an der Kasse saß. Dort steht nur
"der Kassierer".

Gut möglich also, daß hier ein insgesamt wirklich unschuldiger rausgeworfen
wurde, und das von vielen hier so verurteilte Anrufen des Arbeitsgerichtes
letztendlich gar vollkommen gerechtfertigt.

Diese Interpretation muß nicht richtig sein, aber sie ist ganz bestimmt
auch nicht weniger richtig oder mehr falsch als die anderen
Schlußfolgerungen die hier gezogen wurden. Der Artikel ist schlicht zu
vage, um genau beurteilen zu können, was da vorgefallen sein mag.

Thomas Grueske

unread,
Oct 25, 2001, 6:52:34 PM10/25/01
to
In article <slrn9th1l...@mutsumi.fqdn.org>, Michael Holzt wrote:
> Es stand lediglich geschrieben

>
"Entlassen wegen Unterschlagung von 77 Mark für zwei Stangen Zigaretten
und fünfzig Mark Fundgeld"

Davon abgesehen wäre es völlig irrelevant, ob es *und* oder *oder* war,
insofern hast Du in der Tat nicht verstanden worum es geht.

cu, tg
--
Die FAQ dieser Newsgroup: http://www.aldibaran.de/faq
www.job-express.de, die Personalvermittlung nur für nette Leute
No sounds, no animations, no gimmicks. Just jobs - *fast*.
Rechtschreibung nach FAZ

Michael Holzt

unread,
Oct 25, 2001, 7:42:53 PM10/25/01
to
On Fri, 26 Oct 2001 00:52:34 +0200, Thomas Grueske <tgru...@gmx.net> wrote:
> "Entlassen wegen Unterschlagung von 77 Mark für zwei Stangen Zigaretten
> und fünfzig Mark Fundgeld"

Die Überschrift wurde im Artikeltext nicht weiter bestätigt.

> Davon abgesehen wäre es völlig irrelevant, ob es *und* oder *oder* war,
> insofern hast Du in der Tat nicht verstanden worum es geht.

Das kann ich so unbesehen zurückgeben.

Thomas Grueske

unread,
Oct 25, 2001, 8:13:00 PM10/25/01
to
In article <slrn9th8r...@mutsumi.fqdn.org>, Michael Holzt wrote:
> Die Überschrift wurde im Artikeltext nicht weiter bestätigt.
>
Das *ist* der Artikeltext, vielleicht machst Du Dir ja doch mal die
Mühe ihn zu lesen. Alternativ: "Brille - Fielmann!"

> unbesehen
>
Stimmt. Sehr offensichtlich.

Bernhard Wortmann

unread,
Oct 25, 2001, 9:17:44 PM10/25/01
to
"Thomas Grueske" <tgru...@gmx.net> schrieb:

> Michael Holzt wrote:
>> Die Überschrift wurde im Artikeltext nicht weiter bestätigt.
> Das *ist* der Artikeltext, vielleicht machst Du Dir ja doch mal die
> Mühe ihn zu lesen. Alternativ: "Brille - Fielmann!"

Unbesehen von der jetzt notwendigen Erklärung, daß bei unehrlichem
Verhalten von Arbeitnehmern auch in meinen Augen sofortige Kündigung
erfolgen sollte, muß doch mal festgehalten werden:

Im Artikeltext steht, daß aufgrund des Anrufes einer Kundin
festgestellt wurde, daß ein Betrag von DM 77.- für 2 Stangen
Zigaretten im fraglichen Zeitraum nicht gebont wurde.
Ob irgendwie festgestellt wurde, daß tatsächlich 2 Stangen Zigaretten
fehlten, stand nicht dort.

Ebenso steht dort, daß die DM 50,- in der Kasse, allerdings nicht in
dem für diese Scheine vorgesehenen Fach lagen.
Auch dieses halte ich für nicht falsch, z.B. zur Dokumentation, daß
ich mich nicht verzählt habe, sondern von vornherein weiß, daß zuviel
Geld in der Kasse ist.

Ohne jetzt weitere Brillendiscounter ins Gespräch zu bringen, so steht
es da.

Bernd

Markus Ritter

unread,
Oct 26, 2001, 2:16:17 AM10/26/01
to

"Michael Holzt" kann sich zu Gute halten, dass ich den Artikel
noch mal genauer durchgelesen habe

>Die Überschrift wurde im Artikeltext nicht weiter bestätigt.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat eine Kundin gesagt:
"Der Kassierer hat 77 DM kassiert, aber nicht gebongt. Ich war am
Tag/Monat/Uhrzeit bei Aldi an Kasse x"

Beim durchsehen der Bonrolle wurde dann festgestellt, dass im fraglichen
Zeitraum auf dieser Kasse keine 77 DM eingetippt wurden.
Ehrlich gesagt halte ich das fuer eine sehr schwache Begruendung.

>>>Anschließend unterzog man den angehenden Filialleiter noch einem sogenannten
>>>"Ehrlichkeitstest" mit einem angeblichen Fundgeld von fünfzig Mark. Auch der
>>>wurde gebunkert. Zwar nicht in der Tasche des Kassierers aber in der Kasse
>>>neben den eigentlichen Geldscheinfächern.

Auch das klingt fuer mich erstmal korrekt. Denn ein gefundener 50 DM-Schein hat
in der Kasse normalerweise nichts verloren, denn er gehoert ja ziemlich sicher
nicht Aldi (er haette sonst aus einer Kasse auf den Boden fliegen muessen, was
sehr unwahrscheinlich ist), sondern wohl einem Kunden. Wenn man das
Geld in die Kasse legt, vergisst man das wohl eher, als wenn er "extra" liegt.

Alles in allem kann man aus den *Tatsachen*, die im Artikel erwaehnt sind noch
nicht unbedingt darauf schliessen, was den genau passiert ist.

Markus

Thomas Grueske

unread,
Oct 26, 2001, 2:36:48 AM10/26/01
to
In article <9radki$jsu$07$1...@news.t-online.com>, Bernhard Wortmann wrote:
> Ob irgendwie festgestellt wurde, daß tatsächlich 2 Stangen Zigaretten
> fehlten, stand nicht dort.
>
(Originalzitat) "dass der Kassierer ihr nach dem Kauf von zwei Stangen
Zigaretten zwar 77 Mark berechnet, diese Summe aber nicht gebont habe."
Du meinst also, daß die Kundin sie zwar bezahlt, aber nicht mitgenommen hat?
Nicht wirklich (tm), oder?

Und "Die Revision des Unternehmens prüfte anschleißend die Kassenunterlagen

des ganzen Tages, druckte 96 Seiten Kassenjournal aus und stellte fest, dass
die Kundin richtig lag."

> Ebenso steht dort, daß die DM 50,- in der Kasse, allerdings nicht in


> dem für diese Scheine vorgesehenen Fach lagen.
> Auch dieses halte ich für nicht falsch,
>

Dem kann ich mich grundsätzlich anschließen. Im fraglichen Zusammenhang läßt
das allerdings recht eindeutig darauf schließen, daß das so eben genau *nicht*
korrekt war, insbesondere da der Betriebsrat der Kündigung nicht widersprochen
hat.
Wir sind uns soweit ja auch einig. Der Punkt war nur, daß Michael den Kern der
Sache außer Acht gelassen hat und mit seiner Interpretation "Auch wenn ALDI

das vielleicht gerne so hätte, gehört der gefundene Schein nicht einfach so

ALDI" (was ja auch weder irgendwo stand noch irgend jemand behauptet hat)
genau das tut, was er im nächsten Posting "den anderen" vorgeworfen hat.

Udo Köstler

unread,
Oct 26, 2001, 2:57:13 AM10/26/01
to
> (Originalzitat) "dass der Kassierer ihr nach dem Kauf von zwei Stangen
> Zigaretten zwar 77 Mark berechnet, diese Summe aber nicht gebont habe."
> Du meinst also, daß die Kundin sie zwar bezahlt, aber nicht mitgenommen
hat?
> Nicht wirklich (tm), oder?
>
> Und "Die Revision des Unternehmens prüfte anschleißend die
Kassenunterlagen
> des ganzen Tages, druckte 96 Seiten Kassenjournal aus und stellte fest,
dass
> die Kundin richtig lag."

Wenn ich jetzt die Kassiererin bei Aldi nicht mag, melde ich einfach das
gekaufte Ware nicht verrechnet wurde.
Wie kann denn nachgewiesen werden ob ich die Ware überhaupt gekauft habe?


Heiko Mittelstaedt

unread,
Oct 26, 2001, 3:05:19 AM10/26/01
to
Olaf Boelling <bol...@uni-muenster.de> schrieb:

> >In der Glasfabrik, die das Glueck hatte, mein Studium mitzufinanzieren
hat
> >mein Bandnachbar nach Ende der Schicht immer drei Pfandflaschen mit
> >nach Hause genommen. Sind immerhin auch 90 Pfennig.

Das erinnert mich an den Witz mit dem Holzwagon:

Ein Mitarbeiter einer Fabrik für Brennholzproduktion hat 20jähriges
Betriebsjubiläum, stolz gratuliert ihm sein Chef und ganz gerührt stammelt
der Mitarbeiter: "Sie sind zu gut zu mir, ich muß Ihnen ein Geständnis
machen: Ich habe mir jeden Tag 2 Scheite Holz mitgenommen, um mein
Badewasser abends warm zu machen" Der Chef lächelt "2 Scheite..." dann
zögert er, seine Miene verbiestert sich - er rechnet: "20 Jahre und jeden
Tag 2 Scheite Holz? ...SIE HAMM HIER JA NEN WAGON HOLZ GEKLAUT!" Bamm, ist
er fristlos gekündigt. Am nächsten Tag geht er aufs Arbeitsamt, der
Vermittlerin erzählend: "Ich habe bis gestern in ner Brennholzfabrik
gearbeitet, aber man hat mich rausgeworfen, weil ich einen Wagon Holz
geklaut habe!" "MANN SIND SIE BLÖD!" entrüstet sich die Vermittlerin,
"hätten Sie lieber jeden Tag 1-2 Scheite mitgenommen, dann wäre das gar
nicht aufgefallen"

Gruß Heiko


Thomas Grueske

unread,
Oct 26, 2001, 3:24:49 AM10/26/01
to
In article <9rb1ga$8nv$1...@news.fth.sbs.de>, Udo Köstler wrote:
> Wenn ich jetzt die Kassiererin bei Aldi nicht mag, melde ich einfach das
> gekaufte Ware nicht verrechnet wurde.
>
Das ist in der Tat ein außerordentlich wichtiger Punkt, um nicht zu schnell
zu einer Vorverurteilung der betroffenen Person zu kommen. In dem Artikel
steht allerdings ja auch nur, *daß* der Gekündigte die Kündigung nicht
akzeptierte und nicht *warum*.

Flups Baumann

unread,
Oct 25, 2001, 9:33:00 PM10/25/01
to
tgru...@gmx.net (Thomas Grueske) schrieb:

> Das *ist* der Artikeltext, vielleicht machst Du Dir ja doch mal die
> Mühe ihn zu lesen.

Du aber bitte auch. Der Artikel stimmt schon in der Überschrift
nicht, dort heißt es nämlich "Aldi-Filialleiter entlassen", während
im Artikel selbst steht, dass der Entlassene ja erst noch zum
Filialleiter ernannt werden sollte, es aber zum Zeitpunkt des
Rauswurfs noch gar nicht war.

Wenn der Artikel schon in dem Punkt ungenau ist, wo mag er es dann
noch sein?

Flups

Stefan Wende

unread,
Oct 26, 2001, 5:06:25 AM10/26/01
to
Thomas Grueske wrote:

[...]

> > Ebenso steht dort, daß die DM 50,- in der Kasse, allerdings nicht in
> > dem für diese Scheine vorgesehenen Fach lagen.
> > Auch dieses halte ich für nicht falsch,
> >
> Dem kann ich mich grundsätzlich anschließen. Im fraglichen Zusammenhang läßt
> das allerdings recht eindeutig darauf schließen, daß das so eben genau *nicht*
> korrekt war, insbesondere da der Betriebsrat der Kündigung nicht widersprochen
> hat.
> Wir sind uns soweit ja auch einig. Der Punkt war nur, daß Michael den Kern der
> Sache außer Acht gelassen hat und mit seiner Interpretation "Auch wenn ALDI
> das vielleicht gerne so hätte, gehört der gefundene Schein nicht einfach so
> ALDI" (was ja auch weder irgendwo stand noch irgend jemand behauptet hat)
> genau das tut, was er im nächsten Posting "den anderen" vorgeworfen hat.

Ich sehe zumindest da sproblem, dass diese Art des Ehrlichkeisttstest
nicht ohne Weiteres stichhaltig ist. Warum er vor Gericht unrecht bekam,
wissen wir nicht - kann gut sein, dass die nachgewiesenen 77.- dafür
gereicht haben.

Oder er war nicht schlau genug, das Argument von Michael anzubringen ;-)


--
Stevie

Life's a road, not a destination

Bernhard Wortmann

unread,
Oct 26, 2001, 7:22:58 AM10/26/01
to
"Heiko Mittelstaedt" <mur...@gmx.li> schrieb:

> Das erinnert mich an den Witz mit dem Holzwagon:
> ...
> <lol>

Dazu paßt dann auch der Oldie vom knochenklauenden Metzgergesellen in
dessen Entlassungszeugnis dann stand: "Er war ehrlich bis auf die
Knochen!"

Bernd
--
Im ALDI gesehen:
Popler an der Gemüsetheke ;-(

Bernhard Wortmann

unread,
Oct 26, 2001, 7:22:35 AM10/26/01
to
"Thomas Grueske" <tgru...@gmx.net> schrieb:

> Bernhard Wortmann wrote:
>> Ob irgendwie festgestellt wurde, daß tatsächlich 2 Stangen
>> Zigaretten fehlten, stand nicht dort.
> (Originalzitat) "dass der Kassierer ihr nach dem Kauf von
> zwei Stangen Zigaretten zwar 77 Mark berechnet, diese Summe
> aber nicht gebont habe."
> Du meinst also, daß die Kundin sie zwar bezahlt, aber nicht
> mitgenommen hat?

Nein Thomas, ich meine, daß es für die "Anschuldigung" der Kundin
keinen zusätzlichen Beweis gibt (Fehlen von 2 Stangen Zigaretten),
es gibt lediglich das Fehlen eines Gegenbeweises (korrekte Bonierung
von 2 Stangen Zigaretten im fraglichen Zeitraum)
Da ich im zigarettenlosen AS wohne, weiß ich nicht, wie die
Stangenzigaretten bei AN gesichert sind, bei den
zigarettenverkaufenden SB-Läden in Köln kommt man nicht so ohne
weiteres an _Stangen_ und auch der Schwund an Packungen wird durch
aufmerksamkeitserregende "Herausnehmtechniken" möglichst niedrig
gehalten, so daß hier das Fehlen von 2 Stangen den täglichen Schwund
IMHO schon übersteigen würde.

Bernd
--
Im Tempel gehört:
"Bitte immer nur einer vom Band nehmen!"

Thomas Grueske

unread,
Oct 27, 2001, 2:40:49 AM10/27/01
to
In article <9rbh8a$ueh$01$2...@news.t-online.com>, Bernhard Wortmann
wrote:

> so daß hier das Fehlen von 2 Stangen den täglichen Schwund
> IMHO schon übersteigen würde.
>
Sehe ich auch so - was sich dann wohl auch verhältnismäßig leicht
feststellen lassen sollte.

Thomas Grueske

unread,
Oct 27, 2001, 2:40:48 AM10/27/01
to
In article <8Bc2fntO...@aldicentauri.de>, Flups Baumann wrote:
> Der Artikel stimmt schon in der Überschrift
> nicht, dort heißt es nämlich "Aldi-Filialleiter entlassen", während
> im Artikel selbst steht, dass der Entlassene ja erst noch zum
> Filialleiter ernannt werden sollte, es aber zum Zeitpunkt des
> Rauswurfs noch gar nicht war.
>
LOL wie wahr! Überschriften fallen tatsächlich ab und an meiner
selektiven Wahrnehmung zum Opfer, weil sie nicht selten vom
eigentlichen Inhalt eines Artikels abweichen.
Allerdings lege ich durchaus Wert auf die Feststellung nichts
dergleichen behauptet zu haben <g>

UWE H00S

unread,
Oct 27, 2001, 7:23:51 AM10/27/01
to

"Udo Köstler" <Udo.ko...@bigfoot.de> schrieb

> Wenn ich jetzt die Kassiererin bei Aldi nicht mag, melde ich einfach das
> gekaufte Ware nicht verrechnet wurde.
> Wie kann denn nachgewiesen werden ob ich die Ware überhaupt gekauft habe?

Das könnte man nur, wenn die letzte Inventur noch nicht lange zurücklag.
Dann müsste man die Zahl der durch die Scannerkassen erfassten Zigaretten
der Marke mit den Bestellungen, dem Anfangsbestand und dem aktuellen bestand
vergleichen und die Differenz ermitteln.
Eigentlich kaum praktikabel möglich.

Diese Kundin ist eine Zeugin, und sofern sie ihre Aussage vor Gericht
wiederholt und keine deutlichen Anzeichen dafür erkennbar sind, dass sie
lügen könnte (etwa weil sie seine Ex-Frau ist oder dgl.), gilt eine
Zeugenaussage vor Gericht als Beweis. Sonst könnte man so gut wie nie
irgendeine Straftat beweisen, wenn man immer davon ausginge, dass die Zeugen
ja auch lügen könnten.

Aber das mit dem Fundgeld kapiere ich auch nicht. Ich halte es für die
*Pflicht* des Kassieres, den Schein getrennt vom restlichen Geld
aufzubewahren, um ihn später dem Fundbüro zu übergeben.


Matthias Damm

unread,
Oct 27, 2001, 11:46:28 AM10/27/01
to
UWE H00S <uhn...@gmx.de> wrote:

> Diese Kundin ist eine Zeugin, und sofern sie ihre Aussage vor Gericht
> wiederholt und keine deutlichen Anzeichen dafür erkennbar sind, dass sie
> lügen könnte (etwa weil sie seine Ex-Frau ist oder dgl.), gilt eine
> Zeugenaussage vor Gericht als Beweis. Sonst könnte man so gut wie nie
> irgendeine Straftat beweisen, wenn man immer davon ausginge, dass die Zeugen
> ja auch lügen könnten.

Die Würdigung des Beweises ist aber Sache des Gerichts.
Und das wird, bei *einer* Zeugenaussage, die den Fillialleiter in spe
möglicherweise den Job kostet, die Beweise möglicherweise für nicht
ausreichend erachten.

Schöne Grüße,
Matthias

--
Matthias Damm <m.d...@web.de>
PGP key available
"The Macintosh may only have 10% of the market,
but it is clearly the top 10%" - Douglas Adams 1952-2001

Michael Hermes

unread,
Oct 27, 2001, 12:50:25 PM10/27/01
to
Thomas Grueske wrote:
>
>> Ob irgendwie festgestellt wurde, daß tatsächlich 2 Stangen Zigaretten
>> fehlten, stand nicht dort.
>>
> (Originalzitat) "dass der Kassierer ihr nach dem Kauf von zwei Stangen
> Zigaretten zwar 77 Mark berechnet, diese Summe aber nicht gebont habe."
> Du meinst also, daß die Kundin sie zwar bezahlt, aber nicht mitgenommen hat?
> Nicht wirklich (tm), oder?

Wer sagt, daß die Kundin bezahlt hat? Nehmen wir an ich will den
Marktleiter aus dem Job haben. Dann rufe ich an, ich hätte heute etwas
gekauft, was nicht gebont wurde. Mit den Angaben in dem Artikel _könnte_
der Kassierer herausgeworfen worden sein, ohne daß die alte Dame jemals
in ihrem Leben in diesem Laden war.


>
> Und "Die Revision des Unternehmens prüfte anschleißend die Kassenunterlagen
> des ganzen Tages, druckte 96 Seiten Kassenjournal aus und stellte fest, dass
> die Kundin richtig lag."

Genau. Es war nix gebont. Aber war überhaupt was gekauft bzw. hätte
überhaupt was gebont gewesen sein müssen? Könnte schwierig sein das
nachzuweisen.

Gruss, Michael
--
rm -rf /bin/laden

Michael Hermes

unread,
Oct 27, 2001, 12:54:27 PM10/27/01
to
Matthias Damm wrote:
>
>> Diese Kundin ist eine Zeugin, und sofern sie ihre Aussage vor Gericht
>> wiederholt und keine deutlichen Anzeichen dafür erkennbar sind, dass sie
>> lügen könnte (etwa weil sie seine Ex-Frau ist oder dgl.), gilt eine
>> Zeugenaussage vor Gericht als Beweis. Sonst könnte man so gut wie nie
>> irgendeine Straftat beweisen, wenn man immer davon ausginge, dass die Zeugen
>> ja auch lügen könnten.
>
> Die Würdigung des Beweises ist aber Sache des Gerichts.
> Und das wird, bei *einer* Zeugenaussage, die den Fillialleiter in spe
> möglicherweise den Job kostet, die Beweise möglicherweise für nicht
> ausreichend erachten.

Ich denke genau deswegen wird der zusätzliche Fundtest gemacht. Einfach
um festzustellen (und zwar eindeutig) wie genau der Kassierer sich an
die Vorschriften hält.

Matthias Damm

unread,
Oct 27, 2001, 3:35:04 PM10/27/01
to
Michael Hermes <Mich...@aldibaran.de> wrote:

> Ich denke genau deswegen wird der zusätzliche Fundtest gemacht. Einfach
> um festzustellen (und zwar eindeutig) wie genau der Kassierer sich an
> die Vorschriften hält.

ACK - nur habe ich immer noch nicht verstanden, wie dieser Test
funktionieren soll...

Volker Riehl

unread,
Oct 28, 2001, 2:43:16 AM10/28/01
to
Hiho,

Matthias fragte:


> ACK - nur habe ich immer noch nicht verstanden, wie dieser Test
> funktionieren soll...

Ist doch ganz einfach.
1. Das Geld wird so hingelegt dass Verdächtiger es findet.
2. Beobachten ob er das Geld "findet".
3. Warten
4. Wenn der Verdächtigte spätens nach Abrechnung seiner Kasse den Fund
immer noch nicht gemeldet hat....... tja, dann ist die Sache deutlich.

Es ist ja nicht damit getan, wie manche hier glauben, dass das Geld in
die Kasse gelegt wird. Fundstücke (egal was) sollten sofort dem
Filialleiter bekanntgegeben werden, damit er davon bescheid weiss wenn
er von Kunden angesprochen wird ob dies oder das gefunden wurde. Denn
die Kunden die was verloren haben fragen in den meisten Fällen den
Filialleiter.
Sprich, jeder Mitarbeiter ist im allgemeinen dazu verpflichtet sofort
dem Filialleiter bescheid zu geben. Wenn ein Mitarbeiter das nun auch
Stunden später immer noch nicht getan hat, und das Geld einstecken hat,
kann man davon ausgehen, dass er es behalten wollte.

Zusammen mit der Zeugenaussage reicht dieses Verhalten mit Sicherheit
aus für ne fristlose Kündigung.

Volker aka darkon
--
(. .) "Weißt du, es gibt soviele verschiedene
( Y ) Lebewesen auf dieser Welt, und sie alle
(:)x(:) sind auf ihre Art wichtig und wertvoll."
(O)-(O) - Kermit der Frosch

Volker Riehl

unread,
Oct 28, 2001, 2:43:17 AM10/28/01
to
Hiho,

> Wer sagt, daß die Kundin bezahlt hat? Nehmen wir an ich will den
> Marktleiter aus dem Job haben. Dann rufe ich an, ich hätte heute etwas
> gekauft, was nicht gebont wurde. Mit den Angaben in dem Artikel _könnte_
> der Kassierer herausgeworfen worden sein, ohne daß die alte Dame jemals
> in ihrem Leben in diesem Laden war.

Dann kann die Kundin aber damit rechnen, dass sie a.) vor Gericht als
Zeugin aussagen muss (Wahrheitspflicht!) oder b.) ne Anzeige wegen übler
Nachrede kriegt.

Ganz so einfach ist das nicht jemanden an den Karren zu fahren.
Denn wenn sich der/die Denunziant weigert seine Adresse bekanntzugeben
bei der "Meldung" des Vorfalls, wird die Filialleitung der Sache nicht
allzuviel Gewicht beilegen, da das nicht gerade vertrauenswürdig ist.

> Genau. Es war nix gebont. Aber war überhaupt was gekauft bzw. hätte
> überhaupt was gebont gewesen sein müssen? Könnte schwierig sein das
> nachzuweisen.

Zeugenaussage langt da dicke aus, zumal ja der Fundgeld-test auch nicht
positiv ausgefallen war.

Michael Hermes

unread,
Oct 28, 2001, 2:36:44 AM10/28/01
to
Matthias Damm wrote:
>
>> Ich denke genau deswegen wird der zusätzliche Fundtest gemacht. Einfach
>> um festzustellen (und zwar eindeutig) wie genau der Kassierer sich an
>> die Vorschriften hält.
>
> ACK - nur habe ich immer noch nicht verstanden, wie dieser Test
> funktionieren soll...

Es gibt für Fundgeld eine, ganz genau und ganz eng, definierte
Vorgehensweise. Diese kenne ich nicht, könnte aber z.B. sein das
Fundgeld sofort im Büro mit einem Zettel über Fundort und -zeit versehen
in eine spezielle Kasette dafür zu legen. Günstigerweise macht man den
Test zu einer Zeit wo der Kassierer auch die 5 Minuten Zeit hätte dies
durchzuführen.
An diese hat der Kassierer sich nicht gehalten. Auch wenn er hinterher
beteuert er wollte das Geld noch entsprechend verwahren hat er sich in
Gelddingen nicht an die Vorschriften gehalten, was wiederum ein Indiz
dafür ist, daß die alte Dame mit den Kippen es eben nicht erfunden hat.

Gruss, Michael
--
In case of emergency, the only thing better
than presence of mind, is absence of body.

Matthias Damm

unread,
Oct 28, 2001, 6:31:51 AM10/28/01
to
Volker Riehl <dar...@mac.com> wrote:

> Ist doch ganz einfach.
> 1. Das Geld wird so hingelegt dass Verdächtiger es findet.
> 2. Beobachten ob er das Geld "findet".
> 3. Warten
> 4. Wenn der Verdächtigte spätens nach Abrechnung seiner Kasse den Fund
> immer noch nicht gemeldet hat....... tja, dann ist die Sache deutlich.

Ja klar, so macht das schon Sinn.
Aber im Ursprungsposting war ja ausdrücklich die Rede davon, daß der Typ
das Geld nicht eingesteckt, sondern in der Kasse extra deponiert hat.
Ich kann mir kaum vorstellen, daß der Kassierer verpflichtet ist, sofort
seine Kasse zu verlassen, wenn jemand einen 50-DM-Schein abgibt.

Aus dem zitierten Presseartikel kann ich jedenfalls weiterhin nicht
entnehmen, wie dieser Test eine Kündigung rechtfertigt. Ich gehe aber
mal davon aus, daß daran der Autor des Artikels schuld ist, und daß Aldi
ein wirklich funktionierendes (und vor Gericht bestehendes) Verfahren
benutzt hat.

Thomas Grueske

unread,
Oct 28, 2001, 7:01:10 AM10/28/01
to
In article <1f1zmgp.v6j0oxn9k1m2N%m.d...@gmx.net>, Matthias Damm wrote:
> Ich gehe aber
> mal davon aus, daß daran der Autor des Artikels schuld ist, und daß Aldi
> ein wirklich funktionierendes (und vor Gericht bestehendes) Verfahren
> benutzt hat.
>
Sehe ich auch so, und das machen die Jungs bei Aldi auch wohl kaum zum
ersten Mal.

cu, tg
--
Die FAQ dieser Newsgroup: http://www.aldibaran.de/faq

www.job-express.de, die Nr.1 in Deutschland


No sounds, no animations, no gimmicks.

Rechtschreibung nach FAZ

Thomas Grueske

unread,
Oct 28, 2001, 7:01:11 AM10/28/01
to
In article <1f1zaar.1lnj4811a6se9sN%dar...@mac.com>, Volker Riehl
wrote:
> Ist doch ganz einfach.
>
Merci. Ich hatte schon darauf gewartet, daß endlich mal einer erzählt
wie das in der Praxis funktioniert. Daß die Vorgehensweise bei Aldi
formell in Ordnung ist war ja ohnehin anzunehmen.

cu, tg
--
Die FAQ dieser Newsgroup: http://www.aldibaran.de/faq

www.job-express.de, die Nr.1 in Deutschland


No sounds, no animations, no gimmicks.

Rechtschreibung nach FAZ

Michael Jaeger

unread,
Oct 29, 2001, 6:51:34 AM10/29/01
to
Michael Holzt schrieb:
>
> On Thu, 25 Oct 2001 21:42:37 +0200, Alexander Hecht <a.h...@web.de> wrote:
> > Du hast nicht begriffen, worum es geht, stimmt's?
>
> Im Gegensatz zu anderen habe ich in den Artikel nicht Dinge
> reininterpretiert, die da nicht standen. Es stand lediglich geschrieben,
> daß der Tempelpriester einen DEM 50,- Schein gefunden hat, und diesen in
> die Kasse gelegt hat. Das einzige "Vergehen" war, daß er ihn nicht in das
> Geldfach für ebensolche Scheine gelegt hat, sondern _daneben_. Ein
> Verhalten was sich durchaus mit der Tatsache begründen lässt, daß dieser
> Schein nun einmal nicht Eigentum von ALDI ist, und daher im normalen
> Geldscheinfach auch nichts zu suchen hat.
>
> Im Artikel stand hingegen nicht, daß der Tempelpriester versucht hat
> diesen Schein dann zu unterschlagen, oder wie er weiter vorgegangen ist.

Er haette diesen Fund wahrscheinlich sofort dem Filialleiter melden
muessen.


Gruss

Michael

--
Zu Aldi gehen die Leute einkaufen, die rechnen muessen. Und die, die
rechnen koennen.

Michael Jaeger

unread,
Oct 29, 2001, 7:03:08 AM10/29/01
to
Diana Stoetzer schrieb:
>

> Auch finde ich den zeitlichen Zusammenhang zwischen Befoerderung und
> Unterschlagung seltsam. Welcher geistig halbwegs normale Mensch fängt an
> zu klauen, wenn er befoerdert werden soll?

Waere nicht der erste. Es soll Leute geben, die sich trotz mehrerer
hundertausend Mark Jahreseinkommen mit ein paar tausend Mark bestechen
lassen. Was machen denn unsere Politiker immer wieder?
Dienstwagenaffaere bei Suessmuth, Urlaubsaffaere bei Spaeth,
Flugaffaere bei Scharping (er ist nicht der erste). Gibts eigentlich
einen Minister, der noch nix angestellt hat?


Gruss

Michael

Michael Jaeger

unread,
Oct 29, 2001, 6:54:08 AM10/29/01
to
"Udo Köstler" schrieb:

Zum Beispiel durch eine Inventur der fraglichen Waren, in diesem Fall
der Zigaretten. Wenn die Kundin noch genau die Marke nennt, geht das
in wenigen Minuten.

Michael Jaeger

unread,
Oct 29, 2001, 6:55:31 AM10/29/01
to
UWE H00S schrieb:
>

> Aber das mit dem Fundgeld kapiere ich auch nicht. Ich halte es für die
> *Pflicht* des Kassieres, den Schein getrennt vom restlichen Geld
> aufzubewahren, um ihn später dem Fundbüro zu übergeben.

Nicht Fundbuero, sondern Filialleiter. Und zwar sofort, nicht spaeter.

Uta Kramer

unread,
Oct 29, 2001, 12:57:36 PM10/29/01
to
Am Sat, 27 Oct 2001 13:23:51 +0200 schrieb UWE H00S:

> Das könnte man nur, wenn die letzte Inventur noch nicht lange zurücklag.
> Dann müsste man die Zahl der durch die Scannerkassen erfassten Zigaretten
> der Marke mit den Bestellungen, dem Anfangsbestand und dem aktuellen bestand
> vergleichen und die Differenz ermitteln.
> Eigentlich kaum praktikabel möglich.

Und dazu kommt noch, daß ggf. einer eine hat mitgehen lassen, die dann
auch fehlt.


Gruß von Uta
--
Lachen Sie sich gesund, lesen Sie dafa... dreimal tgl. nach (!)
den Mahlzeiten... (zu Risiken und Nebenwirkungen...)

Uta Kramer

unread,
Oct 29, 2001, 12:57:36 PM10/29/01
to
Am 26 Oct 2001 14:02:00 +0100 schrieb Diana Stoetzer:

> Alles in allem entweder ein sehr stark gekürzter Artikel, oder ein Fall
> von Mobbing.

Ich vermute mal, daß sehr stark gekürzt, oder eben vom Schreiberling
selbst nicht richtig verstanden oder schlecht recherchiert. So wie wir
das hier auseinandernehmen tut das sonst wohl auch keiner. Der "normale"
Leser liest und denkt sich: siehste, das ist richtig, daß die solche
Leute entlassen. Oder er denkt: das ist ja wohl ein Ding, wegen DM 77
gleich entlassen. Also nee.

So oder so hat sich jemand seine Meinung gebildet. Aber so genau gelesen
wir wir jetzt oder drüber diskutiert wird wohl sonst keiner drüber
haben. Ich glaube, man kann viele Artikel auseinanderpflücken und stellt
dann fest, daß sie sich selbst widersprechen.

> Gruß aus Hamburg,

Ebensolche auch aus Hamburg

Uta

--
Mach mit beim Stölpchen-Design-Wettbewerb:
http://www.maus-kreativ-handarbeiten.net

Michael Jaeger

unread,
Oct 30, 2001, 3:31:21 AM10/30/01
to
Peter Wenz schrieb:
>
> Michael Jaeger <jae...@jaeger.zk.basf-ag.de> schrieb:

>
> >Flugaffaere bei Scharping (er ist nicht der erste).
>
> Unbewiesen und damit nur Geschwätz.


Wenn jemand fuer 6 Stunden Aufenthalt einen Umweg ueber Mallorca
macht, dann ist das eine Affaere. Oder glaubst Du, Die Luftwaffe darf
kostenlos landen und starten (Landegebuehren in FFM sind fuer grosse
Flieger etwa 10000 DM, duerfte in Mallorca aehnlich hoch sein).
Scharping ist immer Berlin-Bonn geflogen. Seit er seine Freundin hat,
fliegt er ploetzlich Berlin-Frankfurt. Zufaellig wohnt seine Graefin
in Frankfurt. Irgendwie faellt das auf.

Flups Baumann

unread,
Oct 30, 2001, 4:21:00 AM10/30/01
to
jae...@jaeger.zk.basf-ag.de (Michael Jaeger) schrieb:

> Er haette diesen Fund wahrscheinlich sofort dem Filialleiter melden
> muessen.

wilde, aber nicht wildere Spekulation als anderweitig im Thread:

Darauf könnte der angehende Filialleiter vorm AG evtl. etwas wie folgt
erwidern: "Dazu war keine Zeit. An der Kasse war die Hölle los. Da hab
ich das Geld erst mal gesondert in der Kasse deponiert, um es später dem
Filialleiter zu geben." Und das widerleg mal!

Das AG mag hier zu der Auffassung gelangen, dass der Kassierer zwar
gegen die Arbeitsanweisung, im Rahmen der Verhältnismäßigkeit aber
richtig gehandelt hat. Schließlich ist ein reibungsloser Kassiervorgang
im Interesse seines Arbeitgebers.

Flups

Volker Riehl

unread,
Oct 30, 2001, 8:14:54 AM10/30/01
to
Hiho,

> Darauf könnte der angehende Filialleiter vorm AG evtl. etwas wie folgt
> erwidern: "Dazu war keine Zeit. An der Kasse war die Hölle los. Da hab
> ich das Geld erst mal gesondert in der Kasse deponiert, um es später dem
> Filialleiter zu geben." Und das widerleg mal!

Du kannst mal davon ausgehen, dass dieser Test nicht am Samstag im
dicksten Trubel gemacht wurde. Sondern wohl eher zu einer Zeit wenn
nicht soviel los ist.
Der Filialleiter wird mit Sicherheit auch einige Zeugen dabei gehabt
haben, die das Ganze vielleicht sogar als Kunden getarnt beobachtet
haben. Somit hat er mehrere Zeugenaussagen, die mindestens so
glaubwürdig sind wie die des gekündigten. Da ihnen das persönliche
Interesse daran fehlt, sind die Zeugen vielleicht sogar eher
glaubwürdiger...

Haltet ihr die Oberen Priester für so doof, dass sie eine fristose
Kündigung aussprechen, ohne sich zumindest ein Minimum an Sicherheit
verschafft zu haben?



> Das AG mag hier zu der Auffassung gelangen, dass der Kassierer zwar
> gegen die Arbeitsanweisung, im Rahmen der Verhältnismäßigkeit aber
> richtig gehandelt hat.

Normalerweise vielleicht.

Da dieser Fund aber kein echter Fund war, sondern eben eine Probe, und
zusammen mit dem durch Zeugenaussage belegten Diebstahl als
Kündigungsgrund genannt ist, ist die Arbeitsanweisung erstmal egal.
Die Test war hier ja nur Mittel zum Zweck, um die letzten Zweifel
beiseite zu räumen.

Flups Baumann

unread,
Oct 30, 2001, 1:37:00 PM10/30/01
to
dar...@mac.com (Volker Riehl) schrieb:

> Du kannst mal davon ausgehen, dass dieser Test nicht am Samstag im
> dicksten Trubel gemacht wurde. Sondern wohl eher zu einer Zeit wenn
> nicht soviel los ist.

Ich kann ausgehen von was ich will. Letztendlich stand in dem Artikel
alles und nichts. Also kann ich genauso wild rumspekulieren, wie alle
anderen hier.

> Der Filialleiter wird mit Sicherheit auch einige Zeugen dabei gehabt
> haben, die das Ganze vielleicht sogar als Kunden getarnt beobachtet
> haben.

Auch das ist rein spekulativ! Es könnte so abgelaufen sein, es könnte
auch ganz anderes gewesen sein. Oder warst du als Zeuge dabei?

> Haltet ihr die Oberen Priester für so doof, dass sie eine fristose
> Kündigung aussprechen, ohne sich zumindest ein Minimum an Sicherheit
> verschafft zu haben?

Wenn du die Frage so stellst, ob ich es für möglich halte, dass die
oberen Priester so doof sind, dann ist meine Antwort: Ja, das halte ich
tatsächlich für möglich.

Flups

Michael Jaeger

unread,
Oct 31, 2001, 5:16:54 AM10/31/01
to
Kathinka Diehl schrieb:

>
> Michael Jaeger <jae...@jaeger.zk.basf-ag.de> wrote:
>
> > Scharping ist immer Berlin-Bonn geflogen. Seit er seine Freundin hat,
> > fliegt er ploetzlich Berlin-Frankfurt. Zufaellig wohnt seine Graefin
> > in Frankfurt. Irgendwie faellt das auf.
>
> Beweis durch Behauptung...

Hab ich nie behauptet. Es ist nur sehr auffaellig.
Im uebrigen mag ich ueberhaupt keine Politiker. Alle schmeissen mit
Steinen und hoffen, dass sie selbst nicht getroffen werden. Und wenn
doch, dann heulen sie eine Zeitlang rum und nach ein paar Wochen ist
Gras ueber die Sache gewachsen. Und welche Partei/Fraktion wuerde die
Missstaende in den eigenen Reihen aufdecken? Es macht immer die
Opposition/der politische Gegner. Die Mafia zeigt sich ja auch nicht
selbst an.

Flups Baumann

unread,
Oct 31, 2001, 5:49:00 AM10/31/01
to
jae...@jaeger.zk.basf-ag.de (Michael Jaeger) schrieb:

> Scharping ist immer Berlin-Bonn geflogen. Seit er seine Freundin hat,
> fliegt er ploetzlich Berlin-Frankfurt. Zufaellig wohnt seine Graefin
> in Frankfurt. Irgendwie faellt das auf.

Was fällt da auf?

Flups

Michael Hermes

unread,
Oct 31, 2001, 2:09:09 PM10/31/01
to
Peter Wenz wrote:
>
>> Flugaffaere bei Scharping (er ist nicht der erste).
>
> Unbewiesen und damit nur Geschwätz.
>
>> Gibts eigentlich
>> einen Minister, der noch nix angestellt hat?
>
> Bestimmt. Alles andere ist tendenziöse Propaganda.

Norbert Blühm war die ganze Kohlära über auf dem selben Posten und es
gab nichtmal Gerüchte über irgendwelche Affären.

Andreas Mauerer

unread,
Nov 1, 2001, 4:32:22 AM11/1/01
to
"Michael Hermes" <Mich...@aldibaran.de> meinte:

>Norbert Blühm war die ganze Kohlära über auf dem selben Posten und es
>gab nichtmal Gerüchte über irgendwelche Affären.

Vielleicht wurde Nobby ja auch einfach nur übersehen? :-)

Andreas
--
Bitte nur in die Newsgroup antworten - Danke.

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Nov 1, 2001, 5:26:56 AM11/1/01
to
Hallole, On Thu, 01 Nov 2001 10:32:22 +0100, Andreas Mauerer
<andreas...@gmx.net> wrote:

>Vielleicht wurde Nobby ja auch einfach nur übersehen? :-)

Ne, glaube ich nicht. Mich hat nur gewundert, wie der das die ganzen
Jahre in diesem Kabinett ausgehalten hat...

--
Macht's gut und Danke für den Fisch (D.Adams)
Hardy

Flups Baumann

unread,
Nov 1, 2001, 5:39:00 AM11/1/01
to
schi...@web.de (Hartmut 'Hardy' Schiszler) schrieb:

>> Vielleicht wurde Nobby ja auch einfach nur übersehen? :-)
> Ne, glaube ich nicht. Mich hat nur gewundert, wie der das die ganzen
> Jahre in diesem Kabinett ausgehalten hat...

Mit viel, viel Humor!

Flups

Hans Klose

unread,
Nov 1, 2001, 9:22:05 AM11/1/01
to
On 31 Oct 2001 11:49:00 +0100, fl...@aldicentauri.de (Flups Baumann)
wrote:


Hallo

>> fliegt er ploetzlich Berlin-Frankfurt. Zufaellig wohnt seine Graefin
>> in Frankfurt. Irgendwie faellt das auf.
>
>Was fällt da auf?

Wie hat Frankfurtein Schloß, wo die Gräfin wohnt?

MfG Hans

Andreas Mauerer

unread,
Nov 1, 2001, 9:36:43 AM11/1/01
to
fl...@aldicentauri.de (Flups Baumann) meinte:

>>> Vielleicht wurde Nobby ja auch einfach nur übersehen? :-)
>> Ne, glaube ich nicht. Mich hat nur gewundert, wie der das die ganzen
>> Jahre in diesem Kabinett ausgehalten hat...
>
>Mit viel, viel Humor!

+ Sitzfleisch

Martin Kelting

unread,
Nov 1, 2001, 1:13:20 PM11/1/01
to
Michael Hermes schrob:
Alles Tarnung. Reist er mit einem schwarzen Bus?
--
Matten
Die Menschen stolpern nicht über Berge,
sondern über Maulwurfshügel.
Konfuzius

Martin Kelting

unread,
Nov 1, 2001, 1:30:48 PM11/1/01
to
Bernd Scheid schrieb:

>
> Uta Kramer schrieb am Mon, 29 Oct 2001 18:57:36 +0100:
>
> >> Gruß aus Hamburg,
> >
> > Ebensolche auch aus Hamburg
>
> Ah, aus Schillburg..
>
Da bleibt mir das Lachen im Halse stecken....

Michael Hermes

unread,
Nov 1, 2001, 2:10:06 PM11/1/01
to
Bernd Scheid wrote:
>
>> Es gibt für Fundgeld eine, ganz genau und ganz eng, definierte
>> Vorgehensweise.
>
>> Diese kenne ich nicht
>
> Daher weisst Du auch, wie die Vorgehensweise definiert ist? :-))

Nicht _wie_ sondern _dass_. Etwas anderes habe ich nie geschrieben.

Gruss, Michael
--
Das heisst jetzt "social awareness", weil das der politisch korrekte
Ausdruck für "political correctness" ist.
Volker Riehl in dafa

Michael Hermes

unread,
Nov 1, 2001, 2:11:02 PM11/1/01
to
Martin Kelting wrote:
>
>>>> Flugaffaere bei Scharping (er ist nicht der erste).
>>>
>>> Unbewiesen und damit nur Geschwätz.
>>>
>>>> Gibts eigentlich
>>>> einen Minister, der noch nix angestellt hat?
>>>
>>> Bestimmt. Alles andere ist tendenziöse Propaganda.
>>
>> Norbert Blühm war die ganze Kohlära über auf dem selben Posten und es
>> gab nichtmal Gerüchte über irgendwelche Affären.
>>
> Alles Tarnung. Reist er mit einem schwarzen Bus?

Für unser Frankfurter Würstchen würde doch ein Kleinwagen reichen.

Bernd Wortmann

unread,
Nov 1, 2001, 4:33:19 PM11/1/01
to
"Bernd Scheid" <bosc...@scheid-net.de> schrieb:
>
> (Norbert Blüm)
> Er ist Jesuitenschüler; die sind für die Hölle trainiert.

Das war der andere, der Geisler. Nobbi war Abendschüler.
Ob dieses Abendgymnasium in Mainz von der SJ geleitet wurde, entzieht
sich meiner Kenntnis, ist aber nicht zu vermuten.
Er war allerdings mit einigen, sozial engagierten Jesuiten befreundet.
Ich glaube eher, daß ihn die Zeit bei Opel in Bochum geprägt hat und
welche Disziplin zur Erlangung der Hochschulreife auf dem zweiten
Bildungsweg notwendig ist, weiß man und dann noch studieren und dann
noch 'nen Doktor machen. Danach bist Du entweder fäddich oder
kabinettstauglich.
Zurück zu dafa: Beim Wein darf sich ja auch nicht der ganz einfache
"Kabinett" nennen ;-)

Um irgendwelchen Fragen zuvorzukommen, nein, bin ich nicht, hab' ich
nicht!
Bernd

Bernd Wortmann

unread,
Nov 1, 2001, 4:57:12 PM11/1/01
to
"Martin Kelting" <mat...@t-online.de> schrieb:
> Michael Hermes schrob:

>>
>> Norbert Blühm war die ganze Kohlära über auf dem selben Posten
>> und es gab nichtmal Gerüchte über irgendwelche Affären.
> Alles Tarnung. Reist er mit einem schwarzen Bus?

Der reiste imer beim Dicken im Handgepäck!
Aber Spaß beiseite, Bonn liegt in NRW, Blüm wohnte in NRW, das kann
man täglich und mit Bahn oder Auto erledigen. Der mußte nicht, wie die
jetzigen Amtsinhaber, immer "nach Asien" (O'Ton Adenauer in seiner
Zeit als Vorsitzender des preussischen Staatsrates) zur Arbeit fahren.

Im übrigen bin ich der Meinung, wenn schon, dann sollten unsere
Minister etwas mehr Stil zeigen, z.B. Mallorca, bäh, das ist ja wie
Klauen bei ALDI (Hurra, ich hab' die Kurve wieder gekriegt)

Bernd

Matthias Damm

unread,
Nov 1, 2001, 7:43:05 PM11/1/01
to
Bernd Scheid <bosc...@scheid-net.de> wrote:

> Soviel Vertrauen wird ALDI freuen und Dir das nächste Mal versuchen,
> Schrott zu verkaufen; wie man sowieso manchmal das Gefühl hat, ALDI
> nutzt zur Zeit seinen guten Namen etwas aus..

Wenn die Sache vor Gericht bestanden hat, und wenn die Gewerkschaft
nichts gegen das Vorgehen hatte, dann muß ich nicht unbedingt Aldi
besonders viel Vertrauen entgegen bringen...

Schöne Grüße,
Matthias

--
Matthias Damm <m.d...@web.de>
PGP key available
"The Macintosh may only have 10% of the market,
but it is clearly the top 10%" - Douglas Adams 1952-2001

Christian Weigelt

unread,
Nov 1, 2001, 11:31:21 PM11/1/01
to

Bernd Scheid schrieb in Nachricht <9rs45r.3...@scheid-net.de>...

>> Ebensolche auch aus Hamburg
>
>Ah, aus Schillburg..
>
Nee, nee aus Hamschill...

Gruß Chris

--
Nicht jeder, der einen
Kater hat, ist tierlieb.
Wolfgang Neuss


UWE H00S

unread,
Nov 2, 2001, 3:32:48 AM11/2/01
to

"Diana Stoetzer" <Di...@famstoetzer.de> schrieb
> Im übrigen lautet der Name dieser Stadt Hamburg, und ich verabscheue
> Verunglimpfungen eines Namens.

Damit werden die Hamburger wohl nun leben müssen - und denjenigen Idioten,
die diesen Psychopathen gewählt haben, geschieht das auch ganz recht.


Volker Riehl

unread,
Nov 2, 2001, 4:55:59 AM11/2/01
to
Hiho,

> Weisst Du das definitiv für ALDI oder schwafelst Du?
Ich weiss es von 3 verschiedenen Läden/Ketten aus eigener Hand und von
mindestens drei dutzend anderen Ketten/Läden aus zweiter Hand (Mutter,
Freunde, Kollegen etc. alles vertrauenswürdige Quellen)

> > Wenn ein Mitarbeiter das nun auch
> > Stunden später immer noch nicht getan hat, und das Geld einstecken hat,
>
> Du schwafelst: er hat nicht eingesteckt.
Du schwafelst. Er hat es nicht dahin getan wo es hingehört und den
Filialleiter nicht informiert. Das reicht schon aus um als
Betrugsverdacht durchzugehen.
Zusammen mit der Zeugenaussage (Zur Erinnerung: Zeugen dürfen nicht
lügen! Das ist strafbar) reicht das völlig aus.

> > kann man davon ausgehen, dass er es behalten wollte.
>
> Ha.
Ho?
Hu?

Was soll das? Schreibe doch einfach ganze deutsche Sätze und jeder hier
versteht was du willst.

> Das ist Deine Meinung? Oder weisst Du das?
Ein Bekannter von mir wurde erst vor zwei Monaten wegen eines solchen
fristlos Vorfalles gekündigt. Die Gewerkschaft hatte auch da zugestimmt.

Er fand eine EC-Karte und steckte sie in seinen Kittel um sie im Büro
abzugeben wurde aber von einem Kunden mit komplizierter Frage abgelenkt
und hatte es dann erstmal vergessen. Stunden später war die Kundin im
Büro und hat Stein und Bein geschworen in der Abteilung (es war ein
Möbelhaus) ihren Geldbeutel als einziges aufgehabt zu haben. Das
Personal aus dieser Abteilung (unter anderem besagter Freund auch) wurde
zusammengetrommelt und als er dann die Karte aus seiner Tasche zog war
er dran. :-(

Ich WEISS es also. Und in meinen 10 Jahren als EInzelhandelskaufmann
habe ich derartige Geschichten mehr als einmal miterlebt.

Und da im Falle Aldi sowohl die Gewerkschaft UND auch das Arbeitsgericht
die Rechtmässigkeit der Kündigung bestätigt haben, war sie auch
rechtmässig.
Da gibt es gar keine Diskussionsgrundlage ob die rechtmässig war oder
nicht. Es liegt ja die Entscheidung bereits vor.

Also kann ich aus deinen Postings nur schliessen, dass du entweder zu
doof oder ein Mächtegern-Troll bist.
Was ist es?

Michael Holzt

unread,
Nov 2, 2001, 5:20:21 AM11/2/01
to
On Fri, 2 Nov 2001 10:55:59 +0100, Volker Riehl <dar...@mac.com> wrote:
> Er fand eine EC-Karte und steckte sie in seinen Kittel um sie im Büro
> abzugeben wurde aber von einem Kunden mit komplizierter Frage abgelenkt
> und hatte es dann erstmal vergessen.

Tja, in den Kittel stecken erweckt leider einen anderen Eindruck, als
in die Kasse zu legen.

> Also kann ich aus deinen Postings nur schliessen, dass du entweder zu
> doof oder ein Mächtegern-Troll bist.

Geh spielen. An einer vernünftigen Diskussion unter vernünftigen Menschen
bist Du ja offenbar eh nicht interessiert.

--
Einkauf bei Edeka 1,2 kg Milka-Schokolade, 4 * Obstgarten.
(Simon Krahnke)

Flups Baumann

unread,
Nov 2, 2001, 5:25:00 AM11/2/01
to
dar...@mac.com (Volker Riehl) schrieb:

> Und da im Falle Aldi sowohl die Gewerkschaft UND auch das
> Arbeitsgericht die Rechtmässigkeit der Kündigung bestätigt haben, war
> sie auch rechtmässig.

Du schwafelst. Das Arbeitsgericht hat gar nichts bestätigt, die
Verhandlung ist erst im Februar. Die Gewerkschaft hat auch nicht die
Rechtmäßigkeit der Kündigung bestätigt, sondern der Betriebsrat hat die
Kündigungsgründe ohne Widerspruch zur Kenntnis genommen.

Flups

Henning Sponbiel

unread,
Nov 2, 2001, 8:04:35 AM11/2/01
to
On Fri, 2 Nov 2001 05:31:21 +0100, Christian Weigelt wrote:

>> Ah, aus Schillburg..
>>
> Nee, nee aus Hamschill...

Hammelchili?


Henning
--
dafa-Home: http://www.aldibaran.de
FAQ:
HTML-Version: http://www.aldibaran.de/faq
Text-Version: http://www.aldibaran.de/faq/faq.txt

UWE H00S

unread,
Nov 2, 2001, 8:13:00 AM11/2/01
to

"Henning Sponbiel" <Hen...@aldibaran.de> schrieb
> Hammelchili?

Ist das neu? Bei AS oder AN? ;-)


Volker Riehl

unread,
Nov 2, 2001, 8:41:49 AM11/2/01
to
Hiho,

> Du schwafelst. Das Arbeitsgericht hat gar nichts bestätigt, die
> Verhandlung ist erst im Februar.

Jein.
Auschnitt gefällig:

--------ZITAT ANFANG-----------
Der Gekündigte akzeptierte die fristlose, hilfsweise fristgerecht
ausgesprochene Kündigung nicht und zog mit Rechtsanwalt Dr. Tempelmann
vor Gericht.

Dort war die Arbeitgeberseite gestern nur zu kleinen Zugeständnissen
bereit.
----------ZITAT ENDE-------------
und ein wenig weiter im Text kann man lesen:

---------ZITAT ANFANG---------------
Ohne seinen nicht anwesenden Mandanten konnte der Anwalt nicht viel dazu
sagen. Jetzt kommt´s zum Termin Anfang Februar, wo die Kammer von
Richterin Havighorst auch die Kundin als Zeugin hören wird.
---------ZITAT ENDE---------------

Es war also schon vorm Gericht, und dort hatten die Beweise genug
Beweislast um das Verfahren fortzuführen und es nicht einzustellen.

> Die Gewerkschaft hat auch nicht die
> Rechtmäßigkeit der Kündigung bestätigt, sondern der Betriebsrat hat die
> Kündigungsgründe ohne Widerspruch zur Kenntnis genommen.

Sorry. DAS war ein Schusseligkeitsfehler von mir. Logisch, der
Betriebsrat wurde angehört.
Die Gewerkschaft hat andere Problemfälle als einen einzelnen.

Wäre die Kündigung aber so eindeutig unrecht und die Taten ja überhaupt
nixht nachweisbar gewesen wie einige Leute hier meinen aus dem Artikel
lesen zu können, dann hätte

a.) der Betriebsrat nicht zugestimmt.
b.) das Gericht gar kein Interesse die Zeugin und die Kläger nochmal zu
laden und zu verhören.

Bis jetzt spricht aber ausser Erbsenpickereien im Text nix dafür dass er
es nicht getan hat. Und sonderlich viel Wert auf seine Verteidigung hat
er scheinbar auch nicht gelegt (sonst wäre er ja erschienen vor
Gericht), was aber eigentlich logisch wäre, wenn er unschuldig wäre.

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Nov 2, 2001, 9:17:53 AM11/2/01
to
Hallole, On Fri, 02 Nov 2001 14:04:35 +0100, Henning Sponbiel
<Hen...@aldibaran.de> wrote:

>Hammelchili?

Ne, das ja wäre ja bestimmt lecker im Gegensatz zu dieser angebräunten
Soße...

--
Bis denne Hardy
Ich bin Pfleger, ein schöner Beruf, früher war ich Metzger, auch ein schöner Beruf.
Walter Moers

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 2, 2001, 11:25:33 AM11/2/01
to
Hallo Volker,

Volker Riehl schrieb:


>
> ---------ZITAT ANFANG---------------
> Ohne seinen nicht anwesenden Mandanten konnte der Anwalt nicht viel dazu
> sagen. Jetzt kommt´s zum Termin Anfang Februar, wo die Kammer von
> Richterin Havighorst auch die Kundin als Zeugin hören wird.
> ---------ZITAT ENDE---------------
>
> Es war also schon vorm Gericht, und dort hatten die Beweise genug
> Beweislast um das Verfahren fortzuführen und es nicht einzustellen.

Aus Deinem Zitat geht ja wohl eindeutig hervor, daß die Zeugin noch gar
nicht gehört wurde. Also kann auch noch gar keine Beweiswürdigung
stattgefunden haben und das Ganze hat mit dem Gewicht irgendwelcher
Beweise zwangsläufig überhaupt nichts zu tun. Darüberhinaus werden
solche Verfahren nicht einfach eingestellt. Es ging ja wohl nicht um ein
Strafverfahren? Wenn hier nicht beide Parteien einer Lösung zustimmen
(heißt das in der Phase schon Vergleich? Egal), dann muß es zum Urteil
kommen. Und wie das aussieht, wird dadurch, daß es eben kommt, ja noch
nicht präjudiziert.

Gruß Martin

Matthias Damm

unread,
Nov 2, 2001, 11:41:48 AM11/2/01
to
Bernd Scheid <bosc...@scheid-net.de> wrote:

> Gewerkschaft habe ich nichts gelesen und die vertreten Mitglieder.

Ja, "Betriebsrat" meinte ich.

Henning Sponbiel

unread,
Nov 2, 2001, 1:28:44 PM11/2/01
to
On Fri, 2 Nov 2001 14:13:00 +0100, UWE H00S wrote:

>> Hammelchili?
>
> Ist das neu? Bei AS oder AN? ;-)

AN. Und nur in Hammel^H^H^Hburg.

Flups Baumann

unread,
Nov 2, 2001, 5:20:00 PM11/2/01
to
dar...@mac.com (Volker Riehl) schrieb:

> Es war also schon vorm Gericht, und dort hatten die Beweise genug
> Beweislast um das Verfahren fortzuführen und es nicht einzustellen.

Trotz deiner 10 Jahre als Einzelhandelskaufmann scheinst du nicht die
geringste Ahnung zu haben, wie ein Prozess vor dem Arbeitsgericht in
erster Instanz abläuft. Nur mal so in Kürze: Es kommt im Arbeitsprozess
immer erst zu einer Güteverhandlung. Sinn und Zweck ist es, wie der
Name schon sagt, eine gütliche Einigung zwischen den streitenden
Parteien herbeizuführen. Eine Beweisaufnahme erfolgt dabei nicht!
Erst wenn es nicht gelingt, eine Einigung herbeizuführen, wird ein
Verhandlung vor der Kammer angesetzt, wo es unter anderem zur
Beweisaufnahme und -würdigung kommt.

> Wäre die Kündigung aber so eindeutig unrecht und die Taten ja
> überhaupt nixht nachweisbar gewesen wie einige Leute hier meinen aus
> dem Artikel lesen zu können,

Ich behaupte nicht, dass die Kündigung eindeutig unrecht war. Das heißt
aber nicht im Umkehrschluss, dass sie eindeutig rechtens gewesen ist.

> dann hätte

> a.) der Betriebsrat nicht zugestimmt.

Laut Artikel nahm der Betriebsrat die Kündigung "ohne Widerspruch zur
Kenntnis". Das ist für mich keine Zustimmung, auch wenn jetzt manche
einwenden würden, dass Schweigen an sich schon eine Zustimmung ist.
Und weshalb der Betriebsrat nicht widersprochen hat, das kann viele
Gründe gehabt haben.

> b.) das Gericht gar kein Interesse die Zeugin und die Kläger nochmal
> zu laden und zu verhören.

Siehe oben: Gütetermin ohne Einigung -> Kammertermin. Das ist ein
Automatismus.

> Bis jetzt spricht aber ausser Erbsenpickereien im Text nix dafür dass
> er es nicht getan hat.

Weißt du, wie mir dieser Thread vorkommt? Wie ein bestimmtes Lied von
Reinhard Mey:


Wie jeden Morgen war er płnktlich dran,
Seine Kollegen sahn ihn fragend an-
"Sag mal, hast du noch nicht gesehn. was in der Zeitung steht?
Er schlo die Tłre hinter sich,
HSngte Hut und Mantel in den Schrank, fein sSuberlich,
Setzte sich. "na, wolln wir erst mal sehn, was in der Zeitung steht!"
Und da stand es fett auf Seite zwei,
"Finanzskandal!" sein Bild dabei
Und die Schlagzeile: "Wie lang das wohl so weitergeht?!"
Er las den Text, und ihm war sofort klar:
Eine Verwechslung, nein, da war kein Wort'von wahr,
Aber, wie kann etwas erlogen sein. was in der Zeitung steht?

Er starrte auf das Blatt, das vor ihm lag,
Es traf ihn wie ein heimtłckischer Schlag,
Wie ist es m÷glich, da so etwas in der Zeitung steht?
Das Zimmer ringsherum begann sich zu drehn,
Die Zeilen konnte er nur noch verschwommen sehn,
Wie wehrt man sich nur gegen das, was in der Zeitung steht?
Die Kollegen sagten, "Stell dich einfach stur!"
Er taumelte zu seinem Chef, łber den Flur
"Aber, selbstverstSndlich, da jeder hier zu Ihnen steht!
Ich glaub', das beste ist, Sie spannen erst mal aus.
Ein paar Tage Urlaub, bleiben Sie zu Haus',
Sie wissen ja, die Leute glauben gleich alles, nur weil's in der...

Er holte Hut und Mantel, wankte aus dem Raum,
Nein, das war Wirklichkeit, das war kein b÷ser Traum,
Wer denkt sich sowas aus, wie das. was in der Zeitung steht?
Er rief den Fahrstuhl, stieg ein und gleich wieder aus,
Nein, er ging doch wohl besser durch das Treppenhaus,
Da włrd' ihn keiner sehn, der wł te, was in der Zeitung steht!
Er włrde durch die Tiefgarage gehn,
Er war zu Fu , der Pf÷rtner włrde ihn nicht sehn,
Der wu te immer ganz genau, was in der Zeitung steht.
Er stolperte die Wagenauffahrt rauf,
Sah den Rłcken des Pf÷rtners. das Tor war auf.
Das klebt wie Pech an dir, das wirst du nie mehr los, was in der...

Er eilte zur U-Bahn-Station,
Jetzt wł ten es die Nachbarn schon,
Jetzt war's im ganzen Ort herum, was in der Zeitung steht.
Solang die Kinder in der Schule, war'n.
Solange włrden sie es vielleicht nicht erfahr'n,
Aber irgendwer hat ihnen lSngst erzShlt, was in der Zeitung steht.
Er wich den Leuten auf dem Bahnsteig aus, ihm schien
Die Blicke aller richteten sich nur auf ihn,
Der Mann im Kiosk da, der wu te Wort fur Wort, was in der Zeitung steht.
Wie eine Welle war's, die łber ihm zusammenschlug,
Wie die Erl÷sung kam der Vorortzug!
Du wirst nie mehr ganz frei. das hSngt dir ewig an, was in der Zeitung steht.

"Was wolln Sie eigentlich?" fragte der Redakteur,
"Verantwortung, Mann. wenn ich das schon h÷r'!
Die Leute młssen halt nicht alles glauben, nur weil's in der Zeitung steht'.
Na sch÷n, so 'ne Verwechslung kann schon mal passiern,
Da kannst du auch noch so sorgfSltig recherchiern,
Mann, was glauben Sie, was Tag fłr Tag fłr'n Unfug in der Zeitung steht!"
"Ja", sagte der Chef vom Dienst, "das ist wirklich zu dumm
Aber ehrlich, man bringt sich doch nicht gleich um,
Nur weil mal aus Versehn was in der Zeitung steht."
Die Gegendarstellung erschien am Abend schon
Funf Zeilen, mit dem Bedauern der Redaktion,
Aber Hand aufs Herz, wer liest, was so klein in der Zeitung steht?


Gruß,
Flups

Martin Kelting

unread,
Nov 3, 2001, 1:59:05 AM11/3/01
to
Flups Baumann schrob:
>
> dar...@mac.com (Volker Riehl) schrieb:
>
[...]

> > a.) der Betriebsrat nicht zugestimmt.
>
> Laut Artikel nahm der Betriebsrat die Kündigung "ohne Widerspruch zur
> Kenntnis". Das ist für mich keine Zustimmung, auch wenn jetzt manche
> einwenden würden, dass Schweigen an sich schon eine Zustimmung ist.
> Und weshalb der Betriebsrat nicht widersprochen hat, das kann viele
> Gründe gehabt haben.
>
Und die wird er gehabt haben. Normalerweise gibt es den Widerspruch.
Das Schweigen ist in diesem Fall aktiv.


> Weißt du, wie mir dieser Thread vorkommt? Wie ein bestimmtes Lied von
> Reinhard Mey:
>

> Wie jeden Morgen war er p³nktlich dran,

Wie kommst Du an die Texte von R.M.

Ich suche Text von Mann aus Allemania.

Martin Kelting

unread,
Nov 3, 2001, 2:01:19 AM11/3/01
to
Henning Sponbiel schrieb:

>
> On Fri, 2 Nov 2001 14:13:00 +0100, UWE H00S wrote:
>
> >> Hammelchili?
> >
> > Ist das neu? Bei AS oder AN? ;-)
>
> AN. Und nur in Hammel^H^H^Hburg.
>
*Aufhören*

Wir sind schon genug getroffen.

--
Matten, Hosteiner in Hamburch lebend

Volker Riehl

unread,
Nov 3, 2001, 3:17:15 AM11/3/01
to
Hiho,

> Trotz deiner 10 Jahre als Einzelhandelskaufmann scheinst du nicht die
> geringste Ahnung zu haben, wie ein Prozess vor dem Arbeitsgericht in
> erster Instanz abläuft.

Ich war ja auch Einzelhandelskaufmann udn kein Arbeitsrichter.
Da ist ein winzig kleiner Unterschied. gaaaaaaanz winzig klein....

> Nur mal so in Kürze: Es kommt im Arbeitsprozess
> immer erst zu einer Güteverhandlung.

Von der aber nichts im Artikel steht, dass die im Artikel genannte
Verhandlung die Güteverhandlung war ist möglich, die kann aber auch
schon Monate vorher gewesen sein.

Da will ich mich nicht festlegen ob es die Güteverhandlung war oder
nicht. (Scheinbar im Gegensatz zu dir)

> Ich behaupte nicht, dass die Kündigung eindeutig unrecht war. Das heißt
> aber nicht im Umkehrschluss, dass sie eindeutig rechtens gewesen ist.

Einige andere scheinen aber davon überzeugt zu sein.
Da wird ja sogar der Zeugin unterstellt sie würde sie lügen (wofür es ja
wirklich noch weniger Anhaltspunkte gibt)

> Laut Artikel nahm der Betriebsrat die Kündigung "ohne Widerspruch zur
> Kenntnis". Das ist für mich keine Zustimmung, auch wenn jetzt manche
> einwenden würden, dass Schweigen an sich schon eine Zustimmung ist.

Ist es auch.

Sorry, aber wenn du beispielsweise schweigend den Betrag zahlst den die
Priesterin dir nennt gehst du auch einen Kaufvertrag ein.

Der Betriebsrat hat das Mittel des Widerspruches, nutzt er es nicht ist
er damit einverstanden.

> Und weshalb der Betriebsrat nicht widersprochen hat, das kann viele
> Gründe gehabt haben.

Wie das die Kündigung rechtens war?

Sorry, ich sehe KEINEN Grund warum der Betriebsrat da schweigen sollte,
ausser dass er zustimmt.
Bei Massenentlassungen kommt sowas vor, aber bei einem Einzelfall
normalerweise nicht.

> > b.) das Gericht gar kein Interesse die Zeugin und die Kläger nochmal
> > zu laden und zu verhören.
>
> Siehe oben: Gütetermin ohne Einigung -> Kammertermin. Das ist ein
> Automatismus.

Mag sein.
Aber wie jedes Gericht hat (falls ich jetzt nicht einem extrem heftigem
Irrtum erliege) auch ein Arbeitsgericht die Möglichkeit offensichtlich
unbegründete Klagen schon im Vorfeld abzuweisen.

Es wurde ja von einigen hier sogar der Zeugin und/oder dem Test schon
jede Beweiskraft entzogen. Und um DIESE Einstellung geht es mir ja.
Denn natürlich haben eine Zeugin (die ja keine Vorteil von der Kündigung
hätte) oder ein Test (der ja mit dem Ziel als Beweis zu gelten gemacht
wurde, und deswegen mit Sicherheit vor weiteren Zeugen durchgeführt
wurde) Beweiskraft vor Gericht.

Und im Endeffekt geht es ja nur noch darum ob die fristlose in eine
fristgerechte Kündigung umgewandelt wird (mit vollen Bezügen).
Wäre der Entlassene SOOOOOO unschuldig würd er wohl eher auf
Wiedereinstellung oder so klagen.

Volker Riehl

unread,
Nov 3, 2001, 3:17:13 AM11/3/01
to
Hiho,

> > Gewerkschaft habe ich nichts gelesen und die vertreten Mitglieder.
>
> Ja, "Betriebsrat" meinte ich.

Aha, da hab ich das aufgeschnappt! ;-)

Volker aka darkon
schämt sich immer nocch für diesen Patzer

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Nov 3, 2001, 3:41:46 AM11/3/01
to
Hallole, On Sat, 3 Nov 2001 09:17:15 +0100, dar...@mac.com (Volker
Riehl) wrote:

>> Nur mal so in Kürze: Es kommt im Arbeitsprozess
>> immer erst zu einer Güteverhandlung.

>Von der aber nichts im Artikel steht, dass die im Artikel genannte
>Verhandlung die Güteverhandlung war ist möglich, die kann aber auch
>schon Monate vorher gewesen sein.

Also ich verfolge nun die Diskussion schon seit geraumer Zeit. Ist
Euch eigentlich aufgefallen, dass Ihr quasi (moin auch, Du hier?!)
alle Recht habt?
Ihr habt eine recht kurze Zeitungsmeldung genommen und spekuliert was
da drin stehen könnte. Und was entsprechend reininterpretiert wurde
ist dann sicherlich auch im Großen und Ganzen richtig.
Allerdings frage ich mich schon länger wessen Interpretation zutrifft.
Zur Klärung dieser Frage sollte aber IMHO (also auch schon wieder eine
Spekulation) das zuständige Arbeitsgericht zuständig sein.
Nun ist es ja nicht mehr gar so lange bis Februar und wenn der
Ursprungsposter dann das Urteil hier veröffentlicht, möglichst mit
Urteilsbegründung, liese sich sicher zutreffender diskutieren.
Meine ich halt mal so...
--
Aldistische Grüße Hardy
Aldi ist eben Aldi und Lidl ist nur billig.
Christina Detmers in dafa

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Nov 3, 2001, 3:41:46 AM11/3/01
to
Hallole, On Sat, 03 Nov 2001 08:01:19 +0100, Martin Kelting
<mat...@t-online.de> wrote:

>Matten, Host einer in Hamburch lebend
^^^^^^^^^^
Bist Du Bayer, bei dem Dialekt?
Har*heuteganzunschuldigquolschendfragend*dy

P.S. Nach dem o müsste noch ein a kommen!

--
Auf wiederlesen és Hardy
Software is like sex, it's better when it's free!
Linus Torwalds

Mike Heuser

unread,
Nov 3, 2001, 4:10:21 AM11/3/01
to
Am 02 Nov 2001 23:20:00 +0100, gab fl...@aldicentauri.de (Flups Baumann)
zu Protokoll :


>> a.) der Betriebsrat nicht zugestimmt.
>
>Laut Artikel nahm der Betriebsrat die Kündigung "ohne Widerspruch zur
>Kenntnis". Das ist für mich keine Zustimmung, auch wenn jetzt manche
>einwenden würden, dass Schweigen an sich schon eine Zustimmung ist.
>Und weshalb der Betriebsrat nicht widersprochen hat, das kann viele
>Gründe gehabt haben.

Aus eigener BR-Erfahrung kann ich dir folgendes zu diesem Thema sagen:

Der BR stimmt niemals einer Kündigung zu!

Ausnahme: Wirklich eindeutige Straftaten die Körperliche Gewalt und/oder
Rassismus o.ä. beinhalten.

Ansonsten nimmt der BR die Kündigung zur Kenntnis und läßt die
Einspruchsfrist verstreichen, wenn man der Meinung ist die Kündigung sei
gerechtfertigt.

... bes demnähx ...

Mike
--
_ _ | Mike Heuser
// || | Kölle am Rhing
//- -|| Mitglied im AFC | Netcolognian & FC-Fan
//dafa|| (Aldi-Fan-Club) | Mi...@koelle-am-rhing.de Jetzt mit Live-Cam!!!

UWE H00S

unread,
Nov 3, 2001, 4:20:01 AM11/3/01
to

"Martin Kelting" <mat...@t-online.de> schrieb

> *Aufhören*
>
> Wir sind schon genug getroffen.

Da hast Du allerdings recht!


Thomas Grueske

unread,
Nov 3, 2001, 4:19:45 AM11/3/01
to
In article <3BE395B9...@t-online.de>, Martin Kelting wrote:
> Das Schweigen ist in diesem Fall aktiv.
>
Völlig korrekt. Wenn bei einer außerordentlichen aka fristlosen
Kündigung der Betriebsrat nicht innerhalb von drei Tagen dem AG
Bedenken gegen die Kündigung schriftlich mitteilt, gilt die Zustimmung
als erteilt (BetrVG §102.2).
Das muß jetzt allerdings nicht automatisch heißen, daß der BR auch
tatsächlich zustimmen wollte - er kann auch schlicht und ergreifend zu
dämlich gewesen sein, die Frist einzuhalten.

cu, tg
--
Die FAQ dieser Newsgroup: http://www.aldibaran.de/faq
www.job-express.de, die Nr.1 in Deutschland
No sounds, no animations, no gimmicks.
Rechtschreibung nach FAZ

Thomas Grueske

unread,
Nov 3, 2001, 4:22:45 AM11/3/01
to
In article <9s0c9h$3ch$2...@news.netcologne.de>, Mike Heuser wrote:
> Ansonsten nimmt der BR die Kündigung zur Kenntnis und läßt die
> Einspruchsfrist verstreichen, wenn man der Meinung ist die Kündigung sei
> gerechtfertigt.
>
<nitpick>und genau das *ist* Zustimmung gemäß BetrVG</nitpick>

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 3, 2001, 6:16:48 AM11/3/01
to
Hallo Volker,

Volker Riehl schrieb:


> Mag sein.
> Aber wie jedes Gericht hat (falls ich jetzt nicht einem extrem heftigem
> Irrtum erliege) auch ein Arbeitsgericht die Möglichkeit offensichtlich
> unbegründete Klagen schon im Vorfeld abzuweisen.

Was dann aber höchstens hätte passieren können, wenn die Kündigung ganz
klar und ohne auch nur den leisesten Zweifel korrekt. Da es nicht
passiert ist, stützt das Deine These jedenfalls nicht.

Aber es ist schon spannend, was man alles aus ein paar Zeilen in der
Zeitung herauslesen kann.

Gruß Martin

Flups Baumann

unread,
Nov 3, 2001, 7:54:00 AM11/3/01
to
dar...@mac.com (Volker Riehl) schrieb:

> Ich war ja auch Einzelhandelskaufmann udn kein Arbeitsrichter.
> Da ist ein winzig kleiner Unterschied. gaaaaaaanz winzig klein....

Auch als Arbeitnehmer ist es ganz nützlich, das Procedere zu kennen...

> Von der aber nichts im Artikel steht, dass die im Artikel genannte
> Verhandlung die Güteverhandlung war ist möglich, die kann aber auch
> schon Monate vorher gewesen sein.

Der Vorfall ereignete sich im August, da kann der Gütetermin nicht schon
Monate vorher gewesen sein. Die Frist zur Klageeinreichung beträgt 3
Wochen seit Erhalt der Kündigung. Die Güteverhandlung wird dann etwa 4
bis 6 Wochen nach Klageeingang angesetzt, je nach Auslastung des Gerichts.

Der Gütetermin kann also rein zeitlich nicht "schon Monate vorher"
gewesen sein.

> Der Betriebsrat hat das Mittel des Widerspruches, nutzt er es nicht
> ist er damit einverstanden.

Okay, das ist richtig.

>> Und weshalb der Betriebsrat nicht widersprochen hat, das kann viele
>> Gründe gehabt haben.
> Wie das die Kündigung rechtens war?

Das *kann* ein Grund gewesen sein. Es kann aber auch sein, dass der
Betriebsrat einfach unfähig ist.



> Aber wie jedes Gericht hat (falls ich jetzt nicht einem extrem
> heftigem Irrtum erliege) auch ein Arbeitsgericht die Möglichkeit
> offensichtlich unbegründete Klagen schon im Vorfeld abzuweisen.

Was in dem Fall aber nicht passiert ist. Eigentlich spricht das sogar
gegen deine "Beweisführung", denn nicht Aldi ist als Kläger aufgetreten,
sondern der entlassene Kassierer.

> Und im Endeffekt geht es ja nur noch darum ob die fristlose in eine
> fristgerechte Kündigung umgewandelt wird (mit vollen Bezügen).

Das stand da auch nicht. Zitat: "Der Gek³ndigte akzeptierte die
fristlose, hilfsweise fristgerecht ausgesprochene K³ndigung nicht"

> Wäre der Entlassene SOOOOOO unschuldig würd er wohl eher auf
> Wiedereinstellung oder so klagen.

Einspruch! Du spekulierst wieder. Es steht nirgends im Artikel, auf was
der Kassierer nun geklagt hat.

Flups

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 3, 2001, 8:11:24 AM11/3/01
to
Hallo Bernd,

Bernd Scheid schrieb:
>
> Diana Stoetzer schrieb am 03 Nov 2001 10:12:00 +0100:

> > Schill hat lediglich gut 20%
>
> 20% mehr, als in Berlin. Das sind die wahren Zahlen. Vergleichszahlen;
> absolute Zahlen sagen nix.

Kannst Dir ja mal zum Vergleich die PDS-Werte von Berlin ansehen. Soviel
Unrecht, wie der Verein unter seinem früheren Namen begangen hat,
schafft der Schill in seinem ganzen Leben nicht mehr.

> Ich war auf Deine Reaktion gespannt: Volltreffer.

Da deutet doch viel darauf hin, daß Du ein Troll bist.

> Ich bin SPD Mitglied und daher brauche ich keine Propaganda zu
> übernehmen; ich bin die Propaganda. :-)

Deshalb meintest Du auch in Deinem anderen Posting, eine CDU-Wählerin
müsse sich dafür rechtfertigen. So weit sind wir doch zum Glück noch
nicht.

> _Das_ ist die wahre Katastrophe.

Haben die Hamburger Wähler offensichtlich anders gesehen. Kannst Du
natürlich nicht akzeptieren.

> > Fazit: Wenn Du hier so pauschale Stammtischparolen in den Raum wirfst,
> > solltest Du sie auf Nachfrage zumindest erklären können. Das hast Du
>
> Natürlich kann ich; aber es war viel schöner, die erwartete Reaktion
> hervorzurufen.

Der Trollverdacht verstärkt sich.

> Du scheinst mich genau zu kennen. Es ist immer schade, wenn jemand,
> kaum 20 jährig, mein 48 jähriges Leben so treffend zusammenfassen
> kann.

Manche haben es eben drauf. SCNR

> > Diana aus Hamburg
>
> Schade; sowas kenne ich eigentlich nur von Männern; oder
> Republikanern.

Was, daß die nicht SPD wählen. Vielleicht solltest Du mal unter Leute
gehen.

Gruß Martin

Volker Riehl

unread,
Nov 3, 2001, 10:24:52 AM11/3/01
to
Hiho,

> Im Leben hat noch keiner gelogen. Ich habe genau so unterstelt, dass
> sie lügt, wie Du unterstellst, sie lügt nicht.
Nur dass sie sich wenn sie vor Gericht lügt strafbar macht (und das
nicht zu knapp).
Auch kann sie noch eine Klage wegen übler Nachrede und so angehängt
bekommen vom wegen ihr entlassenen Filialleiter.

Man kann wirklich davon ausgehen, dass ein Zeuge die Wahrheit sagt. Die
Behörden und Gerichte machen das ja auch, und nicht ohne Grund.
Es wäre sicherlich interessant eine Statistik zu haben, wieviele Zeugen
in wirklichkeit lügen und wieviele die Wahrheit sagen. Würde mich aber
wundern wenn es eine solche Statistik gibt.

Volker akd darkon

Dick Dalinchau

unread,
Nov 3, 2001, 12:09:47 PM11/3/01
to

"Bernd Scheid" <bosc...@scheid-net.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9s0na8.3...@scheid-net.de...
> Also, zunächst mal: ich Kommunalpolitiker und mache mir _immer_
> Gedanken.
>
Ja, deutlich zu sehen. Typisch Provinzpolitiker.


Flups Baumann

unread,
Nov 3, 2001, 10:23:00 AM11/3/01
to
mat...@t-online.de (Martin Kelting) schrieb:

> Ich suche Text von Mann aus Allemania.

Findest du z.B. hier:

Reinhard Mey
Alle Lieder
Toutes les chansons

Die vollstSndige Textsammlung deutscher und franz÷sischer Lieder mit
zahlreichen Fotos und Dokumenten.

8. erw. Auflage, 640 Seiten
ISBN 3-925482-18-0
DM 29.90

Gruß,
Flups

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