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Koeln: Wendeschleife Ostheim gekappt

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Achim Scheve

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Apr 21, 1997, 3:00:00 AM4/21/97
to

Hallo!
An diesem Wochenende wurde durch umfangreiche Bauarbeiten
auf der Linie 9 im Abschnitt Kalk-Koenigsforst die Wendeschleife
Ostheim, die frueher von der Linie 2 benutzt wurde gekappt.
Durch den Ausbau der Wendeschleife kann jetzt auch in Richtung
Koenigsforst ein modernen Bahnsteig mit direktem Uebergang zu
den Linienbussen der KVB geschaffen werden.
An die Stelle der Wendeschleife tritt ein Gleiswechsel bzw.
eine Kehrgleisanlage nur fuer Stadtbahnwagen bzw. Niederflurwagen.
Schon seit Jahren wird das gesamte Strassenbahnnetz der KVB
auf den verstaerkten Einsatz von Zweirichtungsfahrzeugen
umgebaut.
Immer mehr Wendeschleifen verschwinden entweder ersatzlos,
oder werden durch einfache Kehrgleisanlagen ersetzt.
So verschwanden in den letzten Monaten und Jahren u.a:
- Wendeschleife Bensberg
- Wendeschleife Merheim
- Wendeschleife Thielenbruch(Kehrgleisanlagen und Bahnsteige sind
jetzt im alten Depotgebaeude, die eingleisige(statt dreigleisige)
Restschleife dient Anstellzwecken und spaeter dem Museumsbahnbetrieb.)
- Wendeschleife Wiener Platz
- Wendeschleife Chorweiler(jetzt Abstellanlage)
Ausserdem wird in Zukunft am Endpunkt Luxemburgerstrasse der Linie 13
die busher noch im Linienverkehr benutzte Blockunfahrung in eine
Betriebsstrecke umgebaut.
Nur die Wendeschleife Neumarkt wurde vor kurzem neu gestaltet.
In diese Wendeschleife kann in beiden Richtungen eingefahren und
ausgefahren werden. Sie verfuegt ueber zwei Bahnsteiggleise, von
denen ein Gleis nutzbar ist fuer Strassenbahnwagen(z.B. Linie 2)
und Niederflurwagen und Stadtbahnwagen, waehrend das zweite Gleis
nur fuer Niederflurwagen und Stadtbahnwagen nutzbar ist, weil
nur diese Wagen Tueren auf der linken Seite haben.

Gleichzeitig werden gerade im klassischen Strassenbahnnetz immer
mehr einfache Gleiswechsel eingebaut um bei Betriebsstoerungen
Stadtbahnwagen oder Niederflurwagen einfach umkehren zu lassen.
Diese Gleiswechsel bestehen aus ganz einfachen Weichen, die
ggf mit dem Stelleisen zu bedienen sind, und im Linienverkehr
nur von der stumpfen Seite her befahren werden.

Gleisschema:

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| /|
| / |
| / |
| / |
|/ |
| |
| |


Die Sicherheit wird hier also durch die Regel des Rechtsverkehrs
gesichert.


MfG

Achim


Stefan Fricke

unread,
Apr 22, 1997, 3:00:00 AM4/22/97
to

Achim_...@mk2.maus.sauerland.de (Achim Scheve) schrieb:

> So verschwanden in den letzten Monaten und Jahren u.a:
> - Wendeschleife Bensberg
> - Wendeschleife Merheim
> - Wendeschleife Thielenbruch(Kehrgleisanlagen und Bahnsteige sind
> jetzt im alten Depotgebaeude, die eingleisige(statt dreigleisige)
> Restschleife dient Anstellzwecken und spaeter dem Museumsbahnbetrieb.)
> - Wendeschleife Wiener Platz
> - Wendeschleife Chorweiler(jetzt Abstellanlage)
> Ausserdem wird in Zukunft am Endpunkt Luxemburgerstrasse der Linie 13
> die busher noch im Linienverkehr benutzte Blockunfahrung in eine
> Betriebsstrecke umgebaut.

Auch die Wendeschleife an der Beggisch-Gladbacher Straße wird stillgelegt,
da zum 31.5. der gesamte Streckenabschnitt auf der Bergisch-Gladbacher
Straße stillgelegt wird. Dafür gibt es dann Kehrgleise an der Herler
Straße (Im Bau) und der Vischeringstraße (schon fertig, ab 1.6.
Endhaltestelle für die Linie 16).


Stefan
(S.FR...@LINK-GL.de
http://www.sfricke.de/privat)


Marc Haber

unread,
Apr 23, 1997, 3:00:00 AM4/23/97
to

Alexander Bolz <al...@uet.e-technik.uni-kassel.de> wrote:
>Laesst sich eine allgemeine Tendenz erkennen oder
>macht jeder Betrieb, was er fuer richtig haelt?

In Karlsruhe fahren grundsaetzlich Einrichtungsfahrzeuge. Lediglich
die fuer den Uebergang ins DB-Netz vorgesehenen Zweisystemfahrzeuge
haben Tueren links und einen zweiten Fuehrerstand.

Gruesse
Marc

--
-----------------------------------------------------------------------------
Marc Haber | " Das Ueberschreiten der | s_h...@ira.uka.de
Karlsruhe, Germany | Gleise ist verboten! " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fax: *49 721 966 31 29

Peter Berlich

unread,
Apr 23, 1997, 3:00:00 AM4/23/97
to

Alexander Bolz (al...@uet.e-technik.uni-kassel.de) wrote:
> In Hannover scheint's ja aehnlich wie in Koeln zu sein, waehrend in
> Muenchen doch wohl nur Einrichtungswagen fahren (ich war lange nicht
> mehr dort unten)? Laesst sich eine allgemeine Tendenz erkennen oder

> macht jeder Betrieb, was er fuer richtig haelt?
Genauer gesagt, jeder Betrieb macht das, was er zu dem Zeitpunkt fuer
richtig haelt. Freiburg hatte mal Zweirichtungsfahrzeuge (die alten
GT4), dann hat man nur noch Einrichtungswagen beschafft (lt. VAG aus
Kostengruenden, weil der Bau von Wendeschleifen billiger ist, als die
Zusatzkosten in der Anschaffung fuer Zweirichtungsfahrzeuge), und auf den
Neubaustrecken Wendeschleifen gebaut. Jetzt ist man wieder zu Zwei-
richtungsfahrzeugen zurueckgekehrt. Irgendeinen Sinn kann ich dahinter
nur schwer erkennen.

Peter

Claus Schotten

unread,
Apr 23, 1997, 3:00:00 AM4/23/97
to

In article <5jkt3r$e...@n.ruf.uni-freiburg.de> ber...@ruhpb.physik.uni-freiburg.de (Peter Berlich) writes:

> > Laesst sich eine allgemeine Tendenz erkennen oder
> > macht jeder Betrieb, was er fuer richtig haelt?
> Genauer gesagt, jeder Betrieb macht das, was er zu dem Zeitpunkt fuer
> richtig haelt. Freiburg hatte mal Zweirichtungsfahrzeuge (die alten
> GT4), dann hat man nur noch Einrichtungswagen beschafft (lt. VAG aus
> Kostengruenden, weil der Bau von Wendeschleifen billiger ist, als die
> Zusatzkosten in der Anschaffung fuer Zweirichtungsfahrzeuge), und auf den
> Neubaustrecken Wendeschleifen gebaut. Jetzt ist man wieder zu Zwei-
> richtungsfahrzeugen zurueckgekehrt.

In Duesseldorf ist es genau umgekehrt. Dort hatte man seit den 70er
Jahren nur Zweirichtungsfahrzeuge beschaft, die neuen NF-Strassenabhnen
sind aber wieder Einrichtungsfahrzeuge.

Der Sinn? Nun teilweise kann ich ihn erkennen. Bei den Stadtbahnwagen
die in den 80er Jahren beschafft wurden, sind Zweirichtungsfahzeuge
erforderlich, da die U-Bahnstrecke (auch die Ueberlandstrecken?)
Mittelbahnsteige hat. Zudem fehlt zumindest am Hauptbahnhof die
Wendeschleife. Warum schon Anfang der 70er Jahre Zweirichtungswagen
beschafft wurden, die nicht U-bahntauglich sind, weiss ich nicht.

Die neuen NF-Bahnen sollen die alten Einrichtungswagen ersetzen.
Auf dem Netz sind ueberall Wendeschleifen vorhanden und Einrichtungs-
wagen sind billiger und komfortabler als Zweirichtungswagen.
Fuer Bauarbeiten u.ae., bei denen die Behelfs-Richtungswechsel
benutzt werden muessen, duerften noch genug Zweirichtungswagen aus
den 70ern vorhanden sein.

Ciao, Claus scho...@ert.rwth-aachen.de


Tobias Koehler

unread,
Apr 23, 1997, 3:00:00 AM4/23/97
to

Noch was aus Dresden: die Zweirichtungsfahrzeuge, die hier
bisher im Einsatz waren, waren etwas sonderbare Hausumbauten aus
Tatra-Dreiwagen-Zuegen (T4D+B4D+T4D), die auch normalerweise
(ausser bei Baustellen) nur als Einrichtungszuege eingesetzt
wurden. (Dabei stehen im jeweils hinteren Triebwagen fast alle
Sitze rueckwaerts!)
Jetzt werden wieder Zweirichtungs-Niederflurwagen beschafft,
allerdings steht dabei ein Grossteil der Sitze in eine Richtung,
und im Regelverkehr habe ich sie auch nur vorwaerts fahren
sehen.

Hannover: die letzten Einrichtungswagen sind jetzt ausser
Betrieb, es laufen nur noch U-Bahn-taugliche Zweirichtungszuege.
(In den Tunnelstationen wechseln linke und rechte Bahnsteige
ohnehin ab.)
--
tobias benjamin koehler t...@rcs.urz.tu-dresden.de
______<_ ______________ ______________ ______________
/'...<+>`\|H ========== H||H ========== H||H ========== H|
______`o-o--o-o'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'

Ulf Kutzner

unread,
Apr 23, 1997, 3:00:00 AM4/23/97
to

Alexander Bolz wrote:
>
> Achim Scheve wrote:
>
> (Koeln)

> > Immer mehr Wendeschleifen verschwinden entweder ersatzlos,
> > oder werden durch einfache Kehrgleisanlagen ersetzt.
>
> > Gleichzeitig werden gerade im klassischen Strassenbahnnetz immer
> > mehr einfache Gleiswechsel eingebaut um bei Betriebsstoerungen
> > Stadtbahnwagen oder Niederflurwagen einfach umkehren zu lassen.
>
> In diesem Zusammenhang wuerde mich mal interessieren, wie die
> Tendenz bei anderen Betrieben so ist.

In Mainz wurden jetzt Zweirichtungsfahrzeuge beschafft, was dazu
fuehrte, dass die Behoerde die Foerderung einer Wendeschleife am neuen
Linienendpunkt ablehnt.

Gruss, ULF
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________

Tobias Koehler

unread,
Apr 23, 1997, 3:00:00 AM4/23/97
to

On 23 Apr 1997 11:51:23 GMT, Peter Berlich (ber...@ruhpb.physik.uni-freiburg.de) wrote in de.alt.eisenbahn:

> Genauer gesagt, jeder Betrieb macht das, was er zu dem Zeitpunkt fuer
> richtig haelt. Freiburg hatte mal Zweirichtungsfahrzeuge (die alten
> GT4), dann hat man nur noch Einrichtungswagen beschafft (lt. VAG aus
> Kostengruenden, weil der Bau von Wendeschleifen billiger ist, als die
> Zusatzkosten in der Anschaffung fuer Zweirichtungsfahrzeuge), und auf den
> Neubaustrecken Wendeschleifen gebaut. Jetzt ist man wieder zu Zwei-

> richtungsfahrzeugen zurueckgekehrt. Irgendeinen Sinn kann ich dahinter
> nur schwer erkennen.

In Freiburg wurden wohl deshalb wieder Zweirichtungsfahrzeuge
beschafft, weil eine Linienverlaengerung ueber Zaehringen und
Guenterstal hinaus noch einige Jahre brauchen wird und vor Ort
jeweils kein Platz fuer Kehrschleifen ist. Es ist immer noch
billiger, Zweirichtungswagen zu beschaffen, als ganze Strassen-
zuege abzureissen und die Leute zu entschaedigen. :)

Marc Haber

unread,
Apr 24, 1997, 3:00:00 AM4/24/97
to

Michael.S...@stud.uni-hannover.de (Michael Salzenberg) wrote:
>Richtig, der Linienverkehr in Hannover wird nur noch von
>Zweirichtungsfahrzeugen bedient. Die alten Wendeschleifen verschwinden
>nach und nach im Zuge von Umbaumaßnahmen.

Auch die am Messegelaende und anderen Stationen mit sehr dichter
Zugfolge?

Tobias Koehler

unread,
Apr 24, 1997, 3:00:00 AM4/24/97
to

On 24 Apr 1997 10:11:56 GMT, Peter Berlich (ber...@ruhpb.physik.uni-freiburg.de) wrote in de.alt.eisenbahn:

> Eine Wendeschleife oder auch nur ein Gleisdreieck sind in Guenterstal
> nur ausserhalb des Ortskerns moeglich, was entweder eine Verkuerzung
> oder eine Verlaengerung der Strecke, jeweils um einige hundert Meter
> bedingen wuerde.
> Obwohl es schoen waere, bis zur Schauinslandbahn durchzufahren, duerfte
> der Verkehr auf dieser Strecke eine Strassenbahnlinie kaum rechtfertigen.

Und eventuell wuerde eine solche strecke auch recht steile abschnitte
enthalten, die von heutigen strassenbahnen nur muehsam (wenn ueber-
haupt) ueberwunden werden koennte. (Ich bin das schon mal mit dem rad
gefahren.)

> (Ja, es gab tatsaechlich mal Planungen dafuer, die stammen aber m. E. aus
> den Zwanzigern. Man dachte damals an ein weitverzweigtes Ueberland- (oder
> vielmehr Ueberberg- :-) ) -Netz, das Teile des Schwarzwalds erschliessen
> sollte, teilweise als Adhaesions- und teilweise als Zahnradbahn.

Toll! Realisieren! Sofort! :)

(Hast du mehr informationen darueber? Wo ueberall sollte es denn
hingehen?)

Michael Salzenberg

unread,
Apr 24, 1997, 3:00:00 AM4/24/97
to

s_h...@ira.uka.de (Marc Haber) wrote:

>Michael.S...@stud.uni-hannover.de (Michael Salzenberg) wrote:
>>Richtig, der Linienverkehr in Hannover wird nur noch von
>>Zweirichtungsfahrzeugen bedient. Die alten Wendeschleifen verschwinden
>>nach und nach im Zuge von Umbaumaßnahmen.

>Auch die am Messegelaende und anderen Stationen mit sehr dichter
>Zugfolge?

Hm, nein, die natürlich nicht. In Lahe hat man vor einigen Jahren
sogar die vorhandene Kehranlage zu einer Wendeschleife umgebaut. Für
die Expo-Linie wird es auch wieder eine Wendeschleife geben.

An den "normalen" Endpunkten wurden in den letzten Jahren aber nur
noch Kehranlagen errichtet (Langenhagen, Ahlem, Haltenhoffstraße,
Nordhafen, Garbsen, Aegidientorplatz, Zoo, demnächst Klagesmarkt).


+---------------- Michael Salzenberg ----------------+
| Ithweg 6A, D-30851 Langenhagen |
| http://www.stud.uni-hannover.de/~misa |
+-- mailto:Michael.S...@stud.uni-hannover.de --+


Dirk von Seggern

unread,
Apr 24, 1997, 3:00:00 AM4/24/97
to

Alexander Bolz <al...@uet.e-technik.uni-kassel.de> wrote:

> Achim Scheve wrote:
>
> (Koeln)
> > Immer mehr Wendeschleifen verschwinden entweder ersatzlos,
> > oder werden durch einfache Kehrgleisanlagen ersetzt.
>
> > Gleichzeitig werden gerade im klassischen Strassenbahnnetz immer
> > mehr einfache Gleiswechsel eingebaut um bei Betriebsstoerungen
> > Stadtbahnwagen oder Niederflurwagen einfach umkehren zu lassen.
>
> In diesem Zusammenhang wuerde mich mal interessieren, wie die
> Tendenz bei anderen Betrieben so ist.

In Bonn sind die Stadtbahnwagen Zweirichtungsfahrzeuge. Auch alle
Vorlaeufer auf diesen Strecken waren Zweirichtungsfahrzeuge.

Bei der Strassenbahn hat man 1994 die Einrichtungsfahrzeuge komplett
durch Zweirichtungsniederflurbahnen ersetzt. Gleichzeitig fielen von den
3 Wendeschleifen 2 weg (1 durch Streckenumbau total, 1 wird wegen
Streckenverlaengerung nicht mehr benutzt).


dIrk

Florian Leberfinger

unread,
Apr 24, 1997, 3:00:00 AM4/24/97
to

In Wuerzburg werden seit 1967 nurnoch Einrichtungsfahrzeuge beschafft. Die
1975 aus Hagen gebraucht gekauften 6x-er wurden bis auf 3 Fahrzeuge zu
Einrichtungswagen umgebaut.

Im Netz werden im Zuge von Streckenausbauten die Gleiswechsel ausgebaut
(zuletzt an der ehem. Haltestelle DJK-Stadion), an den Endhaltestellen gibt
es nurnoch Wendeschleifen.

Neue Strecken werden nur als zweigleisige Stadtbahn auf besonderem
Bahnkoerper geplant. Ueber eingleisige Neubaustrecken wird erst garnicht
gesprochen - Entweder zweigleisig oder ueberhaupt nicht (Verlaengerung in
den Stadtteil Versbach).

Flo

Alexander Bolz

unread,
Apr 25, 1997, 3:00:00 AM4/25/97
to

Peter Berlich wrote:

> Eine Wendeschleife oder auch nur ein Gleisdreieck sind in Guenterstal
> nur ausserhalb des Ortskerns moeglich, was entweder eine Verkuerzung
> oder eine Verlaengerung der Strecke, jeweils um einige hundert Meter
> bedingen wuerde.

Ist das bei Euch so ein grosses Problem? Hier in Kassel wurden alle
Streckenverlaengerungen, die nach dem Krieg gebaut wurden, gleich mit
Wendeschleifen versehen und andere "nachgeruestet", als letztes die
Schleife im Druseltal vor ein paar Jahren. Einige Schleifen liegen zwar
nun nicht so, dass dort viele Leute ein- und aussteigen, aber immerhin
gibt's jetzt dort Schleifen. Die Lage "abseits der Zivilisation" fuehrt
halt manchmal zu idylisch im Wald und auf der Wiese gelegenen End-
stationen (z.B. Hessenschanze), laesst sich aber auch zu einer guten
Umsteigemoeglichkeit auf mehrere Busanschlusslinien ausbauen
(Druseltal).
Uebrigens werden hier seit Kriegsende fast nur Einrichtungswagen be-
schafft, also nicht so ein Chaos wie in Freiburg.
MfG,
Alexander

--
Alexander Bolz

E-Mail: al...@uet.e-technik.uni-kassel.de
URL: http://www.uet.e-technik.uni-kassel.de/usr/alex/home.html

Andreas René Klement

unread,
Apr 25, 1997, 3:00:00 AM4/25/97
to

In Wien werden auch die neuen Niederflurfahrzeuge
als Einrichtungswagen gebaut.

Grund:
- billiger als Zweirichtungswagen
(ein statt zwei Fuehrerstande)
- hoehere Sitzplatzkapazitaet
- kuerzere Aufenthaltszeiten an den Endstationen

Der grosse Nachteil ist allerdings die mangelnde
Flexibilitaet bei Stoerungen.

Gruss

Andreas René

Marc Haber

unread,
Apr 25, 1997, 3:00:00 AM4/25/97
to

f...@ankh.mayn.de (Florian Leberfinger) wrote:
>Ueber eingleisige Neubaustrecken wird erst garnicht
>gesprochen - Entweder zweigleisig oder ueberhaupt nicht (Verlaengerung in
>den Stadtteil Versbach).

Ihr Gluecklichen. Karlsruhe hat sich noch vor fuenf Jahren mit der
groesstenteils eingleisigen Neubaustrecke in Rheinstetten einen Floh
ans Bein gebunden - Taktverdichtungen auf dieser gut ausgelasteten
Aussenstrecke mit Erweiterungspotential (Forchheim, Durmersheim!) sind
nicht mehr drin :-(

Peter Berlich

unread,
Apr 25, 1997, 3:00:00 AM4/25/97
to

Florian Leberfinger (f...@ankh.mayn.de) wrote:
> In Wuerzburg werden seit 1967 nurnoch Einrichtungsfahrzeuge beschafft. Die
> 1975 aus Hagen gebraucht gekauften 6x-er wurden bis auf 3 Fahrzeuge zu
> Einrichtungswagen umgebaut.
In Heidelberg wurden die Wendeschleifen in den 70ern aufgegeben, und die
Einrichtungsfahrzeuge verkauft. (Ich hab' leider vergessen, wohin.)

Peter

Peter Berlich

unread,
Apr 25, 1997, 3:00:00 AM4/25/97
to

Alexander Bolz (al...@uet.e-technik.uni-kassel.de) wrote:
> Peter Berlich wrote:
>> Eine Wendeschleife oder auch nur ein Gleisdreieck sind in Guenterstal
>> nur ausserhalb des Ortskerns moeglich, was entweder eine Verkuerzung
>> oder eine Verlaengerung der Strecke, jeweils um einige hundert Meter
>> bedingen wuerde.
> Ist das bei Euch so ein grosses Problem? Hier in Kassel wurden alle
Die letzte Verlaengerung in Guenterstal ist noch keine 20 Jahre alt,
damals wurden aber nur ein paar hundert Meter Gleis bis zur heutigen
Endstelle gelegt. Dort ist es fuer eine Strassenbahnwendeschleife aber
zu eng (eine Buswendeschleife existiert). Ich glaube aber nicht, dass
die Guenterstaeler Buerger besonders epicht auf eine Verlaengerung durch
die enge Ortsausfahrt Richtung Schauinsland sind, die uebrigens nur im
Strassenplanum erfolgen koennte. (Nicht dass ich dagegen waere, dort wird
regelmaessig gerast, und Strassenbahngleise koennten vielleicht verkehrs-
beruhigend wirken - aber ich wohne nunmal nicht in Guenterstal.)
*Nach* dem Ortsende waere natuerlich genuegend Platz fuer eine Wendeschleife.
Momentan wird die Guenterstaeler Strecke uebrigens zwischen Wonnhalde und
Ortseinfahrt Guenterstal voellig erneuert. Der Betrieb ruht voraussichtlich
bis zum Herbst. Die Buslinie 21 (:-) ) macht SEV.

Peter

Wolfgang Auer

unread,
Apr 26, 1997, 3:00:00 AM4/26/97
to

Andreas Rene Klement <Andreas...@bull.net> schrieb:

>In Wien werden auch die neuen Niederflurfahrzeuge
>als Einrichtungswagen gebaut.

Wohlgemerkt: _Alle_ Niederflurwaegen, mit Ausnahme natuerlich der in
naher Zukunft zu kaufenden Fahrzeuge fuer die Badner Bahn; der Combino
wurde ja reichlich getestet, leider ohne Fahrgaeste :-(

>Der grosse Nachteil ist allerdings die mangelnde
>Flexibilitaet bei Stoerungen.

Und nicht nur das: Es waere interessant, einmal nachzuvollziehen,
wieviel an Strassenbahn verloren ging, nur weil das Einrichtungsdogma
(vor allem in Wien) so sehr um sich gegriffen hat. Es geht ja gar nicht
darum, Einrichtungswaegen _prinzipiell_ zu verteufeln, aber ich denke,
dass gerade ein so grosser (noch?) Strassenbahnbetrieb wie Wien
_unbedingt_ auch Zweirichtungswaegen beschaffen sollte; und sei es nur,
um Streckenerweiterungen zu ermoeglichen, wo keine Wendeschleife
moeglich ist.

Fuer die, die (so wie Du, Andreas Rene) Wien kennen, moechte ich da nur
die wuenschenswerte und angedachte Verlaengerung der Linie J zum
Ottakringer Friedhof erwaehnen, bloss mit Einrichtungswaegen wird da nix
laufen; einmal abgesehen davon, dass sich die Renaissance des
Verkehrsmittels Strassenbahn offensichtlich noch nicht bis nach Wien
durchgesprochen hat :-((

Liebe Gruesse aus dem leider weiterhin strassenbahnskeptischen Wien
Wolfgang
Wolfgang Auer -------------------------------------- ohne AUTO doppelt MOBIL
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/ -------- mailto:wa...@qspr03.tuwien.ac.at
Es ist zehnmal so schwierig, 7 Mio oeS fuer eine einfache Bim-Beschleunigung
aufzubringen, wie 700 Mio fuer U-Bahn-Planung -Christoph Chorherr, Politiker

Wolfgang Auer

unread,
Apr 26, 1997, 3:00:00 AM4/26/97
to

Alexander Bolz <al...@uet.e-technik.uni-kassel.de> schrieb:

>Hier in Kassel wurden alle Streckenverlaengerungen, die nach dem


>Krieg gebaut wurden, gleich mit Wendeschleifen versehen und andere
>"nachgeruestet", als letztes die Schleife im Druseltal vor ein paar
>Jahren.

Aber es gibt immerhin noch einige Stumpfendstellen; die pittoresqueste
ist wohl die am Wolfsanger, wo einfach nur ein Gleis liegt, das abrupt
endet. Sehr idyllisch!

>Uebrigens werden hier seit Kriegsende fast nur Einrichtungswagen be-
>schafft, also nicht so ein Chaos wie in Freiburg.

Auf das Woertchen "fast" kommt es an, immerhin gibt es ja die Wegmann-
Zweirichtungswagen und die N8 in nicht unbetraechtlicher Stueckzahl. Und
genau das garantiert eine Flexibilitaet im Kasseler Strassenbahnnetz,
die unserem ungleich groesseren System hier in Wien mit seinem sturen
Einrichtungsdogma fehlt (wie ich in einem anderen Artikel dieses Threads
ausfuehrlicher beschrieben hab').

Liebe Gruesse aus Wien, Wolfgang

Peter Berlich

unread,
Apr 26, 1997, 3:00:00 AM4/26/97
to

Tobias Koehler (t...@urz.tu-dresden.de) wrote:

> Peter Berlich (ber...@ruhpb.physik.uni-freiburg.de) wrote:
>> (Ja, es gab tatsaechlich mal Planungen dafuer, die stammen aber m. E. aus
>> den Zwanzigern. Man dachte damals an ein weitverzweigtes Ueberland- (oder
>> vielmehr Ueberberg- :-) ) -Netz, das Teile des Schwarzwalds erschliessen
>> sollte, teilweise als Adhaesions- und teilweise als Zahnradbahn.
> Toll! Realisieren! Sofort! :)
> (Hast du mehr informationen darueber? Wo ueberall sollte es denn
> hingehen?)
Ja, ich hab's endlich ausgegraben. Quellen:
- "Zum Bertholdsbrunnen mit Bus und Bahn" (alba-Verlag)
- "Ein Netz fuer die Umwelt - Oeffentlicher Nahverkehr in Freiburg"
(stadtverkehr spezial)
Also... Man dachte an folgende Strecken:
- Freiburg - Merzhausen - Au - Hexental - Horben (35km, Adhaesionsbahn):
Bau 1913 beschlossen, wegen Kriegsausbruch nicht ausgefuehrt
- Horben - Schauinsland - Notschrei - Todtnau (dort Anschluss an Zell-Todtnau):
Bau 1913 beschlossen, wegen Kriegsausbruch nicht ausgefuehrt
- Notschrei - Feldberg - St. Blasien (!!!):
Projektstudie
- Guenterstal - Friedrichshof (etwas suedlich der heutigen Talstation
der Schauinslandbahn): Projektstudie (?)
- Friedrichshof - Holzschlaegermatte - Schauinsland (Zahnradbahn mit
durchgehendem Beiwagenbetrieb bis ins Freiburger Stadtzentrum):
Projektstudie
- Freiburg - Tuniberg (weiss leider nix genaueres):
Projektstudie
Es kam - natuerlich - ganz anders. Freiburg hat (bis auf die kurze
Guenterstaeler Strecke) nie Ueberlandstrecken gehabt. Erst in juengster
Zeit denkt man wieder an Strecken nach Hochdorf und Umkirch, jedoch
m. E. derzeit ohne konkrete Realisierungschancen. In Guenterstal wurde
1982 die Strecke um ein paar hundert Meter verlaengert, das ist alles,
was von den obengenannten guten Absichten uebriggeblieben ist. Stattdessen
wurde 1929/30 die Schauinslandbahn als Seilschwebebahn gebaut, und zwar mit
der Begruendung, dass auf dieser Strecke sowieso kein Gueterverkehr zu
erwarten sei. Gerade vom Gueterverkehr (Holz!) sollte das projektierte
"Schwarzwaldnetz" aber leben.
Dass Freiburg heute trotzdem die groesste Streckenausdehnung seiner
Geschichte hat, ist dem Bau der Stadtbahnlinien nach Landwasser und
Weingarten zu verdanken (Auch Betzenhausen wollte man 1913 ans Strassen-
bahnnetz anschliessen... Es hat dann halt 70 Jahre gedauert. :-) ).
Ausserdem wurden im Laufe der Zeit nur zwei relativ unbedeutende
Strecken wirklich stillgelegt:
Linie 5: Herdern - Siegesdenkmal - Friedrichring - Hauptbahnhof -
Stuehlinger Bruecke - Eschholzstrasse - Haslach
(1961, wegen Gleisabnutzung. Uebrigens hatten die Stadtwerke
damals einen Haufen guter Vorschlaege, was mit dem fuer die
Erneuerung der Linie gesparten Geld an der Strassenbahn alles
verbessert werden koennte. Gebaut wurde davon gerade mal nix.)
Linie 6: Schwabentorring - alter Wiehrebahnhof - Lorettostr. - Goethestr.
(1935, wegen Verlegung der Hoellentalbahn im Stadtgebiet, der
alte Wiehrebahnhof verlor seinen Gleisanschluss, zum neuen wollte
man keine Bahn bauen. Uebrigens gibt es in der Lorettostrasse
noch eine Gaststaette, die nach der dort vor 60 Jahren gelegenen
Endstation benannt ist, ich frage mich, ob das heute noch jemand
kapiert. :-) )
Alle anderen Stillegungen erfolgten im Rahmen von Neubau- oder Umlegungs-
massnahmen, oder sie betrafen Anschlussgleise.
Wenn man das uebrige Neubauprogramm so liest, kann man es manchmal fast
so phantastisch finden, wie die Liste oben. Schliesslich macht es sich
heutzutage gut, wenn fuer jede Neubausiedlung eine eigene Stadtbahnlinie ge-
fordert wird. Die Realisierungschancen sind nicht immer gerade gross,
aber man kann sich profilieren, habe ich das Gefuehl. (Also gut, die
Rieselfeldlinie geht im September in Betrieb, und sie ist *vor* dem
fraglichen Stadtviertel gebaut worden. Was mit dem Vauban-Viertel wird
(uebrigens an der projektierten Hexentalstrecke gelegen...), ist aber
weniger klar.)
Der Freiburger Stadtrat hat 1994 einen Grundsatzbeschluss zum Ausbau der
Strassenbahn gefasst, der u. a. folgende Linien enthaelt:
- Zaehringen - Gundelfingen
- Landwasser - Hochdorf
- Unikliniken - Flugplatz - Hochdorf (als Alternative zur vorgenannten)
- Munzinger Str. - St. Georgen
- Innenstadt - Wiesentalstr. - St. Georgen
- Littenweiler - Kappel
Konkrete Realisierungschancen sehe ich in naechster Zeit fuer die Linie
Innenstadt - Haslach - Am Lindenwaeldle, man streitet sich gerade ueber die
Fuehrung im Innenstadtbereich (Kaiser-Joseph-Strasse oder Rotteckring).
Uebrigens wird sie mit der alten Haslacher Linie nichts gemein haben,
sie wird sie nichtmal kreuzen, da sie ein gutes Stueck weiter suedlich
verlaufen wird.
Die Linie nach Kappel hat auch gute Chancen, wenn die dort derzeit
stattfindenden Strassenbaumassnahmen beendet sind, die Gleisschleife
Littenweiler wurde fuer die Aufnahme der Neubaustrecke schon vor-
bereitet.
Zaehringen - Gundelfingen koennte dagegen aus Finanzgruenden noch ein
gutes Weilchen dauern.
Und die St. Georgener haben sich die Sache selbst versaut, eigentlich
sollte die Strecke zur Munzinger Strasse gleich bis St. Georgen durch-
gebaut werden. Man konnte sich dort aber ueber die Fuehrung nicht einig
werden, und wollte die Bahn vor allem nicht auf dem Kirchplatz haben.
So wurde halt nur bis zur Munzinger Strasse gebaut, wo die Linie "in
der Luft haengt", zum Umsteigen zwingt, und das, obwohl gerade mal ein
oder zwei Kilometer fehlen. Immerhin steht dort ein Gedenkstein, dass
der Oberbuergermeister den "ersten Bauabschnitt der Stadtbahn nach
St. Georgen" eroeffnet hat.

Peter "Hat mal jemand ein Glas Wasser, ich krieg' immer einen ganz
trockenen Mund vom reden"

Tobias Koehler

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Apr 26, 1997, 3:00:00 AM4/26/97
to

On 26 Apr 1997 18:23:05 GMT,
Peter Berlich (ber...@ruhpb.physik.uni-freiburg.de) wrote in de.alt.eisenbahn:

> Ausserdem wurden im Laufe der Zeit nur zwei relativ unbedeutende
> Strecken wirklich stillgelegt:

Und die Bahn Friedrich-Ebert-Platz - Bahnhofsvorplatz (alte 3 und 4).
Heute muendet sie am Technischen Rathaus in die 1 ein.

> Zaehringen - Gundelfingen koennte dagegen aus Finanzgruenden noch ein
> gutes Weilchen dauern.

Ausserdem muessen dann die Gundelfinger sich einig werden, wie sie
das in der teils engen Alten Bundesstrasse handhaben. (Ich kenne
die Situation, schliesslich bin ich in Gundelfingen aufgewachsen.)
Und als eigenstaendige Gemeinde natuerlich blechen (verlaeuft eine
andere Strassenbahn ueber das Stadtgebiet hinaus?).

> Peter "Hat mal jemand ein Glas Wasser, ich krieg' immer einen ganz
> trockenen Mund vom reden"

Das hast du dir redlich verdient - danke!

Peter Berlich

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Apr 27, 1997, 3:00:00 AM4/27/97
to

Tobias Koehler (t...@urz.tu-dresden.de) wrote:
> Peter Berlich (ber...@ruhpb.physik.uni-freiburg.de) wrote:
>> Ausserdem wurden im Laufe der Zeit nur zwei relativ unbedeutende
>> Strecken wirklich stillgelegt:
> Und die Bahn Friedrich-Ebert-Platz - Bahnhofsvorplatz (alte 3 und 4).
> Heute muendet sie am Technischen Rathaus in die 1 ein.
Die hatte ich nicht mit aufgezaehlt, weil die Strecke "nur verlegt"
wurde. Uebrigens in meinen Augen eine glatte Fehlplanung, die 4 erst
am Technischen Rathaus, und nicht schon an der Eschholzstrasse abbiegen
zu lassen.

Peter

Peter Berlich

unread,
Apr 27, 1997, 3:00:00 AM4/27/97
to

Wolfgang Auer (wa...@qspr03.tuwien.ac.at) wrote:
> Wohlgemerkt: _Alle_ Niederflurwaegen, mit Ausnahme natuerlich der in
> naher Zukunft zu kaufenden Fahrzeuge fuer die Badner Bahn; der Combino
> wurde ja reichlich getestet, leider ohne Fahrgaeste :-(
Ist es eigentlich Zufall, dass die Fahrzeuge der Badner Bahn den Duessel-
dorfer Strassenbahnwagen stark aehneln?

Peter

Peter Berlich

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Apr 27, 1997, 3:00:00 AM4/27/97
to

Joerg Jonas (jo...@wombaz.robin.de) wrote:

> t...@urz.tu-dresden.de (Tobias Koehler) wrote:
>> In Freiburg wurden wohl deshalb wieder Zweirichtungsfahrzeuge
>> beschafft, weil eine Linienverlaengerung ueber Zaehringen und
>> Guenterstal hinaus noch einige Jahre brauchen wird und vor Ort
>> jeweils kein Platz fuer Kehrschleifen ist. Es ist immer noch
>> billiger, Zweirichtungswagen zu beschaffen, als ganze Strassen-
>> zuege abzureissen und die Leute zu entschaedigen. :)
> eine Dreispitz-Wendeanlage kann aber sehr kompakt gebaut werden - ich denke da
> nur an die in Frankfurt-Fechenheim. Dort ist auch kein Platz fuer Kehrschleifen
> gewesen, den Dreispitz konnte man jedoch hinlegen.
Mal abgesehen davon, dass Wendedreiecke eine relativ zeitaufwendige Art des
Wendens sind: In Zaehringen waere sogar Platz fuer eine Wendeschleife. Aller-
dings ist der fragliche Platz der Vorplatz einer Wohnanlage, dort findet
auch ein Wochenmarkt statt.
Und jetzt sind die ZR-Wagen ja auch schon gekauft.

Peter

PS. Da faellt mir noch ein amuesanter Druckfehler aus "Ein Netz fuer die Umwelt"
(Stadtverkehr-Sonderheft ueber Freiburg) ein:
"Wegen des Baus einer Wendeschleife an der Munzinger Strasse koennen dort nur
Einrichtungsfahrzeuge verkehren."
Gemeint war wohl: "Wegen der Wendeschleife koennen dort auch Fahrzeuge ver-
kehren, die 'nur' (also 'lediglich') Einrichtungsfahrzeuge sind."

Martin Bienwald

unread,
Apr 29, 1997, 3:00:00 AM4/29/97
to

Alexander Bolz (al...@uet.e-technik.uni-kassel.de) wrote:
: Joerg Jonas wrote:

: > Entweder - Oder. Welche Nachteile haben die Kasseler davon, dass sie nur noch
: > Einrichtungsfahrzeuge kaufen?

: Gute Frage!
: Vorteile der Einrichtungsfahrzeuge:
: - ca. 20 Sitzplaetze mehr (bei insgesamt 80)
: - nur ein Fuehrerstand ist billiger
: - viele Plaetze in Fahrtrichtung
: - da kein Fahrtrichtungswechsel in den Endschleifen noetig ist, kann man
: dort
: sitzenbleiben (wichtig fuer Spazierfahrten 8-) )

Insbesondere kann der Fahrer dort sitzenbleiben, das ermoeglicht kuerzere
Wendezeiten.
Das gilt natuerlich auch fuer Schleifen, die von Zweirichtungsfahrzeugen
befahren werden.

--
Martin Bienwald <obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de>
Lutherstrasse 23 - D-68169 Mannheim F ____ Fachschaft Info+Mathe
Tel. +49-621-317864 \/ IM Universitaet Mannheim

Alexander Bolz

unread,
Apr 29, 1997, 3:00:00 AM4/29/97
to

Wolfgang Auer wrote:
(Kassel)

> Aber es gibt immerhin noch einige Stumpfendstellen; die pittoresqueste
> ist wohl die am Wolfsanger, wo einfach nur ein Gleis liegt, das abrupt
> endet. Sehr idyllisch!

Es gibt nur noch zwei Stumpfendstellen, die in Wolfsanger und die
provosorische
an der Helleboehnstrecke. Die paar Meter zwischen Kurhausstrasse und
Brabanter
Str. wurden leider eingestellt 8-(
Die in Wolfsanger ist schon irgendwie komisch, frueher muss dort wohl
mal
ein Umsetzgleis gelegen haben, da dort auch mit Beiwagen gefahren wurde.

> >Uebrigens werden hier seit Kriegsende fast nur Einrichtungswagen be-
> >schafft, also nicht so ein Chaos wie in Freiburg.
>
> Auf das Woertchen "fast" kommt es an, immerhin gibt es ja die Wegmann-
> Zweirichtungswagen und die N8 in nicht unbetraechtlicher Stueckzahl. Und
> genau das garantiert eine Flexibilitaet im Kasseler Strassenbahnnetz,
> die unserem ungleich groesseren System hier in Wien mit seinem sturen
> Einrichtungsdogma fehlt (wie ich in einem anderen Artikel dieses Threads
> ausfuehrlicher beschrieben hab').

Wenn ich mal Zeit und Geld haben sollte (sehr unwahrscheinlich), sollte
ich
mir doch mal Wien anschauen.
Kuerzlich wurden 12 weitere Einrichtungs-Niederflurwagen bestellt, mit
Option auf zehn weitere. Diese werden mal nicht von der Duewag, sondern
vom Waggonbau Bautzen gebaut und besitzen auch keine Einzelraeder mehr,
sondern wieder Drehgestelle. Wenn die alle geliefert sind, wird wohl
kein
Fahrzeug von Wegmann oder Crede mehr im Plandienst fahren 8-( . Damit
bleiben dann nur noch die 22 N8, die durch ihren Trittstufen dann nicht
mehr so rechts ins Konzept passen werden. Warten wir's mal ab.

Axel Ewerling

unread,
Apr 29, 1997, 3:00:00 AM4/29/97
to

Alexander Bolz wrote:
>
> Achim Scheve wrote:
>
> (Koeln)
> > Immer mehr Wendeschleifen verschwinden entweder ersatzlos,
> flexibler fahren zu koennen, werden teilweise neue Gleisverbindungen
> an Kreuzungen/Abzweigen geschaffen.

> In Hannover scheint's ja aehnlich wie in Koeln zu sein, waehrend in
> Muenchen doch wohl nur Einrichtungswagen fahren (ich war lange nicht
> mehr dort unten)? Laesst sich eine allgemeine Tendenz erkennen oder

> macht jeder Betrieb, was er fuer richtig haelt?

In Muenchen fahren immer noch nur Einrichtungswagen, vor dem Krieg sind
urpruenglich auch Zweirichtungwagen gefahren, dann jedoch: Man nehme
einen Zweirichtungswagen und einen abgebrannten (Zweirichtungs-)wagen
und baue daraus zwei Einrichtungwagen...

...es gibt soviel ich weiss in Muenchen weder Gleiswechsel noch
eingleisige Strecken (mal abgesehen von den Bfs und der HW)
Aber demnaechst wenn die Gleisanlage in der Maximiliansstrasse saniert
wird, wird wohl mit Kletterweiche eingleisig gefahren, in Muenchen -
auch bei Sanierungen bisher voellig unbekannt!

Weiss jemand ob/wann in Muenchen zuletzt solche Kletterweichen
eingesetzt wurden? Und weiss jemand wann die Maximiliansstrasse saniert
wird?

Axel

Joerg Rhiemeier

unread,
Apr 29, 1997, 3:00:00 AM4/29/97
to

In article <5k4jck$86b$1...@trumpet.uni-mannheim.de>,
Martin Bienwald (obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de) wrote:

>Alexander Bolz (al...@uet.e-technik.uni-kassel.de) wrote:
>: Joerg Jonas wrote:
>
>: > Entweder - Oder. Welche Nachteile haben die Kasseler davon, dass sie nur noch
>: > Einrichtungsfahrzeuge kaufen?
>
>: Gute Frage!
>: Vorteile der Einrichtungsfahrzeuge:
>: - ca. 20 Sitzplaetze mehr (bei insgesamt 80)
>: - nur ein Fuehrerstand ist billiger
>: - viele Plaetze in Fahrtrichtung
>: - da kein Fahrtrichtungswechsel in den Endschleifen noetig ist, kann man
>: dort
>: sitzenbleiben (wichtig fuer Spazierfahrten 8-) )
>
>Insbesondere kann der Fahrer dort sitzenbleiben, das ermoeglicht kuerzere
>Wendezeiten.
>Das gilt natuerlich auch fuer Schleifen, die von Zweirichtungsfahrzeugen
>befahren werden.

Der eigentliche Grund, warum sich in den 50ern der Einrichtungsbetrieb
durchsetzte, war aber wohl etwas, was heute obsolet ist: und zwar nannte
man das damals "Fahrgastfluss". Einsteigen nur hinten, wo der Schaffner
sitzt, aussteigen vorn oder in der Mitte. Das meinte man zumindest,
mit Einrichtungsfahrzeugen besser hinkriegen zu koennen. Aber heute
gibt es keine Schaffner mehr, und die Fahrgaeste koennen ein- und
aussteigen, wo sie wollen.

--
~~o~~| Joerg Rhiemeier, roleplayer, world wright, progressive rock fan
~/V\~| Don't jump bungee - swim with a trenchcoat on!
~~H~~| Visit the World Wrights' Web! http://www.cs.tu-bs.de/~rhiemeir/WWW/
~/_\~| "In the beginning, the Gods created Heaven and Earth" -- Genesis 1:1

Wolfgang Auer

unread,
Apr 29, 1997, 3:00:00 AM4/29/97
to

Joerg Rhiemeier <rhie...@ibr.cs.tu-bs.de> schrieb:

>Der eigentliche Grund, warum sich in den 50ern der Einrichtungsbetrieb
>durchsetzte, war aber wohl etwas, was heute obsolet ist: und zwar nannte
>man das damals "Fahrgastfluss". Einsteigen nur hinten, wo der Schaffner
>sitzt, aussteigen vorn oder in der Mitte.

Das duerfte meines Erachtens nicht wirklich ausschlaggebend gewesen sein.
In Melbourne, das sich anschickt, mit dem Niedergang St. Petersburgs das
groesste Tramnetz der Welt zu besitzen, gab es noch _nie_ (ich wiederhole:
nie!) Einrichtungswagen (auch Wendeschleifen sind nach wie vor fremd). Und
dort wurde dennoch der Fahrgastfluss eingefuehrt, sogar erst in den 70ern!

Liebe Gruesse aus Wien mit seinem sturen Nur-Einrichtungs-Dogma
Wolfgang
--

Wolfgang Auer -------------------------------------- ohne AUTO doppelt MOBIL
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/ -------- mailto:wa...@qspr03.tuwien.ac.at

Wir bringen auch Sie unter die Erde! Ihre Magistratsabteilung für U-Bahn-Bau

Tobias Koehler

unread,
Apr 29, 1997, 3:00:00 AM4/29/97
to

Es gibt ja auch Zwischenloesungen....

1,1-Richtungs-Wagen: Rueckwaerts fahren ist technisch moeglich,
es gibt auch ein notpult hinten, wird aber nur im notfall
genutzt. Weisse rueckfahrfunzeln (wenns hochkommt).
1,2-Richtungs-Wagen: wie 1,1 - jedoch sind scheinwerfer
vorhanden (nachtraeglich eingebaut) und bei ein-/ausrueck-
fahrten wird vom hinteren stehpult aus rueckwaerts gefahren.
Linie 5 in Freiburg wurde einige zeit so betrieben.
1,3-Richtungs-Wagen: wie 1,2 - jedoch entsprechen die hinteren
beleuchtungseinrichtungen voll den vorderen. Etwa Karlsruhe
und niederflurbahn Dresden.
1,6-Richtungs-Wagen: fahrerkabinen an beiden enden, aber links
weniger tueren - wird normalerweise nur in einer richtung
benutzt, ausser bei baustellen usw. Tatra-zweirichtungs-dreier
in Dresden.
1,8-Richtungs-Wagen: kabinen an beiden enden, tueranzahl links
und rechts gleich, aber die meisten sitze stehen in einer
richtung. Wird auch meist in dieser richtung gesehen (wenn auf
wendeschleifen-strecken eingesetzt). ZR-Niederflur in Dresden.

Alexander Bolz

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Axel Ewerling wrote:

> Aber demnaechst wenn die Gleisanlage in der Maximiliansstrasse saniert
> wird, wird wohl mit Kletterweiche eingleisig gefahren, in Muenchen -
> auch bei Sanierungen bisher voellig unbekannt!
> Weiss jemand ob/wann in Muenchen zuletzt solche Kletterweichen
> eingesetzt wurden? Und weiss jemand wann die Maximiliansstrasse saniert
> wird?

Wie wurde denn dann bisher in Muenchen bei Gleiserneuerungen gefahren?
Etwa gar nicht, d.h. Umleitung? Oder mit neben der Baustelle
provosorisch
verlegten Gleisen wie in Kassel beim letzten Umbau des Koenigsplatzes?

Hier werden Gleiserneuerungen mit zwei verschiedenen Verfahren erledigt:
- grosse Umbauten, wie der Austausch kompletter Verzeigungen, in den
Schulferien mit hektischem Umbau in drei Schichten
- kleinere Umbauten, wie Gleiserneuerungen, bei denen keine Weichen be-
troffen sind, mit eingleisigem Betrieb mit Kletterweichen und Signal-
anlage
Schoen war ca. 1990 die Gleiserneuerung zwischen Bf Wilhelmshoehe und
Rotem Kreuz (ca. 300m): weil dort vier Linien fahren (alle 4 Minuten
in jede Richtung eine Bahn), und die sonst uebliche Schaltung nur eine
Bahn im eingleisigen Abschnitt zulaesst, gab es auf halber Strecke
ein Stellwerk, von dem aus der Abschnitt nach Bedarf auch fuer mehrere
Bahnen freigegeben wurde.
Viele Gruesse aus dem hessisch-preussischem Ausland,

Guido Mandorf

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Axel Ewerling <ewer...@informatik.uni-muenchen.de> schrieb im Beitrag
<33660C...@informatik.uni-muenchen.de>...

> Weiss jemand ob/wann in Muenchen zuletzt solche Kletterweichen

Was ist denn jetzt genau eine Kletterweiche?

Joachim Wieglepp

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Alexander Bolz wrote:
>

> Vorteile der Einrichtungsfahrzeuge:
> - ca. 20 Sitzplaetze mehr (bei insgesamt 80)
> - nur ein Fuehrerstand ist billiger
> - viele Plaetze in Fahrtrichtung


Vielleicht auch noch Festigkeitsgruende ?
Ein Tuerausschnitt bedingt sicher andere Konstruktionen als
ein Fensterausschnitt in Hinblick auf die Fahrzeugsteifigkeit.

MfG
jw

Holger Koetting

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

In article <01bc5539$1e8d3a00$82f0fc84@tower>, "Guido Mandorf" <guido....@uni-essen.de> writes:

> Was ist denn jetzt genau eine Kletterweiche?

Eine Kletterweiche ist eine nicht oertlich eingebaute Weiche. Sie wird
ueblicherweise im Baustellenverkehr eingesetzt. Die Kletterweiche wird einfach
ueber das vorhandene Gleis gelegt, dann werden Auflaufstuecke angebracht, die
das Rad aus dem normalen Gleis auf das erhoehte Niveau der KW anheben.

Der Vorteil liegt darin, dass Du Dir z.B. das Aufreissen der Strasse zum festen
Einbau einer Weiche sparen kannst. Weiche hingelegt, Fahrdraht gezogen, fertig.

Gruss,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: koetting @ rbg.informatik.th-darmstadt.de
holger_k @ wmp.lahn.de
Netmail: Holger Koetting @ 2:2464/6.42
Homepage: http://www.student.informatik.th-darmstadt.de/~koetting

Michael Kauffmann

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Alexander Bolz wrote:
>
> Wie wurde denn dann bisher in Muenchen bei Gleiserneuerungen gefahren?
> Etwa gar nicht, d.h. Umleitung?

Bei Gesamterneurungen von Außenstrecken ja, gar nicht, aber nicht
Umleitung, sondern mit Bussen.
Bei Knotenpunkten oder kurzen Bauabschnitten scheint man es zu schaffen,
nur über Nacht zu bauen und sie tagsüber befahrbar zu halten.
In der stadtmitte sind die Strecken durch eine 8-förmige verbunden,
damit wäre bei Sperrung eines Abschnittes von dieser immer noch voller
Betrieb möglich, mit einer Ausnahme: Die 27 kann von beiden Enden nur in
eine Richtung einmünden.

Michael Kauffmann

Tobias Koehler

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

On 30 Apr 1997 10:52:08 GMT, Martin Bienwald (obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de) wrote in de.alt.eisenbahn:

> * Zweirichtungswagen mit zwei gleichen Fahrerkabinen, aber Tueren nur auf
> einer Seite (Gmunden/Oesterreich, frueher Ravensburg, Szeged/Ungarn)

Auch Kirnitzschtalbahn (Bad Schandau - Lichtenhain Wasserfall).
Die verlaeuft auf ganzer laenge auf einer strassenseite und
faehrt bergab links. Fahrzeuge sind Gotha-zweirichtungs-zwei-
achser, bei denen die tueren auf einer seite disabled wurden,
und einrichtungs-anhaenger. Inneneinrichtung jeweils
modernisiert, mit sitzen in beide richtungen. (Uebrigens wird
dort an den endstationen umgesetzt, sofern das fahrgastaufkommen
ueberhaupt beiwagenbetrieb noetig macht).

Alexander Bolz

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Guido Mandorf wrote:

> Was ist denn jetzt genau eine Kletterweiche?

Eine Kletterweiche ist eine geniale Konstruktion, mit der bei
Bauarbeiten die Ueberleitung von einer zwei- in ein eingleisige
Strecke erfolgt. Stell Dir einfach eine Weiche vor, deren Zungen
durch Federdruck immer in Fahrtrichtung rechts liegen und die auf-
geschnitten werden kann. Diese Weiche legst Du auf ein Gleis und
schraubst sie daran fest. Davor kommt noch eine Art Rampe, dahinter
in beiden Straengen ebenfalls. In abzweigenden Strang liegt noch ein
Stueck Gleis, dessen Laenge sich nach dem Gleisabstand richtet. Wenn
Du so ein Ding eingebaut hast, fahren die Wagen von der zwei-
gleisigen Strecke die Rampe hoch, KLETTERn ueber das normale Gleis,
schneiden die WEICHE auf und fahren die Rampe wieder herunter.
In der Gegenrichtung werden alle Wagen wieder auf das rechts Gleis
gelenkt. Mit zwei solcher Weichen, etwas Fahrdraht und einer Signal-
anlage laesst sich im nu eine Strecke eingleisig befahren, waehrend
das andere Gleis erneuert wird. Ist uebrigens ein tolles Fahrgefuehl,
besonders mit Zweiachsern.
Vielleicht kann ja mal jemand ein Bild im WWW ablegen (ich habe gerade
keins zur Hand)?
MfG,

Wolfgang Auer

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Tobias Koehler <t...@urz.tu-dresden.de> schrieb:

>1,1-Richtungs-Wagen: Rueckwaerts fahren ist technisch moeglich,
> es gibt auch ein notpult hinten, wird aber nur im notfall
> genutzt. Weisse rueckfahrfunzeln (wenns hochkommt).

1,05-Richtungs-Wagen in Wien:
Heckfahrschalter nur im Triebwagen; wenn ein Beiwagen d'ranhaengt, ist
die Rueckwaertsfahrt nur erlaubt, wenn eine Hilfskraft Pfeifsignale
vom Beiwagen aus gibt. Sehr amuesant jeden Abend bei den Remisen...

Liebe Gruesse aus Wien, Wolfgang

--
Wolfgang Auer -------------------------------- ohne AUTO doppelt MOBIL
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/ -- mailto:wa...@qspr03.tuwien.ac.at

Peter Berlich

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Tobias Koehler (t...@urz.tu-dresden.de) wrote:
> 1,2-Richtungs-Wagen: wie 1,1 - jedoch sind scheinwerfer
> vorhanden (nachtraeglich eingebaut) und bei ein-/ausrueck-
> fahrten wird vom hinteren stehpult aus rueckwaerts gefahren.
> Linie 5 in Freiburg wurde einige zeit so betrieben.
Noe.
Die GT8 der Baujahre 1971-1991 haben nachtraeglich hintere,
weisse Scheinwerfer in der Schuerze erhalten, damit sie vom
Runzmattenweg zum Betriebshof West einruecken koennen, wenn
sie von Landwasser kommen. Am Runzmattenweg ist naemlich nur
ein Abzweig, keine Wendemoeglichkeit. Kehren koennte man allen-
falls im Gleisdreieck Technisches Rathaus, ich nehme an, dass
man sich die Rangiererei dort einfach sparen wollte.
Darueberhinaus fuhr laengere Zeit ein ER-GT8 im Abendverkehr
bis Zaehringen, wo eine Stumpfendstelle liegt. Von dort bis
zum Betriebshof Eichstaetter Str. muss er dann auch rueck-
waerts fahren. (Bis er in der Hornusschleife rueckwaerts
gewendet haette, ist er laengst am Betriebshof.)
Fahrten mit Fahrgaesten habe ich "im Krebsgang" nie beobachtet.

Peter

Martin Bienwald

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Tobias Koehler (t...@urz.tu-dresden.de) wrote:
: Es gibt ja auch Zwischenloesungen....

Durchaus, und noch ein paar mehr als die von dir genannten:

* Einrichtungswagen (evtl. mit Heckfahrpult) mit einer oder zwei Tueren
auf der linken Seite (entweder fuer dauerhafte linksseitige Bahnsteige -
gibts in Essen und Muelheim/R und gabs bis 1973 in Heidelberg - oder fuer
Baustellen, zB in Wuerzburg und Duisburg)

* Zweirichtungswagen mit zwei gleichen Fahrerkabinen, aber Tueren nur auf
einer Seite (Gmunden/Oesterreich, frueher Ravensburg, Szeged/Ungarn)

--
Martin Bienwald <obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de>

Axel Ewerling

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Michael Kauffmann wrote:
>
> Alexander Bolz wrote:
> >
> > Wie wurde denn dann bisher in Muenchen bei Gleiserneuerungen gefahren?
> > Etwa gar nicht, d.h. Umleitung?
>
> Bei Gesamterneurungen von Außenstrecken ja, gar nicht, aber nicht
> Umleitung, sondern mit Bussen.
> Bei Knotenpunkten oder kurzen Bauabschnitten scheint man es zu schaffen,
> nur über Nacht zu bauen und sie tagsüber befahrbar zu halten.

Was man daran merkt (Weichenerneuerung) das fuer eine Nacht statt der
Nachttram ein Nachtbus faehrt und die Stadtwerke fuer nur 4 bis 5 Halte
(eben 4-5 Stunden lang) Haltestellen-Schilder aufstellen
(sehr effektiv)


> In der stadtmitte sind die Strecken durch eine 8-förmige verbunden,
> damit wäre bei Sperrung eines Abschnittes von dieser immer noch voller
> Betrieb möglich, mit einer Ausnahme: Die 27 kann von beiden Enden nur in
> eine Richtung einmünden.
>
> Michael Kauffmann

Axel

Axel Ewerling

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Alexander Bolz wrote:
>
> Guido Mandorf wrote:
>
> > Was ist denn jetzt genau eine Kletterweiche?
>
> Eine Kletterweiche ist eine geniale Konstruktion, mit der bei
> Bauarbeiten die Ueberleitung von einer zwei- in ein eingleisige
> Strecke erfolgt. Stell Dir einfach eine Weiche vor, deren Zungen
> durch Federdruck immer in Fahrtrichtung rechts liegen und die auf-
> geschnitten werden kann. Diese Weiche legst Du auf ein Gleis und
> schraubst sie daran fest. Davor kommt noch eine Art Rampe, dahinter
> in beiden Straengen ebenfalls. In abzweigenden Strang liegt noch ein
> Stueck Gleis, dessen Laenge sich nach dem Gleisabstand richtet. Wenn
> Du so ein Ding eingebaut hast, fahren die Wagen von der zwei-
> gleisigen Strecke die Rampe hoch, KLETTERn ueber das normale Gleis,
> schneiden die WEICHE auf und fahren die Rampe wieder herunter.
> In der Gegenrichtung werden alle Wagen wieder auf das rechts Gleis
> gelenkt. Mit zwei solcher Weichen, etwas Fahrdraht und einer Signal-
> anlage laesst sich im nu eine Strecke eingleisig befahren, waehrend
> das andere Gleis erneuert wird. Ist uebrigens ein tolles Fahrgefuehl,
> besonders mit Zweiachsern.
> Vielleicht kann ja mal jemand ein Bild im WWW ablegen (ich habe gerade
> keins zur Hand)?
Heisst das nun Kletterweiche, oder nicht dass Du das beantworten kannst,
wunder mich nicht ich kenne den Ausdruck naemlich aus Kassel, waerend
ich dort Zivildienst gemacht habe wurde naemlich die Gleisanlage in der
Wilhelmshoeher Allee erneuert!

Axel

Sven Herzfeld

unread,
Apr 30, 1997, 3:00:00 AM4/30/97
to

Zitat aus 5jo3dg$bdb$1...@newsserver.rrzn.uni-hannover.de
von Michael.S...@stud.uni-hannover.de (Michael Salzenberg)

> An den "normalen" Endpunkten wurden in den letzten Jahren aber nur
> noch Kehranlagen errichtet (Langenhagen, Ahlem, Haltenhoffstraße,
> Nordhafen, Garbsen, Aegidientorplatz, Zoo, demnächst Klagesmarkt).

Das kann in allen Fällen auch aus Platzgründen geschehen sein. Als
Grundstücke standen an Haltenhoffstr. und Nordhafen nur die alten
Schleifen zur Verfügung, die für die Stadtbahnen ziemlich eng (zu eng)
sind. In Ahlem wollte man sicherlich die Verlängerung ermöglichen
(wohin auch dort mit der Schleife, ist ja beidseitig bebaut?) Das
gleiche Problem tritt in Wettbergen auf. Aegi ist ebenfalls zu eng,
außerdem kann man das ja nur provisorische Endstation nennen.

Bleiben Garbsen und Langenhagen, wo es vielleicht möglich gewesen
wäre.

Mit rudersportlichem Gruß
Sven (Heinz-Willi)


Holger Koehlert

unread,
May 2, 1997, 3:00:00 AM5/2/97
to Martin Bienwald


On 30 Apr 1997, Martin Bienwald wrote:

> Durchaus, und noch ein paar mehr als die von dir genannten:
>
>

> * Zweirichtungswagen mit zwei gleichen Fahrerkabinen, aber Tueren nur auf
> einer Seite (Gmunden/Oesterreich, frueher Ravensburg, Szeged/Ungarn)
>

Auch in Magdeburg gab es solche Umbauten. Teilweise sind sie heute noch im
Linienbetrieb, einige verdienen sich als Arbeitswagen ihr Gnadenbrot.

Gruss Holger.

Axel Ewerling

unread,
May 2, 1997, 3:00:00 AM5/2/97
to

Jan Rehm wrote:

>
> Michael Kauffmann wrote:
> >
> > damit wäre bei Sperrung eines Abschnittes von dieser immer noch voller
> > Betrieb möglich, mit einer Ausnahme: Die 27 kann von beiden Enden nur in
> > eine Richtung einmünden.
>
> Deswegen gab es letztes Jahr wahrend der Gleisbauarbeiten am Nockherberg
> einige Zeit einen Inselbetrieb Schwanseestr. - Gruenwald u.z. Die
> Garnituren wurden in der Hauptwerkstaette ueber Nacht hinterstellt.
> Der Abschnitt Muellerstr-Ostfriedhof wurde nicht bedient.
Dieses Jahr wieder waehrend der Sommerferien??? Da am Ostfriedhof ,der
gesamte Platz umgestaltet wird, wegen der Osttangente. Dann werden sie
wohl 8 R Wagen in der Hauptwerkstaette fuer die Zeit stationieren und
wenn die dann der Reihe nach kaputtgehen, werden wir in den Sommerferien
recht viele Mm-Zuege aus der Strecke fahren sehen :-))) (Warung von
R-Zuegen in der HW ist bis zum Umbau wohl nicht so einfach)

Axel

Andre Werske

unread,
May 2, 1997, 3:00:00 AM5/2/97
to

al...@uet.e-technik.uni-kassel.de wrote:

:>Achim Scheve wrote:
:>
:>(Koeln)
:>> Immer mehr Wendeschleifen verschwinden entweder ersatzlos,

:>> oder werden durch einfache Kehrgleisanlagen ersetzt.
:>
:>> Gleichzeitig werden gerade im klassischen Strassenbahnnetz immer
:>> mehr einfache Gleiswechsel eingebaut um bei Betriebsstoerungen
:>> Stadtbahnwagen oder Niederflurwagen einfach umkehren zu lassen.
:>
:>In diesem Zusammenhang wuerde mich mal interessieren, wie die
:>Tendenz bei anderen Betrieben so ist. Hier in Kassel geschieht
:>zur Zeit naemlich genau das Gegenteil:

In Wuerzburg gibt es nur Wendeschleifen und alle Zuege sind
Einrichtungswagen. Die alten sind seit 1996 ausrangiert.

Gruss Andre

======================================================================
Meine Homepage: http://members.aol.com/AWerske/homepage.html
Wuerzburger Strassenbahn: http://members.aol.com/AWerske/wsb/wsb.html
======================================================================

Florian Leberfinger

unread,
May 2, 1997, 3:00:00 AM5/2/97
to

Marc Haber <s_h...@ira.uka.de> wrote:
> f...@ankh.mayn.de (Florian Leberfinger) wrote:
> >Ueber eingleisige Neubaustrecken wird erst garnicht
> >gesprochen - Entweder zweigleisig oder ueberhaupt nicht (Verlaengerung in
> >den Stadtteil Versbach).

> Ihr Gluecklichen. Karlsruhe hat sich noch vor fuenf Jahren mit der
> groesstenteils eingleisigen Neubaustrecke in Rheinstetten einen Floh
> ans Bein gebunden - Taktverdichtungen auf dieser gut ausgelasteten
> Aussenstrecke mit Erweiterungspotential (Forchheim, Durmersheim!) sind
> nicht mehr drin :-(

Naja. So gluecklich bin ich auch nicht.

Es geht hier um folgendes:

Die Strasse, durch die die Stadtbahn laufen soll, ist vierspurig und darf
laut Bescheid der Regierung von Unterfranken nicht rueckgebaut werden
(Ueberoertliche Erschliessungsstrasse).

Direkt neben der Strasse stehen zwanzig Einfamilienhaeuschen aus der ersten
Haelfte dieses Jahrhunderts. Diesen Haeusern wurde beim Ausbau der Strasse
quasi schon der Vorgarten genommen, jetzt muessten zum Bau der Strassenbahn
die Haeuser komplett weg. Da machen die Anwohner allerdings nicht mit. Und
Enteignungsverfahren sind nicht gerade schnell vorbei und vorallem
ueberhaupt nicht gut fuers Image.

Unter anderem deshalb wird die Strecke eben bis auf weiteres NICHT gebaut.


Dafuer laeuft aber zur Zeit in Wuerzburg die Streckenverlaenerung der Linie
5 nach Rottenbauer. Diese Neubaustrecke ist ca. 2 km lang und soll ab
November planmaessig befahren werden.


Flo


Jan Rehm

unread,
May 3, 1997, 3:00:00 AM5/3/97
to

Na ja, der ganze Platz umgebaut? Es muessen halt ein paar Weichen
eingebaut werden und das Gleis aus Richtung Max-Weber-Platz nach
Gruenwald angeschlossen werden. Ich denke das werden sie nachts machen
und die N27 als Bus fahren lassen. Ausserdem muesste besagter
Inselbetrieb ja auch irgendwie ueber den Platz, also sehe ich den Gewinn
nicht so recht.

Wenn ih recht informiert bin, wurde die HW doch schon fuer R-Wagen
umgebaut, oder nicht?

Gruss

Jan
>
> Axel

Tobias Koehler

unread,
May 4, 1997, 3:00:00 AM5/4/97
to

On 4 May 97 19:39:00 +0100, Sven Herzfeld (S.HER...@maschsee.han.de) wrote in de.alt.eisenbahn:

> Ich habe nur ein Foto in einem Buch, das ich weder scannen darf noch
> (mangels Gerät) kann. Bei uns wurden Kletterweichen zuletzt 1963
> verwendet, deshalb ist es mit eigenen Bildern bei mir schwierig ;-)

Ich kann mich noch an welche in Freiburg in den 80er jahren
erinnern.

Florian Leberfinger

unread,
May 5, 1997, 3:00:00 AM5/5/97
to

Alexander Bolz <al...@uet.e-technik.uni-kassel.de> wrote:

> Vielleicht kann ja mal jemand ein Bild im WWW ablegen (ich habe gerade
> keins zur Hand)?

In einem "Warnkreuz" (Zeitschrift der Berufsgenossenschaft der Eisenbahnen)
der letzten Jahre (es gibt nur 4 Ausgaben pro Jahr) ist ein Foto einer
Kletterweiche. Das Foto war im Rahmen eines Artikels ueber Arbeitssicherheit
auf Gleisbaustellen.

Ich suche bei Gelegenheit die betreffende Ausgabe mal raus.

Flo

Jan-Martin Hertzsch

unread,
May 6, 1997, 3:00:00 AM5/6/97
to

Auch bei der Potsdamer Strassenbahn wurden Kletterweichen
benutzt, als wegen Bauarbeiten auf der Langen Bruecke
zeitweise nur eingleisiger Betrieb moeglich war. Leider
hab' ich davon kein Foto geschossen ...

Jan-Martin

Tobias Nicht

unread,
May 6, 1997, 3:00:00 AM5/6/97
to

On 29 Apr 1997 10:43:32 GMT, obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de
(Martin Bienwald) wrote:

>
>Insbesondere kann der Fahrer dort sitzenbleiben, das ermoeglicht kuerzere
>Wendezeiten.
>

Laut DF-Strab hat der Fahrer an der Endstation den Zug zu
ueberpruefen. Das ergibt eine technisch bedingte Wendezeit von
mindestens 3 Minuten.
Die Ersparnis an Zeit hebt sich dadurch auf.


Tobias

Tobias...@t-online.de

Achim Scheve

unread,
May 6, 1997, 3:00:00 AM5/6/97
to

-A7387@MK2

obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de schrieb am 30.04.97 in der Msg
A7387@MK2 (Gruppe de.alt.eisenbahn):

Tobias Koehler (t...@urz.tu-dresden.de) wrote:
: Es gibt ja auch Zwischenloesungen....

MB>Durchaus, und noch ein paar mehr als die von dir genannten:
Hallo Martin!

Eine der Zwischenloesungen sind die 1.5 Richtungswagen wie in
Koeln. Dabei handelt ers sich um voll ausgebaute Stadtbahnwagen
mit Tueren an beiden Seiten und allen notwendigen Lichtern(und auch
einem Hilfsfahrschalter) aber eben nur einem Fuehrerstand.
Als Einzelfahrzeug koennen sie deswegen im Linienverkehr
nur als Einrichtungsfahrzeug verkehren. (So werden sie
allerdings entweder niemals oder selten eingesetzt.)
Gekuppelt mit einem passenden anderen Einrichtungsfahrzeug
werden sie als Zweirichtungsfahrzeuge eingesetzt.

MfG

Achim

Alexander Bolz

unread,
May 7, 1997, 3:00:00 AM5/7/97
to

Florian Leberfinger wrote:

> In einem "Warnkreuz" (Zeitschrift der Berufsgenossenschaft der Eisenbahnen)
> der letzten Jahre (es gibt nur 4 Ausgaben pro Jahr) ist ein Foto einer
> Kletterweiche. Das Foto war im Rahmen eines Artikels ueber Arbeitssicherheit
> auf Gleisbaustellen.
> Ich suche bei Gelegenheit die betreffende Ausgabe mal raus.

Hm, die bekommen wir in unserem Verein (Eisenbahnfreunde) auch, ich
befuerchte
aber, dass die richtige Ausgabe schon laengst zum Anheizen der Lok
missbraucht
wurde. Wenn hier wieder Kletterweichen verwendet werden, werde ich aber
etliche
Fotos machen.

Fahr...@htu.tu-graz.ac.at

unread,
May 7, 1997, 3:00:00 AM5/7/97
to

Servus Leute, Servus Wolfgang!

>>Laut DF-Strab hat der Fahrer an der Endstation den Zug zu
>>ueberpruefen. Das ergibt eine technisch bedingte Wendezeit von
>>mindestens 3 Minuten.

>Und wie wird dann das Wenden durch eine Schleife mit -- sagen wir einmal --
>vier Linien, alles ohne Ausweichgleise, gehandhabt?
>Muss die Ueberpruefung an _beiden_ Endstationen durchgefuehrt werden?
>(Das wuerde so manche Wiener Linienfuehrung unmoeglich machen!)
Siehe Jonas-Reindl, untere Etage ;-) Aber selbst ohne šberpr fung gehts
dort ganz sch”n knapp zu!

Also hier bei uns in Graz wird gar nix gepr ft, nur bei Fahrer-Abl”sungen
muá der alte Fahrer dem neuen mitteilen, daá mit dem Fahrzeug auch alles in
Ordnung ist ("Paát ois!" - "Jojo"). Ansonsten k”nnen Endstationen ohne
nennenswerten Aufenthalt durchfahren werden (ist in Stoázeiten auch n”tig).
Nur bei Einziehern muá der Fahrer die Stecktafeln auswechseln (damit der
Fahrgast sich nicht wundert, wenn der Wagen ganz woanders hinf„hrt), was
aber auch nur 1-2 Minuten dauert.

In Wien konnte ich allerdings bei den dem Ring abgewannten Endstationen
schon ”fters eine Art šberpr fung beobachten: Der Fahrer steigt aus, geht
zur Kupplung (nur bei Tw-Bw Z gen) und tritt einmal kr„ftig dagegen!
Offenbar soll damit die Schl ssigkeit der Verbindung getestet werden?!


Severin Kann

>Liebe Gruesse aus Wien, Wolfgang

Ist Wien garnicht mehr U-Bahn-verr ckt? Ist es etwa psychatriert worden ;-)
Und wie wirkt sich das aus? Jetzt weiá ich's: Kabinenseilbahn statt U-Bahn
am Stadtrand... ;-)

Reinhard Greulich

unread,
May 7, 1997, 3:00:00 AM5/7/97
to

On Mon, 05 May 1997 22:51:26 GMT, s...@rail-info.ch (Stefan
Dringenberg) wrote:
>In der Schweiz kann man des öfteren eine Kletterweiche im Einsatz sehen:
>Immer , wenn ein Fahrzeug zwischen der Furka-Oberalp-Bahn und der Dampfbahn
>Furka-Bergstrecke in Realp überwechselt. Bis heute gibt es dort noch keine
>Weichenverbindung, so daß das Schweizer Militär bei derartigen Aktionen
>aushelfen muß. Der nächste Termin dürfte spätestens im Juni anstehen.

Nur als Randbemerkung in diesem Thread: Frueher gab es dort sehr wohl
eine Gleisverbindung, auch noch etliche Jahre nach Betriebsaufnahme im
Furka-Basistunnel. Die F.O. hat die Verbindung ausgebaut, als die DFB
den Betrieb aufnahm, weil man befuerchtete, dass - mangels
Schutzweiche - ein ausser Kontrolle geratendes Fahrzeug von der
Bergstrecke her in die Strecke geraten koennte. Das war IMHO bei dem
damaligen Baubetrieb auf der DFB wohl nicht ganz von der Hand zu
weisen, auch wenn manche DFB'ler das als 'negativen Akt' der FO
aufgefasst haben. Inzwischen denkt man allerdings ueber einen
Wiedereinbau einer Verbindung in das Autozuggleis nach, einstweilen
stehen die (von der DFB zu tragenden) Kosten wohl noch dagegen. Dieses
Jahr jedenfalls bekommen Kletterweichenfreunde noch was zu sehen, aber
vielleicht ist das dann auch die letzte Gelegenheit.

Gruss - Reinhard.

Tobias Koehler

unread,
May 8, 1997, 3:00:00 AM5/8/97
to

On Wed, 07 May 1997 21:16:47 GMT, Reinhard Greulich (10002...@compuserve.com) wrote in de.alt.eisenbahn:

(Verbindung DFB - FO in Realp)

> Nur als Randbemerkung in diesem Thread: Frueher gab es dort sehr wohl
> eine Gleisverbindung, auch noch etliche Jahre nach Betriebsaufnahme im
> Furka-Basistunnel. Die F.O. hat die Verbindung ausgebaut, als die DFB
> den Betrieb aufnahm, weil man befuerchtete, dass - mangels
> Schutzweiche - ein ausser Kontrolle geratendes Fahrzeug von der
> Bergstrecke her in die Strecke geraten koennte. Das war IMHO bei dem
> damaligen Baubetrieb auf der DFB wohl nicht ganz von der Hand zu
> weisen, auch wenn manche DFB'ler das als 'negativen Akt' der FO
> aufgefasst haben.

Mit einer Schutzweiche waere das zu vermeiden gewesen....

DFB Bergstrecke ----------- Bremsprellbock
\
FO Tunnel --------------------------- weiter nach Disentis

Die Schutzweiche stuende normalerweise in Richtung Bremsprell-
bock, der die aus der Kontrolle geratenen Zuege auffaengt....

Reinhard Greulich

unread,
May 8, 1997, 3:00:00 AM5/8/97
to

On 8 May 1997 06:51:06 GMT, t...@urz.tu-dresden.de (Tobias Koehler)
wrote:

>
>Mit einer Schutzweiche waere das zu vermeiden gewesen....
>
>DFB Bergstrecke ----------- Bremsprellbock
> \
>FO Tunnel --------------------------- weiter nach Disentis
>

Das Problem lag noch ein wenig anders. Die Bergstrecke fuehrte in das
Autozuggleis, das aber von der anderen Seite her sehr oft mit
wartenden Autozuegen belegt sein kann. Fuer eine Schutzweiche war zum
damaligen Zeitpunkt an der Hangseite kein Platz mehr:

DFB -----------------
\
-------------------------------------------- Autorampe
/
---------------------------FO Streckengleis------------------

Im Zusammenhang mit dem Ausbau eines Zusteigebahnhofes naeher an der
Station der FO wird sich jetzt aber eine Moeglichkeit ergeben. Ich
kenne die genauen Planungen nicht, weiss aber, dass es in erster Linie
ein finanzielles Problem ist, sie auszufuehren. Die FO haette im
Prinzip nichts dagegen.

Gruss - Reinhard.

Reinhard Greulich

unread,
May 8, 1997, 3:00:00 AM5/8/97
to

On Thu, 08 May 1997 13:10:00 GMT, s...@rail-info.ch (Stefan
Dringenberg) wrote:

>Nach dem es früher nur sehr unfreundliche Kontakte zwischen SFB und FO gab,
>hat sich mit der Einsetzung eines neuen Vorstandes bei der FO das Blatt
>gründlich gewendet. Man hat endlich erkannt, daß die DFB keine Konkurrenz,
>sondern ein zusätzlicher Touristenmagnet im Urserental ist. In Zukunft
>können wir uns also auf eine bessere Zusammenarbeit freuen.

Konkurrenz kann es kaum gewesen sein bei dem Fahrzeitunterschied
zwischen Bergstrecke und Tunnel. Ausserdem faehrt die DFB bis heute
nicht nach Oberwald und wird es auch vor der Jahrtausendwende kaum
tun. Ich denke eher, fuer die FO waren die DFBler in der ersten Zeit
halt einfach Pufferkuesser und wurden entsprechend eingeschaetzt. Und
dann waren da noch Leute aus dem technischen Bereich der FO, die zum
Beispiel behauptet hatten, der Scheiteltunnel sei akut
einsturzgefaehrdet und auf keinen Fall ueber 1981 hinaus befahrbar.
Nun wissen wir ja, dass die DFB nach ueber einem Jahrzehnt
Unterbrechung nun schon seit einiger Zeit wieder hindurchfaehrt, und
dass sie die erforderliche Sanierung mit weitaus geringeren Ressourcen
zustande bekommt, als die FO sie damals wie heute zur Verfuegung hat.
Da mag der eine oder andere Herr wenig Interesse daran gehabt haben,
auf diese Weise vorgefuehrt zu werden. Wie es scheint, sind genau
diese Leute aus der Chefetage in Brig verschwunden, und nun geht
ploetzlich eine Menge.

>Ein erstes Beispiel existiert bereits: Der Reisedienst der DFB wird in
>Zukunft vom Personal des FO-Bahnhofs übernommen. Ohne diesen Beschluß wäre
>dieser über kurz oder lang geschlossen worden (die Autoverladung wird
>separat abgewickelt)..

Klar ist doch, dass von einer Zusammenarbeit beider Bahnen alle
Beteiligten nur profitieren koennen. Das war aber noch nie anders, und
es ist gut, dass hier ein wichtiger Anfang gemacht wurde.

Gruss - Reinhard.

K. Rothenhoefer

unread,
May 11, 1997, 3:00:00 AM5/11/97
to

Alexander Bolz <al...@uet.e-technik.uni-kassel.de> wrote:

>Guido Mandorf wrote:

>Vielleicht kann ja mal jemand ein Bild im WWW ablegen (ich habe gerade
>keins zur Hand)?

>MfG,
>Alexander
>--
>Alexander Bolz

In Mannheim sind seit einigen Wochen zwei Kletterweichen im Einsatz.
Auf der Mannheimer Seite der Konrad-Adenauer-Brücke wird das
Schotterbett zu einer festen Fahrbahn umgebaut und zur
Aufrechterhaltung des - eingleisigen - Betriebs sind zwei
Kletterweichen eingesetzt. Wie die Bauarbeiten aussehen dürfte dies
noch ein, zwei Wochen so sein.
Klaus Rothenhöfer
Wiesloch


Reinhard Greulich

unread,
May 12, 1997, 3:00:00 AM5/12/97
to

On Fri, 09 May 1997 23:08:29 GMT, s...@rail-info.ch (Stefan
Dringenberg) wrote:

>Die FO hat ihr Verhalten damit begründet, daß die Fahrgäste der DFB nicht
>per Bahn, sondern per Auto anreisen. Und genau in diesem Bereich sah die FO
>die Konkurrenz.

Fuer die DFB duerfte die Zukunft aber wohl darin liegen, moeglichst
viele Gruppen auf die Strecke zu bekommen. Und dafuer muessten sie
mindestens nach Gletsch fahren, damit ein Bus die Gaeste in Realp
anliefern und sie in Gletsch wieder abholen koennte, ohne dass sie
viel laufen muessen. Wenn ihnen das nur bei einem Zehntel der Busse
gelingt, die im Sommer ueber den Pass fahren, sind die Zuege brechend
voll. Davon steigt niemand weniger in die FO. Bei einer Verbindung
nach Oberwald hinunter aber wuerde das zu einem blendenden
Zusatzgeschaeft auch fuer diese, denn dann koennte man kombinierte
Fahrten mit abgestimmten Fahrplaenen der Glacier-Express-Zuege
anbieten und dieses Geschaeft damit zusaetzlich beleben. Dann gaebe es
noch Moeglichkeiten der Kombination mit dem Postauto und und und ...

Entscheidend wird sein, wann die Streckenerweiterungen fertig werden.
Schoen waere es ja, wenn es nun, da die FO mitspielt, auch eher
moeglich wird.

Gruss - Reinhard.


Andreas D. Preissig

unread,
May 12, 1997, 3:00:00 AM5/12/97
to

Hallo,

wer ein Foto von einer Kletterweiche in Betrieb sucht, sollte sich
mal nach Mannheim / Ludwigshafen aufmachen. Auf einer der Rhein-
bruecken ( es war mein ich die, ueber die die Linie 4 von LU zur Uni
faehrt, ist eine Baustelle mit Kletterweiche direkt auf der Brueck'

andreas

--
PGP 1024:84 2F 81 E6 2E C2 E8 F0 6E 1E 8E F8 DE 7F 20 03
...Nothing ever happens, nothing happens at all...
...and we'll all be lonely tonight and lonely tomorrow...
--del Amitri--

Reinhard Greulich

unread,
May 15, 1997, 3:00:00 AM5/15/97
to

On Tue, 13 May 1997 19:10:15 GMT, s...@rail-info.ch (Stefan
Dringenberg) wrote:
>Ist Dir bekannt, daß die FO ein eigenes Reisebus-Unternehmen besitzt ? Auf
>diese Art ließen sich schon einige Touristen zurückholen. Die meisten
>machen aber eine Rundreise per Bus (3/4-Pässe-Fahrt), bei der die Furka nur
>eines von mehreren Zielen ist.

In solche Fahrten koennte man doch die Bergstrecke gut einbinden
(Oberwald-Gletsch-DFB-Realp-Gotthard-Nufenen-Oberwald bzw.
Meiringen-Grimsel-Gletsch-DFB-Realp-Andermatt-Goeschenen-Susten-Meiringen),
und wenn die FO daran mitverdienen kann, umso besser. Gruppenrabatte
geben nun mal alle touristischen Bahnen, da wird die DFB nichts
anderes machen koennen, sonst kommen die Reisebueros nicht, und wenn
die Strecke noch so attraktiv ist.

>Gletsch ist IMO auch ohne Busanschluß ein lohnendes Ziel. Zur Zeit kann man
>mit der DFB nur Bahnfreaks locken, weil an ihrem Endpunkt nichts besonderes
>zu erwarten ist. Mit dem Panoramablick von Gletsch sähe dies schon
>wesentlich anders aus ! Hier ließen sich z.B. schon schöne Tagestouren für
>Schweizer aus dem Einzuggebiet der Gotthardlinie anbieten.

Vielleicht muesste man ueber die Preisgestaltung insgesamt noch mal
nachdenken, wenn eine durchgehende Verbindung nach Gletsch besteht.
Ist ja eine ziemliche Aufwertung des Angebotes. Aber Du hast recht:
auf diesem Gebiet wurde schon viel geleistet. Wenn jetzt die FO Realp
hier mitmacht, so ist das aber ein Schritt in die richtige Richtung,
denn einer allein wird das kaum bewaeltigen koennen, wenn hier noch
Steigerungen eintreten.

>Mit der
>Verbindung Gletsch-Oberwald müssen aber noch viele Probleme beseitigt
>werden. Wegen des alten Baumbestandes im Bannwald oberhalb von Oberwald ist
>es mittlerweile untersagt, dort Dampfloks fahren zu lassen ! Als temporäre
>Lösung wurde bereits aufgrund der existierenden Transportkonzession
>angedacht, die Strecke Oberwald-Gletsch mit Bussen zu betreiben. Ganze
>Verwegene hoffen auf eine Rekonstruktion der Fahrleitung bis Gletsch, damit
>die HGe 4/4 I der FO dort ihr Gnadenbrot verdienen könnten. Dies ist zwar
>eine schöne Vision, wird aber sicher Zukunftsmusik bleiben...

Die Fahrleitung ist aber doch in dem Abschnitt Oberwald-Gletsch
frueher im Winter auch weitgehend drangeblieben, oder? Noch nach der
Stillegung hing da jedenfalls der Fahrdraht an einigen Stellen. Was
ist eigentlich mit dem Bauprojekt am Grimselstausee? Das waere ja eine
elegante Loesung, um eine Wiedereroeffnung des Streckenabschnittes zu
bekommen ...

Gruss - Reinhard.

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