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St. Emilion Grand Cru von Aldi Nord - leider enttäuschend

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Michael Landenberger

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Oct 8, 2012, 7:13:37 PM10/8/12
to
Bezugnehmend auf den Thread <news:aa3glv...@mid.uni-berlin.de> ff. erlaube
ich mir, hier einen weiteren Erfahrungsbericht über einen "Edel"-Wein vom
Discounter zu veröffentlichen. Es geht hier um einen 2010er Chateau Guiton St.
Emilion Grand Cru von Aldi Nord zum Preis von 8,99 Euro pro Flasche. Vorab:
ganz schlecht ist der Tropfen nicht, allerdings bewegt er sich geschmacklich
auf dem Niveau von Weinen, die (mit nicht ganz so vornehmem Etikett) schon für
weniger als die Hälfte des Preises zu haben sind. Als störend empfand ich eine
sehr aufdringliche Barrique-Note, die ich so bei einem Bordeaux nicht erwartet
habe.

Bei Aldi Nord läuft offenbar derzeit eine Aktion mit "Edel"-Weinen. Außer
besagtem St. Emilion Grand Cru waren u. a. auch noch ein Chateauneuf du Pape
und ein Barolo für je 9,99 Euro pro Flasche sowie ein 2007er Brunello di
Montalcino für 12,99 Euro im Angebot. Auch Weißweine wurden angeboten, z. B.
ein Chablis für 5,99 Euro/Flasche. Angesichts der erneuten Enttäuschung mit
Discounter-Weinen (schon vor einiger Zeit hat sich ein 10-Euro-Barolo von
Netto als geschmacklicher Billigheimer erwiesen) werde ich es mir aber sehr
gut überlegen, ob ich da nochmal zuschlage. Dass es auch anders geht, beweist
der erwiesenermaßen schmackhafte und zumindest bei meinem Stamm-Netto nach wie
vor erhältliche 2006er Brunello di Montalcino für 9,99 Euro pro Flasche. Der
dürfte auch ein guter Grund sein, keinen weiteren Gedanken an das teurere
Aldi-Pendant zu verschwenden.

Gruß

Michael

Michael Jaeger

unread,
Oct 11, 2012, 5:08:07 PM10/11/12
to
In article <adh516...@mid.uni-berlin.de>,
"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:

> weniger als die H�lfte des Preises zu haben sind. Als st�rend empfand ich eine
> sehr aufdringliche Barrique-Note, die ich so bei einem Bordeaux nicht erwartet
> habe.

Genau das ist aber typisch Bordeaux. Das kommt nicht nur vom Fass,
sondern auch vom hohen Gerbstoffgehalt des Merlot, der den gr��ten Teil
des Bordeaux ausmacht. Willst Du das nicht, dann nimm Burgunder, mache
ich auch.



Gru�

Michael

--
Macintosh. Was sonst?

Claus Maier

unread,
Oct 12, 2012, 3:10:04 AM10/12/12
to
Oder nimm' einfach ein gutes Bier!

Eure Probleme m�cht' ich haben, ihr "Weinkenner"! - die Aldi-Pl�rre
�berhaupt in Betracht ziehen! Hab' ich aber nicht, denn ich bevorzuge
Bier. Warum? Bei mir mu� es bizzeln - ein k�hles Bier, ein Coca-Cola,
eine $Limonade ist imho (gut, nat�rlich �u�erst subjektiv) 1.000mal
wohlschmeckender als lauwarmer, schaler, saurer Fusel. Deshalb ist
$Wein f�r mich allenfalls als Schorle trinkbar. Und auch nur dann,
wenn's nichts besseres gibt. Denn, abgesehen von �berzuckerten S�dweinen
(die eher in die Kategorie Lik�r geh�ren), finde ich Weine, gleich welcher
Art, taugen nur um Salat anzumachen oder eine So�e abzuschmecken.

Ja, ich war guten Willens, ich habe mir M�he gegeben, aber ich konnte dem
s�uerlichen Geschmackserlebnis einfach nichts abgewinnen.
Das ist nun, wie gesagt, ganz und gar subjektiv - trinkt ihr nur den sauren
oder "lieblichen" (Glykol!) Wein, dann bleibt f�r mich mehr gutes Bier �brig!

mfg
Claus

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 12, 2012, 4:19:54 AM10/12/12
to
Claus Maier in <news:5077c287$2$6564$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net>:


>Eure Probleme möcht' ich haben, ihr "Weinkenner"! - die Aldi-Plörre
>überhaupt in Betracht ziehen! Hab' ich aber nicht, denn ich bevorzuge
>Bier. Warum? Bei mir muß es bizzeln - ein kühles Bier, ein Coca-Cola,
>eine $Limonade ist imho (gut, natürlich äußerst subjektiv) 1.000mal
>wohlschmeckender als lauwarmer, schaler, saurer Fusel. Deshalb ist
>$Wein für mich allenfalls als Schorle trinkbar. Und auch nur dann,
>wenn's nichts besseres gibt. Denn, abgesehen von überzuckerten Südweinen
>(die eher in die Kategorie Likör gehören), finde ich Weine, gleich welcher
>Art, taugen nur um Salat anzumachen oder eine Soße abzuschmecken.
>
>Ja, ich war guten Willens, ich habe mir Mühe gegeben, aber ich konnte dem
>säuerlichen Geschmackserlebnis einfach nichts abgewinnen.
>Das ist nun, wie gesagt, ganz und gar subjektiv - trinkt ihr nur den sauren
>oder "lieblichen" (Glykol!) Wein, dann bleibt für mich mehr gutes Bier übrig!

*unterschreib* Auch hier kommt nur ein Rebenschoppen-Tetrapack für meine
seltenen Kochversuche (Was kann man BTW beim Saltimbocca Romana flasch
machen?) und zum Trinken bestenfalls mal ein Cream Sherry ins Haus. Wenn
ich irgendwas haben will, was nicht lieblich (ugs: "süß") schmeckt, nimm
ich doch keinen trockenen (ugs. "sauren") Wein, sondern herbes Bier.

CU!
Ulrich
--
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In 2 Monaten und 13 Tagen ist Weihnachten
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Stellt euch vor, es ist Freitag und keiner geht hin!

Michael Landenberger

unread,
Oct 12, 2012, 6:52:18 AM10/12/12
to
"Michael Jaeger" schrieb am 11.10.2012 um 23:08:07:

> In article <adh516...@mid.uni-berlin.de>,
> "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:
>
>> weniger als die H�lfte des Preises zu haben sind. Als st�rend empfand ich
>> eine sehr aufdringliche Barrique-Note, die ich so bei einem Bordeaux nicht
>> erwartet habe.
>
> Genau das ist aber typisch Bordeaux.

Das kann ich nicht best�tigen. Einen Bordeaux mit einer so aufdringlichen
Barrique-Note habe ich noch nie getrunken. Das kenne ich sonst nur von
irgendwelchen preiswerten Cabernet Sauvignons aus S�dafrika oder Kalifornien.

> Das kommt nicht nur vom Fass,
> sondern auch vom hohen Gerbstoffgehalt des Merlot, der den gr��ten Teil
> des Bordeaux ausmacht.

Auch bei Merlots ist mir ein so "holziger" Geschmack noch nicht untergekommen.

> Willst Du das nicht, dann nimm Burgunder, mache
> ich auch.

Oder einen guten Sangiovese, vorzugsweise den 2006er Brunello di Montalcino
von Netto ;-)

Gru�

Michael

Michael Jaeger

unread,
Oct 15, 2012, 12:03:03 PM10/15/12
to
In article <5077c287$2$6564$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net>,
"Claus Maier" <spam...@arcor.de> wrote:

> Michael Jaeger wrote:
>
> > In article <adh516...@mid.uni-berlin.de>,
> > "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:
> >
> >> weniger als die Hälfte des Preises zu haben sind. Als störend
> >> empfand ich eine sehr aufdringliche Barrique-Note, die ich so bei
> >> einem Bordeaux nicht erwartet habe.
> >
> > Genau das ist aber typisch Bordeaux. Das kommt nicht nur vom Fass,
> > sondern auch vom hohen Gerbstoffgehalt des Merlot, der den größten
> > Teil des Bordeaux ausmacht. Willst Du das nicht, dann nimm Burgunder,
> > mache ich auch.
>
> Oder nimm' einfach ein gutes Bier!
>
> Eure Probleme möcht' ich haben, ihr "Weinkenner"! - die Aldi-Plörre
> überhaupt in Betracht ziehen! Hab' ich aber nicht, denn ich bevorzuge


Letztens hatte Aldi einen Spanier mit über 90 Parker-Punkten. Also nicht
alles beim Aldi ist Plörre.


Gruß
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Michael Landenberger

unread,
Oct 16, 2012, 5:18:15 AM10/16/12
to
"Claus Maier" schrieb am 12.10.2012 um 09:10:04:

> Oder nimm' einfach ein gutes Bier!

Das passt z. B. nicht zu wirklich gutem Essen. Aber du darfst gerne weiter
dein Bier zur einzig wahren Currywurscht [tm] mit Pommes rot-weiß trinken ;-)

> Eure Probleme möcht' ich haben, ihr "Weinkenner"!

Probleme sind dazu da, sie zu lösen. In meinem Falle bestand sie darin, mir
nach dem enttäuschenden St. Emilion wieder mal einen Brunello di Montalcino
von Netto zu gönnen. Der schmeckt so, wie ein guter Wein schmecken muss. Dazu
ein zartes, saftiges Filetsteak oder ein würziger Käse wie z. B. ein Gruyère -
einfach nur lecker!

> Ja, ich war guten Willens, ich habe mir Mühe gegeben, aber ich konnte
> dem säuerlichen Geschmackserlebnis einfach nichts abgewinnen.

Vielleicht suchst du beim nächstem Mal im Weinregal ein Fläschen aus und nicht
in dem Regal, in dem Essig und Öl oder Scheibenklar stehen ;-)

> trinkt ihr nur den sauren
> oder "lieblichen" (Glykol!) Wein, dann bleibt für mich mehr
> gutes Bier übrig!

Pech gehabt: gutes Bier trinke ich auch gerne und teile es dann in der Regel
auch mit niemandem.

Gruß

Michael

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 16, 2012, 5:52:09 AM10/16/12
to
Michael Landenberger in <news:ae4n2n...@mid.uni-berlin.de>:

>"Claus Maier" schrieb am 12.10.2012 um 09:10:04:
>> Eure Probleme möcht' ich haben, ihr "Weinkenner"!
>
>Probleme sind dazu da, sie zu lösen.

Kein Problem: Man ersetze den Wein kurz vor dem Verzehr durch ein
frischgezapftes Pilsener Urquell.

>Das passt z. B. nicht zu wirklich gutem Essen

Aber ob das passt. Wir hatten hier mal ein böhmisches Restaurant Namens
"Zum Schweik". Da gab es wirklich gutes Essen und gutes Bier dazu.
Solltest Du allerdings französischen Schickeriafraß als "gutes Essen"
ansehen, sei Dir Dein vergorenes Traubengemüse dazu gegönnt.

CU!
Ulrich
--
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Stellt euch vor, es ist Dienstag und keiner geht hin!
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Lars Wilhelm

unread,
Oct 16, 2012, 7:01:31 AM10/16/12
to
On 15 Okt., 22:39, Ludger Averborg <ludger_averb...@web.de> wrote:
> On Mon, 15 Oct 2012 18:03:03 +0200, Michael Jaeger
>
> <usenet_m...@gawab.com> wrote:
> >mit über 90 Parker-Punkten
>
>  :-) Schmecken nach Zahlen.
>
> l.

Sicherlich ist der persönliche Geschmack unterschiedlich, aber auch
bei Wein gibt es objektive Beurteilungsmerkmale. Daraus kann man auch
Rückschlüsse auf die Qualität ziehen. Ob der Wein dann schmeckt oder
nicht, ist erst einmal zweitrangig. Es ist so ähnlich wie bei Musik.
Auch da gibt es Bands, die ich nicht mag, aber nicht, weil ich deren
handwerkliches Können nicht schätze, sondern einfach die Musik nicht
mag. Du solltest Deine Verachtung für Parkerpunkte oder Johnsons
Bewertungen vielleicht etwas zurückhaltender äußern. Ein Wein, der
viele Parkerpunkte erreicht, hat selbstverständlich ein ganz andere
Qualität, als ein Wein, der nur ein paar Pünktchen ergattert. Die
Frage ist nur, ob man damit etwas anfangen kann und ob der Wein einem
schmeckt. Die Parkerpunkte geben halt Anhaltspunkte.

Michael Landenberger

unread,
Oct 16, 2012, 7:31:25 AM10/16/12
to
"Ulrich F. Heidenreich" schrieb am 16.10.2012 um 11:52:09:

> Michael Landenberger in <news:ae4n2n...@mid.uni-berlin.de>:

>> Das passt z. B. nicht zu wirklich gutem Essen

> Aber ob das passt.

Aber nicht zu jedem.

> Wir hatten hier mal ein böhmisches Restaurant Namens
> "Zum Schweik". Da gab es wirklich gutes Essen und gutes Bier dazu.

Das glaube ich dir gerne (wobei die häufig papptrockenen und nach nichts
schmeckenden böhmischen "Knedln" und die manchmal etwas süßlichen Soßen meinen
Geschmack nicht ganz so treffen). Es soll aber dem Vernehmen nach auch
außerhalb böhmischer Restaurants gutes Essen geben. Beispielsweise hatte ich
das Vergnügen, am Sonntag in einem spanischen Restaurant zu speisen. Zu vielen
der dort angebotenen Speisen würde ich ein Bier nur widerwillig trinken
wollen. Der durchaus schmackhafte Rioja harmonierte dagegen sehr gut mit dem
Lammfilet.

> Solltest Du allerdings französischen Schickeriafraß als "gutes Essen"
> ansehen, sei Dir Dein vergorenes Traubengemüse dazu gegönnt.

Banause. Brunello di Montalcino ist ein italienischer Wein, Gruyère ein
Schweizer Käse. Und das letzte von mir genossene Filetsteak war IIRC ein
argentinisches. Wie kommst du jetzt auf "französisch"? Und wie kommst du
angesichts der Tatsache, dass sowohl der Brunello als auch der Gruyère beim
Discounter gekauft wurden, auf "Schickeria"? Und wie erklärst du dir, dass das
einzig französische, von dem in diesem Thread die Rede war (nämlich der St.
Emilion) mir gerade nicht geschmeckt hat?

Gruß

Michael

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 16, 2012, 7:17:01 AM10/16/12
to
Ludger Averborg in <news:3ueq78lq51j3kgr4h...@4ax.com>:

>Säuerlich sind sie nun mal alle. Aber manche eben durchaus auch noch
>recht süß. Wenns kein Säuerlich-Problem ist, sondern ein
>Zuckermangelproblem könntest du getrost weitersuchen, ob was für dich
>dabei ist. Weglassen alles wo "trocken" dabei steht, weglassen (fast)
>alles aus den Mittelmeerländern. Es sollte mindestens "Spätlese"
>draufstehen, besser noch "Trockenbeerenauslese" oder "Eiswein".
>Herkunft: D, Ungarn, Rumänien, ...

Ich als bekennender Nichtweintrinker würde sogar Ausschau nach
"Gewürztraminer", "Imiglykos"¹) oder gar "Prosek" halten.

CU!
Ulrich
___________________
¹) Bitte die Bartwickelmaschine nicht überbeanspruchen.

Michael Landenberger

unread,
Oct 16, 2012, 7:50:10 AM10/16/12
to
"Ludger Averborg" schrieb am 16.10.2012 um 12:59:08:

> Weglassen alles wo "trocken" dabei steht,

Dann kann er auch gleich Traubensaft trinken. Weil er's nach eigener Aussage
gern "bizzelig" hat, wäre auch Limonade eine Alternative.

> Kommt drauf an, ob du die Wein-Abneigung als ein Problem empfindest.
> Aber wenn dich das nicht umtreiben würde, hättest du ja vermutlich
> nicht auf den thread reagiert.

Claus reagiert auch gerne mal auf Threads, um zu provozieren. Vielleicht hat
er ja, während er das Posting verfasst hat, nebenbei genüsslich an einem Glas
Spätburgunder genippt ;-)

Gruß

Michael

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 16, 2012, 7:44:58 AM10/16/12
to
Michael Landenberger in <news:ae4usb...@mid.uni-berlin.de>:

>Banause.

Angenehm: Heidenreich!

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 2 Monaten und 9 Tagen ist Weihnachten
7OMUK 9HOK0 IESYU VVKNL NZUIR LCSFZ A0107 0BV7L QLVQ2
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Michael Landenberger

unread,
Oct 16, 2012, 11:20:00 AM10/16/12
to
"Ludger Averborg" schrieb am 16.10.2012 um 16:30:57:

> Um den Traubensaft mit dem Bizzeligen zu verbinden:
> Jetzt: Federweißen.
> Sonst: Asti Spumante.

Sag' ich doch. Limonade ;-)

Gruß

Michael

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 16, 2012, 11:04:44 AM10/16/12
to
Ludger Averborg in <news:jprq78prk8lg2g9rq...@4ax.com>:

>Na ja. Um den Traubensaft mit dem Bizzeligen zu verbinden:
>Jetzt: Federweißen.
>Sonst: Asti Spumante.

Oder nen lieblichen Cava von Freixenet oder Rondel. Dafür lasse ich
jeden Schampus stehen. Letzterer schmeckt nämlich ungefähr so gut,
wie eine Rolex genau läuft.

CU!
Ulrich
--
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In 2 Monaten und 9 Tagen ist Weihnachten
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Michael Landenberger

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Oct 16, 2012, 5:19:33 PM10/16/12
to
"Ulrich F. Heidenreich" schrieb am 16.10.2012 um 17:04:44:

> Ludger Averborg in <news:jprq78prk8lg2g9rq...@4ax.com>:
>
>> Na ja. Um den Traubensaft mit dem Bizzeligen zu verbinden:
>> Jetzt: Federweißen.
>> Sonst: Asti Spumante.
>
> Oder nen lieblichen Cava von Freixenet oder Rondel. Dafür lasse ich
> jeden Schampus stehen. Letzterer schmeckt nämlich ungefähr so gut,
> wie eine Rolex genau läuft.

Sorry, aber der mir um Klassen besser schmeckende Lutter&Wegener Sekt ist
hierzunetto mit 3,69 Euro/Flasche signifikant billiger als Freixenet oder
Rondel. Und zumindest ich bevorzuge billigen, richtigen Sekt gegenüber teurer
Limonade deutlich.

Gruß

Michael

Lars Wilhelm

unread,
Oct 16, 2012, 11:54:09 PM10/16/12
to
On 16 Okt., 16:26, Ludger Averborg <ludger_averb...@web.de> wrote:
> On Tue, 16 Oct 2012 04:01:31 -0700 (PDT), Lars Wilhelm
> Qualität beschreibt, wie gut die inhärenten Eigenschaften einer Sache
> die Anforderungen erfüllen.
>
> Man kann jetzt an Wein zwei unterschiedliche Anforderungen stellen:
> 1. Er soll gut schmecken. Ein Beurteilungsmerkmal, was über diese
> Anforderung überhaupt nichts aussagt ("Ob der Wein dann schmeckt oder
> nicht ist erst einmal zweitrangig") -hier also die Prkerpunkte- ist
> offenbar als Qualitätsmaßstab völlig ungeeignet.

Ob ein Wein schmeckt, oder nicht, ist keine digitale Aussage. Es kommt
immer darauf an, auf was man Lust hat. Und dazu können Parkerpunkte
ein Qualitätsmerkmal sein. Sie alleine natürlich nicht. Dazu gehört
auch noch Kenntnis über Gegend etc.

> 2 Man muss damit gut angeben können. Dafür sind Parkerpunkte natürlich
> erstklassig geeigent. "Oh, 95 Parkerpunkte! Sowas kann der sich
> leisten! Hut ab!". Fürs Angeben sind Parkerpunkte ein sehr geeignetes
> Qualitätsmerkmal.
>
> Merke: Zur Beurteilung von Qualität müssen vorher immer die zu
> erfüllenden Anforderungen benannt sein.

3. Man hat zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Lust. Wenn ich
einen hochpunktigen Parkerwein öffne, kann ich mir so ungefähr
vorstellen, auf welchen Niveau mich ein Wein erwartet. Insbesondere,
da ich (mittlerweile) auch noch Cuvee, Herkunft, Jahrgang beurteile.
Wahrscheinlich wird mir der Wein schmecken.
Oder aber ich habe Lust, auf einen einfachen, schnörkelosen Wein. Dazu
habe ich auch mal das 2,99 Euro Körbchen bei Penny leergekauft.


Lars Wilhelm

unread,
Oct 16, 2012, 11:57:52 PM10/16/12
to
On 16 Okt., 16:27, Ludger Averborg <ludger_averb...@web.de> wrote:
> On Tue, 16 Oct 2012 04:01:31 -0700 (PDT), Lars Wilhelm
>
> <usenettice...@nurfuerspam.de> wrote:
> >Daraus kann man auch
> >Rückschlüsse auf die Qualität ziehen. Ob der Wein dann schmeckt oder
> >nicht, ist erst einmal zweitrangig.
>
> Das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen!
>
> l.

Ja natürlich. Einfache Landweine kann man auch runterstürzen; man kann
sie sich im Zweifel auch schönsaufen.
Hochpreisige Parkerweine sollte man sich wirklich auf der Zunge
zergehen lassen, um auch wirklich alle Nuancen des Geschmacks zu
erleben. Ob man auf so ein Erlebnis steht oder nicht, ist eben eine
Frage des persönlichen Geschmacks. Insofern können auch Parkerpukte
ein Qualitätsmerkmal zur vorherigen Beurteilung des zu erwartenden
Geschmacks sein.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 17, 2012, 1:57:39 AM10/17/12
to
Michael Landenberger in <news:ae61b6...@mid.uni-berlin.de>:
Ebenso sorry: Ein zufriedener¹) Kunde bedankte sich bei mir mal
mit einem Fläschen Mumm Schampus. Pfui Deibel: Als hätte man in
den trockensten Weißwein einen Spritzer Mineralwasser gekippt.

CU!
Ulrich
________________
¹) Oder war er's gar nicht und wollte mich bestrafen?

Michael Landenberger

unread,
Oct 17, 2012, 2:47:14 AM10/17/12
to
"Ulrich F. Heidenreich" schrieb am 17.10.2012 um 07:57:39:

> Ebenso sorry: Ein zufriedener¹) Kunde bedankte sich bei mir mal
> mit einem Fläschen Mumm Schampus. Pfui Deibel: Als hätte man in
> den trockensten Weißwein einen Spritzer Mineralwasser gekippt.

Mädchen.

Gruß

Michael

Claus Maier

unread,
Oct 17, 2012, 2:35:07 AM10/17/12
to
Michael Landenberger wrote:

[Wein vs. Bier]

> "Ulrich F. Heidenreich" schrieb am 16.10.2012 um 11:52:09:
>
>>> Das passt z. B. nicht zu wirklich gutem Essen
>
>> Aber ob das passt.
>
> Aber nicht zu jedem.
>
>> Wir hatten hier mal ein böhmisches Restaurant Namens
>> "Zum Schweik". Da gab es wirklich gutes Essen und gutes Bier dazu.
>
> Das glaube ich dir gerne (wobei die häufig papptrockenen und nach
> nichts schmeckenden böhmischen "Knedln" und die manchmal etwas
> süßlichen Soßen meinen Geschmack nicht ganz so treffen). Es soll aber
> dem Vernehmen nach auch außerhalb böhmischer Restaurants gutes Essen
> geben. Beispielsweise hatte ich das Vergnügen, am Sonntag in einem
> spanischen Restaurant zu speisen. Zu vielen der dort angebotenen
> Speisen würde ich ein Bier nur widerwillig trinken wollen. Der
> durchaus schmackhafte Rioja harmonierte dagegen sehr gut mit dem
> Lammfilet.

Schön, daß dir beides geschmeckt hat!
Für Lammfilet brauchste aber nicht zwingend zum Spanier - das gibts
inzwischen fast überall, Lamm ist etwa so inflationär wie "Porsche"
bei exklusiven Autos. Schade, übrigens - Lamm ist Hammel für Mädchen.
Hammel hält, was Lamm verspricht, imho.

Aber "der Markt[tm]", der Mainstream, die Mehrheit also, hat entschieden,
daß Lamm ganz, ganz toll schmeckt und man Hammel nicht mehr braucht.

BTW: Ein Umstand, der mich auch bezüglich des Konzeptes "Demokratie" - so
gut es gemeint ist - nachdenklich macht: Erfahrungsgemäß sind die Deppen,
die Desinteressierten, die Ahnungslosen meist (zu oft) in der Überzahl.

mfg
Claus

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 17, 2012, 3:11:49 AM10/17/12
to
Michael Landenberger in <news:ae72jk...@mid.uni-berlin.de>:

>Mädchen.

Angenehm. Heidenreich.

CU!
Ulrich
--
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In 2 Monaten und 8 Tagen ist Weihnachten
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Stellt euch vor, es ist Mittwoch und keiner geht hin!
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Lars Wilhelm

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Oct 17, 2012, 6:43:18 AM10/17/12
to
On 17 Okt., 10:23, Ludger Averborg <ludger_averb...@web.de> wrote:
> On Tue, 16 Oct 2012 20:54:09 -0700 (PDT), Lars Wilhelm
> M. E. gehört in allererster Linie dazu das Vertrauen in die eigenen
> Geschmacksnerven und der Mut, das zu trinken, was man gern mag und
> nicht das, was Herr Parker mag oder was aus der Landschaft kommt, die
> grade in aller Munde ist. Warum soll jemand nicht Pfälzer trinken,
> wenn ihm der schmeckt? Warum soll nicht jemand Asti Spumante trinken.
> Ich halte es für sehr überheblich, sowas zu tadeln.

Du verstehst nicht. Oder willst mich nicht verstehen. Ich verurteile
doch niemanden, der gerne so etwas mag. Meine Aussage ist nur, dass
ich im Gegensatz zu Dir Weinbeurteilungen eines Profis, die sich eben
in Form von parkerpunkten manifestieren durchaus für objektiv halte.
Daraus den Schluss zu ziehen- Wein ABC hat 95 Punkt *deshalb* ist er
schmnackhafter als der 60 Punkte Wein ist natürtlich falsch.


> >> 2 Man muss damit gut angeben können. Dafür sind Parkerpunkte natürlich
> >> erstklassig geeigent. "Oh, 95 Parkerpunkte! Sowas kann der sich
> >> leisten! Hut ab!". Fürs Angeben sind Parkerpunkte ein sehr geeignetes
> >> Qualitätsmerkmal.
>
> >> Merke: Zur Beurteilung von Qualität müssen vorher immer die zu
> >> erfüllenden Anforderungen benannt sein.
>
> >3. Man hat zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Lust. Wenn ich
> >einen hochpunktigen Parkerwein öffne, kann ich mir so ungefähr
> >vorstellen, auf welchen Niveau mich ein Wein erwartet. Insbesondere,
> >da ich (mittlerweile) auch noch Cuvee, Herkunft, Jahrgang beurteile.
> >Wahrscheinlich wird mir der Wein schmecken.
>
> Na ja, das kriegst du doch auch ohne Parker und und und raus, indem du
> ganz schlicht kostest!

Auch. Dazu muss ich Erfahrung mit dem Händler haben. Und ganz grob den
Preis beachten.
> >Oder aber ich habe Lust, auf einen einfachen, schnörkelosen Wein. Dazu
> >habe ich auch mal das 2,99 Euro Körbchen bei Penny leergekauft.
>
> Nützlich ist es auch immer wieder, die Weine blind zu verkosten, wenn
> man aus mehreren auswählen will.
> Ich hab mir angewöhnt, Wein ganz überwiegend in der Karaffe zu
> servieren, damit die Trinker nicht von dem Flaschenetikett abgelenkt
> werden und sich ganz dem Weingenuss widmen können.
> So hat man wenigstens die Chance, dass nicht das kleine aufgenähte
> Krokodil des Wichtige ist sondern die Sache selbst.

Ja doch. Ich serviere den Rotwein auch meist aus der Karaffe, aber aus
anderen Gründen. So kann schon einmal Luft an den Wein kommen und man
kann ihn falls nötig sehr gut dekantieren.
Trotzdem wage ich die Behauptung, dass Du mir zwar sehr gute Weine in
der bis 5 Euro Liga servieren wirst können und ich wahrscheinlich
Schwierigkeiten haben werden, den von einem 10 Eurowein zu
unterscheiden. Ich wette aber um den Wein, dass ich im Vergleich zu
einem Parkerprämierten Wein in der >>25 Euroklasse die Weine
identifizieren kann. Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass ich mir
vom teureren Wein nachschenken lassen würde, vielleicht ist ein Wein,
der wie z.B. große Burgunder nicht an mich rangeht.



Lars Wilhelm

unread,
Oct 17, 2012, 6:49:06 AM10/17/12
to
On 17 Okt., 10:25, Ludger Averborg <ludger_averb...@web.de> wrote:
> On Tue, 16 Oct 2012 20:57:52 -0700 (PDT), Lars Wilhelm
>
> <usenettice...@nurfuerspam.de> wrote:
> >Hochpreisige Parkerweine sollte man sich wirklich auf der Zunge
> >zergehen lassen
>
>  :-) Schmecken nach Be-Zahlen

Ich gebs auf- die Arroganz, die Du indirekt mir vorwirft, liegt auch
auf Deiner Seite. Hochpreisige Weine, sagen wir ab 25 Euro aufwärts
sind meist wesentlich komplexer im Geschmack als 3 Euro Weine. Das
liegt an vielen faktoren. Aus diesem Grund können diese bei Parker und
Co auch punkten. Aber- Vielleicht mag ich nicht die starke Gerbsäure
eines großen Bordeaux, viellcht ist mir der australische Syrah einfach
lieber, oder ich mag den Pfälzer Dornfelder lieber (obwohl ich das für
eine Modeerscheinung halte- Dornfelder gehört ins Cuvee, um die Farbe
zu verbessern, aber er entwickelt nicht so schöne Aromen.)

Ja, nicht immer stehen Preis und Qualität im direkten Zusammenhang. Es
gibt Ausreißer in beiden Richtungen.

Thomas Heuving

unread,
Oct 17, 2012, 7:24:06 AM10/17/12
to
Lars Wilhelm schrieb am Wed, 17 Oct 2012 03:43:18 -0700 (PDT):

> Du verstehst nicht. Oder willst mich nicht verstehen. Ich verurteile
> doch niemanden, der gerne so etwas mag. Meine Aussage ist nur, dass
> ich im Gegensatz zu Dir Weinbeurteilungen eines Profis, die sich eben
> in Form von parkerpunkten manifestieren durchaus für objektiv halte.
> Daraus den Schluss zu ziehen- Wein ABC hat 95 Punkt *deshalb* ist er
> schmnackhafter als der 60 Punkte Wein ist natürtlich falsch.

Gerade habe ich den Wikipedia-Eintrag dazu gelesen und erfahren, dass
die Parker-Punkte aussagen, wie gut Herrn Parker die Weine schmecken -
also nix objektiv. Die Wahrscheinlichkeit, dass mein Geschmack identisch
mit dem Parkers und seiner Angestellten ist, wird wohl ziemlich gering
sein.
Seine Bewertungen scheinen doch mehr für Leute zu sein, die etwas
danach beurteilen, wie angesagt es ist, weil Sie sich nicht blamieren
wollen und auf Distinktionsgewinne aus sind. Für die sind Autoritäten
wie der Herr Parker und der "ach der Herr Siebeck, der hat ja sooo recht"
wichtig.

Tschüß
--
Thomas Heuving
Message has been deleted

Matthias Kohrs

unread,
Oct 17, 2012, 10:43:08 AM10/17/12
to
Am 17.10.2012 08:35, schrieb Claus Maier:

> BTW: Ein Umstand, der mich auch bezüglich des Konzeptes "Demokratie" - so
> gut es gemeint ist - nachdenklich macht: Erfahrungsgemäß sind die Deppen,
> die Desinteressierten, die Ahnungslosen meist (zu oft) in der Überzahl.

Darauf wird zuweilen mal hingewiesen, ja.

Und wenn ich mir überlege *wer* in der Vergangenheit darauf hingewiesen
hat kann ich mir fast nichts schlimmeres vorstellen als meine Geschicke
gerade denen anzuvertrauen.

$HÖHERES_WESEN bewahre.

CYA! Matthias

Hartmut Schiszler

unread,
Oct 17, 2012, 11:46:29 AM10/17/12
to
Am 17.10.2012 07:57, schrieb Ulrich F. Heidenreich:

> Ebenso sorry: Ein zufriedener¹) Kunde bedankte sich bei mir mal
> mit einem Fläschen Mumm Schampus. Pfui Deibel: Als hätte man in
> den trockensten Weißwein einen Spritzer Mineralwasser gekippt.

Es ist ja nun nichts Neues, dass man dir keinen guten Geschmack
nachsagen kann.

--
Griäßle dr Hardy
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Lars Wilhelm

unread,
Oct 18, 2012, 1:35:15 AM10/18/12
to
On 17 Okt., 23:59, Ludger Averborg <ludger_averb...@web.de> wrote:
> On Wed, 17 Oct 2012 03:49:06 -0700 (PDT), Lars Wilhelm
>
> <usenettice...@nurfuerspam.de> wrote:
> >Ja, nicht immer stehen Preis und Qualität im direkten Zusammenhang. Es
> >gibt Ausreißer in beiden Richtungen.
>
> Na, fein dass du das auch bemerkt hast.
> Folglich: selbst trinken ist die einzig mögliche Art der Beurteilung.

Nack. Dass es Ausreißer gibt, heißt nicht, dass es keinen Zusammenhang
gibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das bekommt, was man erwartet
ist doch >>50%.

Lars Wilhelm

unread,
Oct 18, 2012, 1:38:30 AM10/18/12
to
On 17 Okt., 14:16, Mathias Fuhrmann <yz.shuez...@spamfence.net> wrote:
> Lars Wilhelm schrieb:
>
> > Ich gebs auf- die Arroganz, die Du indirekt mir vorwirft, liegt auch
> > auf Deiner Seite.
>
> Wer ist schon dagegen gefeit? :-)
>
> > Hochpreisige Weine, sagen wir ab 25 Euro aufw rts
> > sind meist wesentlich komplexer im Geschmack als 3 Euro Weine. Das
> > liegt an vielen faktoren. Aus diesem Grund k nnen diese bei Parker und
> > Co auch punkten.
>
> Und da diese rel. teueren Weine diesen bestimmter Geschmack haben,
> wissen vermutlich 99,99% der Konsumenten nur deshalb, weil 'Experten'
> ihnen das zuvor mitteilten.

Nein. Vielleicht Du, aber da wäre ich mir auch nicht sicher, seit
meinem Experiment. Auch da wurde der Wein korrekt bestimmnt.
> > Ja, nicht immer stehen Preis und Qualit t im direkten Zusammenhang. Es
> > gibt Ausrei er in beiden Richtungen.
>
> Genau wie bei den Experten, die bei Tests mit ihrem Urteil oft weit
> 'daneben' lagen und absichtlich gepanschten Wein sehr positiv
> bewerteten. In meinen Augen weitgehend Kaffeesatzleserei.

Sicher liegt man auch einmal daneben. Deswegen aber guten Someliers
ihre Befähigug, Wein zu beurteilen abzusprechen, halte ich für
arrogant.
> --
> Mathias
> der noch nie einen Wein f r 25 Euro getrunken hat und auch kein
> Verlangen danach versp rt. Ich trinke ganz einfach meinen
> Discounterwein ...

Wenn Du noch nie so einen Wein getrunken hast, kannst Du auch nicht
wissen, ob er Dir nicht besser mundet.


Lars Wilhelm

unread,
Oct 18, 2012, 3:59:01 AM10/18/12
to
On 17 Okt., 09:05, "Claus Maier" <spamg...@arcor.de> wrote:
> Michael Landenberger wrote:
>
> [Wein vs. Bier]
>
>
>
>
>
>
>
>
>
> > "Ulrich F. Heidenreich" schrieb am 16.10.2012 um 11:52:09:
>
> >>> Das passt z. B. nicht zu wirklich gutem Essen
>
> >> Aber ob das passt.
>
> > Aber nicht zu jedem.
>
> >> Wir hatten hier mal ein b hmisches Restaurant Namens
> >> "Zum Schweik". Da gab es wirklich gutes Essen und gutes Bier dazu.
>
> > Das glaube ich dir gerne (wobei die h ufig papptrockenen und nach
> > nichts schmeckenden b hmischen "Knedln" und die manchmal etwas
> > s lichen So en meinen Geschmack nicht ganz so treffen). Es soll aber
> > dem Vernehmen nach auch au erhalb b hmischer Restaurants gutes Essen
> > geben. Beispielsweise hatte ich das Vergn gen, am Sonntag in einem
> > spanischen Restaurant zu speisen. Zu vielen der dort angebotenen
> > Speisen w rde ich ein Bier nur widerwillig trinken wollen. Der
> > durchaus schmackhafte Rioja harmonierte dagegen sehr gut mit dem
> > Lammfilet.
>
> Sch n, da dir beides geschmeckt hat!
> F r Lammfilet brauchste aber nicht zwingend zum Spanier - das gibts
> inzwischen fast berall, Lamm ist etwa so inflation r wie "Porsche"
> bei exklusiven Autos. Schade, brigens - Lamm ist Hammel f r M dchen.
> Hammel h lt, was Lamm verspricht, imho.

Ich weiß, dass Du Dich hier gern als arroganten Schnösel darstellst,
aber Hammel ist Hammel und Lamm ist Lamm. Es kommt ja auch keiner auf
die Idee, einen Kalbsbraten als Rindsbraten für Mädchen zu benamsen.

> Aber "der Markt[tm]", der Mainstream, die Mehrheit also, hat entschieden,
> da Lamm ganz, ganz toll schmeckt und man Hammel nicht mehr braucht.

Doch natürlich braucht mann Hammelfleisch- z.B. für Irish Stew.

Michael Landenberger

unread,
Oct 18, 2012, 6:15:37 AM10/18/12
to
Hammel oder Lamm ist mir egal. Hauptsache es schmeckt. Und in dieser Hinsicht
hatte ich an dem spanischen Lammfilet vom letzten Sonntag nicht das Geringste
auszusetzen.

Gruß

Michael

Michael Jaeger

unread,
Oct 18, 2012, 11:46:10 AM10/18/12
to
In article <k5k43c.3vs07ed.1!not-fo...@ufh.invalid.de>,
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:

> Ludger Averborg in <news:jprq78prk8lg2g9rq...@4ax.com>:
>
> >Na ja. Um den Traubensaft mit dem Bizzeligen zu verbinden:
> >Jetzt: Federweißen.
> >Sonst: Asti Spumante.
>
> Oder nen lieblichen Cava von Freixenet oder Rondel. Dafür lasse ich

Das ist Qualitätsmäßig noch unterhalb von Asti Spumante. Oder
Rotkäppchen (der für 2,95).

> jeden Schampus stehen. Letzterer schmeckt nämlich ungefähr so gut,
> wie eine Rolex genau läuft.
>
> CU!
> Ulrich

Naja, wie immer, keine Ahnung, dafür aber reichlich.



Gruß

Michael

--
Macintosh. Was sonst?

Michael Jaeger

unread,
Oct 18, 2012, 11:50:17 AM10/18/12
to
In article
<06d5f3e8-04f1-46f6...@o5g2000vbr.googlegroups.com>,
Es gibt Weine mit über 90 Parker-Punkten für unter 10 Euro/Flasche. Ich
habe einen mit 94+ PP für 15 Euro/Flasche im 6er Karton gekauft. Aldi
hatte in letzter Zeit zwei mal Weine mit über 90 PP für unter 8 Euro.

Matthias Kohrs

unread,
Oct 18, 2012, 12:35:35 PM10/18/12
to
Am 18.10.2012 17:46, schrieb Michael Jaeger:

> Das ist Qualitätsmäßig noch unterhalb von Asti Spumante.

Dazu möchte ich doch mal anmerken daß "Asti Spumante" keine
Qualitätsstufe, sondern eine bestimmte Art des Schaumweins ist, den man
nicht mögen muß, aber kann. Und wie bei anderen Produkten kann man ihn
aus hochwertigen oder weniger wertvollen Zutaten mit mehr oder weniger
Sorgfalt herstellen.

Es soll z.B. auch guten Lambrusco geben. Hab ich mal gehört.

CYA! Matthias

Claus Maier

unread,
Oct 19, 2012, 2:58:40 AM10/19/12
to
Lars Wilhelm wrote:

> On 17 Okt., 09:05, "Claus Maier" <spamg...@arcor.de> wrote:

> Ich weiß, dass Du Dich hier gern als arroganten Schnösel darstellst,
> aber Hammel ist Hammel und Lamm ist Lamm.

Ach?

>> Aber "der Markt[tm]", der Mainstream, die Mehrheit also, hat
>> entschieden, da Lamm ganz, ganz toll schmeckt und man Hammel nicht
>> mehr braucht.
>
> Doch natürlich braucht mann Hammelfleisch- z.B. für Irish Stew.

Und woher beziehen die Irish Stew-Köche ihr Hammelfleisch?
Ich bin gespannt!

mfg
Claus

Lars Wilhelm

unread,
Oct 19, 2012, 5:37:53 AM10/19/12
to
Würde ich Irish Stew kochen wollen, würde ich einfach den nächsten
türkischen Metzger fragen. Aber Du musst nicht anfangen Nebelkerzen zu
werfen, bloß weil man Dir widerspricht.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 19, 2012, 5:31:37 AM10/19/12
to
Matthias Kohrs in <news:aeapeo...@mid.individual.net>:

>Am 18.10.2012 17:46, schrieb Michael Jaeger:
>
>> Das ist Qualitätsmäßig noch unterhalb von Asti Spumante.
>
>Dazu möchte ich doch mal anmerken daß "Asti Spumante" keine
>Qualitätsstufe, sondern eine bestimmte Art des Schaumweins ist, den man
>nicht mögen muß, aber kann. Und wie bei anderen Produkten kann man ihn
>aus hochwertigen oder weniger wertvollen Zutaten mit mehr oder weniger
>Sorgfalt herstellen.

Wie zum Beispiel auch Grappa. Da geht die Spanne von "Petroleum" über
"genießbar" bis hin zu "könnte ich drin baden".

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 2 Monaten und 6 Tagen ist Weihnachten
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Stellt euch vor, es ist Freitag und keiner geht hin!

Claus Maier

unread,
Oct 20, 2012, 3:05:45 AM10/20/12
to
Lars Wilhelm wrote:

> W�rde ich Irish Stew kochen wollen, w�rde ich einfach den n�chsten
> t�rkischen Metzger fragen.

Ach?
Die t�rkischen Metzger habe ich durch.
Die "levantinischen" L�den �brigens auch.
(Noch nicht mal Rumis Express hat Hammelfleisch in seinem Sortiment.)

> Aber Du musst nicht anfangen Nebelkerzen zu werfen,
> blo� weil man Dir widerspricht.

Eine Nebelkerze ist wohl eher dein t�rkischer Metzger!
Wenn du es wirklich bringen willst, anstatt hier nur wohlfeil rumzulabern,
verr�tst du mir, wo ich Hammelfleisch mit *vertretbarem Aufwand* herbekomme.

Und nein, ich m�chte kein Schaf bei $Albsch�fer kaufen (wie mir gelegentlich
schon empfohlen wurde) und wom�glich selbst schlachten.
Sondern einfach 2kg Hammelfleich an $Theke ordern k�nnen - so wie das vor
30 Jahren noch ohne Verrenkungen m�glich war.

mfg
Claus


Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 20, 2012, 4:23:23 AM10/20/12
to
|*#Claus Maier in <<50824ee0$0$6625$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net>:

>Und nein, ich möchte kein Schaf bei $Albschäfer kaufen (wie mir gelegentlich
>schon empfohlen wurde) und womöglich selbst schlachten.
>Sondern einfach 2kg Hammelfleich an $Theke ordern können - so wie das vor
>30 Jahren noch ohne Verrenkungen möglich war.

Ich würd's mal bei <http://www.laame.de/index.php/privatkunden>
versuchen. Da ich nicht weiß, wo Du residierst, weiß ich aber auch
nicht, ob's ein vertretbarer Aufwand wird.

Zudem hört man munkeln, daß das, was Du noch als "Lamm" und "Hammel"
kennst, heutzutage als "Milchlamm" und "Lamm" gehandelt wird. Wenn Du
Glück hast, bekommst Du dort Deinen Hammel, wo Du Lammfleisch und nicht
Milchlammfleisch erwirbst.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 2 Monaten und 5 Tagen ist Weihnachten
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Stellt euch vor, es ist Samstag und keiner geht hin!

frank paulsen

unread,
Oct 20, 2012, 5:15:00 AM10/20/12
to
"Claus Maier" <spam...@arcor.de> writes:

> Lars Wilhelm wrote:
>
>> W�rde ich Irish Stew kochen wollen, w�rde ich einfach den n�chsten
>> t�rkischen Metzger fragen.
>
> Ach?
> Die t�rkischen Metzger habe ich durch.
> Die "levantinischen" L�den �brigens auch.
> (Noch nicht mal Rumis Express hat Hammelfleisch in seinem Sortiment.)

Rungis Express besorgt das auf bestellung, hat es aber nicht im normalen
sortiment. kunststueck, will ja fast niemand essen.

im tuerkischen supermarkt finde ich es aber, Schafskeule (fuer dich:
"Hammelkeule") waere "Koyun Budu", so um 4-5EUR/kg.

lammkeule waere "Kuzun Budu" und kostet etwa das doppelte.

> Eine Nebelkerze ist wohl eher dein t�rkischer Metzger!
> Wenn du es wirklich bringen willst, anstatt hier nur wohlfeil rumzulabern,
> verr�tst du mir, wo ich Hammelfleisch mit *vertretbarem Aufwand* herbekomme.

Dortmund Wochenmarkt. der laden mit Spanferkel und Ziege besorgt dir auf
bestellung auch Schaffleisch. also auch andere stuecke als keule.

ansonsten halt in grossen tuerkischen supermaerkten, die kleinen buden
haben das ungefaehr so oft wie deutsche metzger dir nen schweinenetz
ohne vorbestellung geben koennen.

> Sondern einfach 2kg Hammelfleich an $Theke ordern k�nnen - so wie das vor
> 30 Jahren noch ohne Verrenkungen m�glich war.

das heisst jetzt Schaffleisch...

--
frobnicate foo

frank paulsen

unread,
Oct 20, 2012, 6:16:25 AM10/20/12
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> writes:

> Zudem h�rt man munkeln, da� das, was Du noch als "Lamm" und "Hammel"
> kennst, heutzutage als "Milchlamm" und "Lamm" gehandelt wird. Wenn Du
> Gl�ck hast, bekommst Du dort Deinen Hammel, wo Du Lammfleisch und nicht
> Milchlammfleisch erwirbst.

ein Milchlamm ist nicht aelter als ein halbes jahr, ein Lamm nicht
aelter als ein jahr. da hat sich nichts geandert, seit jahrzehnten.

--
frobnicate foo

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 20, 2012, 9:18:28 AM10/20/12
to
frank paulsen in <news:k5ttlp$ppb$1...@buer.dfakt.de>:

>"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> writes:
>
>> Zudem hört man munkeln, daß das, was Du noch als "Lamm" und "Hammel"
>> kennst, heutzutage als "Milchlamm" und "Lamm" gehandelt wird. Wenn Du
>> Glück hast, bekommst Du dort Deinen Hammel, wo Du Lammfleisch und nicht
>> Milchlammfleisch erwirbst.
>
>ein Milchlamm ist nicht aelter als ein halbes jahr, ein Lamm nicht
>aelter als ein jahr. da hat sich nichts geandert, seit jahrzehnten.

Dann hörte ich vielleicht wohl Falsches munkeln.

CU!
Ulrich
--
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In 2 Monaten und 5 Tagen ist Weihnachten
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Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 20, 2012, 9:45:48 AM10/20/12
to
|*#frank paulsen in <<k5tq2k$fis$1...@buer.dfakt.de>:

>"Claus Maier" <spam...@arcor.de> writes:
>
>> Sondern einfach 2kg Hammelfleich an $Theke ordern können - so wie das vor
>> 30 Jahren noch ohne Verrenkungen möglich war.
>
>das heisst jetzt Schaffleisch...

Teufel. *Das* war mein Irrtum. Ich korrigiere also auf "Das was, früher
Lamm und Hammel hieß, heißt heute Lamm und Schaf". Vergiss das mit dem
Milch ...

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 2 Monaten und 5 Tagen ist Weihnachten
G1CK6 C4XOV L4KR7 J9TEM I6ZJ4 3C15V O8DO0 TO96H SJXJL

Willi Marquart

unread,
Oct 20, 2012, 11:56:41 AM10/20/12
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>|*#frank paulsen in <<k5tq2k$fis$1...@buer.dfakt.de>:

>Teufel. *Das* war mein Irrtum. Ich korrigiere also auf "Das was, fr�her
>Lamm und Hammel hie�, hei�t heute Lamm und Schaf".

�lter als 2 Jahre hie�en die auch fr�her schon Schaf, jetzt halt schon
ab einem Jahr und der Hammel ist weggefallen.

Gru� Willi

Message has been deleted
Message has been deleted

Willi Marquart

unread,
Oct 20, 2012, 2:51:50 PM10/20/12
to
Ludger Averborg schrieb:

>Hammel ist schon immer der (kastrierte) Schafbock.

So? Dann steht bei

http://www.lebensmittellexikon.de/l0000140.php

wohl Unsinn:

In Deutschland wird heute nur noch zwischen Lamm und Schaf
unterschieden. Die alten Bezeichnungen sind f�r eine feinere
Unterscheidung allerdings sehr hilfreich.

Lamm: Neue Unterscheidung

Lamm: L�mmer sind Tiere, die nicht �lter als ein Jahr sind.
Schafe: Schafe sind Tiere, die �lter sind als ein Jahr.

Lamm: Alte Unterscheidung

Lamm: L�mmer sind Tiere, die nicht �lter als ein Jahr sind.
Milchlamm: Milchl�mmer sind Tiere, die mindestens 8 Wochen aber nicht
�lter als 6 Monate alt sind.
Mastlamm: Mastl�mmer sind Tiere bis zu einem Alter von einem Jahr.
Hammel: Hammel sind Tiere, die noch nicht �lter sind als zwei
Jahre. Dies k�nnen m�nnliche, kastrierte Tiere oder
weibliche Tiere ohne Nachwuchs sein.
Schaf: Weibliche und m�nnliche kastrierte Tiere, die �ber zwei
Jahre alt sind.
Bock: B�cke sind m�nnliche nicht kastrierte Tiere, die �lter sind
als ein Jahr.

Gru� Willi

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 21, 2012, 4:28:26 AM10/21/12
to
Willi Marquart in <news:m9i588pglnsba522o...@neppi.net>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:
>
>>|*#frank paulsen in <<k5tq2k$fis$1...@buer.dfakt.de>:
>
>>Teufel. *Das* war mein Irrtum. Ich korrigiere also auf "Das was, früher
>>Lamm und Hammel hieß, heißt heute Lamm und Schaf".
>
>Älter als 2 Jahre hießen die auch früher schon Schaf, jetzt halt schon
>ab einem Jahr und der Hammel ist weggefallen.

Langsam klärt es sich. Claus sollte also seine erfolglose Suche nach
"Hammel" aufgeben, sondern nur nach genügend alten Schafen fragen.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 2 Monaten und 4 Tagen ist Weihnachten
CJ6D7 XJAG7 A4KFX 5ERWN MJ5XC LW4OS FKTWA 0SVV6 7ZHNU
Stellt euch vor, es ist Sonntag und keiner geht hin!

frank paulsen

unread,
Oct 21, 2012, 5:03:38 AM10/21/12
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> writes:

> On Sat, 20 Oct 2012 12:16:25 +0200, frank paulsen
> <frank....@gmx.net> wrote:
>
>>ein Milchlamm ist nicht aelter als ein halbes jahr, ein Lamm nicht
>>aelter als ein jahr. da hat sich nichts geandert, seit jahrzehnten.
>
> Nun, vor Jahrzehnten w�re noch niemand (ok:niemand, der eine
> Schafherde sieht) auf die Idee gekommen, die ausgewachsenen
> einj�hrigen Tiere als L�mmchen zu bezeichnen. Vermutlich ist das immer
> noch so. Zumindest findet google/bilder unter L�mmer nahezu
> ausschlie�lich diese kleinen wolligen wei�en Kr�uselhaarwesen.
>
> Ich wei�: Google abz�hlen jassen ist kein Beweis, aber ein Hinweis ist
> es schon daf�r, was viele denken.

es gibt in deutschland so gut wie keine tradition im _verzehr_ von
schaffleisch, unter welcher bezeichnung auch immer.

um das mal in zahlen zu bringen: nicht mal 1kg pro kopf und jahr. von
daher ist es natuerlich, dass da eine starke divergenz zwischen den
fachtermini und dem allgemeinen sprachgebrauch gibt.

du z.B. gehst davon aus, dass ein Hammel ein kastrierter Bock sei. das
stimmt, wenn man vom lebenden tier redet, meist.

als Hammelfleisch verkauft wird aber seit ewigkeiten auch fleisch von
weiblichen schafen, die noch nicht abgelammt haben, aber schon ihre
backenzaehne besitzen. der grund ist simpel: die bilden genau den etwas
strengeren geschmack aus, der den 'echten' Hammeln eigen ist, gehen
nicht mehr als laemmer durch, muessen aber ggf. trotzdem verkauft
werden. weil man sie als Lamm nicht losgeworden ist.

geboren werden schafe so etwa 50/50 als weibliche und maennliche tiere.

fuer eine herde braucht man so ungefaehr einen bock auf 20-50 mutter-
tiere. das heisst aber auch, dass gerade die bocklaemmer die ersten
sind, die ueber die klinge springen, weil man sie als hammel kaum
verkaufen kann und als bock nur sehr wenige braucht. will sagen:
normalerweise hat nach nem halben jahr eine normale herde ueberhaupt
keine maennlichen tiere mehr, weil die potentiellen 'Hammel' schon
verkauft sind, und die boecke weggestallt. (ausser, sie bekommen ne hose
an, das gibts auch :)

woher soll also hammelfleisch kommen? eben, von geschlechtsreifen
schafen, die noch nicht gelammt haben. fuer den schaefer ist das
unglaublich aergerlich, denn das sind ja nicht fuer diesen zweck
ausgedachte tiere, sondern einfach laemmer, die ihm (oder ihr, gibt nen
haufen weiblicher schaefer mitlerweile) schlicht zu alt geworden sind.

wenn hier jetzt fleissig lebensmittellexikon und wikipedia zitiert
werden, zwecks genauer angaben ueber die lebensalter, dann kommen da
_maximalgrenzen_ raus, die die bezeichnungen festlegen.

unter normalen umstaenden wird kein schaefer ein Lamm genau nach elf
monaten und 27 tagen schlachten: das ist futterverschwendung ohne ende,
ohne messbaren mehrertrag. und mit pech riecht das vieh dann schon
'bockig' und bringt nur den halben preis.

Osterl�mmer werden hier (NRW) nach etwa 10-12 wochen geschlachtet, die
sehen dann genau so putzig aus, wie google dir das zeigt.

*aber* von genau diesen osterlaemmern wird deutlich mehr geredet als
gegessen, zumindest in Deutschland. das ist wie mit katzen im netz: die
niedlich putzigen bilderchen sind viel haeufiger vertreten als die
viecher im echten leben vorkommen. da ist die masse der katzen entweder
alt und fett, oder irgendwo unsichtbar verschwunden.

Mastl�mmer werden in D normalerweise nach ungefaehr einem halben jahr
geschlachtet, so minus einen und plus zwei monate als toleranz, weil die
vermarktung da stark von der nachfrage abhaengt. das sind aber auch mit
fuenf monaten ganz sicher *keine* Milchl�mmer, weil sie halt so frueh
wie moeglich auf gruen- oder kraftfutter umgestellt werden.

(das ist trotz der laenge noch alles viel zu kurz, weil ich als
beispiele fuer mastzeiten jetzt weideschafe genommen habe. bei
aufgestallten werden die laemmer z.B. optimal genau vier monate alt, bei
alten rassen (Skudden) in extensiver haltung eher zehn monate...)

--
frobnicate foo

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Oct 21, 2012, 11:13:29 AM10/21/12
to
frank paulsen in <news:k60dpb$gi6$1...@buer.dfakt.de>:

>unter normalen umstaenden wird kein schaefer ein Lamm genau nach elf
>monaten und 27 tagen schlachten: das ist futterverschwendung ohne ende,
>ohne messbaren mehrertrag. und mit pech riecht das vieh dann schon
>'bockig' und bringt nur den halben preis.

Diesem Schäfer sollte man glatt mal stecken, daß Claus dem durchaus den
vollen Preis - wenn nicht sogar eien "Hammelbonus" - zahlen täte #-)

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 2 Monaten und 4 Tagen ist Weihnachten
I4AJU PXAI1 VCM4P 51AJ6 Y8QDS TX9UZ JHMPA YWSN2 IP6B6

Michael Jaeger

unread,
Oct 24, 2012, 3:21:33 PM10/24/12
to
In article <aeapeo...@mid.individual.net>,
Matthias Kohrs <Matthia...@t-online.de> wrote:

> Am 18.10.2012 17:46, schrieb Michael Jaeger:
>
> > Das ist Qualit�tsm��ig noch unterhalb von Asti Spumante.
>
> Dazu m�chte ich doch mal anmerken da� "Asti Spumante" keine
> Qualit�tsstufe, sondern eine bestimmte Art des Schaumweins ist, den man
> nicht m�gen mu�, aber kann. Und wie bei anderen Produkten kann man ihn
> aus hochwertigen oder weniger wertvollen Zutaten mit mehr oder weniger
> Sorgfalt herstellen.
>
> Es soll z.B. auch guten Lambrusco geben. Hab ich mal geh�rt.
>
> CYA! Matthias


H�tte nicht gedacht, das man hier alles erkl�ren muss.

Gemeint war: Ist unterhalb der Qualit�t von Asti Spumante.

Jetzt klar? Oder werden hier die Worte auf die Goldwaage gelegt?



Gru�

Matthias Kohrs

unread,
Oct 24, 2012, 4:33:03 PM10/24/12
to
Am 24.10.2012 21:21, schrieb Michael Jaeger:
> In article <aeapeo...@mid.individual.net>,
> Matthias Kohrs <Matthia...@t-online.de> wrote:

>> Dazu m�chte ich doch mal anmerken da� "Asti Spumante" keine
>> Qualit�tsstufe, sondern eine bestimmte Art des Schaumweins ist, den man
>> nicht m�gen mu�, aber kann. Und wie bei anderen Produkten kann man ihn
>> aus hochwertigen oder weniger wertvollen Zutaten mit mehr oder weniger
>> Sorgfalt herstellen.

> H�tte nicht gedacht, das man hier alles erkl�ren muss.
>
> Gemeint war: Ist unterhalb der Qualit�t von Asti Spumante.
>
> Jetzt klar? Oder werden hier die Worte auf die Goldwaage gelegt?

Das war von Anfang an klar wie das gemeint war. Ist aber trotzdem
Bl�dsinn, weil wir nicht wissen welche Qualit�t der Asti Spumante hat
solange uns du nicht verr�tst *welchen* Asti Spumante du meinst.

So war es eine Nullaussage wie "Ein BMW ist schneller als ein
Vierzylinder" oder "Dieses Apfelkompott liegt noch unter der Qualit�t
von Kirschmarmelade".

Wir wissen jetzt jedenfalls wie deine Aussagen �ber Schaumwein zu
bewerten sind.

CYA! Matthias, jetzt: Neuer Wein aus Gro�bottwar

Heiko Neubauer

unread,
Oct 25, 2012, 9:15:23 AM10/25/12
to
Am 24.10.2012 22:33, schrieb Matthias Kohrs:

> Das war von Anfang an klar wie das gemeint war. Ist aber trotzdem
> Bl�dsinn, weil wir nicht wissen welche Qualit�t der Asti Spumante hat

Asti Spurmante hat keine Qualit�t, darum ist es auch nur ein Schaumwein
und kein Qualit�ts-Schaumwein.
Das hat etwas mit Alkoholgehalt, Druck und schweflige S�ure pro Liter
zu tun.

> solange uns du nicht verr�tst *welchen* Asti Spumante du meinst.

Auch das spielt keine Rolle, denn sonst w�re das Produkt kein einfacher
Schaumwein.

> So war es eine Nullaussage wie

man es von dir gew�hnt ist.

> "Ein BMW ist schneller als ein
> Vierzylinder" oder "Dieses Apfelkompott liegt noch unter der Qualit�t
> von Kirschmarmelade".

Auch bei der Polemik hat Du keine Qualit�t.

> Wir wissen jetzt jedenfalls wie deine Aussagen �ber Schaumwein zu
> bewerten sind.

Ich weiss jetzt jedenfalls, wie deine Aussage �ber Schaumwein zu
bewerten ist.

Heiko


Michael Jaeger

unread,
Oct 28, 2012, 5:01:46 AM10/28/12
to
In article <aer1k0...@mid.individual.net>,
Matthias Kohrs <Matthia...@t-online.de> wrote:

> Am 24.10.2012 21:21, schrieb Michael Jaeger:
> > In article <aeapeo...@mid.individual.net>,
> > Matthias Kohrs <Matthia...@t-online.de> wrote:
>
> >> Dazu m�chte ich doch mal anmerken da� "Asti Spumante" keine
> >> Qualit�tsstufe, sondern eine bestimmte Art des Schaumweins ist, den man
> >> nicht m�gen mu�, aber kann. Und wie bei anderen Produkten kann man ihn
> >> aus hochwertigen oder weniger wertvollen Zutaten mit mehr oder weniger
> >> Sorgfalt herstellen.
>
> > H�tte nicht gedacht, das man hier alles erkl�ren muss.
> >
> > Gemeint war: Ist unterhalb der Qualit�t von Asti Spumante.
> >
> > Jetzt klar? Oder werden hier die Worte auf die Goldwaage gelegt?
>
> Das war von Anfang an klar wie das gemeint war. Ist aber trotzdem
> Bl�dsinn, weil wir nicht wissen welche Qualit�t der Asti Spumante hat
> solange uns du nicht verr�tst *welchen* Asti Spumante du meinst.

Ich meine *den* Asti Spumante. Es ist immer ein Schaumwein niedrigster
Qualit�t. Ich habe in meinem Leben noch nie einen guten Asti Spumante
getrunken. Klebrig s��e Pl�rre, zusammengepanscht, wenig Alkohol und
Kohlens�ure durch Tankg�rung. Erste G�rung wohlgemerkt. Der Most wird
direkt zum Asti Spumante vergoren. Es gibt keinen Wein dazwischen, wie
bei Sekt oder Champagner.

> So war es eine Nullaussage wie "Ein BMW ist schneller als ein
> Vierzylinder" oder "Dieses Apfelkompott liegt noch unter der Qualit�t
> von Kirschmarmelade".

Das ist keine Nullaussage. Aber mir ist jetzt klar, dass Du von Asti
Spumante keine Ahnung hast.

> Wir wissen jetzt jedenfalls wie deine Aussagen �ber Schaumwein zu
> bewerten sind.
>
> CYA! Matthias, jetzt: Neuer Wein aus Gro�bottwar

--
Macintosh. Was sonst?

Matthias Kohrs

unread,
Oct 28, 2012, 8:49:25 AM10/28/12
to
Am 28.10.2012 10:01, schrieb Michael Jaeger:

> Das ist keine Nullaussage. Aber mir ist jetzt klar, dass Du von Asti
> Spumante keine Ahnung hast.

Trink ich wohl nicht so oft wie du.

CYA! Matthias

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