Am 16.03.2012 13:04, Hallo, Sven Bötcher schrieb:
> Nope!
>
http://www.abload.de/image.php?img=scanimage002o8upe.jpg
Herzlichen Dank für den Scan der Deklaration!
Aus meiner Sicht ist diese Packung Frühkartoffeln die totale Abzocke,
und das nicht, weil der Vertreiber ein "e" am Ende der Kartoffelsorte
unterschlagen hat und offenbar die Sortennamen nur ungefähr kennt.
Ich lese da "Nach der Ernte behandelt" und finde das wie Mathias total
daneben. Frühkartoffeln werden nach der Ernte nicht eingelagert, sondern
sofort zum Endverbraucher transportiert, verkauft und zubereitet. Wozu
bittesehr werden solche Kartoffeln dann mit Anti-Schimmel-Mitteln und
Keimhemmern behandelt? Das ist bei sofort zu verbrauchenden
Frühkartoffeln doch völlig überflüssig!
Es ist zwar bei vielen Einlagerungskartoffeln üblich, diese nach der
Ernte mit den Wundermitteln der chemischen Industrie zu behandeln, aber
selbst da nicht bei allen. Ich habe schon viele Beutel Kartoffeln auch
von Spät- und Lagersorten ohne den Hinweis "Nach der Ernte behandelt"
gekauft. OK, solche Kartoffeln werden sowieso immer gut geschält und
dann erst gekocht, also bei Lagerkartoffeln macht es dann nicht viel,
die Chemierückstände verschwinden mit der Schale im Bioabfall, schon vor
dem Kochen.
Aber Frühkartoffeln behandeln? Frühkartoffeln werdem doch auch ganz
gerne ungeschält gekocht als sogenannte Pellkartoffeln? Mit der Chemie
auf der Schale gelangt diese Chemie dann automatisch ins Kochwasser, die
Frühkartoffeln werden dann in einer Chemiebrühe aus chemischen
Keimhemmern und Anti-Schimmel-Mitteln gekocht. Igitt, das ist nichts für
Gourmets und das ist nichts für jeden, dem seine Gesundheit wertvoll
ist! Das schmeckt auch eklig!
Frühkartoffeln als "nach der Ernte behandelt" zu verkaufen finde ich
eine totale Verbraucherverarschung, so etwas erwartet man bei
Lagerkartoffeln, die man vor dem Kochen schält, aber nicht bei
Frühkartioffeln, die man auch mal als Pellkartoffeln zubereitet, ohne
jedesmal das Kleingedruckte auf der Deklaration vorher zu lesen, ob man
das besser nicht tun sollte.
Also nochmal herzlichen Dank für den Scan der Deklaration, offenbar muß
man jetzt auch schon bei ausdrücklich als "Frühkartoffeln" angebotenen
Kartoffeln ganz genau hinschauen, ob man behandelte oder unbehandelte
Frükartoffeln kauft, wenn man beabsichtigt, Pellkartoffeln zu machen.
Z.B. für Pellkartoffeln mit Glückstädter Matjes. Oder Pellkartoffeln und
Spargel mit Schinken.
Denn das Chemiezeugs auf der Schale kann man herausschmecken, wenn man
es mitkocht, das gibt den damit gekochten Kartoffeln einen ekligen
Geschmack.
Also trau, schau wem, beim Kauf von Frühkartoffeln für Pellkartoffeln!
Jürgen