als Brillentraeger mit recht unterschiedlichen Werten rechts und links
(R -6.5, +1.0, 40; L -3.0, +1.0, 114) sowie ausgeprägter Faehigkeit zur
Erkennung diverser Abbildungsfehler bei Brillenglaesern - die mich
leider auch stark stoeren - stellen sich mir mal wieder einige Fragen,
die nach fachlichem (oder selbst erfahrenem) Rat schreien - dabei
interessiert mich besonders sie Abbildungsqualitaet ausserhalb des
optischen Mittelpunktes:
Welche Unterschiede gibt es zwischen innen- und aussentorischen
Brillenglaesern?
Gibt es da draussen ausser mir noch Leute, die Probleme bei der
Umstellung von aussen- auf innentorische Glaeser hatten?
Und weil ich gerade dabei bin:
Welchen Einfluss hat die Mittendicke des Glases auf die
Abbildungsqualität?
Hintergrund ist, dass ich vor zwei Jahren "Spezialglaeser" bekommen
habe, die eine Mittendicke von ca. 1 mm haben und aussentorisch sind und
ich mit neuen Glaesern (innentorisch und Mittendicke 2 mm) einfach nicht
klarkomme. Beide Glaspaare sind übrigens aus CR39. Der Aussenradius der
neuen Gläser wurde jetzt auch schon angeglichen. Beide Brillengestelle
sind aehnlich gross (oder besser gesagt klein).
mit besten Gruessen
Michael
natürlich könnte ich pauschal antworten, aber es wäre für mich und andere
sicherlich sehr nützlich, zu wissen um welche Gläser es sich konkret
handelt, meint sind es "sphärische oder asphärische Gläser", welchen
Handelsnamen haben die Biester oder wenigstens wer ist der Hersteller. Deine
Probleme könnten z.B. vom Glaskonzept her rühren. Was mich stutzig macht ist
die höhere Mittendicke von 2 mm. Beim gleichen Material ist dies unüblich.
Viele Grüße
Thomas
Lichtblick schrieb:
> Lieber Michael,
>
> natürlich könnte ich pauschal antworten, aber es wäre für mich und andere
> sicherlich sehr nützlich, zu wissen um welche Gläser es sich konkret
> handelt, meint sind es "sphärische oder asphärische Gläser", welchen
Beide Glaspaare sind sphaerisch.
Asphaerische habe ich zwischenzeitlich probiert. Zentral beste Optik, bloss im
Randbereich lassen die doch stark nach. Das allein waere wahrscheinlich kein
Problem, wenn der Schaerfenabfall auf beiden Augen gleich waere - aber genau das
ist bei mir nicht der Fall. Daher passen die Bilder rechts und links off-center
gar nicht mehr zusammen.
>
> Handelsnamen haben die Biester oder wenigstens wer ist der Hersteller. Deine
Die neuen, die Probleme machen, sind von Zeiss. Die alten von einer kleinen
Schleiferei mir unbekannten Namens.
>
> Probleme könnten z.B. vom Glaskonzept her rühren. Was mich stutzig macht ist
> die höhere Mittendicke von 2 mm. Beim gleichen Material ist dies unüblich.
2 mm sind - soweit ich, als mittlerweile Halblaie weiss - Norm und alles was
drunter liegt Spezialanfertigung. Jedenfalls hat mein Optiker beim Schleifen der
duennen Glaeser ein Glas "geplaettet" weil es beim Einspannen zum Schleifen eine
"Beule" bekommen hat. Soweit ich weiss schreibt die Norm bei CR39 eine
Mittendicke von 2 mm vor. Der Optiker war halt sehr nett um beste Optik - beim
durchsehen und beim draufsehen - zu erreichen.
[...]
mbG
Michael
was die Abbildungseigenschaften angeht, so sind lt. Prof. Dr. Reiner (ehem.
Schulleiter der höheren Fachschule für Augenoptik, Köln ) im Falle von
astigmatischen Gläsern mit zerstreuender Wirkung, die innentorischen Linsen
besser. Grund: die Restaberation in 35° also in der Peripherie ist geringer.
Meines Erachtens kommt noch ein zweiter Effekt hinzu und zwar die
Bildverzerrung im Sinne von "Eigenverkleinerung" ( das Objekt ) scheint ja
durch eine Zerstreuungslinse verkleinert zu sein. Meine Empfehlung an Dich
wäre ein hochbrechendes Kunststoffmaterial zu verwenden. Dies dürfte die
Probleme merklich verringern. Mittlerweile gibt es Brechzahlen von bis zu
1,71 auf dem Markt. Das schöne dabei ist, die Mittendicken sind auch
geringer, weil das Material nicht so zum Verzug neigt. So erhältst Du auch
sehr dünne Gläser. So und jetzt bekomme ich vielleicht Prügel von den
Mitstreitern in der NG: Meine Empfehlung ist, nimm rechts ein asphärisches
und links eine sphärisches Glas, auf die Art und Weise werden die Gläser in
der Dicke ählicher, aber nicht nur die sondern auch die Netzhautbilder.
Vorraussetzung allerdings es ist unabdingbar neben dem Augenabstand auch die
Durchblickshöhen zu messen, aber dann klappts super. Die Mittendicke hat in
diesem Falle so gut wie keine Auswirkung auf die Abb. qualität.
Lichtblick schrieb:
> Hallo Michael,
>
> was die Abbildungseigenschaften angeht, so sind lt. Prof. Dr. Reiner (ehem.
> Schulleiter der höheren Fachschule für Augenoptik, Köln ) im Falle von
> astigmatischen Gläsern mit zerstreuender Wirkung, die innentorischen Linsen
> besser. Grund: die Restaberation in 35° also in der Peripherie ist geringer.
> Meines Erachtens kommt noch ein zweiter Effekt hinzu und zwar die
> Bildverzerrung im Sinne von "Eigenverkleinerung" ( das Objekt ) scheint ja
Das widerspricht leider meiner Erfahrung. Ich habe gerade wieder meine alte
Brille (mit Aussentorus) auf der Nase und habe damit den Eindruck wesentlich
entspannter zu sehen. (Ja, ich habe die neue Brille jetzt bis gestern ca. 3
Wochen ausschliesslich auf der Nase gehabt) Speziell das in der Peripherie
passen die Bilder wesentlich besser zusammen.
>
> durch eine Zerstreuungslinse verkleinert zu sein. Meine Empfehlung an Dich
> wäre ein hochbrechendes Kunststoffmaterial zu verwenden. Dies dürfte die
> Probleme merklich verringern. Mittlerweile gibt es Brechzahlen von bis zu
> 1,71 auf dem Markt. Das schöne dabei ist, die Mittendicken sind auch
> geringer, weil das Material nicht so zum Verzug neigt. So erhältst Du auch
Das mag sein, aber leider reagiere ich sehr empfindlich auf Dispersion. Ich habe
da diverse Versuche hinter mir :-(
Der letzte recht erfolgreiche Versuch mit den Spectralite von Sola, deren Abbe
jedoch nicht so schlecht ist. Da die Gläser aber aspaerisch sind, haben wir
(mein Optiker und ich) diese Eigenschaft als mögliche Ursache für die Probleme
angenommen und eliminiert.
>
> sehr dünne Gläser. So und jetzt bekomme ich vielleicht Prügel von den
> Mitstreitern in der NG: Meine Empfehlung ist, nimm rechts ein asphärisches
> und links eine sphärisches Glas, auf die Art und Weise werden die Gläser in
> der Dicke ählicher, aber nicht nur die sondern auch die Netzhautbilder.
> Vorraussetzung allerdings es ist unabdingbar neben dem Augenabstand auch die
Da die Spectralite wahrscheinlich noch da sind, ist das einen Versuch wert. Ich
werde den Optiker meines Vertrauens mal drauf ansprechen.
>
> Durchblickshöhen zu messen, aber dann klappts super. Die Mittendicke hat in
> diesem Falle so gut wie keine Auswirkung auf die Abb. qualität.
>
> [...]
Danke und mit besten Grüßen
Michael
> Liebe Zielgruppe,
???
>
> als Brillentraeger mit recht unterschiedlichen Werten rechts und links
> (R -6.5, +1.0, 40; L -3.0, +1.0, 114) ... [snip]
Das könnte ja fast aus dem Lehrbuch sein ;-)
> ... [snap]
>
> Welche Unterschiede gibt es zwischen innen- und aussentorischen
> Brillenglaesern?
>
> Gibt es da draussen ausser mir noch Leute, die Probleme bei der
> Umstellung von aussen- auf innentorische Glaeser hatten?
> ...
Möglicherweise überlagern sich hier zwei Effekte.
Einmal hat Dein visuelles System schon viel damit zu tun, die wegen der
unterschiedlichen Stärken verschieden großen und verzerrten Netzhaut-
bilder zusammenzubringen. Manche Leute kommen bei solchen Unterschieden
mit einer Brille kaum klar.
Zum anderen sind bei Gläsern unterschiedlicher Geometrie (innentorisch -
außentorisch, aber auch, wenn zu einem anderen Hersteller wechselt oder
sich das Material und damit die Durchbiegung der Gläser ändert) die - bei
Dir tonnenförmigen - Verzeichnungen, die außerhalb der optischen Mitte
auftreten unterschiedlich. Wenn Du - wie ich vermute - die alte Brille
längere Zeit getragen hast, dann hast Du Dich an diese gewöhnt, aber
eben nur bei Deinen alten Gläsern (hat sich auch die Stärke geändert?).
Nimmst Du nun die neue Brille mit anderen Verzeichnungen, dann belasten
diese Dein durch die unterschiedlichen Netzhautbilder ohnehin schon
belastetes visuelles System zusätzlich und Du nimmst diese Abbildungs-
fehler besonders deutlich wahr. Du musst Dich erst daran gewöhnen, das
kann natürlich aus den genannten Gründen etwas länger dauern - oder
auch mißlingen.
Viele Gräße aus Glauchau
Thomas.
> Michael Hoenen <hoe...@iml.fhg.de> verlautbarte am November 29, 2000
> in <3A24CDBB...@iml.fhg.de>:
> [...]
> > als Brillentraeger mit recht unterschiedlichen Werten rechts und links
> > (R -6.5, +1.0, 40; L -3.0, +1.0, 114) ... [snip]
>
> Das könnte ja fast aus dem Lehrbuch sein ;-)
Leider nein - dieses optische System ist bei mir fest eingebaut :-(
> > ... [snap]
> >
> > Welche Unterschiede gibt es zwischen innen- und aussentorischen
> > Brillenglaesern?
> >
> > Gibt es da draussen ausser mir noch Leute, die Probleme bei der
> > Umstellung von aussen- auf innentorische Glaeser hatten?
> > ...
>
> Möglicherweise überlagern sich hier zwei Effekte.
> Einmal hat Dein visuelles System schon viel damit zu tun, die wegen der
> unterschiedlichen Stärken verschieden großen und verzerrten Netzhaut-
> bilder zusammenzubringen. Manche Leute kommen bei solchen Unterschieden
> mit einer Brille kaum klar.
Hat bei mir nach 16 Jahren Kontaktlinsen auch eine Zeit gedauert.
>
> Zum anderen sind bei Gläsern unterschiedlicher Geometrie (innentorisch -
> außentorisch, aber auch, wenn zu einem anderen Hersteller wechselt oder
> sich das Material und damit die Durchbiegung der Gläser ändert) die - bei
> Dir tonnenförmigen - Verzeichnungen, die außerhalb der optischen Mitte
> auftreten unterschiedlich. Wenn Du - wie ich vermute - die alte Brille
> längere Zeit getragen hast, dann hast Du Dich an diese gewöhnt, aber
> eben nur bei Deinen alten Gläsern (hat sich auch die Stärke geändert?).
Kaum. Wohl aber der Hersteller; Material ist gleich geblieben.
>
> Nimmst Du nun die neue Brille mit anderen Verzeichnungen, dann belasten
> diese Dein durch die unterschiedlichen Netzhautbilder ohnehin schon
> belastetes visuelles System zusätzlich und Du nimmst diese Abbildungs-
> fehler besonders deutlich wahr. Du musst Dich erst daran gewöhnen, das
> kann natürlich aus den genannten Gründen etwas länger dauern - oder
> auch mißlingen.
Es wird langsam (3 Wochen) besser. Nur kann ich scheinbar nicht einfach
zwischen den Brillen wechseln. Jetzt ist das Sehen mit der alten Brille nach
ca. 5 min wieder sehr entspannt. Die Eingewöhnung nach dem Wechsel wieder auf
die neue Brille dauert aber z.Zt. noch mehrere Stunden bis Tage. Eigentlich
wollte ich die Brille im wechsel tragen, da es sehr unterschiedliche Modelle
sind. Das kann ich zumindest z.Zt. noch vergessen.
Wenn ich dann auch noch Kontaktlinsen ins Spiel bringen ist mein Gehirn wohl
restlos überfordert. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Auch wenn Du mir jetzt keine Hoffung machen konntest - Danke für die Antwort.
mit besten Grüßen
Michael