ist gängige Praxis
>Unter anderen gab es in dieser Reportage den Fall, daß ein
>Fahrzeug abgeschleppt wurde, weil es nicht verschlossen (!) war. Die
>Begründug hierfür war die Prävention einer Straftat, nämlich dem möglichen
>Diebstahl deswegen. (Bezahlt werden mußte natürlich...)
>Ist so etwas in der Tat denkbar bzw. vom Gesetzgeber aus vorgesehen? Ich
>kann's mir eigentlich nicht so recht vorstellen - aber unmöglich ist bei uns
>wohl nix...
Wenn das Fahrzeug verschlossen werden kann, wird es von der Polizei
bzw. der Politesse verschlossen. Das kostet lediglich 20,-- DM. Sollte
das Fahrzeug nicht verschlossen werden können, wird das Fahrzeug zur
Gefahrenabwehr sichergestellt. Die Kosten trägt natürlich der Halter.
Tom
Hab ich auch gesehen.
Nachdem die Ordnungshüter von Gesetzeswegen dazu angehalten sind,
dein Hab und Gut zu schützen (Bsp: Feuerwehr kommt auch und versucht
zu retten was zu retten ist)
sind sie daher auch berechtigt, Dein Auto in Verwahrung zu nehmen,
um es vor einem Diebstahl zu schützen. Das Du dann dafür zahlen darfst
ist auch klar, denn es wird eine sogenannte "Dienstleistung" erbracht.
(Bsp: Den Feuerwehreinsatz - zahlt in der Regel die Brandversicherung
oder ähnl.)
Leider kann man sich bisher nocht nicht gegen nicht verschlossene
Autotüren versichern - also zahlst Du selbst.
Was mich an der ganzen Sache stutzig macht, ist aber daß dieser
Ablauf nach Schikane aussieht. Denn Hab und Gut (Auto) zu schützen,
wäre auch innerhalb weniger Sekunden ohne grossen Aufwand möglich.
Wenn die Beamten schon feststellen, daß der PKW offen steht, könnten
die doch eigentlich den Knopf runterdrücken oder das Fenster
hochkurbeln.
Desweiteren stellt auch die Frage warum dann nicht jedes Cabrio das oben
offen ist,
nicht auch geschützt werden müsste ;-))
In diesem Sinne - all closed
Gruß Christian
Jan Krueger schrieb:
>
> Hallo zusammen!
> Ich habe gerade eine Reportage von Spiegel TV über Politessen etc. in
> München gesehen. Unter anderen gab es in dieser Reportage den Fall, daß ein
> Fahrzeug abgeschleppt wurde, weil es nicht verschlossen (!) war. Die
> Begründug hierfür war die Prävention einer Straftat, nämlich dem möglichen
> Diebstahl deswegen. (Bezahlt werden mußte natürlich...)
> Ist so etwas in der Tat denkbar bzw. vom Gesetzgeber aus vorgesehen? Ich
> kann's mir eigentlich nicht so recht vorstellen - aber unmöglich ist bei uns
> wohl nix...
>Ist so etwas in der Tat denkbar bzw. vom Gesetzgeber aus vorgesehen? Ich
>kann's mir eigentlich nicht so recht vorstellen - aber unmöglich ist bei uns
>wohl nix...
latuernich ist das denkbar.
Der Fahrzeugfuehrer ist dafuer verantwortlich, dass von dem
abgestellten Fahrzeug keine unnoetige Gefahr fuer die Allgemeinheit
(z.B. auch durch unbefugte Inbetriebsetzung) ausgeht.
Kommt er dieser (in der StVO festgeschriebenen) Verpflichtung nicht
nach, so ist es doch wohl recht und billig, die Allgemeinheit auf
Kosten des Uebeltaeters durch Sicherstellen des Fahrzeugs vor besagter
Gefahr zu schuetzen.
Immer vorrausgesetzt, das Fahrzeug laesst sich nicht anderweitig
sichern (z.B. durch simples Verschliessen); denn auch der besagte
Uebeltaeter hat das Recht darauf, dass die fuer ihn am wenigsten
nachteilige (kostenintensive) Massnahme zur Abwehr der durch ihn
verursachten Gefahr ergriffen wird.
--
mfg,
Henning
--------------------------------------------------------
Henning Koch
http://studserver.uni-dortmund.de/Henning.Koch
FF Dortmund-Holzen: (inoffizielle Seite! nicht von mir!)
http://home.t-online.de/home/martinreimann/lz8.htm
-----------------------------------------------------zha
Fandet Ihr eigentlich nicht auch, daß die Münchener Ordnungshüter
teilweise etwas arg diensteifrig waren?
Da wurde bspw. ein Auto abgeschleppt, das ca. 20 cm in den abgesenkten
Bordstein hineinragte, aber keine objektive Behinderung darstellte.
Oder die arme Sau, die zwei Tagesmieten in der Verwahrstelle abdrücken
mußte für knapp zwei Stunden vor Mitternacht und für eine danach. Wenn
das keine Wegelagerei ist.
Oder die Aktion mit dem Auto der Behinderten, die einen Polizisten
fragte wo sie Ihr Auto lassen sollte. Von dieser Stelle hat dann eine
Politesse abschleppen lassen.
schon wieder kopfschüttelnd OLAF
--
Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.
> Wenn das Fahrzeug verschlossen werden kann, wird es von der Polizei
> bzw. der Politesse verschlossen. Das kostet lediglich 20,-- DM. Sollte
> das Fahrzeug nicht verschlossen werden können, wird das Fahrzeug zur
> Gefahrenabwehr sichergestellt. Die Kosten trägt natürlich der Halter.
Beispiel:
A4, elektrische Fensterheber, Fenster (unbewußt) offen gelassen,
Parkgarage Flugplatz M.
Rückkehr zum Parkplatz: Auto weg, hoppla wird doch nicht geklaut worden
sein.
private Parkplatzwache lustlos: sie werden sich wohl nicht mehr an den
Stellplatz erinnern (dabei gedacht: Sie Trottel).
Nach ein bisschen Suche Gang zur Polizei: Ja den haben wir Abschleppen
lassen wegen Sicherung von Eigentum, hatte leider EFH sonst hätten wir
die Fenster hochkurbeln und Tür verriegeln können ohne Abschleppen.
steht jetzt in Hallbergmoos.
Schön, daß gerade Sonntagabend 22:00 war, Ausgabe erst am nächsten Tag.
Hurra: 370.- DM Abschleppen + Standgebühr
bye pivi
> Jan Krueger wrote:
> >
> > Hallo zusammen!
> > Ich habe gerade eine Reportage von Spiegel TV über Politessen etc. in
> > München gesehen. ...
>
> Fandet Ihr eigentlich nicht auch, daß die Münchener Ordnungshüter
> teilweise etwas arg diensteifrig waren?
Ich fand das wieder mal typisch Fernsehen. Genauso bekloppt wie die
"Deutschland Rasernation"-Berichte.
>
> Da wurde bspw. ein Auto abgeschleppt, das ca. 20 cm in den abgesenkten
> Bordstein hineinragte, aber keine objektive Behinderung darstellte.
>
> Oder die arme Sau, die zwei Tagesmieten in der Verwahrstelle abdrücken
> mußte für knapp zwei Stunden vor Mitternacht und für eine danach. Wenn
> das keine Wegelagerei ist.
Der hätte sich einen erlaubten Parkplatz suchen können. Oder mit MVV/Taxi
fahren.
>
> Oder die Aktion mit dem Auto der Behinderten, die einen Polizisten
> fragte wo sie Ihr Auto lassen sollte. Von dieser Stelle hat dann eine
> Politesse abschleppen lassen.
Bei über 25.000 abgeschleppten Fahrzeugen pro Jahr kann sowas mal
vorkommmen. Klar, daß die Presse sich da drauf stürzt. Ob die ihre Kohlen
wiederbekommen hat, weil sie unberechtigterweise abgeschleppt wurde, hat
keiner gesagt (nur eine Mutmaßung, aber wer sagt, daß es nicht so ist?).
Es gibt auch eine andere Seite bei der Thematik. Da war dieser eine
Dödel, der erzählt hat, daß er in den letzten zwei Monaten dreimal
abgeschleppt worden ist. Wie blöd muß ich denn sein, damit mir das
passiert?
Wenn Du sehen würdest, wie unverschämt in München teilweise geparkt wird,
wärst Du froh, daß da durchgegriffen wird. Ich habe Fälle erlebt, in
denen sich Leute direkt auf den Überweg bei Fußgängerampeln gestellt
haben. Einmal war neben mir eine Mutter mit Kinderwagen, die wegen eines
solchen Asozialen durch den schlammigen Grünstreifen waten mußte
(Herbst). Der Typ meinte einfach, er sei jetzt schon zweimal hier
langgefahren und hätte jetzt keinen Bock mehr. In der Nebenstraße (vom
Überweg aus einsehbar) war ein dicker Parkplatz. Was soll man da noch
sagen? Genauso ist es mit Leuten, die sich direkt ans Straßeneck stellen,
so daß man den Querverkehr erst einsehen kann, wenn man schon mitten auf
der Kreuzung steht.
In vielen Fällen drücken die ein Auge zu, z.B. in der Straße, in der
meine Ex wohnte. Da ist auf einer Seite ein eingeschränktes Halteverbot.
Da sagt niemand was, wenn man nachts parkt und bis 9 Uhr weg ist. Danach
gibt's Strafzettel, die aber auch ihre Berechtigung haben, weil
Müllfahrzeuge u.ä. nicht oder nur sehr schwer durchkommen, wenn da einer
steht.
Noch was: Ich wohne direkt an der Einflugschneise der Schleppfahrzeuge
Richtung Verwahrstelle. Wenn Du sehen könntest, was da hauptsächlich
abgeschleppt wird, würdest Du auch nix mehr sagen. Da ist seltenst ein
Durchschnittsauto dabei. Meistens sind das Porsche, Jaguar, SL, generell
alles was teuer ist und dunkel lackiert. Die Leute haben anscheinend die
Kohlen, ihr Fahrzeug irgendwo in den Weg zu stellen und dann halt später
in der Verwahrstelle wieder abzuholen. Wenn der Pförtner in dem Beitrag
gesagt hat, es kämen oft Leute zum Abholen, denen man ansähe, daß sie von
Beruf Sohn oder Tochter seien, glaub ich ihm das.
Wolfgang, München, in 9 Jahren mit Auto 2 Strafzettel wg. Falschparkens
(einer davon, weil Parkscheibe falsch eingestellt -- selber schuld)
--
Wolfgang Mederle
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
http://www.mederle.de/
ICQ# 1435333
[...]
> Desweiteren stellt auch die Frage warum dann nicht jedes Cabrio das oben
> offen ist,
> nicht auch geschützt werden müsste ;-))
Spaß beiseite, Ernst komm her: Ich hab mal gehört, daß ein offen geparktes
Cabrio trotzdem als verschlossen gilt, wenn die Seitenscheiben
hochgekurbelt/hochgefahren sind.
Weiss da jemand ob das so stimmt?
Gruß
Henrik Nienau
Sicher, es waren vielleicht auch nur die Spitzen des Eisberges, aber im
einzelnen teilweise schon etwas schwer nachzuvollziehen.
Neulich hab ich einen entsprechenden Bericht über Politessen in Köln
gesehen, und da gings nicht so ab, die haben mit wesentlich mehr
Augenmaß abgeschleppt.
> >
> > Da wurde bspw. ein Auto abgeschleppt, das ca. 20 cm in den abgesenkten
> > Bordstein hineinragte, aber keine objektive Behinderung darstellte.
> >
> > Oder die arme Sau, die zwei Tagesmieten in der Verwahrstelle abdrücken
> > mußte für knapp zwei Stunden vor Mitternacht und für eine danach. Wenn
> > das keine Wegelagerei ist.
>
> Der hätte sich einen erlaubten Parkplatz suchen können. Oder mit MVV/Taxi
> fahren.
Natürlich hätte er sich legal abstellen können. Das hat aber nix damit
zu tun, daß sie ihm für 3 Stunden 48 berechnen. DAS ist Wucher!
>
> >
> > Oder die Aktion mit dem Auto der Behinderten, die einen Polizisten
> > fragte wo sie Ihr Auto lassen sollte. Von dieser Stelle hat dann eine
> > Politesse abschleppen lassen.
>
> Bei über 25.000 abgeschleppten Fahrzeugen pro Jahr kann sowas mal
> vorkommmen. Klar, daß die Presse sich da drauf stürzt. Ob die ihre Kohlen
> wiederbekommen hat, weil sie unberechtigterweise abgeschleppt wurde, hat
> keiner gesagt (nur eine Mutmaßung, aber wer sagt, daß es nicht so ist?).
Es wurde gesagt, sie würde das Geld zurückbekommen. Aber auslegen mußte
sie es dennoch, zusätzlich die Lauferei, die für einen Behinderten
sicher auch die wahre Freude ist. Rausgeredet haben die Abschlepper sich
mit dem nicht ordnungsgerecht hingelegten Behindertenausweis.
Ja sag mal, bin ich hier im Irrenhaus?
>
> Es gibt auch eine andere Seite bei der Thematik. Da war dieser eine
> Dödel, der erzählt hat, daß er in den letzten zwei Monaten dreimal
> abgeschleppt worden ist. Wie blöd muß ich denn sein, damit mir das
> passiert?
DAS ist in der Tat selten dämlich!
> ...
Der Großteil wird sicher auch zurecht abgeschleppt. aber bei einigen
Beispielen gestern mußte ich schon arg mit dem Kopf schütteln.
> ... Wenn der Pförtner in dem Beitrag
> gesagt hat, es kämen oft Leute zum Abholen, denen man ansähe, daß sie von
> Beruf Sohn oder Tochter seien, glaub ich ihm das.
Ich ihm auch. Alle anderen müssen ja auch auf Ihre Kohle achten. Nur auf
die Frau mit dem unverschlossenen Auto trifft das bspw. sicher nicht zu.
Ich war nie mit dem Auto in München, und ich weiß jetzt auch wieso! ;-)
Aber sollte sich da über die Stadtplanung nicht was machen lassen?
Selbst in Salzgitter, das erheblich mehr Platz für Autos hat, bekommt
man Bauvorhaben auch nur mit mind. einem Einstellplatz pro Wohneinheit
genehmigt. Das ließe sich sicher auch verschärft für die betroffenen
Münchener Stadtteile nutzen, falls es das nicht sowieso schon gibt.
>
> Wolfgang, München, in 9 Jahren mit Auto 2 Strafzettel wg. Falschparkens
> (einer davon, weil Parkscheibe falsch eingestellt -- selber schuld)
Na also, geht doch!
--
Munterbleiben OLAF
>Es gibt auch eine andere Seite bei der Thematik. Da war dieser eine
>Dödel, der erzählt hat, daß er in den letzten zwei Monaten dreimal
>abgeschleppt worden ist. Wie blöd muß ich denn sein, damit mir das
>passiert?
nicht bloed sondern dreist, wuerde ich mal vermuten.
Deshalb auch meine Rede seit 1850:
wer so falsch parkt, dass er abgeschleppt werden muss, der hat auch
zwei Punkte in Flensburg verdient.
Das waere manchmal vermutlich sinnvoller als ewig die gleichen
abzuschleppen.
Leider wuerde es wohl an der Frage scheitern, wer denn den Wagen
konkret eingeparkt hat.
Unverschlossene Autotür eine Gefahr für die Allgemeinheit ? Da fehlt ja
hoffentlich ein Smiley ?
Hat jemand mein Motorrad gesehen ... ?
Bis dann, Horst
Und wenn die Fenster unten sind schleppen die Jungs die Karre ab, stellen
sie irgendwo auf den Hof, es regnet und die Sitze sind hin ?
Ja, in .de könnte das so laufen ...
Bis dann, Horst
mfg
Pucky
Olaf Keßler <Olaf.K...@tu-clausthal.de> schrieb in im Newsbeitrag:
372ED1F8...@tu-clausthal.de...
> Jan Krueger wrote:
> >
> > Hallo zusammen!
> > Ich habe gerade eine Reportage von Spiegel TV über Politessen etc. in
> > München gesehen. ...
>
> Fandet Ihr eigentlich nicht auch, daß die Münchener Ordnungshüter
> teilweise etwas arg diensteifrig waren?
>
> Da wurde bspw. ein Auto abgeschleppt, das ca. 20 cm in den abgesenkten
> Bordstein hineinragte, aber keine objektive Behinderung darstellte.
>
> Oder die arme Sau, die zwei Tagesmieten in der Verwahrstelle abdrücken
> mußte für knapp zwei Stunden vor Mitternacht und für eine danach. Wenn
> das keine Wegelagerei ist.
>
> Oder die Aktion mit dem Auto der Behinderten, die einen Polizisten
> fragte wo sie Ihr Auto lassen sollte. Von dieser Stelle hat dann eine
> Politesse abschleppen lassen.
>
> schon wieder kopfschüttelnd OLAF
> --
> Wolfgang Mederle wrote:
> > Ich fand das wieder mal typisch Fernsehen. Genauso bekloppt wie die
> > "Deutschland Rasernation"-Berichte.
>
> Sicher, es waren vielleicht auch nur die Spitzen des Eisberges, aber im
> einzelnen teilweise schon etwas schwer nachzuvollziehen.
>
> Neulich hab ich einen entsprechenden Bericht über Politessen in Köln
> gesehen, und da gings nicht so ab, die haben mit wesentlich mehr
> Augenmaß abgeschleppt.
Mag schon sein. Ich bin bloß derartigen Fernsehberichten gegenüber noch
skeptischer als ich es eh schon war, seit die mich samt Pacer bei AMS-TV
in einem Beitrag drinhatten und ich dann gesehen habe, was die draus
gemacht haben. Klischees sind offenbar für Journalisten dazu da, immer
wieder bestätigt zu werden, bis dann auch alle brav dran glauben. In den
letzten Jahren wird gnadenlos so viel Mist auch von scheinbar seriösen
Magazinen (*Spiegel*-TV) über den Zusehern ausgekübelt, daß es kaum noch
zu glauben ist. Manchmal frage ich mich, ob die 16-40jährigen das
wirklich sehen wollen.
> > Der hätte sich einen erlaubten Parkplatz suchen können. Oder mit MVV/Taxi
> > fahren.
>
> Natürlich hätte er sich legal abstellen können. Das hat aber nix damit
> zu tun, daß sie ihm für 3 Stunden 48 berechnen. DAS ist Wucher!
Klar. Geht Dir aber auch so, wenn ein Abschleppdienst nach Panne oder
Unfall Dein Auto bei sich unterstellt (hat kürzlich ein Freund von mir
erlebt).
>
> Ich war nie mit dem Auto in München, und ich weiß jetzt auch wieso! ;-)
> Aber sollte sich da über die Stadtplanung nicht was machen lassen?
Die ist so konfus, daß ich die nicht mal richtig wiedergeben kann. Soweit
ich weiß, mußt Du bei neuen Gewerbe-Bauvorhaben zwar irgendeine Gebühr
für eine festgelegte Anzahl Stellplätze (einer pro Mitarbeiter?)
abdrücken, darfst aber dann nur die Hälfte dieser Stellplätze tatsächlich
bauen.
Die Parkplatzsituation in alten Vierteln wie Schwabing (wenige
Tiefgaragen, hauptsächlich Laternenparker) ist grausam. Für mich ein
Grund (trotz guter Atmosphäre und Uni-Nähe), da nicht hinzuziehen. Ich
habe einen Tiefgaragenstellplatz und brauche mit dem Fahrrad keine
Viertelstunde zur Uni (Schwabing), mit Bus oder U-Bahn etwas länger. Wenn
ich höre, wie lange Leute, die in Schwabing wohnen, regelmäßig nach
Parkplätzen suchen, bin ich froh, da nicht wohnen zu müssen.
Ich muß allerdings auch sagen: Die Leute, die nach Schwabing ziehen,
wissen das vorher. Für mich ist die Situation da keine Entschuldigung,
irgendwo zu parken, wo es nicht erlaubt ist. Wenn ich da wohnen will, muß
ich mir entweder einen eigenen Stellplatz suchen oder mir überlegen, das
Auto abzuschaffen oder außerhalb zu parken und dann halt mit dem Rad oder
MVV hinzufahren, wenn ich es brauche. Oder es in Kauf nehmen, lange nach
einem Parkplatz zu suchen. Dafür habe ich Arbeit, Einkaufsmöglichkeiten
und Nachtleben in Laufweite.
>
> Selbst in Salzgitter, das erheblich mehr Platz für Autos hat, bekommt
> man Bauvorhaben auch nur mit mind. einem Einstellplatz pro Wohneinheit
> genehmigt. Das ließe sich sicher auch verschärft für die betroffenen
> Münchener Stadtteile nutzen, falls es das nicht sowieso schon gibt.
In Schwabing wird fast nichts Neues mehr gebaut. Da ist es schon voll,
und die meisten Gebäude sind Altbauten mit schönen hohen Decken und
keinen Tiefgaragen.
In den jüngeren Vierteln wie Perlach oder Riem sind die Probleme lang
nicht so gravierend. In Schwabing gibt es zunehmend WGs voller Singles,
die zum guten Teil ein Auto haben. Damit kommt pro Wohneinheit ein
Volumen an Fahrzeugen zusammen, das für die Parkflächen zu groß ist.
Früher gab's pro Wohnung = Familienhaushalt höchstens ein Auto, das ging
noch. München hat inzwischen den größten Prozentsatz an Singlehaushalten
in Deutschland (über 50%). Schwabing ist ein Extrembeispiel und wurde von
der Journaille schon mit Bedacht ausgewählt.
Krass, Dragan!
Felix
>
> > Leider wuerde es wohl an der Frage scheitern,
> > wer denn den Wagen konkret eingeparkt hat.
>
> Krass, Dragan!
>
Du bisch ultrra krrras!
Henrik Nienau schrieb:
> Christian Winkelmann <christian....@mch.siemens.de> schrieb in im
> Newsbeitrag: 372EADCF...@mch.siemens.de...
>
> [...]
> > Desweiteren stellt auch die Frage warum dann nicht jedes Cabrio das oben
> > offen ist,
> > nicht auch geschützt werden müsste ;-))
>
> Spaß beiseite, Ernst komm her: Ich hab mal gehört, daß ein offen geparktes
> Cabrio trotzdem als verschlossen gilt, wenn die Seitenscheiben
> hochgekurbelt/hochgefahren sind.
> Weiss da jemand ob das so stimmt?
Mein voriges Cabrio (alte Kiste, manuelles Dach) habe ich immer so
abgestellt, wenn kein Regen drohte. Hat die Polizei nie gestört.
Eine Kaskoversicherung hatte ich nicht.
Für mein jetziges Auto wollte ich eine Kasko abschließen, und die
verlangt i.A., das Dach jedes mal zu schließen, also habe ich gleich
ein Auto mit elektrischem Dach genommen.
Herbert
--
Heute wieder besonders cogno-intellektuell...
>Wenn das Fahrzeug verschlossen werden kann, wird es von der Polizei
>bzw. der Politesse verschlossen. Das kostet lediglich 20,-- DM. Sollte
>das Fahrzeug nicht verschlossen werden können, wird das Fahrzeug zur
>Gefahrenabwehr sichergestellt. Die Kosten trägt natürlich der Halter.
Wie ist es denn dann mit Fahrzeugen, die schlicht und ergreifend
*gar* nicht verschlossen werden können? Als Beispiel diverse
Geländefahrzeuge (z.B. VW-Iltis mit Plastiktüren, die kein Schloß haben,
Jeep mit Stofftüren usw.), Cabrios..
Gruß,
Mark
--
|\ _,,,---,,_ Mark Nowiasz (buck...@gmx.de)
/,.-'' -. ;-;;,_ PGP-Key available at keyservers/request.
|,4- ) )-,_..;\ ( '-' http://anarch.free.de/~buckaroo/
'---''(_/--' -'\_) IRC: Buckaroo | Voice: +49 179 4917624
>Thomas Gabriel <t...@thomas-gabriel.de> wrote:
>
>>Wenn das Fahrzeug verschlossen werden kann, wird es von der Polizei
>>bzw. der Politesse verschlossen. Das kostet lediglich 20,-- DM. Sollte
>>das Fahrzeug nicht verschlossen werden können, wird das Fahrzeug zur
>>Gefahrenabwehr sichergestellt. Die Kosten trägt natürlich der Halter.
>
>Wie ist es denn dann mit Fahrzeugen, die schlicht und ergreifend
>*gar* nicht verschlossen werden können? Als Beispiel diverse
>Geländefahrzeuge (z.B. VW-Iltis mit Plastiktüren, die kein Schloß haben,
>Jeep mit Stofftüren usw.), Cabrios..
Eine weitere Frage wäre dann, wie das mit den Autobesitzern ist, die
(z.B. aufgrund des Wetters) das Fenster (oder Cabrioverdeck) offen
lassen, weil Sie ne Alarmanlage drin haben, die sich ja beim Türöffnen
oder beim hineingreifen in das Fenster bemerkbar machen würde .......
MfG
Marco
E-Mail: KoM...@GMX.DE
> Thomas Gabriel <t...@thomas-gabriel.de> wrote:
>
> >Wenn das Fahrzeug verschlossen werden kann, wird es von der Polizei
> >bzw. der Politesse verschlossen. Das kostet lediglich 20,-- DM. Sollte
> >das Fahrzeug nicht verschlossen werden können, wird das Fahrzeug zur
> >Gefahrenabwehr sichergestellt. Die Kosten trägt natürlich der Halter.
>
> Wie ist es denn dann mit Fahrzeugen, die schlicht und ergreifend
> *gar* nicht verschlossen werden können? Als Beispiel diverse
> Geländefahrzeuge (z.B. VW-Iltis mit Plastiktüren, die kein Schloß haben,
> Jeep mit Stofftüren usw.), Cabrios..
Rate mal, es mit jenen Fahrzeugen wohl sein könnte ... na? - Genau, so ist
es!
>Wie ist es denn dann mit Fahrzeugen, die schlicht und ergreifend
>*gar* nicht verschlossen werden können? Als Beispiel diverse
>Geländefahrzeuge (z.B. VW-Iltis mit Plastiktüren, die kein Schloß haben,
>Jeep mit Stofftüren usw.), Cabrios..
... und wie ist das mit Rollern, Motorrädern, ...?
Es kommt doch nur darauf an, daß die vorhanden Sicherungseinrichtungen
auch genutzt werden!
Tom
Dann tu's doch auch.
> ...
>
> Olaf Keßler <Olaf.K...@tu-clausthal.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> 372ED1F8...@tu-clausthal.de...
>
[Voll-quote gesnipt]
--
Munterbleiben OLAF
> Ich habe gerade eine Reportage von Spiegel TV über Politessen etc. in
> München gesehen. Unter anderen gab es in dieser Reportage den Fall, daß ein
> Fahrzeug abgeschleppt wurde, weil es nicht verschlossen (!) war.
Nein, datt hast Du wohl falsch verstanden. Abgeschleppt wurde das
Fahrzeug, weil es im Halteverbot stand. Die nicht verschlossene Tür hat
nur nochmal 20 Mark extra gekostet.
Bis denne... Jan
OK>Natürlich hätte er sich legal abstellen können. Das hat aber nix damit
OK>zu tun, daß sie ihm für 3 Stunden 48 berechnen. DAS ist Wucher!
Eine Bekannte von mir hat vor einigen Jahren mal was geerbt. Die
Verstorbene war sehr wohlhabend und hat sich vor allem für die Erbin einen
sehr schlechten Zeitpunkt zum Sterben ausgesucht. Sie starb nämlich am 1.
Januar um 0:07 Uhr. Genau aus diesem Grunde wurden meiner Bekannten dann
vom Haupterbe erstmal die Vermögenssteuer für das laufende Jahr
(Schließlich hat die gute Frau da noch 7 Minuten gelebt!) abgezogen! Das
waren etliche Tausender!
------------------
/ / __ -/-/- _ | Horst Reinsch |
/-/ / / / / /_\ | 47226 Duisburg |
/ / /_/ / / /__ | V 0177/4247663 |
------------------
## CrossPoint v3.11 R ##
>Da wurde bspw. ein Auto abgeschleppt, das ca. 20 cm in den abgesenkten
>Bordstein hineinragte, aber keine objektive Behinderung darstellte.
Uns wurde ein Strafzettel geschrieben "wg. Parken auf dem Gehweg".
Fakt:
(Durch ungeschickte Rangiererei bis das Auto endlich in der Luecke war) der
*rechte Hinterreifen* auf der Bordsteinkante.
Tsts.
Das kann ich *so* eigentlich nicht glauben. Die Autos sind TÜV-zugelassen
(OK, z.T. mit Sondergenehmigung), es ist bei meinem Wranger auch vollkommen
zulässig und leicht möglich, die Türen rauszunehmen (sofern eine Kette
im Straßenverkehr davor ist, kein Thema). Was ist denn mit Baustellen-
fahrzeugen, die z.T. auch nicht abgeschlossen werden können?
Ich erinnere mich ein Urteil gelesen zu haben (leider keine Quelle mehr),
dass Cabrios bei ver- bzw. geschlossen Tueren und Fesnter per
Definition auch bei offenem Dach als abgeschlossen gelten.
Begruendung: Es ist nun Mal der Sinn eines Cabrios das Dach zu oeffnen.
-Wolfram
--
Email: Wolfram...@iao.fhg.de
Voice: +49 711 970 2431
Fax: +49 711 970 2401
Office: Fraunhofer IAO, Holzgartenstr. 17, 70174 Stuttgart, Germany
>es ist bei meinem Wranger auch vollkommenzulässig und leicht möglich, die
Türen >rauszunehmen (sofern eine Kette im Straßenverkehr davor ist, kein
Thema).
Hängst Du an die Kette dann auch ein Vorhängeschloß? ;-)
Michael Marohn
> > Ich war nie mit dem Auto in Muenchen, und ich weiss jetzt auch wieso! ;-)
> > Aber sollte sich da ueber die Stadtplanung nicht was machen lassen?
>
> Die ist so konfus, dass ich die nicht mal richtig wiedergeben kann. Soweit
> ich weiss, musst Du bei neuen Gewerbe-Bauvorhaben zwar irgendeine Gebuehr
> fuer eine festgelegte Anzahl Stellplaetze (einer pro Mitarbeiter?)
> abdruecken, darfst aber dann nur die Haelfte dieser Stellplaetze tatsaechlich
> bauen.
Es gibt eine Bauvorschrift zu der Anzahl der Parkplaetze pro qm
Gewerbe- oder Wohnflaeche. Diese Zahlen sind bei den aktuellen
Platzverhaeltnissen in deutschen Staedten nicht mehr zu erreichen.
In der gemaessigten Version zuckt die Stadt dann mit den Schultern und
sagt dem Bautraeger, er soll zusehen, wie er diese Quote erfuellt. In
der verschaerften Version verpflichtet die Stadt den Bautraeger gleich
dazu, weniger Stellplaetze zu bauen, kassiert aber in jedem Fall die
Strafzahlungen fuer die fehlenden Parkplaetze. So geschehen z.B. am
Potsdamer Platz in Berlin.
Der Bautraeger kann lediglich darauf hoffen, im Gegenzug etwas
wohlwollender von den Behoerden behandelt zu werden - einen
Rechtsanspruch darauf hat er aber nicht.
Andreas
> seit die mich samt Pacer bei AMS-TV in einem Beitrag drinhatten
>und ich dann gesehen habe, was die draus gemacht haben.
Ich habe die Sendung nicht gesehen. Erzaehl doch mal.
Tschuess
Michael Haucke
>Spaß beiseite, Ernst komm her: Ich hab mal gehört, daß ein offen
>geparktes Cabrio trotzdem als verschlossen gilt, wenn die Seiten-
>scheiben hochgekurbelt/hochgefahren sind.
>Weiss da jemand ob das so stimmt?
Den Versicherern reicht es im Allgemeinen als Diebstahlschutz. Die
rechtliche Lage hingegen ist mir nicht bekannt.
Tschuess
Michael Haucke
>Uns wurde ein Strafzettel geschrieben "wg. Parken auf dem Gehweg".
In Goettingen ist die Praxis so, dass Parken auf dem Gehweg verboten
ist, aber geduldet wird, wenn ein Mindestabstand von 1 Meter zu
Zaeunen, Laternen etc. gehalten wird. Dies wurde mir auf eine
Anfrage beschieden, die ich nach einem entsprechenden Ticket
tat. Zwischen einer Strassenlaterne und meinem Fahrzeug sollte
laut Bescheid nur ein Abstand von 86cm gewesen sein, was ich nicht
so ganz nachvollziehen konnte. Na ja, die Auskunft war, dass bei Park-
verstoessen eh nicht auf Richtigkeit ueberprueft wird (die Aussage des
Ticketschreibers reicht) und ein Einspruch daher kein Sinn haette.
Was auch nicht so ganz richtig ist: als ich ein weiteres Ticket bekam,
in dem mein Astra zum Toyota umgelabelt wurde, reichte der kurze
Hinweis, dass mein Fahrzeug sicher nicht von Toyota produziert wird,
um die Sache im Sande verlaufen zu lassen.
Die Laterne hat mich uebrigens 50,-- DM gekostet; aber bei 7 Tickets
wegen Parkverstoessen in nunmehr 13 Jahren bin ich eigentlich nicht
unzufrieden (mit der Toyota-Story waren es acht).
Tschuess
Michael Haucke
Deutsches Recht halt... wahrscheinlich muß das Handschuhfach
abgeschlossen sein ;)
Simon
"Nachmessen" ist die wissenschaftlichere Methode!
Felix
Das war ein freier Journalist, der den Beitrag für ams-TV gemacht hat.
Der hat mich mal über meine Website kontaktiert, und ich habe mich
zunächst recht gefreut, daß da mal einer kommt und sich dieses raren
Autos annimmt. Der Journalist hat mich im Vorfeld gefragt, ob das Auto
denn alltagstauglich sei, weil er sich überlege, so einen selber zu
kaufen. (Die anderen drei, die mit dabei waren, haben nur Pacer und
fahren die im Alltag).
Also habe ich ein paar Pacer-Besitzer, die ich kenne, gefragt, ob sie
mitmachen wollen. Getroffen haben wir uns an einem von mir organisierten
Termin zunächst hier in München. Zwei Pacer waren von hier, die anderen
kamen extra aus Köln und aus der Schweiz, jeweils gute 500km.
Dann sind wir nach Tegernsee gefahren, zuerst zwei Pacer und der Wagen
vom Kamerateam. Der Wagen aus Köln hatte wg. Staus Verspätung und kam mit
mir nach. Dieses Auto war erst seit zwei Wochen wieder am Fahren --
vorher 11 Jahre unbenutzt in einer Garage gestanden. Öle gewechselt, und
er lief wieder. In Tegernsee ist ihm dann ein Kühlerschlauch geplatzt,
was vom ADAC in einer Viertelstunde behoben wurde. Weil die Zeit drängte,
sind wir anderen zum Drehen vorausgefahren, und das vierte Auto kam nach.
Die Sache hat insgesamt gute zehn Stunden gedauert, für die wir gerade
mal einen trocken-laschen Händedruck bekamen -- bisher (war im Januar!)
hat man uns nicht mal den Sprit erstattet. Die Infos kamen zu 90% von
meiner Website; außer, das Kamerateam zu organisieren und die Sache zu
schneiden, hatte der Journalist nicht viel Arbeit. Er hat es nicht mal
geschafft, uns rechtzeitig zu informieren, wann der Beitrag kommt, oder
wenigstens ein Tape zuzusenden. Ich konnte mir die Wiederholung morgens
um halb vier ansehen. Die Videoaufnahme mit 73 Sex-Hotline-Werbespots
drin ist klasse...
Im Beitrag kamen dann nur Klischees. Das Auto sei nicht wirklich
alltagstauglich, was man daran sehen könne, daß auch diesmal während der
Dreharbeiten wieder einer mit *Motorschaden* ausgefallen sei. Die haben
einfach die zuerst gemachten Aufnahmen mit 3 Autos nach hinten gesetzt,
damit's paßt. Dann hieß es, der Verbrauch liege bei 20 Litern, was auch
wieder nur das Stammtischurteil bestätigt, daß alle amerikanischen Autos
saufen wie Löcher, und einfach falsch ist.
Kein Wort davon, daß der Pacer nicht nur das erste Auto mit Cab-forward-
Design, sondern eins der Fahrzeuge war, die das Automobildesign am
stärksten beeinflußt haben. Der Porsche 928 hat eine ganz frappierende
Ähnlichkeit -- er sieht aus wie ein flachgedrückter Pacer. Davon nichts,
nur das übliche Bla-bla. Nicht mal die "Wayne's World"-Filme, die einen
richtigen Pacer-Boom in den USA ausgelöst haben, wurden erwähnt.
Den Aufwand, uns zu interviewen, hätte er sich eigentlich sparen können,
da er schließlich sowieso nur seine vorgefertigte Meinung präsentierte.
Alles in Allem war's für uns vier ein ganzer Tag und einiges an Geld, was
draufging, und das Ergebnis war ein großer Mist.
Sollte einer von Euch mal gefragt werden, ob er sein Auto in so einem
Beitrag präsentieren möchte, laßt es Euch schriftlich geben, daß Ihr
wenigstens die Spesen ersetzt bekommt. Und rechnet nicht damit, daß
objektiv berichtet oder ordentlich recherchiert wird. "Ich hab's doch
schon immer gewußt!" erreicht man mit viel weniger Arbeit als "Aha,
ist ja interessant!".
--
Wolfgang Mederle
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de ICQ# 1435333
American Motors: http://www.mederle.de/amc/
Mercedes: http://www.mederle.de/benz/
---------------------------------------------------------------
1986er BMW 325iX, 1981er AMC Eagle Kammback, 1976er AMC Pacer
---------------------------------------------------------------
Dein Enthusiasmus für den Pacer in allen Ehren.
Aber zu glauben daß Porsche sich bei der Entwicklung des 928
den Pacer zum Vorbild genommen hat, ist schon ein starkes Stück.
Außerdem lag bei der Vorstellung des Pacers die Karrosserie
des 928ers schon fest.
Peter
>Das war ein freier Journalist, der den Beitrag für ams-TV gemacht hat.
>Der hat mich mal über meine Website kontaktiert, und ich habe mich
>zunächst recht gefreut, daß da mal einer kommt und sich dieses raren
>Autos annimmt.
Hattest Du denn wenigstens den Eindruck (unabhaengig vom Bericht),
dass er sich ueberhaupt fuer das Auto interessiert?
>Der Journalist hat mich im Vorfeld gefragt, ob das Auto
>denn alltagstauglich sei, weil er sich überlege, so einen selber zu
>kaufen.
Und bei der Produktion war dann keine Rede mehr davon?
>Die Sache hat insgesamt gute zehn Stunden gedauert, für die wir
>gerade mal einen trocken-laschen Händedruck bekamen -- bisher
>(war im Januar!) hat man uns nicht mal den Sprit erstattet.
Was hat er Dir denn ueberhaupt dafuer versprochen?
>Die Infos kamen zu 90% von meiner Website; außer, das Kamera-
>team zu organisieren und die Sache zu schneiden, hatte der
>Journalist nicht viel Arbeit. Er hat es nicht mal geschafft, uns
>rechtzeitig zu informieren, wann der Beitrag kommt, oder wenigstens
>ein Tape zuzusenden. Ich konnte mir die Wiederholung morgens
>um halb vier ansehen. Die Videoaufnahme mit 73 Sex-Hotline-
>Werbespots drin ist klasse...
Das ist alles sehr merkuerdig. Was sagt denn der Sender/der
Produzent der Sendung dazu? Hast Du vielleicht auch die AMS
direkt angesprochen? Das duerfte die eigentlich schon interessieren,
wenn in deren Namen ein solcher Mumpitz verzapft wird. Oder
war das etwa ein Journalist, der auch fuer das Heft taetig ist?
>Im Beitrag kamen dann nur Klischees. Das Auto sei nicht wirklich
>alltagstauglich, was man daran sehen könne, daß auch diesmal
>während der Dreharbeiten wieder einer mit *Motorschaden*
>ausgefallen sei. Die haben einfach die zuerst gemachten
>Aufnahmen mit 3 Autos nach hinten gesetzt, damit's paßt. Dann
>hieß es, der Verbrauch liege bei 20 Litern, was auch wieder nur das
>Stammtischurteil bestätigt, daß alle amerikanischen Autos saufen
>wie Löcher, und einfach falsch ist.
Hat er ueberhaupt eines der Fahrzeuge gefahren?
>Kein Wort davon, daß der Pacer nicht nur das erste Auto mit Cab-
>forward-Design, sondern eins der Fahrzeuge war, die das Automobil-
>design am stärksten beeinflußt haben.
Ist fuer mich schon immer ein faszinierendes Auto gewesen (schon
lange vor "Wayne´s World") und eines der wenigen amerikanischen
Autos, die ich ohne Blick auf das Typenschild erkenne.
>Der Porsche 928 hat eine ganz frappierende Ähnlichkeit -- er sieht
>aus wie ein flachgedrückter Pacer.
Vielleicht liegt es daran, dass ich den Porsche 928 nach wie vor fuer
den schoensten deutschen Sportwagen aller Zeiten halte. Die Technik
ist natuerlich auch faszinierend.
>Nicht mal die "Wayne's World"-Filme, die einen richtigen Pacer-Boom
>in den USA ausgelöst haben, wurden erwähnt.
Tatsaechlich nicht? Na, vielleicht auch nicht so schlecht, sonst waere
aus dem Bericht noch eine "American Manta"-Story geworden. Kannte
der Typ den Pacer eigentlich schon vor den Filmen?
>Den Aufwand, uns zu interviewen, hätte er sich eigentlich sparen
>können, da er schließlich sowieso nur seine vorgefertigte Meinung
>präsentierte.
Scheint also gaengigen TV-Klischees zu entsprechen. Na, ich mag
das heutige Fernsehen sowieso nicht mehr (Komisch; als Kind war
ich richtiggehend fernsehsuechtig; heute gucke ich in der Woche
weniger als frueher taeglich - dafuer bin ich heute PC-suechtig 8-)).
>Alles in Allem war's für uns vier ein ganzer Tag und einiges an Geld,
>was draufging, und das Ergebnis war ein großer Mist.
Das ist natuerlich schon sehr traurig 8-(
>Und rechnet nicht damit, daß objektiv berichtet oder ordentlich
>recherchiert wird. "Ich hab's doch schon immer gewußt!" erreicht
>man mit viel weniger Arbeit als "Aha, ist ja interessant!".
Tja, positiv waere es, wenn man den Bericht vor der Ausstrahlung
noch einmal zu sehen bekommt und eventuell ein Veto-Recht
eingeraeumt bekommt.
Tschuess
Michael Haucke
>"Nachmessen" ist die wissenschaftlichere Methode!
Ich habe mir auch schon ueberlegt, ein Massband ins Auto zu
packen... Ach, ist mir doch zuviel Umstand!
Tschuess
Michael Haucke
> Dein Enthusiasmus für den Pacer in allen Ehren.
> Aber zu glauben daß Porsche sich bei der Entwicklung des 928
> den Pacer zum Vorbild genommen hat, ist schon ein starkes Stück.
Wieso? Weil es nicht sein kann, daß ein amerikanischer Kompaktwagen das
Design-Vorbild für die Spitze Deutschen Automobilbaus darstellt? Frevel?
Wenn Du die beiden Autos mal nebeneinander gesehen hättest, wäre Dir
klar, daß diese Ähnlichkeit kein Zufall sein kann. Im übrigen stammt die
Aussage von Tony Lapine, der das Design für den 928 entwarf, selbst, und
wenn ich mich an die Quelle erinnern könnte, würde ich sie Dir jetzt um
die Ohren hauen.
>
> Außerdem lag bei der Vorstellung des Pacers die Karrosserie
> des 928ers schon fest.
Die ersten Pacer-Modelle entstanden 1970. Dem Publikum wurden Studien
Anfang 1974 gezeigt. Das haut zeitlich schon hin. Außerdem, was spricht
dagegen, daß Richard Teague Lapine im Vorfeld Studien gezeigt hat?
Konkurrenzdenken dürfte zwischen AMC und Porsche kaum vorhanden gewesen
sein.
Ich hoffe, daß ich heuer mal dazu komme, Fotos von meinem Pacer neben
einem 928 zu machen. So ein Vergleich hätte übrigens auch in dem ams-TV
Beitrag stattfinden sollen.
> >Das war ein freier Journalist, der den Beitrag für ams-TV gemacht hat.
> >Der hat mich mal über meine Website kontaktiert, und ich habe mich
> >zunächst recht gefreut, daß da mal einer kommt und sich dieses raren
> >Autos annimmt.
>
> Hattest Du denn wenigstens den Eindruck (unabhaengig vom Bericht),
> dass er sich ueberhaupt fuer das Auto interessiert?
Na, er hat's zumindest vorgegeben.
>
> >Der Journalist hat mich im Vorfeld gefragt, ob das Auto
> >denn alltagstauglich sei, weil er sich überlege, so einen selber zu
> >kaufen.
>
> Und bei der Produktion war dann keine Rede mehr davon?
Dann sollte es auf einmal ein Jensen Interceptor sein. Auch schön.
>
> >Die Sache hat insgesamt gute zehn Stunden gedauert, für die wir
> >gerade mal einen trocken-laschen Händedruck bekamen -- bisher
> >(war im Januar!) hat man uns nicht mal den Sprit erstattet.
>
> Was hat er Dir denn ueberhaupt dafuer versprochen?
Bezahlung haben wir nicht vereinbart, aber die Begleichung der
Spritkosten schon.
> Das ist alles sehr merkuerdig. Was sagt denn der Sender/der
> Produzent der Sendung dazu? Hast Du vielleicht auch die AMS
> direkt angesprochen? Das duerfte die eigentlich schon interessieren,
> wenn in deren Namen ein solcher Mumpitz verzapft wird. Oder
> war das etwa ein Journalist, der auch fuer das Heft taetig ist?
Nö. Das wird die auch nicht wirklich interessieren, weil es nicht zum
Tagesgeschäft gehört, sondern als 6-Minuten-Beitrag halt nur ein
Lückenfüller zwischen Ferrari und Edelkombi-Vergleichstest ist.
> Hat er ueberhaupt eines der Fahrzeuge gefahren?
Nein!
>
> >Kein Wort davon, daß der Pacer nicht nur das erste Auto mit Cab-
> >forward-Design, sondern eins der Fahrzeuge war, die das Automobil-
> >design am stärksten beeinflußt haben.
>
> Ist fuer mich schon immer ein faszinierendes Auto gewesen (schon
> lange vor "Wayne´s World") und eines der wenigen amerikanischen
> Autos, die ich ohne Blick auf das Typenschild erkenne.
>
> >Der Porsche 928 hat eine ganz frappierende Ähnlichkeit -- er sieht
> >aus wie ein flachgedrückter Pacer.
>
> Vielleicht liegt es daran, dass ich den Porsche 928 nach wie vor fuer
> den schoensten deutschen Sportwagen aller Zeiten halte. Die Technik
> ist natuerlich auch faszinierend.
Das hat gutgetan. Wenn ich viel zu viel Geld hätte, würde ich mir gleich
nach dem Citroën SM einen 928 in die Großgarage stellen.
>
> >Nicht mal die "Wayne's World"-Filme, die einen richtigen Pacer-Boom
> >in den USA ausgelöst haben, wurden erwähnt.
>
> Tatsaechlich nicht? Na, vielleicht auch nicht so schlecht, sonst waere
> aus dem Bericht noch eine "American Manta"-Story geworden. Kannte
> der Typ den Pacer eigentlich schon vor den Filmen?
Ich weiß nicht, wie er genau darauf aufmerksam geworden ist, aber er war
wohl gerade am Suchen nach Informationen über das Auto, als er meine
Website fand. Man muß ihm auch zugestehen, daß er zumindest einen alten
Testbericht gelesen haben muß (oder eine Presse-Info), und daß er einen
Werbespot irgendwo ausgegraben hat.
Mir wär's egal gewesen, wenn so etwas wie "US-Manta" dabei rausgekommen
wäre. Nachdem das Auto wegen seines skurrilen (oder besser:
nicht der Norm entsprechenden) Aussehens sowieso ein mehr als schräges
Image weghat, macht das nichts. In der Pacer-Szene hat man sich das
inzwischen eher zueigen gemacht und pflegt es. In der Pacer-Club-Zeitung
sind immer wieder mal Artikel anderer Zeitschriften abgedruckt, die den
Pacer meist in negativem Kontext zeigen -- aber die Editoren stehen auf
dem Standpunkt: Immerhin *wird* er erwähnt...
In Motor Trend oder Car Craft war kürzlich ein Diagramm, in dem sie fast
alle Autohersteller irgendwie in Beziehung zum Pacer gebracht haben. Das
ging so nach dem Motto: Mercedes-Benz gehört zu dem Konzern, der kürzlich
Chrysler übernommen hat. Chrysler hat 1987 AMC gekauft, den Hersteller
des *Pacer*. Und das noch mit vielen anderen Herstellern. Irgendwo im
Netz auf einer Pacer-Seite kann man das finden.
Ein guter Einstieg ist, abgesehen natürlich von meiner Site, z.B.
http://www.lightstream.net/~jeni/pacer/
Mehr gibt's auf meiner Links-Seite.
Ich hätte gar nicht erwartet, daß man den Pacer in dem Beitrag über den
grünen Klee lobt und ihn als *das* verkannte Auto der 70er Jahre
hinstellt. Aber ein bißchen mehr Mühe und Liebe zum Detail kann man,
denke ich, schon erwarten. Mich hat das Klischeehafte gestört.
Bitte keine körperliche Gewalt.
Ich kenne den AMC Pacer und habe mir dieses Auto auch exrta nochmal
auf Deiner Homepage angesehen. Ich endecke keine stylistischen
Ähnlichkeiten zwischen den Fahrzeugen.
Für eine Quellenangabe, wo ein Porschedesigner ein abkupfern
vom Pacer zugibt, wäre ich Dir sehr dankbar.
Peter
>Dann sollte es auf einmal ein Jensen Interceptor sein. Auch schön.
>Das hat gutgetan. Wenn ich viel zu viel Geld hätte, würde ich mir
>gleich nach dem Citroën SM einen 928 in die Großgarage stellen.
Mir scheint, dass wir den gleichen Autogeschmack haben... 8-)
Tja, wenn nur das liebe Geld nicht waere... Bei mir hat es nur zu
einem 928 S von Revell gelangt (und der musste auch noch meiner
unerbittlichen Mutter weichen "Der Staubfang kommt weg!").
Tschuess
Michael Haucke
MHaucke102 wrote:
> ... aber bei 7 Tickets
> wegen Parkverstoessen in nunmehr 13 Jahren bin ich eigentlich nicht
> unzufrieden (mit der Toyota-Story waren es acht).
>
Wahrscheinlich bist Du ja nur 7mal erwischt worden und stolz darauf.
Uwe G.
MHaucke102 wrote:
>
> Ich habe mir auch schon ueberlegt, ein Massband ins Auto zu
> packen... Ach, ist mir doch zuviel Umstand!
>
>
Pack Dir lieber einen Beißring ins Auto, damit Du Dich nicht zermürbst,
wenn ein
Kind mit seinem Fahrrad ausversehen an die Seite bumst.:-)
Uwe G.
>Pack Dir lieber einen Bei=DFring ins Auto, damit Du Dich nicht
>zerm=FCrbs=t, wenn ein Kind mit seinem Fahrrad ausversehen
>an die Seite bumst.:-)
Wie? Ist Dir das passiert? Erzaehl!
Tschuess
Michael Haucke
>Wahrscheinlich bist Du ja nur 7mal erwischt worden und stolz darauf.
Aehem, ich achte schon darauf, wo ich mein Auto hinstelle! Nur bin
ich, aeh, manchmal etwas vergesslich, was das Parkscheinziehen
angeht! 8-))
Tschuess
Michael Haucke
MHaucke102 wrote:
>
> Aehem, ich achte schon darauf, wo ich mein Auto hinstelle! Nur bin
> ich, aeh, manchmal etwas vergesslich, was das Parkscheinziehen
> angeht! 8-))
>
>
Bei mir liegt es eher daran, daß ich nicht genug (Klein-)Geld dabei
habe. :-)
Schließlich hat mein Auto kein eingebautes Sparschwein.
Uwe G.
Wieder mal die Raucher ;-)
Ich habe meinen Aschenbecher voll mit Kleingeld...
>>Bei mir liegt es eher daran, daß ich nicht genug (Klein-)Geld dabei
>>habe. :-)
>>Schließlich hat mein Auto kein eingebautes Sparschwein.
>
>Wieder mal die Raucher ;-)
>
>Ich habe meinen Aschenbecher voll mit Kleingeld...
Hast wohl 'nen Opel?
da kommt's auf das bischen Klappern auch nicht mehr an :)
Patrick Schelauske
Joe wrote:
>
> Ich habe meinen Aschenbecher voll mit Kleingeld...
In der Stadt wo ich wohne, kommt man mit dem kleinen Becherchen voller
Kleingeld nicht
lange hin. Wohl deshalb akzeptieren sie zunehmend Kreditkarten und
Scheine an den Automaten.
Uwe G.
P.S. Ich rauche nicht, schon gar nicht im Auto. Kann ich mir nicht
leisten. :-)
Mach Dir nichts draus. Ich bin z.B. der Auffassung, der E-Kadett ist bei
Citroen abgekupfert...
Interessant übrigens Dein Bericht über den Journalismus bei ams-TV. Ich
habe den Beitrag gesehen und habe genau den Eindruck gewonnen - so'n
Murksauto, da können keine vier Kisten 1/2 Tag fahren, ohne daß eine
ausfällt. Selbst wenn es genau so gewesen wäre, hätte man fairerweise
erst mal vermuten müssen, daß das einfach nur Pech war und keine
repräsentative Erhebung.
Aber daß hier bewußt gelogen wurde, daß die Bilder umgestellt wurden,
das finde ich ziemlich kraß. Und das bei einem Thema, wo ich keinerlei
Hintergrund-Interessen vermuten kann. Wie sieht das erst bei richtig
ernsten Themen aus, Kosovo o.ä.?
Gruß, Peter
> Mach Dir nichts draus. Ich bin z.B. der Auffassung, der E-Kadett ist bei
> Citroen abgekupfert...
Klar, vom GS/GSA. Präsentiert 1970!
>
> Interessant übrigens Dein Bericht über den Journalismus bei ams-TV. [...]
>
> Aber daß hier bewußt gelogen wurde, daß die Bilder umgestellt wurden,
> das finde ich ziemlich kraß. Und das bei einem Thema, wo ich keinerlei
> Hintergrund-Interessen vermuten kann. Wie sieht das erst bei richtig
> ernsten Themen aus, Kosovo o.ä.?
Kosovo ist wohl ein spezielles Thema, da die Journalisten da auch nur die
von beiden Seiten geschönten Infos bekommen. Was ich so bedenklich finde,
ist die tendenziöse Berichterstattung bei Themen, bei denen man die
Möglichkeit hätte, ordentlich zu recherchieren und halbwegs objektiv zu
informieren. Die öffentliche Meinung wird nun mal zum Großteil durch die
Medien gebildet, und ich fürchte, wenn man den selben Mist oft genug
hört, fängt man an, ihn irgendwann zu glauben -- gleichviel, ob nun was
dran ist oder nicht.
--
Wolfgang Mederle
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
http://www.mederle.de/
ICQ# 1435333