Bin am Freitag zwar eh bei meinem Anpasser, aber irgendwie bin ich ja doch
von allem etwas irritiert, und hoffe, jemand hat vergleichbare Erfahrungen
gemacht.
Habe 20 Jahre lang eine Brille getragen (8 & 6,5 dioptreen), auf ersterem
auch eine Hornhautverkrümmung seit neuestem.
Wo ich das erste Mal die weichen Linsen drin hatte, sah ja an sich alles
ganz toll aus, vor allem das erweiterte Sichtfeld hat mich echt begeistert!
Womit ich sofort Probleme hatte, war mit Schrift lesen - wenn ich ein Auge
zugemacht habe, ging es, egal welches. Da stellte ich auch einen sehr
deutlichen Größenunterschied beim Kucken auf ein Verkehrsschild fest.
Jetzt habe ich die trotzdem erstmal zum Probieren mitgekriegt, inzwischen
nach 2,5 Stunden wird das Sehen auch schon besser, tippe hier ja auch am PC
:-), habe aber vor allem am Anfang eine Neigung dazu, Bilder doppelt zu
sehen und Schwierigkeiten, mich auf einen Gegenstand scharfzustellen bzw.
scharf zu halten.
Ist das alles noch die Trainingsphase vom Gehirn?!? Momentan bin ich auf
beiden Augen überkorrigiert, aber ich sollte trotzdem erstmal mit diesen
fünf Tage probieren.
Freu mich über jeden Tip,
Carsten
--
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Am Tue, 17 Sep 2002 20:56:48 +0200 verlautbarte "Carsten Wessels" <spektaku...@hotmail.com> in am7ttg$fgb$1...@news1.ewetel.de:
> [...]
> Habe 20 Jahre lang eine Brille getragen (8 & 6,5 dioptreen), auf ersterem
> auch eine Hornhautverkrümmung seit neuestem.
>
> Wo ich das erste Mal die weichen Linsen drin hatte, sah ja an sich alles
> ganz toll aus, vor allem das erweiterte Sichtfeld hat mich echt begeistert!
> Womit ich sofort Probleme hatte, war mit Schrift lesen - wenn ich ein Auge
> zugemacht habe, ging es, egal welches...
Mit Deiner Brille musst Du beim Nahsehen die Augen nicht so weit nach innen richten
-- konvergieren -- wie jemand, der ohne Brille sieht. Die starken Minudgläser nehmen durch
die Ablenkung des Lichts den Augenmuskeln diese Arbeit ab. Mit Kontaktlinsen musst Du
nun aber die Augen soweit drehen, wie jemand ohne Brille. Das hat sich Dein visuelles System
in den letzten 20 Jahren abgewöhnt. Ich kenne jemand, der fast nur Kontaktlinsen trägt
(ca. -9 dpt) und der mit seiner Brille (wenn er sie denn mal benutzt) überhaupt nicht klar kommt.
Das ist genau der umgekehrte Effekt. Mit der Zeit kannst Du Dich daran gewöhnen.
> ...Da stellte ich auch einen sehr
> deutlichen Größenunterschied beim Kucken auf ein Verkehrsschild fest.
>
Größenunterschied zwischen Brille und Kontaktlinse oder zwischen den beiden Augen?
Ersteres ist normal (und gut so), letzteres problematisch.
Falls das zweite zutrifft _könnte_ die Erklärung folgende sein:
Die unterschiedlichen Stärken rechts/links sind darauf zurückzuführen, dass Deine Augen
unterschiedlich lang gebaut sind. Das ergibt unterschiedlich große Bilder der Augen.
Mit Brille merkt man nichts davon, weil die verschieden starken Gläser die Bilder unter-
schiedlich stark verkleinern -- das gleicht sich gegenseitig fast aus.
Mit Kontaktlinsen werden die Bilder (fast) nicht verkleinert -- dann merkt man die
unterschiedlichen Größen -- ob Du längerfristig damit klar kommst müsstest Du mit Deinem
Anpasser zusammen klären.
> Jetzt habe ich die trotzdem erstmal zum Probieren mitgekriegt, inzwischen
> nach 2,5 Stunden wird das Sehen auch schon besser, tippe hier ja auch am PC
> :-), habe aber vor allem am Anfang eine Neigung dazu, Bilder doppelt zu
> sehen und Schwierigkeiten, mich auf einen Gegenstand scharfzustellen bzw.
Doppelbilder: s.o. konvergieren
> scharf zu halten.
>
> Ist das alles noch die Trainingsphase vom Gehirn?!? Momentan bin ich auf
> beiden Augen überkorrigiert, aber ich sollte trotzdem erstmal mit diesen
> fünf Tage probieren...[snip]
Überkorrektion bei Minus zwingt Dich beim Nahsehen zu stärkerer Nahakkommodation
(d. h. Naheinstellung des Auges). Diese ist mit einer Konvergenz der Blicklinien gekoppelt,
da ja zum Nahsehen immer konvergiert werden muss, je näher desto mehr.
Damit will der Anpasser Dir vermutlich die Umgewöhnung beim Nahsehen etwas erleichtern (s.o.)
Viele Grüße aus Glauchau,
Thomas.
--
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X against HTML mail
/ \ and postings - est. June 1998
Hallo,
ich habe gerade ähnliche Effekte beim Umsteigen von harten auf weiche
Linsen. Muss da das Gehirn auch "umdenken"? Ich trage die weichen
Linsen zurzeit zum Ausprobieren seit 3 Tagen und die meiste Zeit klappt
das mit dem Sehen mittlerweile ganz gut. Nur ab und zu sehe ich noch
verschwommen, das geht aber wieder weg. Wo es aber überhaupt noch sehr
schlecht klappt, ist nachts, beim Autofahren z.B. Die Lichter kriege
ich einfach nicht scharf. Geht das auch noch "weg"? Ich dachte eigentlich,
dass es langsam mal besser wird.
Gruß,
Simone
In letzter Zeit hat es mich genervt, immer wieder etwas unter die Linse
zu bekommen und ich habe beim Optiker mal laut über weiche KL nachgedacht.
Der meinte dann, dass ich gerne mal probieren kann, wie ich damit
klarkomme und wie mir das gefällt. Und man nehme "mitterweile" (ich trage
seit 20 Jahren KL) bei den weichen keine "Dauerlinsen" mehr, sondern jeden
Monat frische, das sei nicht so "schlimm" wie früher.
> Was für welche hast Du bekommen?
Im Moment habe ich 2-Wochen-Linsen, allerdings habe ich den Namen vergessen
(ich kann mir nur so einfache Sachen wie Müller merken ;-)
Fängt - glaub ich - mit A an.
Im Auge fühlen sie sich sehr gut an. Nur diese Seh-Störungen gefallen
mir nicht. Jetzt z.B. den ganzen Tag am Bildschirm ist auch nicht so doll.
Da ich aber die meiste Zeit (im Freien, beim Rumgucken im Raum) sehr gut
damit sehe, kann es doch eigentlich nicht an z.B. einer falschen Stärke der
Linsen liegen.
Gruß,
Simone