Nach etlichen Putzversuchen haben wir uns die Brille mal genauer
angesehen und festgestellt das in beiden Gläsern im äusseren Bereich
ein Kreis und darunter die Zahl "12" im Glas vorhanden ist. Größe
jeweils ca. 1mm. In einem Glas befindet sich nochmal ein Kreis in der
Nähe des Nasenstegs.
Diese Markierung ist etwas störend, da man ständig das Gefühl hat, das
sich auf der Brille ein Fremdkörper befindet...
Unser Optiker erklärte uns das dieses bei Gleitsichtgläsern so ist, da
das Glas aus mehreren tausend Stärken besteht und diese Markierung
nunmal _nötig_ sei.
Naja, wir haben uns erstmal mit dieser Erklärung begnügt aber soganz
einleuchtend ist das eigentlich nicht.
Ist es tatsächlich so bei Gleitsichtgläsern; lässt sich das nicht
vermeiden?
--
Gruß
JS
Hallo erstmal,
> ein Kreis und darunter die Zahl "12" im Glas vorhanden ist. Größe
> jeweils ca. 1mm. In einem Glas befindet sich nochmal ein Kreis in der
> Nähe des Nasenstegs.
Gratulation! "12" bedeutet Addition 1,25, was wiederum heisst, daß Deine
"bessere Hälfte" früh mit dem Tragen von Gletsichtgläsern angefangen hat und
gute Chancen hat, sich schnell daran zu gewöhnen.
> Diese Markierung ist etwas störend, da man ständig das Gefühl hat, das
> sich auf der Brille ein Fremdkörper befindet...
Hast Du das Gefühl, oder Deine Frau?
> Unser Optiker erklärte uns das dieses bei Gleitsichtgläsern so ist, da
> das Glas aus mehreren tausend Stärken besteht und diese Markierung
> nunmal _nötig_ sei.
Das stimmt auch so. Diese Gravierungen helfen uns Augenoptikern die
ursprünglichen Anzeichnungen auf den Gläsern zu rekonstruieren. Die sind
nötig, um die Punkte zu erhalten, an denen halbwegs sinnvolle Messungen
überhaupt möglich sind. Auch kann man damit den korrekten Sitz des Glases
vor dem Auge kontrollieren.
> Ist es tatsächlich so bei Gleitsichtgläsern; lässt sich das nicht
> vermeiden?
Im Normalfall sind diese Gravuren nur mit einem Trick zu erkennen. Hin und
wieder kommt es jedoch vor, dass die Markierungen ´n bisschen heftig
ausfallen. Wenn diese Dinger schon auf den ersten Blick zu erkennen sind und
sie das Sehen wirklich beeinträchtigen, sollte es für Deinen Augenoptiker
jedoch kein Problem sein, die Gläser bei seinem Glaslieferanten zu
reklamieren. Bevor man an diesen Schritt denkt, sollte man sich aber davon
überzeugen, dass es wirklich die Gravuren sind, die die Probleme bereiten
(so dicht vor´m Auge sollten sie eigentlich nicht zu sehen sein).
Gruß
Michael
>Im Normalfall sind diese Gravuren nur mit einem Trick zu erkennen. Hin und
>wieder kommt es jedoch vor, dass die Markierungen ´n bisschen heftig
>ausfallen. Wenn diese Dinger schon auf den ersten Blick zu erkennen sind und
>sie das Sehen wirklich beeinträchtigen, sollte es für Deinen Augenoptiker
>jedoch kein Problem sein, die Gläser bei seinem Glaslieferanten zu
>reklamieren. Bevor man an diesen Schritt denkt, sollte man sich aber davon
>überzeugen, dass es wirklich die Gravuren sind, die die Probleme bereiten
>(so dicht vor´m Auge sollten sie eigentlich nicht zu sehen sein).
>
Vielen Dank für die Infos!
Zu Deiner Frage weiter oben: es stört (natürlich) meine Frau.
Sie hat die Brille heute beim Optiker reklamiert und wir sollen das
gute Stück bis zum Wochenende zurück bekommen. Mal sehen...
Irgendwie scheinen wir (bzw. meine Frau) kein Glück mit Brillen zu
haben. Nach unserem letztjährigen Erlebnis mit "einem grossen
deutschen Optiker" sind wir auch etwas "sensibel" geworden...
--
Gruß
JS
> Im Normalfall kann man die Markierungen ohne Tricks bei genauerem
> Hinsehen erkennen - so meine Erfahrung.
Das kommt ganz darauf an wie man "genaues Hinsehen" definiert. Sehr häufig
ist es so, dass man die Gläser erst anhauchen muss o.ä., um die Gravuren
sichtbar zu machen.
Wie ich zugeben muss, ist es mir in meinem vorangegangenen Posting nicht
gelungen, deutlich zu machen, wie schwer es ist Gleitsichtgläser nur wegen
der Gravuren zu reklamieren. Jedenfalls lag es nicht in meiner Absicht
Joachim dazu zu veranlassen.
Ich habe allerdings auch schon Gläser gesehen, bei denen die Markierungen so
überdeutlich zum Vorschein kamen, dass man sie dem Kunden schon aus
kosmetischen Gründen nicht zumuten konnte. Das sind allerdings sehr seltene
Einzelfälle!
Gruß
Michael
Hallo Michael,
Du hast uns nicht zu einer Reklamation "veranlasst".
Wir hätten diese (meine Frau störende) Tatsache auch so reklamiert.
Aber da wir hinsichtlich der Aussagen von "unseren" Optikern etwas
skeptisch sind und wir für ~500,-DM auch einen einwandfreien Gegenwert
erwarten ist es für uns interessant die Meinungen hier zu erfahren.
--
Gruß
JS
>
> Stimmt. Von mir aus können die ganz allgemein schwächer ausfallen -
> auch wenn das zum Leidwesen der Azubis und presbyopen Optiker wäre.
:-)
Wegen der zukünftig wahrscheinlich zunehmenden Häufigkeit von
Einzelglasbestellungen ohne Muster sollte der Glastyp sicher
identifizierbar bleiben.
Und glaub´ mir: irgendwann wirst auch Du ein presbyoper Optiker sein :-)
Jürgen R.
1.sind die Hersteller gesetzlich verpflichtet ihre Gläser mit einer
permanenten markierung zur eindeutigen Identifizierung zu versehen.
2. zur Herstellung und zum Einschleifen der Gläser ist eine markierung der
Lage der Gleitsichtfläche unbedingt erforderlich.
3. Es würde einen Aufschrei der Optiker geben wenn die Hersteller das
Stempelbild wegliessen. Für den Hersteller bringt das Stempelbild nichts
außer Kosten. Von daher würden sie es liebend gern weglassen.
4. Durch moderne Signiertechniken ist es mittlerweile möglich die
Markierungen in gleichmäßiger Stäke anzubringen, so das sie möglichst wenig
stören (man muß halt das richtige Fabrikat wählen). Allerdings müssen sie
bei Bedarf ja sichtbar sein.
Viele Grüße
Oliver
"Christian @Soemtron" <nospam.nic...@bigfoot.de> schrieb im
Newsbeitrag news:7mizD...@point04.soemtron.de...
> schus...@htp-tel.de (Michael Schustereit) schrieb am 27.09.00:
>
> > Ich habe allerdings auch schon Gläser gesehen, bei denen die
> > Markierungen so überdeutlich zum Vorschein kamen, dass man sie dem
> > Kunden schon aus kosmetischen Gründen nicht zumuten konnte. Das
>
> Stimmt. Von mir aus können die ganz allgemein schwächer ausfallen -
> auch wenn das zum Leidwesen der Azubis und presbyopen Optiker wäre. :-)
> Außerdem könnte die ganze Aufstempelung wegfallen, die verursacht nur
> Arbeit und erhöht das Kratzerrisiko. Aber da redet man wohl noch gegen
> die Wand - oder gibt's hier Gleichgesinnte? Bis die Zentrierpunkte von
> den Menisken verschwunden sind, hat es ja auch lange gebraucht. ;-)
>
> cu,
> Christian
>
> PGP Key (RSA) available.
> Von mir aus wie gesagt gerne. Ist nur eine zusätzliche Fehlerquelle.
Fehlerquelle??? Vielleicht ist der folgende Einwand ja zu praxisbezogen,
aber ich bin immer bereit etwas neues zu lernen ;)
Wie willst Du die Gleitsichtgläser denn ohne den Stempel einschleifen? Dazu
müsstest Du die Dinger ja wohl messen, oder? Nur... wie macht man das ohne
die Gravuren? Selbst elektronische Scheitelbrechwertmesser können nicht
zaubern, d.h., Du musst schon an den richtigen Punkten messen. Da ich - wie
gesagt - immer bereit bin etwas neues zu lernen, brenne ich auf Deine
Antwort.
Gruß
Michael
Gruß Oli
"Michael Schustereit" <schus...@htp-tel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8r74s1$535$1...@kilbeggan.xlink.net...
'Gruß Oli
"Christian @Soemtron" <nospam.nic...@bigfoot.de> schrieb im
Newsbeitrag news:7mr1h...@point04.soemtron.de...
> schindelb...@t-online.de (schindelbeck-aalen) schrieb am 29.09.00:
>
> > 3. Es würde einen Aufschrei der Optiker geben wenn die Hersteller
> > das Stempelbild wegliessen. Für den Hersteller bringt das
> > Stempelbild nichts außer Kosten. Von daher würden sie es liebend
> > gern weglassen.
>
> Von mir aus wie gesagt gerne. Ist nur eine zusätzliche Fehlerquelle.
>
> > "Christian @Soemtron" <nospam.nic...@bigfoot.de> schrieb im
> > Newsbeitrag news:7mizD...@point04.soemtron.de...
> [...]
>
> Lesetip http://learn.to/quote
Joachim Steffens schrieb:
> Hallo,
> meine bessere Hälfte hat vor einigen Tagen ihre (erste)
> Gleitsichtbrille abgeholt.
>
> Nach etlichen Putzversuchen haben wir uns die Brille mal genauer
> angesehen und festgestellt das in beiden Gläsern im äusseren Bereich
> ein Kreis und darunter die Zahl "12" im Glas vorhanden ist. Größe
> jeweils ca. 1mm. In einem Glas befindet sich nochmal ein Kreis in der
> Nähe des Nasenstegs.
>
> Diese Markierung ist etwas störend, da man ständig das Gefühl hat, das
> sich auf der Brille ein Fremdkörper befindet...
> Unser Optiker erklärte uns das dieses bei Gleitsichtgläsern so ist, da
> das Glas aus mehreren tausend Stärken besteht und diese Markierung
> nunmal _nötig_ sei.
>
> Naja, wir haben uns erstmal mit dieser Erklärung begnügt aber soganz
> einleuchtend ist das eigentlich nicht.
>
> Ist es tatsächlich so bei Gleitsichtgläsern; lässt sich das nicht
> vermeiden?
> --
> Gruß
> JS
> anhand der Mikrogravuren die Lage rekonstruieren. Machen übrigens viele
> Optiker.
Mensch Oli, das meine ich doch! Vielleicht sollte ich wirklich etwas
deutlicher formulieren ;))
Gruß
Michael
> mit der zusätzlichen Fehlerquelle hast du völlig recht, wenngleich die
> Hersteller versuchen so genau wie möglich zu stempeln.
Hi,
"versuchen" ist genau richtig formuliert! Ich habe zwar nur die Fertigung
einer grossen Freiburger Firma gesehen, aber wenn die anderen genauso
stempeln...
Wie gut, dass es die Gravuren gibt ;)
Gruß
Michael
Gruß
Oli
"Michael Schustereit" <schus...@htp-tel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8raga4$i5p$1...@kilbeggan.xlink.net...
> -ein Stempelbild das computergesteuert anhand digitalisierter Aufnahmen
des
> Brillenglases aufgebracht wird (vielleicht nicht den Freiburger als Maß
der
> Dinge nehmen ;), es gibt ja noch andere Städte in Deutschland *grins*).
D´accord, der Punkt geht an Dich ;))
Gruß
Michael
>Sie hat die Brille heute beim Optiker reklamiert und wir sollen das
>gute Stück bis zum Wochenende zurück bekommen. Mal sehen...
Die Brille ist wieder zurück; und erfreulicherweise mit neuen Gläsern
auf denen die Markierungen nicht stören.
--
Gruß
JS