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Elektrischer Messerschärfer

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6689570

unread,
Apr 22, 2013, 3:02:17 PM4/22/13
to
Hallo!
Letzte Woche gab es bei AS einen elektrischen Messerschärfer.
Hat jemand damit schon erste Erfahrungen gesammelt (z.B. wie fein
ist der Schliff?) Da ich sonst mit einem Wasserstein schleife
und das manchmal langwierig ist (bei allerdings exzellentem
Ergebnis) dachte ich, es könnte mir etwas Zeit sparen.

Grüße!

Mike

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Bea Schnecker

unread,
Apr 22, 2013, 3:44:21 PM4/22/13
to
> [....]
> ... es könnte mir etwas Zeit sparen.



Du kannst keine Zeit sparen - gibt ja keine Sparbüchse dafür.

Du kannst Zeit eher noch sinnvoller verwenden. Zum Beispiel den Kauf vermeiden und was anderes dafür machen.


bea

José aus Olinda

unread,
Apr 23, 2013, 2:23:09 AM4/23/13
to
Bleib bei deinem Schleifstein.
--
José

Vínzenz Ahréndt

unread,
Apr 23, 2013, 6:07:22 AM4/23/13
to
Was ist an 30 Sekunden bis 3 Minuten pro Messer "langwierig"? "Langwierig"
ist sowas höchstens dann, wenn man Messerschneiden über Monate oder Jahre
so weit "rundnudelt", daß man darauf reiten kann. Dann hilft so ein
elektrisches Wunderdingens aber auch nicht weiter, da muß dann ein
Schleifer ran, der was davon versteht.

Wenn Du zu lange brauchst, sind vielleicht Dein Wasserstein oder Deine
Schleiftechnik nicht optimal. Was für ein Stein ist es denn?

Möglich ist auch ein zu großer Zeitabstand zwischen den einzelnen
Schleif-Sessions.

Zeitmäßig in der Summe über die Jahre gerechnet kürzere Schleifzeiten und
gleichzeitig bessere Ergebnisse bei der Schleifqualität erzielt man ohnehin
mit mehreren Schleifschritten auf mehreren Steinen.

Schärfeschliff mit Körnung 600 bis 1500, Feinschliff mit Körnung 5000 bis
8000 und Politurschliff mit Körnung 12000 gehen ziemlich fix nacheinander,
wenn ein Messer erst einmal einen akzeptablen Grundschliff hat und
lediglich nach normalem Gebrauch wieder nachgeschliffen wird.

Ebenfalls sehr hilfreich ist es wie gesagt, Messer zu schleifen, bevor sie
richtig runter sind. Dann gehen in der Summe 3 Schleif-Sessions schneller
als ansonsten eine Session mit "fertigen" Klingen.

Alles zusammen sorgt neben kurzen Schleifzeiten für eine sehr gute Schärfe.
Gleichzeitig wird nicht nur ebenfalls die Standzeit der Klingen durch Fein-
und Politurschliff erhöht, sondern auch die Feinheit des Schnitts erheblich
verbessert.

--
/
°
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Johann Mayerwieser

unread,
Apr 23, 2013, 8:21:12 AM4/23/13
to
Am Tue, 23 Apr 2013 13:39:54 +0200 schrieb Ludger Averborg:

> Man darf nicht vergessen, das D Jahrhunderte lang von ambulanten
> Scherenschleifern mit scharfen Messern versorgt wurden, und diese
> Qualität bekommt man mit dem Elektrokästchen auch hin.

Die hatten wenigstens einen Wasserstein, sodass sich die Klinge nicht
erhitzte.

Ich trag meine MEsser ein Mal im Jahr zum SCherenschleifer und verwende
sonst das Schwert (oder wie dieses Abzieheisen heißt, mit dem die Profis
zeitweise herumwerkeln).

Die 25-30 Euro sind gut angelegt.

Hannes

--
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Vínzenz Ahréndt

unread,
Apr 23, 2013, 9:31:10 AM4/23/13
to
Ludger Averborg schrieb am Tue, 23 Apr 2013 13:39:54 +0200:
> On Tue, 23 Apr 2013 12:07:22 +0200, Vínzenz Ahréndt <schokok...@mail.com>
>> 6689570 schrieb am Mon, 22 Apr 2013 21:02:17 +0200:

>>> Letzte Woche gab es bei AS einen elektrischen Messerschärfer.
>>> Hat jemand damit schon erste Erfahrungen gesammelt (z.B. wie fein
>>> ist der Schliff?) Da ich sonst mit einem Wasserstein schleife
>>> und das manchmal langwierig ist (bei allerdings exzellentem
>>> Ergebnis) dachte ich, es könnte mir etwas Zeit sparen.

>> Was ist an 30 Sekunden bis 3 Minuten pro Messer "langwierig"? "Langwierig"
>> ist sowas höchstens dann, wenn man Messerschneiden über Monate oder Jahre
>> so weit "rundnudelt", daß man darauf reiten kann. Dann hilft so ein
>> elektrisches Wunderdingens aber auch nicht weiter,

> Doch, genau dann hilft es weiter. Du baust damit eine neue Schneide auf, die du
> hinterher wieder eine ganze Zeit durch Abziehen scharf halten kannst.

Erst mal wird die Schneide durch die Wärme beschädigt. Und dann wird da
irgendein brutaler Grottenschliff draufgewuchtet, der schon gegen Omas
Geheimtip mit dem unglasierten Rand auf der Unterseite der tönernen
Auflaufform verblaßt.

>> da muß dann ein
>> Schleifer ran, der was davon versteht.

> Das hängt wohl davon ab, was von dem geschliffenen Messer verlangt wird.
> Soll es eine Flaumfeder halbieren, die aus der Luft herunter segelt oder reicht
> es aus, wenn man damit reife Tomaten in Scheiben schneiden kann ohne sie all zu
> sehr zu zermatschen.

LOL. "Tomaten ... schneiden kann ohne sie all zu sehr zu zermatschen" - mir
gruselt. Ein _tatsächlich_ scharfes Messer geht auch in überreife Tomaten
nach ca. 0,5 bis 1 cm und ohne Druck rein, ohne daß auch nur
andeutungsweise _überhaupt_ etwas matscht.

>> Schärfeschliff mit Körnung 600 bis 1500, Feinschliff mit Körnung 5000 bis
>> 8000 und Politurschliff mit Körnung 12000

> Das tut das Kästchen natürlich nicht, da wird mit einer einzigen Körnung schnell
> relativ viel Material abgetragen, mit zwei verschiedenen Winkeln. Poliert oder
> so wird da nichts.

Die behaupten, Gold zu machen, bekommen aber noch nicht einmal Porzellan
heraus.

Daß sich sowas verkaufen läßt, liegt daran, daß die wenigsten Leute
hierzulande noch wissen, was wirklich scharfe Messer sind. Bestenfalls
rennen sie los und lassen sich Keramikmesser andrehen. LOL.

--
/
°

Vínzenz Ahréndt

unread,
Apr 23, 2013, 9:31:08 AM4/23/13
to
Johann Mayerwieser schrieb am 23 Apr 2013 12:21:12 GMT:
> Am Tue, 23 Apr 2013 13:39:54 +0200 schrieb Ludger Averborg:

>> Man darf nicht vergessen, das D Jahrhunderte lang von ambulanten
>> Scherenschleifern mit scharfen Messern versorgt wurden, und diese
>> Qualität bekommt man mit dem Elektrokästchen auch hin.

> Die hatten wenigstens einen Wasserstein, sodass sich die Klinge nicht
> erhitzte.

Solche gab es, und die wußten dann sogar, was ein Belgischer Brocken ist.

Es gab aber auch andere, die Klingen nur trocken über einen rotierenden
Sandstein drübergewuchtet haben.

Die Nachkommen von denen bieten heute Schleifdienste für irgendwas um 2 EUR
pro Messer an und ziehen sie dann nur kurz über den Bandschleifer. *grusel*

--
/
°
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Vínzenz Ahréndt

unread,
Apr 23, 2013, 12:57:49 PM4/23/13
to
Ludger Averborg schrieb am Tue, 23 Apr 2013 17:34:38 +0200:
> On Tue, 23 Apr 2013 15:31:10 +0200, Vínzenz Ahréndt <schokok...@mail.com>

>> Und dann wird da irgendein brutaler Grottenschliff draufgewuchtet,

> Unter "irgend einen brutalen Grottenschliff draufwuchten" kann ich mir nichts
> genaues vorstellen.

Du erlebst es doch selbst, was dabei herauskommt, denn Du benutzt so ein
Teil. Und dann sagst Du über Deine eigenen Messer, die mit dem Ding Kontakt
hatten: "Tomaten ... schneiden kann ohne sie all zu sehr zu zermatschen".

Als ich noch nicht schleifen konnte, hab ich mir sowas auch angetan -
einfach deshalb, weil ich's halt noch nicht besser wußte/konnte. Als ich
dann mit dem Schleifen anfing, wurde mir aber innerhalb kürzester Zeit
klar, wie unterirdisch _diese_ Art von mangelnder Schärfe und Güte einer
Schneide ist.

> Ich hab den Eindruck, du kennst diese Geräte gar nicht, diskutierst keine
> rationalen Erfahrungen sonder gibst nur Bauchgefühle von dir ("irgendein
> brutaler Grottenschliff draufgewuchtet")

Es reicht doch, wenn Du selbst die Ergebnisse beschreibst, die so ein Ding
liefert. Da muß doch nicht auch noch ich mir so ein Ding kaufen, nur um
bestätigt zu bekommen, was a) vorher schon absehbar war und b) ohnehin
bereits von Dir bestätigt wurde. ;-)

>> Daß sich sowas verkaufen läßt, liegt daran, daß die wenigsten Leute
>> hierzulande noch wissen, was wirklich scharfe Messer sind.

> Auch darauf habe ich ja schon hingewiesen: es kommt drauf an, was man von einem
> Küchenmesser verlangt. Ich koche ziemlich viel und bin für meine Verwendung mit
> den Messern, die ich so nachgeschärft habe, zufrieden. Für mich ist es wichtig,
> dass wir nach dem Essen beide zufrieden sind, und das gelingt mir fast immer.
> Ich möchte keine Minute mehr als nötig fürs Kochen verwenden, denn ich hab auch
> noch andere Dinge zu erledigen.

Seitdem ich schleifen kann, ist meine Erfahrung genau die, daß ein bißchen
ins Schleifen investierte Zeit ein Vielfaches davon beim Kochen einspart.
Es geht nämlich einfach leichter und besser und damit schneller, und zwar
_immer_, während Schleifen selten genug nötig ist.

> Für mich kommt Befriedigung nicht aus einem erstklassig geschliffenen
> Messer sondern aus einem gut zubereiteten Essen.

... was sich mit entsprechend gutem Werkzeug sowohl besser als auch
schneller zubereiten läßt. Ebenda schließt sich der Kreis.

--
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Andreas Erber

unread,
Jun 11, 2013, 5:03:48 PM6/11/13
to
Am 22.04.2013 21:02, schrieb 6689570:
Hi,

den hab ich gekauft und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Selbst
unsere furchigen Messer die seit 10 Jahren nur Wetzstahl gesehen haben
schneiden damit jetzt wieder Tomaten dass es eine wahre Freude ist!

--
Beste Grüße,
Andy
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