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Warum de.newsgroups gescheitert sind

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Hubert Leitz

unread,
Mar 27, 2012, 7:38:01 AM3/27/12
to
Im Gegensatz zu Foren und Chats gibt es in Newsgroups keine effiziente
Überwachung:
Jeder kann alles schreiben. Störer werden in Foren und Chats häufig
nach weniger Augenblicken gesperrt. Werbung beschränkt sich auf das
vom Betreiber zugelassene Maß.
Im de. Usenet kommt hinzu, dass man versucht, diese fehlende Kontrolle
durch sogennante Selbstverwaltung und belehrende Postings zu ersetzen
und anderen mit Konsequenzen zu drohen. Dass solche Drohungen völlig
wirkungslos sind erkennen dann die anderen Teilnehmer sehr schnell,
wenn der Störer seine Handlungen fortsetzt.

So entsteht der Eindruck, dass Usenet ein völlig unseriöses Medium
ist.

MfG
Hubert

René Schuster

unread,
Mar 27, 2012, 10:02:29 AM3/27/12
to
On 2012-03-27 14:38, Hubert Leitz wrote:

> Im Gegensatz zu Foren und Chats gibt es in Newsgroups keine effiziente
> Überwachung:

UDIAGS.

> So entsteht der Eindruck, dass Usenet ein völlig unseriöses Medium
> ist.

Dann bleib halt in den Webforen, warum heulst Du uns hier die Ohren
voll? Bist Du nicht ganz dicht?

--
rs

Detlef Meißner

unread,
Mar 27, 2012, 11:46:28 AM3/27/12
to
René Schuster schrieb:
Was mich jetzt aber mal brennend interessiert: Wer ist "uns"?

Detlef

Stefan Roth

unread,
Mar 27, 2012, 1:10:51 PM3/27/12
to
"Me and you and a dog named Boo"
scnr
Stefan


--
http://www.allmusic.com/song/me-and-you-and-a-dog-named-boo-t4146637

Peter Huyoff

unread,
Mar 27, 2012, 12:21:04 PM3/27/12
to
Hubert Leitz wrote:

> Im Gegensatz zu Foren und Chats gibt es in Newsgroups keine effiziente
> Überwachung:
> Jeder kann alles schreiben.

Das ist gut so, wo gibt es das sonst noch im Internet!

> Störer werden in Foren und Chats häufig
> nach weniger Augenblicken gesperrt.

Was sind Störer und wer entscheidet darüber?

> Werbung beschränkt sich auf das
> vom Betreiber zugelassene Maß.

Ah, da steht es ja:

Der Betreiber ist derjenige, welcher entscheidet. Und er hat auch zusätzlich
noch vom Staat verordnete Überwachungsaufgaben, er haftet für alles
mögliche, was Leute bei ihm ins Forum reinschreiben. Er wird also lieber
etwas mehr zensieren, als zu wenig, wenn er nicht permanent Ärger bekommen
möchte. Findest Du das gut?

> Im de. Usenet kommt hinzu, dass man versucht, diese fehlende Kontrolle
> durch sogennante Selbstverwaltung und belehrende Postings zu ersetzen
> und anderen mit Konsequenzen zu drohen.

Tja, das ist die Kehrseite der Medaille. Für die Inhalte ist eben kein
Betreiber haftbar zu machen, was ich sehr gut und nützlich finde. Allerdings
ist (auch) hier jeder Schreiber selbst für das verantwortlich, was er
schreibt - und im Ernstfall kann er auch haftbar gemacht werden. Ich finde
das ok.

> Dass solche Drohungen völlig
> wirkungslos sind erkennen dann die anderen Teilnehmer sehr schnell,
> wenn der Störer seine Handlungen fortsetzt.

Ja und - ist das gut oder schlecht? Man kann sich damit arrangieren oder es
lassen. Es gibt dafür sogar technische Hilfsmittel. In Foren ist auch das
von der jeweiligen Software und vom Willen des Betreibers abhängig.

> So entsteht der Eindruck, dass Usenet ein völlig unseriöses Medium
> ist.

Es ist weder seriös noch unseriös. Es ist ein Medium und jeder ist für sein
"Erscheinungsbild" selbst verantwortlich.

MvG, Peter

Zacharias U.

unread,
Mar 28, 2012, 12:13:14 AM3/28/12
to
Am Tue, 27 Mar 2012 04:38:01 -0700 (PDT) schrieb Hubert Leitz:

> So entsteht der Eindruck, dass Usenet ein völlig unseriöses Medium
> ist.

Ja, es ist schon bitter, wenn man sieht, wie die Schusters,
Roths, Hochsteins, Heidenreichs, Sponbiels und die übrigen
Verwaltungshirsche, Netiquette-Fetischisten, Ober(be)lehrer und
FAQ-Terroristen dieses an sich tolle Medium zugerichtet und ihm
irreparablen Schaden zugefügt haben.

Dirk Moebius

unread,
Mar 28, 2012, 1:03:49 AM3/28/12
to
Die Standards sind frei und bekannt. Ihr koennt Euch Euer eigenes
Usenet bauen. Sogar mit Blackjack und Nutten.

--
Die deutschen Geheimdienste haben 2010 37 Millionen Emails und Daten-
verbindungen ueberprueft, weil darin bestimmte Schlagwoerter (z.B.
Bombe, Atom, Rakete usw.) vorkamen.

Juergen P. Meier

unread,
Mar 28, 2012, 1:08:38 AM3/28/12
to
Dirk Moebius <dirk.nosp...@gmx.de>:
> On 28.03.12 06:13, Zacharias U. wrote:
>> Am Tue, 27 Mar 2012 04:38:01 -0700 (PDT) schrieb Hubert Leitz:
>>
>>> So entsteht der Eindruck, dass Usenet ein völlig unseriöses Medium
>>> ist.
>>
>> Ja, es ist schon bitter, wenn man sieht, wie die Schusters,
>> Roths, Hochsteins, Heidenreichs, Sponbiels und die übrigen
>> Verwaltungshirsche, Netiquette-Fetischisten, Ober(be)lehrer und
>> FAQ-Terroristen dieses an sich tolle Medium zugerichtet und ihm
>> irreparablen Schaden zugefügt haben.
>
> Die Standards sind frei und bekannt. Ihr koennt Euch Euer eigenes
> Usenet bauen. Sogar mit Blackjack und Nutten.

Aber bitte nicht Usenet II oder Usenet 2 nennen, denn beide Namen
sind schon fuer aehnliche Projekte in Verwendung.

Viel Glueck!

Juergen
--
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems. (Bruce Schneier)

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 3:03:34 AM3/28/12
to
Dirk Moebius schrieb:
> On 28.03.12 06:13, Zacharias U. wrote:
>> Am Tue, 27 Mar 2012 04:38:01 -0700 (PDT) schrieb Hubert Leitz:
>>
>>> So entsteht der Eindruck, dass Usenet ein völlig unseriöses Medium
>>> ist.
>>
>> Ja, es ist schon bitter, wenn man sieht, wie die Schusters,
>> Roths, Hochsteins, Heidenreichs, Sponbiels und die übrigen
>> Verwaltungshirsche, Netiquette-Fetischisten, Ober(be)lehrer und
>> FAQ-Terroristen dieses an sich tolle Medium zugerichtet und ihm
>> irreparablen Schaden zugefügt haben.
>
> Die Standards sind frei und bekannt. Ihr koennt Euch Euer eigenes
> Usenet bauen. Sogar mit Blackjack und Nutten.

Kürzer: Geh' doch rüber!

Detlef

Ralph Angenendt

unread,
Mar 28, 2012, 5:48:57 AM3/28/12
to
Well, Detlef Meiᅵner <unge...@mailinator.com> wrote:
> Dirk Moebius schrieb:
>> Die Standards sind frei und bekannt. Ihr koennt Euch Euer eigenes
>> Usenet bauen. Sogar mit Blackjack und Nutten.
>
> Kᅵrzer: Geh' doch rᅵber!

Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
Konzept fᅵr Herrn U. und dich, aber es lᅵsst sich halt nicht alles mit
labern lᅵsen.

Ralph
--
Als hᅵtte es 100 Jahre Philosophie in Gᅵttingen studiert ...

Harald Maedl

unread,
Mar 28, 2012, 6:22:24 AM3/28/12
to
Juergen P. Meier wrote:
> Dirk Moebius <dirk.nosp...@gmx.de>:
>> On 28.03.12 06:13, Zacharias U. wrote:

>>> [Übliche Polemik]
>> Die Standards sind frei und bekannt. Ihr koennt Euch Euer eigenes
>> Usenet bauen. Sogar mit Blackjack und Nutten.
> Aber bitte nicht Usenet II oder Usenet 2 nennen, denn beide Namen
> sind schon fuer aehnliche Projekte in Verwendung.

Die einzigen net.ALL-Gruppen, in denen man Leben finden kann, sind
diejenigen, welche zu Zeiten von Usenet 0.xxx - 0.9 ins Leben gerufen
worden sind und die von Joey Hess unter nntp.oldusenet.net z.T. noch
mittels Bändern wieder neu eingespeist werden;-)

Usenet II (also die neuen net.ALL-Gruppen) ist tot und letztlich wohl an
Überregulierung, Arroganz der Czars und grobes Missverständnis dessen,
was das Usenet ausmacht, gescheitert.
Es ist letztlich selbst von den damaligen z.T. ziemlich frustrierten
Vätern des Usenets nicht wirklich akzeptiert worden -- geschweige denn
von einer nennenswerten Anzahl von Newsserverbetreibern oder gar den
"Otto-Normal-Usern".

Möglicherweise würde es heute von einer jungen "Kundschaft", welche von
Facebook oder zumeist moderierten Foren/Web2.0-Communities "verwöhnt"
werden, eher akzeptiert werden, sofern diese User überhaupt noch den Weg
in ein optisch nüchternes textorientiertes Medium finden wollen.

Aber selbst Versuche, das Usenet weitestgehend frei von Regulierung zu
gestalten, sind letztlich gescheitert, siehe free.ALL.
Dies mag einerseits daran liegen, dass free.ALL von populären Providern
nicht oder nur teilweise im Bestand geführt worden ist bzw nicht geführt
wird (z.B. Arcor) und andererseits User offenbar dazu neigen, lieber in
nationalen bzw. sprachspezifischen Hierarchien zu diskutieren.

Vermutlich sind beide Extreme (net.*/free.*) als Konzept ungeeignet.
Usenet-II beschränkte die Kooperationsbereitschaft in einer
unangemessenen Weise, die die User nicht akzeptiert haben und free.all
setzt letztlich zuviel an Kooperationsbereitschaft voraus (z.B. Toleranz
gegenüber Spam).

Letztlich hat wohl -- neben menschlichen Aspekten -- die
Partikularisierung des Netzes nicht unerheblich zu einer Zersplitterung
der Userschaft und in Folge zu einem schleichenden Aussterben geführt.

Was heute wohl sinnvoll und erforderlich wäre, wäre eine relative rigide
Bereinigung, sprich z.B. eine Wiedereingliederung der alt-Hierarchie in
die Big-8 (nebst einer Umgestaltung der Administration der Big-8) und
eine Zusammenlegung aller sprachspezifischen Gruppen (z.B. alle
deutschsprachigen Gruppen unterhalb einer Hierarchie).

Doch ein solches Vorhaben würde ein Maß an Kooperationsbereitschaft
erfordern, welches (realistisch betrachtet) heute wohl kaum zu
realisieren wäre. Zu sehr prallen Ideologien oder liebgewonnene Usancen
aufeinander, als dass eine Annäherung möglich wäre.

Mein persönliches Resumée: Ein Engagement für das Usenet lohnt sich
nicht mehr und ist Zeitvergeudung. Kooperationsbereitschaft ist eine
Idealvorstellung, der in einer zunehmend verrechtlichen Gesellschaft
keinen besonderen Wert mehr zugemessen wird, denn sie setzt ein
gehöriges Maß an Eigenverantwortung voraus.
Eigenverantwortung und das "Sich-selbst-in-den-Hintern-treten", ist
allerdings mühselig und schmerzhaft und erfordert Disziplin.

Sehr viel einfacher ist doch, Sündenböcke zu suchen oder nach dem
starken Staat/Mann/Institution/etc. zu krähen -- oder man geht eben
dorthin, wo man dem recht einfach aus dem Wege geht und sich
ausschließlich mit sich selbst auseinanderzusetzen braucht, indem man
eine Einsiedelei in seinem eigenen Blog aufmacht.

Die Anzahl der Blogs kann man zugleich als Grad der "Vernerdung" der
Netzgesellschaft sehen. Nicht mehr der kooperierende Netzbürger ist
angesagt, sondern der Netzegoist, der Narziss und Netzpfau, der jedem
gerne sein Rad zeigen möchte.

Für das Usenet sind Netzegoisten jedoch tödlich, sowohl in der
Diskussionskultur als auch für eine konstruktive Auseinandersetzung mit
"den anderen". So gesehen ist das Sterben des Usenets und das Entstehen
des Web2.0 ein Spiegel der Befindlichkeiten einer Gesellschaft.
X'Post: de.admin.news.groups,de.soc.usenet
F'Up2 : de.soc.usenet

Harald Maedl

unread,
Mar 28, 2012, 6:39:02 AM3/28/12
to
Ralph Angenendt wrote:
> Well, Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> wrote:
>> Dirk Moebius schrieb:

>>> .... Ihr koennt Euch Euer eigenes Usenet bauen...
>> Kürzer: Geh' doch rüber!
> Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
> Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
> labern lösen.

"Machen" ist auch Frage von Kosten und Nutzen. Man macht nur dann etwas,
wenn es sich für einen selbst in irgendeiner Weise lohnt, sei es
Anerkennung, sei es Befriedigung, irgendetwas geschaffen zu haben, etc.

Tatsächlich scheint die Kosten-/Nutzen-Rechnung der User ziemlich
schlecht auszufallen, was den Nutzen anbelangt. Oder positiv formuliert,
ist der Leidensdruck nicht groß genug, selbst etwas zu tun -- vor allem,
wenn man nicht weiß, was man überhaupt tun soll oder tun kann.

Letztlich wird man "Danke für den Fisch" sagen -- war halt dann kein
Tunfisch (der mit "h" schmeckt ohnehin besser)...

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 8:17:22 AM3/28/12
to
Ralph Angenendt schrieb:
> Well, Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> wrote:
>> Dirk Moebius schrieb:
>>> Die Standards sind frei und bekannt. Ihr koennt Euch Euer eigenes
>>> Usenet bauen. Sogar mit Blackjack und Nutten.
>>
>> Kürzer: Geh' doch rüber!
>
> Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
> Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
> labern lösen.

Blödsinn. Wenn ich den gegenwärtigen Zustand der BRD kritisiere, dann
heißt das noch lange nicht, dass ich eine neue BRD kreiere (wo auch?),
sondern dass ich _versuche_, sie zu ändern. Dummerweise gibt es auch in
der Politik gern Leute, die häufig von "wir" sprechen, als hätten sie
ein Anrecht, einer bestimmten Kaste zugehörig zu sein, und die gern
versuchen, andere Personen auszugrenzen. Und irgendwann kommt die Zeit ...

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 8:20:32 AM3/28/12
to
Harald Maedl schrieb:
> Ralph Angenendt wrote:
>> Well, Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> wrote:
>>> Dirk Moebius schrieb:
>
>>>> .... Ihr koennt Euch Euer eigenes Usenet bauen...
>>> Kürzer: Geh' doch rüber!
>> Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
>> Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
>> labern lösen.
>
> "Machen" ist auch Frage von Kosten und Nutzen. Man macht nur dann etwas,
> wenn es sich für einen selbst in irgendeiner Weise lohnt, sei es
> Anerkennung, sei es Befriedigung, irgendetwas geschaffen zu haben, etc.
>
> Tatsächlich scheint die Kosten-/Nutzen-Rechnung der User ziemlich
> schlecht auszufallen, was den Nutzen anbelangt. Oder positiv formuliert,
> ist der Leidensdruck nicht groß genug, selbst etwas zu tun -- vor allem,
> wenn man nicht weiß, was man überhaupt tun soll oder tun kann.

Ich denke, es geht auch darum, Gleichgesinnte zu finden. Das ist hier
das Problem. Ich habe Jahrzehnte lang in der Politik auf eine neue
Gruppierung gewartet, jetzt ist sie mit den Piraten da. Es musste eben
erst eine neue Generation heranwachsen.

> Letztlich wird man "Danke für den Fisch" sagen -- war halt dann kein
> Tunfisch (der mit "h" schmeckt ohnehin besser)...

Thunfisch gibt's eh bald nicht mehr.

Detlef

Cornell Binder

unread,
Mar 28, 2012, 10:06:52 AM3/28/12
to
Harald Maedl <harald...@gmx.de> tat schreiben tun:
> Ralph Angenendt wrote:
>>
>> Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
>> Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
>> labern lösen.
>
> "Machen" ist auch Frage von Kosten und Nutzen. Man macht nur dann etwas,
> wenn es sich für einen selbst in irgendeiner Weise lohnt, sei es
> Anerkennung, sei es Befriedigung, irgendetwas geschaffen zu haben, etc.

Eben. Offensichtlich scheint es sich für niemanden zu
lohnen, daß zu machen, was gewissen Herren hier beständig
fordern.


CoBi
--
Verletzungen der Kausalität ermöglichen Voodoo und Windows
(Lutz Donnerhacke)

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 10:22:21 AM3/28/12
to
Cornell Binder schrieb:
> Harald Maedl <harald...@gmx.de> tat schreiben tun:
>> Ralph Angenendt wrote:
>>>
>>> Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
>>> Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
>>> labern lösen.
>>
>> "Machen" ist auch Frage von Kosten und Nutzen. Man macht nur dann etwas,
>> wenn es sich für einen selbst in irgendeiner Weise lohnt, sei es
>> Anerkennung, sei es Befriedigung, irgendetwas geschaffen zu haben, etc.
>
> Eben. Offensichtlich scheint es sich für niemanden zu
> lohnen, daß zu machen, was gewissen Herren hier beständig
> fordern.

Mach doch mal 'ne Liste, wer was fordert, dann siehst du (vielleicht)
klarer!

Detlef

Frank Toennes

unread,
Mar 28, 2012, 10:41:33 AM3/28/12
to
Am 28. Maerz 2012 schrieb Detlef Meißner:

[..Piraten-Partei..]
> Ich denke, es geht auch darum, Gleichgesinnte zu finden. Das ist hier
> das Problem. Ich habe Jahrzehnte lang in der Politik auf eine neue
> Gruppierung gewartet, jetzt ist sie mit den Piraten da. Es musste eben
> erst eine neue Generation heranwachsen.

Die Piraten-Partei ist derzeit keine wirkliche "Alternative", eher
ein Sammelbecken fuer Protest-Waehler, die keine politische Heimat
finden koennen. Antworten auf die wahren Probleme unserer Zeit hat
diese Partei auch nicht anzubieten.

Piraten treffen mehr so ein Lebensgefuehl - sie haben sich aus der
Internet-Gesellschaft rekrutiert und vertreten noch ziemlich naive
Positionen, bei denen die "Finanzierung" in Frage steht. Bis heute
sind keine Wirtschafts- und Finanzaussagen bekannt.

Na ja, fuer die demokratische "Parteienlandschaft" kann es nur gut
sein, mehr aber auch nicht. Nicht der "Waehler" braucht politische
Kultur, sie fehlt in der Politik bei den etablierten Parteien. Und
deshalb wird sich in Zukunft wohl nichts aendern.

--
ft

Harald Maedl

unread,
Mar 28, 2012, 10:50:20 AM3/28/12
to
Cornell Binder wrote:
> Harald Maedl <harald...@gmx.de> tat schreiben tun:

>> "Machen" ist auch Frage von Kosten und Nutzen. Man macht nur dann etwas,
>> wenn es sich für einen selbst in irgendeiner Weise lohnt, sei es
>> Anerkennung, sei es Befriedigung, irgendetwas geschaffen zu haben, etc.
> Eben. Offensichtlich scheint es sich für niemanden zu
> lohnen, daß zu machen, was gewissen Herren hier beständig
> fordern.

Yup. Insbesondere stören mich plakative und an Personen gerichtete
Schuldzuweisungen, die einem komplexen Thema nicht gerecht werden.
Solange es nicht in den Köpfen ankommt, dass jeder sein Schärflein dazu
beitragen muss, ob eine Community gedeiht oder untergeht, solange werden
wir nicht wirklich weiterkommen.

Für eine Renaissance des Usenets ist es nun vermutlich zu spät und an
Wunder glaube ich nicht. Vielleicht muss das Usenet auch noch weiter
schrumpfen, so dass es selbst für Trolle uninteressant wird, so dass man
sozusagen nochmals im kleinen Kreis mit viel Trara von vorne anfängt.

Aber wenn man überhaupt ein solch kleines Wunder möchte, dass man hier
wieder neue Gesichter, äh, "liest", dann muss man sich dieses hart
erarbeiten. Ob hierzu auch der Wille vorhanden sein wird und ob es dann
noch genügend fähige User geben wird, die einen Newsserver betreiben
können und betreiben wollen?

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 11:06:32 AM3/28/12
to
Frank Toennes schrieb:
> Am 28. Maerz 2012 schrieb Detlef Meißner:
>
> [..Piraten-Partei..]
>> Ich denke, es geht auch darum, Gleichgesinnte zu finden. Das ist hier
>> das Problem. Ich habe Jahrzehnte lang in der Politik auf eine neue
>> Gruppierung gewartet, jetzt ist sie mit den Piraten da. Es musste eben
>> erst eine neue Generation heranwachsen.
>
> Die Piraten-Partei ist derzeit keine wirkliche "Alternative", eher
> ein Sammelbecken fuer Protest-Waehler, die keine politische Heimat
> finden koennen. Antworten auf die wahren Probleme unserer Zeit hat
> diese Partei auch nicht anzubieten.

Wie die Grünen damals.

> Piraten treffen mehr so ein Lebensgefuehl - sie haben sich aus der
> Internet-Gesellschaft rekrutiert und vertreten noch ziemlich naive
> Positionen, bei denen die "Finanzierung" in Frage steht. Bis heute
> sind keine Wirtschafts- und Finanzaussagen bekannt.

Wie die Grünen damals.

> Na ja, fuer die demokratische "Parteienlandschaft" kann es nur gut
> sein, mehr aber auch nicht. Nicht der "Waehler" braucht politische
> Kultur, sie fehlt in der Politik bei den etablierten Parteien. Und
> deshalb wird sich in Zukunft wohl nichts aendern.

Die Piraten treten mit ähnlichen Ambitionen wie die Grünen (damals) an.
Schnell haben sich die Grünen an an Politikerdasein gewöhnt. Ähnlich
wird es auch den Piraten ergehen, wenn sie in die Verantwortung genommen
werden.

Detlef

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Mar 28, 2012, 10:59:02 AM3/28/12
to
Peter Huyoff in <news:4f71f709$0$6641$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net>:

>Hubert Leitz wrote:

Wer btw raegiert eigentlich noch auf das Leitz?

>> Im Gegensatz zu Foren und Chats gibt es in Newsgroups keine effiziente
>> Überwachung:
>> Jeder kann alles schreiben.
>
>Das ist gut so, wo gibt es das sonst noch im Internet!

Noch schöner ist es, daß Usenet sogar völlig ohne Internet funktionieren
kann.

>> Störer werden in Foren und Chats häufig
>> nach weniger Augenblicken gesperrt.
>
>Was sind Störer und wer entscheidet darüber?

Und warum sollte es positiv sein, wenn der Forenbetreiber all das
sperren kann, was *er* als störend empfindet? Da sind wir schnell
bei den Themen "Meinungsfreiheit" und "Zensur".

>> Werbung beschränkt sich auf das
>> vom Betreiber zugelassene Maß.

Im Usenet habe ich dagegen gar keine Werbung.

>> Im de. Usenet kommt hinzu, dass man versucht, diese fehlende Kontrolle
>> durch sogennante Selbstverwaltung und belehrende Postings zu ersetzen
>> und anderen mit Konsequenzen zu drohen.
>
>Tja, das ist die Kehrseite der Medaille.

Eher wohl das Unvermögen mancher Netzterroristen zwischen "hilfreich"
und "belehrend" zu differenzieren.

>Für die Inhalte ist eben kein
>Betreiber haftbar zu machen, was ich sehr gut und nützlich finde. Allerdings
>ist (auch) hier jeder Schreiber selbst für das verantwortlich, was er
>schreibt - und im Ernstfall kann er auch haftbar gemacht werden. Ich finde
>das ok.
>
>> Dass solche Drohungen völlig
>> wirkungslos sind erkennen dann die anderen Teilnehmer sehr schnell,
>> wenn der Störer seine Handlungen fortsetzt.
>
>Ja und - ist das gut oder schlecht?

Es sagt uns nur, daß es äußerst sinnvoll ist, daß im Usenet jeder für
sich selbst entscheiden kann, was er als "belehrend" oder gar "drohend"
empfindet und ggfls entsprechende Filter darauf ansetzt oder nicht.

>> So entsteht der Eindruck, dass Usenet ein völlig unseriöses Medium
>> ist.

Eher sind Foren, in denen der Betreiber seine User zensieren oder sie an
ihrer freien Meinungsäußerung hindern kann, unseriös.

CU!
Ulrich
--
In 8 Monaten und 27 Tagen ist Weihnachten
LS6SB UDTCJ HXDR1 RQB7I R9V9Z B2FSW 5P2I7 472TY NQSV7
Stellt euch vor, es ist Mittwoch und keiner geht hin!

Peter Huyoff

unread,
Mar 28, 2012, 10:37:48 AM3/28/12
to
Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Peter Huyoff in
> <news:4f71f709$0$6641$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net>:
>
>>Hubert Leitz wrote:
>
> Wer btw raegiert eigentlich noch auf das Leitz?

Ich zum Beispiel, aber das hast Du ja schon gelesen. Jedenfalls, solange es
nicht seine allbekannten Dauerwerbesendungen sind.

>>> Im Gegensatz zu Foren und Chats gibt es in Newsgroups keine effiziente
>>> Überwachung:
>>> Jeder kann alles schreiben.
>>
>>Das ist gut so, wo gibt es das sonst noch im Internet!
>
> Noch schöner ist es, daß Usenet sogar völlig ohne Internet funktionieren
> kann.

Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer, wenn ich nicht
ausschließlich www meine?

Grüße, Peter

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 12:03:36 PM3/28/12
to
Peter Huyoff schrieb:
> Ulrich F. Heidenreich wrote:
>
>> Peter Huyoff in

>>>> Im Gegensatz zu Foren und Chats gibt es in Newsgroups keine effiziente
>>>> Überwachung:
>>>> Jeder kann alles schreiben.
>>>
>>> Das ist gut so, wo gibt es das sonst noch im Internet!
>>
>> Noch schöner ist es, daß Usenet sogar völlig ohne Internet funktionieren
>> kann.
>
> Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
> verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer, wenn ich nicht
> ausschließlich www meine?

Ich weiß auch nicht, was das Schöne daran sein soll.

Man könnte auch sagen: Das Schöne an der Dampflok ist, das sie auch ohne
Kohle fahren kann.

Detlef

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Mar 28, 2012, 11:55:32 AM3/28/12
to
Peter Huyoff in <news:4f733058$0$6629$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net>:

>Ulrich F. Heidenreich wrote:
>
>> Noch schöner ist es, daß Usenet sogar völlig ohne Internet funktionieren
>> kann.
>
>Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
>verbindet stattdessen?

Usenet.

>Wäre "Netz" denn genehmer, wenn ich nicht ausschließlich www meine?

Mistverständnis? Usenet ist nämlich nicht aufs Transportmedium
"Internet" angewiesen. Auch, wenn man es heute bequemerweise
dazu nutzt, weil es eh schon da ist ...

CU!
Ulrich

Xpost nach de.admin.news.groups und de.soc.usenet
Followup-To nach de.soc.usenet
--
In 8 Monaten und 27 Tagen ist Weihnachten
0J2XI E92O9 2A3FY EWGFV DZ0YQ JPCHQ 28N0K TS6JI 8KBGJ

Stefan Reuther

unread,
Mar 28, 2012, 12:57:27 PM3/28/12
to
Detlef Meißner wrote:
> Ralph Angenendt schrieb:
>>Well, Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> wrote:
>>>Dirk Moebius schrieb:
>>>>Die Standards sind frei und bekannt. Ihr koennt Euch Euer eigenes
>>>>Usenet bauen. Sogar mit Blackjack und Nutten.
>>>
>>>Kürzer: Geh' doch rüber!
>>
>>Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
>>Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
>>labern lösen.
>
> Blödsinn. Wenn ich den gegenwärtigen Zustand der BRD kritisiere, dann
> heißt das noch lange nicht, dass ich eine neue BRD kreiere (wo auch?),

Genau das ist der Unterschied zwischen einem Nationalstaat und einem
NNTP-Netz. Ein NNTP-Netz kann auf dem gleichen Gebiet parallel zu einem
anderen NNTP-Netz existieren. Ein Nationalstaat nicht.

Server gibt's ab 5 EUR pro Monat.


Stefan

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 1:40:57 PM3/28/12
to
Stefan Reuther schrieb:
Ich weiß. Aber den Strom hast du vergessen.
Mein Homeserver ist sogar kostenlos.
Aber warum sollte ich einen Newsserver einrichten? Nur, damit ich einen
eigenen habe?

Detlef

Stefan Reuther

unread,
Mar 28, 2012, 1:55:16 PM3/28/12
to
Detlef Meißner wrote:
> Stefan Reuther schrieb:
>>Detlef Meißner wrote:
>>>Ralph Angenendt schrieb:
>>>>Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
>>>>Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
>>>>labern lösen.
>>>
>>>Blödsinn. Wenn ich den gegenwärtigen Zustand der BRD kritisiere, dann
>>>heißt das noch lange nicht, dass ich eine neue BRD kreiere (wo auch?),
>>
>>Genau das ist der Unterschied zwischen einem Nationalstaat und einem
>>NNTP-Netz. Ein NNTP-Netz kann auf dem gleichen Gebiet parallel zu einem
>>anderen NNTP-Netz existieren. Ein Nationalstaat nicht.
>>
>>Server gibt's ab 5 EUR pro Monat.
>
> Ich weiß. Aber den Strom hast du vergessen.

Den hat mir noch kein Serverprovider extra berechnet.

> Aber warum sollte ich einen Newsserver einrichten? Nur, damit ich einen
> eigenen habe?

Genau. Während man sich mit den Macken seines Staats vorerst abfinden
muss, kann man die Macken eines NNTP-Netzes ganz einfach umgehen, indem
man sein eigenes eröffnet. Sogar mit Blackjack und Nutten, wenn man sich
an die Jugendschutzbestimmungen hält. Und dann kann man den ganzen
verbohrten alten Säcken in de.* eine lange Nase zeigen, wenn die User in
Scharen zum neuen Netz überlaufen.


Stefan

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 3:04:18 PM3/28/12
to
Stefan Reuther schrieb:
> Detlef Meißner wrote:
>> Stefan Reuther schrieb:
>>> Detlef Meißner wrote:
>>>> Ralph Angenendt schrieb:
>>>>> Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
>>>>> Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
>>>>> labern lösen.
>>>>
>>>> Blödsinn. Wenn ich den gegenwärtigen Zustand der BRD kritisiere, dann
>>>> heißt das noch lange nicht, dass ich eine neue BRD kreiere (wo auch?),
>>>
>>> Genau das ist der Unterschied zwischen einem Nationalstaat und einem
>>> NNTP-Netz. Ein NNTP-Netz kann auf dem gleichen Gebiet parallel zu einem
>>> anderen NNTP-Netz existieren. Ein Nationalstaat nicht.
>>>
>>> Server gibt's ab 5 EUR pro Monat.
>>
>> Ich weiß. Aber den Strom hast du vergessen.
>
> Den hat mir noch kein Serverprovider extra berechnet.

Das stimmt wohl.

>> Aber warum sollte ich einen Newsserver einrichten? Nur, damit ich einen
>> eigenen habe?
>
> Genau. Während man sich mit den Macken seines Staats vorerst abfinden
> muss, kann man die Macken eines NNTP-Netzes ganz einfach umgehen, indem
> man sein eigenes eröffnet.

Klar kann man das. Man kann auch eine neue Partei oder Sekte gründen.
Man kann/darf vieles.

> Sogar mit Blackjack und Nutten, wenn man sich
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Ist wohl so eine neue Manie?

> an die Jugendschutzbestimmungen hält. Und dann kann man den ganzen
> verbohrten alten Säcken in de.* eine lange Nase zeigen, wenn die User in
> Scharen zum neuen Netz überlaufen.

Hmm, du hast seltsame Vorstellungen!
Jetzt wundert mich aber wirklich gar nichts mehr!

Detlef

Harald Maedl

unread,
Mar 28, 2012, 3:33:17 PM3/28/12
to
Detlef Meißner wrote:
> Stefan Reuther schrieb:

>> Genau. Während man sich mit den Macken seines Staats vorerst abfinden
>> muss, kann man die Macken eines NNTP-Netzes ganz einfach umgehen, indem
>> man sein eigenes eröffnet.
> [...]
>> Sogar mit Blackjack und Nutten, wenn man sich
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Ist wohl so eine neue Manie?

Klar, Sex für alte Säcke ist wie der deutsche Humor, nämlich wertvoll,
da selten.

Detlef Meißner

unread,
Mar 28, 2012, 3:36:50 PM3/28/12
to
Harald Maedl schrieb:
...oder evtl. sogar nur noch virtuell.

Detlef

Juergen Barsuhn

unread,
Mar 28, 2012, 9:48:59 PM3/28/12
to
Frank Toennes schrieb:

....
>
> Die Piraten-Partei ist derzeit keine wirkliche "Alternative", eher
> ein Sammelbecken fuer Protest-Waehler, die keine politische Heimat
> finden koennen. Antworten auf die wahren Probleme unserer Zeit hat
> diese Partei auch nicht anzubieten.

Du verlangst für den Anfang zu viel. Auch die Grünen hatten
am Anfang recht vage, oft einander widersprechende
Vorstellungen.

>
> Piraten treffen mehr so ein Lebensgefuehl - sie haben sich aus der
> Internet-Gesellschaft rekrutiert

das Internet zu einer erdenweiten freien Kommunikation oder
aber als weltumspannendes Überwachungsnetz - ein sicher
zentrales Problem für unsere Zukunft.

Hätte es zum Beispiel ACTA bereits zu Luthers Zeiten
gegeben, dann hätte er sich die mühevolle Übersetzungsarbeit
der Bibel auf der Wartburg sparen können. Denn das Copyright
mit allen Übersetzungsrechten lag beim Papst in Rom, der
bekanntlich die lateinische Bibelübersetzung Vulgata für
völlig ausreichend hielt und einer Übersetzung ins Deutsche
nicht zugestimmt hätte.

Cornell Binder

unread,
Mar 29, 2012, 3:53:32 AM3/29/12
to
Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> tat schreiben tun:
>
> [...] Ähnlich
> wird es auch den Piraten ergehen, wenn sie in die Verantwortung genommen
> werden.

Ah, deswegen wehrst Du Dich also strikt dagegen hier mal
Verantwortung zu übernehmen.


CoBi
--
Wenn Sarah Connor so singen könnte, dann hätte kein Mensch auf ihr Kleid
bei Wetten daß!? geachtet. (Dennis Kaisers)

Detlef Meißner

unread,
Mar 29, 2012, 4:18:15 AM3/29/12
to
Cornell Binder schrieb:
> Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> tat schreiben tun:
>>
>> [...] Ähnlich
>> wird es auch den Piraten ergehen, wenn sie in die Verantwortung genommen
>> werden.
>
> Ah, deswegen wehrst Du Dich also strikt dagegen hier mal
> Verantwortung zu übernehmen.

Wo ist hier?
Und welche sollte das sein?

Detlef

Harald Maedl

unread,
Mar 29, 2012, 5:08:32 AM3/29/12
to
Du meinst also ich sollte mal wieder eine meiner "erotischen
Geschichten mit Harald" posten?

Gruß,
Harald

Arno Welzel

unread,
Mar 29, 2012, 5:15:07 AM3/29/12
to
Hubert Leitz, 2012-03-27 13:38:

> Im Gegensatz zu Foren und Chats gibt es in Newsgroups keine effiziente
> Überwachung:

Ja - weil Foren in der Regel von privaten Betreibern angeboten werden,
die auch juristisch für einige Dinge haftbar gemacht werden.

> Jeder kann alles schreiben. Störer werden in Foren und Chats häufig
> nach weniger Augenblicken gesperrt. Werbung beschränkt sich auf das
> vom Betreiber zugelassene Maß.
> Im de. Usenet kommt hinzu, dass man versucht, diese fehlende Kontrolle
> durch sogennante Selbstverwaltung und belehrende Postings zu ersetzen
> und anderen mit Konsequenzen zu drohen. Dass solche Drohungen völlig
> wirkungslos sind erkennen dann die anderen Teilnehmer sehr schnell,
> wenn der Störer seine Handlungen fortsetzt.

Niemand muss die Störer beachten. Manche nutzen dafür Killfiles, Andere
ignorieren störende Postings einfach stillschweigend. Das ist oft das
größere Problem - Menschen die meinen, sie müssten auf Störer unbedingt
reagieren und Kommentare dazu schreiben.


--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

Arno Welzel

unread,
Mar 29, 2012, 5:16:06 AM3/29/12
to
Peter Huyoff, 2012-03-28 16:37:

> Ulrich F. Heidenreich wrote:
>
[...]
>> Noch schöner ist es, daß Usenet sogar völlig ohne Internet funktionieren
>> kann.
>
> Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
> verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer, wenn ich nicht
> ausschließlich www meine?

Usenet braucht dieses "Ding" nicht. Es wurde entwickelt bevor es
Internet gab und kann auch über UUCP betrieben werden.

Detlef Meißner

unread,
Mar 29, 2012, 5:24:51 AM3/29/12
to
Arno Welzel schrieb:

> Niemand muss die Störer beachten. Manche nutzen dafür Killfiles, Andere
> ignorieren störende Postings einfach stillschweigend. Das ist oft das
> größere Problem - Menschen die meinen, sie müssten auf Störer unbedingt
> reagieren und Kommentare dazu schreiben.

Hinzu kommt aber auch, dass manche User sich ständig durch alles
Mögliche gestört *fühlen*, oder in ihrer Ehre gekränkt oder sonstwas.

Detlef

Thomas Koller

unread,
Mar 29, 2012, 6:51:57 AM3/29/12
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> Peter Huyoff, 2012-03-28 16:37:
>> Ulrich F. Heidenreich wrote:
>>
> [...]

>> Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
>> verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer, wenn ich nicht
>> ausschließlich www meine?
>
> Usenet braucht dieses "Ding" nicht. Es wurde entwickelt bevor es
> Internet gab und kann auch über UUCP betrieben werden.

Natürlich braucht auch Usenet dieses "Ding". Auch UUCP geht nur
über ein "Netz", muss ja nicht das "Internetz" sein.

Und falls du auf RFC 1149 anspielst, das "Ding" muss ja nicht drahtgebunden
sein, kann auch Mobilfunk sein, oder meinetwegen eben die Tauben.

Tom

Juergen Ilse

unread,
Mar 29, 2012, 7:15:58 AM3/29/12
to
Hallo,

Juergen Barsuhn <jw.ba...@t-online.de> wrote:
> Frank Toennes schrieb:
> ....
>> Die Piraten-Partei ist derzeit keine wirkliche "Alternative", eher
>> ein Sammelbecken fuer Protest-Waehler, die keine politische Heimat
>> finden koennen. Antworten auf die wahren Probleme unserer Zeit hat
>> diese Partei auch nicht anzubieten.

"Antworten auf die wahren Probleme" wirst du bei keiner einzigen
Partei finden, und von dem was ueblicherweise als Loesung vorge-
schlagen wird (im Wahlkampf) wird nichts so wie versprochen umge-
setzt (deswegen taugen Computer auch nicht als Politiker: sie
koennen keine Wahlversprechen brechen).

> Du verlangst für den Anfang zu viel. Auch die Grünen hatten
> am Anfang recht vage, oft einander widersprechende
> Vorstellungen.

Die Piratenhaben IMHO einen Stand erreicht, der mindestens so
waehlbar macht wie die etablierten Parteien.

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Stefan Reuther

unread,
Mar 29, 2012, 12:56:58 PM3/29/12
to
Detlef Meißner wrote:
> Stefan Reuther schrieb:
>>Sogar mit Blackjack und Nutten, wenn man sich
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Ist wohl so eine neue Manie?

Eine andere Theorie meint, das sei ein immer wieder passender Spruch aus
einer Futurama-Folge von 1999.

>>an die Jugendschutzbestimmungen hält. Und dann kann man den ganzen
>>verbohrten alten Säcken in de.* eine lange Nase zeigen, wenn die User in
>>Scharen zum neuen Netz überlaufen.
>
> Hmm, du hast seltsame Vorstellungen!

Was ist jetzt daran seltsam? Wenn de.* so gescheitert und voller Idioten
ist, muss ein neues Netz doch ein Erfolg werden.


Stefan

Detlef Meißner

unread,
Mar 29, 2012, 1:01:08 PM3/29/12
to
Stefan Reuther schrieb:
> Detlef Meißner wrote:
>> Stefan Reuther schrieb:
>>> Sogar mit Blackjack und Nutten, wenn man sich
>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> Ist wohl so eine neue Manie?
>
> Eine andere Theorie meint, das sei ein immer wieder passender Spruch aus
> einer Futurama-Folge von 1999.

Kann sein. Kann auch sein, dass es Leute gibt, die meinen, dass er immer
wieder passt, so wie 42.
Allerdings lässt das auch gewisse Rückschlüsse zu.

>>> an die Jugendschutzbestimmungen hält. Und dann kann man den ganzen
>>> verbohrten alten Säcken in de.* eine lange Nase zeigen, wenn die User in
>>> Scharen zum neuen Netz überlaufen.
>>
>> Hmm, du hast seltsame Vorstellungen!
>
> Was ist jetzt daran seltsam?

Das mit den alten Säcken.

> Wenn de.* so gescheitert und voller Idioten
> ist, muss ein neues Netz doch ein Erfolg werden.

Falsche Logik. Schau dir die Privatsender an!

Detlef



Till Eulenspiegel

unread,
Mar 30, 2012, 4:50:18 AM3/30/12
to
Das Pferd auf dem ihr reitet ist tot!
Aber bitte steigt nicht ab, aldiweil ihr immer noch ein grossartiges
Entertainment bietet.

Immer zu Diensten,
Till Eulenspigel

Holger Marzen

unread,
Mar 31, 2012, 3:00:29 AM3/31/12
to
["Followup-To:" nach de.soc.usenet gesetzt.]
Wie im richtigen Leben halt.

Arno Welzel

unread,
Mar 31, 2012, 3:09:37 AM3/31/12
to
Thomas Koller, 2012-03-29 12:51:

> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>> Peter Huyoff, 2012-03-28 16:37:
>>> Ulrich F. Heidenreich wrote:
>>>
>> [...]
>
>>> Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
>>> verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer, wenn ich nicht
>>> ausschließlich www meine?
>>
>> Usenet braucht dieses "Ding" nicht. Es wurde entwickelt bevor es
>> Internet gab und kann auch über UUCP betrieben werden.
>
> Natürlich braucht auch Usenet dieses "Ding". Auch UUCP geht nur
> über ein "Netz", muss ja nicht das "Internetz" sein.

Nein, UUCP braucht kein IP-basiertes Netz. Das geht auch über Modem. Ich
hatte das einige Jahre auf einem Atari STE mit 19200 Baud Modem und
"UPoint" - ganz ohne "Internet". Auf PCs wurde später u.A. CrossPoint
dafür verwendet.

> Und falls du auf RFC 1149 anspielst, das "Ding" muss ja nicht drahtgebunden
> sein, kann auch Mobilfunk sein, oder meinetwegen eben die Tauben.

Nein, auch das ist nicht gemeint. UUCP ist in keinem RFC beschrieben und
ist vollkommen unabhängig von IP-basierten Netzen. Man *kann* UUCP auch
über IP-Netze verwenden, aber zwingen notwendig ist das nicht.

Thomas Koller

unread,
Mar 31, 2012, 5:33:12 AM3/31/12
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> Thomas Koller, 2012-03-29 12:51:
>> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>>> Peter Huyoff, 2012-03-28 16:37:
>>>> Ulrich F. Heidenreich wrote:
>>>>
>>> [...]
>>
>>>> Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
>>>> verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer, wenn ich nicht
>>>> ausschließlich www meine?
>>>
>>> Usenet braucht dieses "Ding" nicht. Es wurde entwickelt bevor es
>>> Internet gab und kann auch über UUCP betrieben werden.
>>
>> Natürlich braucht auch Usenet dieses "Ding". Auch UUCP geht nur
>> über ein "Netz", muss ja nicht das "Internetz" sein.
>
> Nein, UUCP braucht kein IP-basiertes Netz.

Doch, auch UUCP braucht ein Netz. Klar, es muss nicht IP-basiert sein,
aber diese Einschränkung hast du eben erst ins Spiel gebracht.

> Das geht auch über Modem.

Und? Auch IP-basiert geht über Modem (mach ich auch heute noch), also
was ist dein Punkt?

> Ich
> hatte das einige Jahre auf einem Atari STE mit 19200 Baud Modem und
> "UPoint" - ganz ohne "Internet". Auf PCs wurde später u.A. CrossPoint
> dafür verwendet.

Der OP hat von "Netz" gesprochen und dabei offensichtlich keine
Einschränkung auf IP-basierte Netze im Sinn. Das verwendete Protokoll
ist für seine Argumentation doch völlig irrelevant. Auch wenn du es ganz
ohne "Internet" gemacht hast, du hast das nicht ganz ohne "Netz" gemacht.

Tom

Zacharias U.

unread,
Mar 31, 2012, 6:08:49 AM3/31/12
to
Am Sat, 31 Mar 2012 09:33:12 +0000 (UTC) schrieb Thomas Koller:

> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>> Thomas Koller, 2012-03-29 12:51:
>>> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>>>> Peter Huyoff, 2012-03-28 16:37:
>>>>> Ulrich F. Heidenreich wrote:

Findet Ihr Helden des Usenets eigentlich, dass Ihr mit Eurer
Klugscheißerei hier so richtig ontopic seid?

Arno Welzel

unread,
Apr 1, 2012, 3:17:34 AM4/1/12
to
Thomas Koller, 2012-03-31 11:33:

> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
[...]
>> Ich
>> hatte das einige Jahre auf einem Atari STE mit 19200 Baud Modem und
>> "UPoint" - ganz ohne "Internet". Auf PCs wurde später u.A. CrossPoint
>> dafür verwendet.
>
> Der OP hat von "Netz" gesprochen und dabei offensichtlich keine
> Einschränkung auf IP-basierte Netze im Sinn. Das verwendete Protokoll
> ist für seine Argumentation doch völlig irrelevant. Auch wenn du es ganz
> ohne "Internet" gemacht hast, du hast das nicht ganz ohne "Netz" gemacht.

Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
möglich wäre - und das stimmt schlicht nicht.

Thomas Koller

unread,
Apr 1, 2012, 4:42:08 AM4/1/12
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> Thomas Koller, 2012-03-31 11:33:
>> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> [...]
>>> Ich
>>> hatte das einige Jahre auf einem Atari STE mit 19200 Baud Modem und
>>> "UPoint" - ganz ohne "Internet". Auf PCs wurde später u.A. CrossPoint
>>> dafür verwendet.
>>
>> Der OP hat von "Netz" gesprochen und dabei offensichtlich keine
>> Einschränkung auf IP-basierte Netze im Sinn. Das verwendete Protokoll
>> ist für seine Argumentation doch völlig irrelevant. Auch wenn du es ganz
>> ohne "Internet" gemacht hast, du hast das nicht ganz ohne "Netz" gemacht.
>
> Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
> möglich wäre -

Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
gibt es dafür ja auch nicht) oder ein anderes Netz ist.

> und das stimmt schlicht nicht.

Da schon die Vorraussetzung falsch ist, ist natürlich auch das
Ergebnis falsch.

Tom

Detlef Meißner

unread,
Apr 1, 2012, 4:58:02 AM4/1/12
to
Thomas Koller schrieb:
> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:

>> Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
>> möglich wäre -
>
> Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
> ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
> gibt es dafür ja auch nicht) oder ein anderes Netz ist.

Es ging um den großen Vorteil des Usenet:

MID<jkvg0m.3vs5e7h.1!not-fo...@ufh.invalid.de> (Beitrag gecancelt)
|: Noch schöner ist es, daß Usenet sogar völlig ohne Internet funktionieren
|: kann.

Was daran jetzt besonders schön sein soll, erschließt sich mir nicht.
"Das Schöne am Plumpsklo ist, dass man dazu kein Wasser braucht."

Detlef

Message has been deleted

Juergen Ilse

unread,
Apr 1, 2012, 8:33:49 AM4/1/12
to
Hallo,

Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:
> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>> Nein, UUCP braucht kein IP-basiertes Netz.
^^^^^^^^^^^^
> Doch,

Nein, ich habe dir den nicht notwendigen Teil mal markiert.

> auch UUCP braucht ein Netz. Klar, es muss nicht IP-basiert sein,

Eben, und genau das hat Arno ja gesagt: es braucht kein IP-basiertes Netz.

> aber diese Einschränkung hast du eben erst ins Spiel gebracht.

Wenn vorher "braucht kein Internet" geschrieben wurde, hiess das "kein
IP-basiertes Netz", denn das Internet ist IP basiert.

>> Das geht auch über Modem.

Genauer: auch ueber Modem ohne IP oder andere paket-vermittelnde
Kommunikation.

> Der OP hat von "Netz" gesprochen

... und vermutlich dabei implizit ein IP-Netz vorausgesetzt ...

> Auch wenn du es ganz ohne "Internet" gemacht hast, du hast das nicht
> ganz ohne "Netz" gemacht.

Usenet setzt genaugenommen nicht mehr als den Austausch von Artikeln
voraus. In den Anfangszeiten des Usenets soll das des oefteren auch
mittels Austausch von Datentraegern realisiert worden sein ...
Auch wenn so etwas dann landlaeufig auch mal als "Turnschuhnetzwerk"
bezeichnet wird, ist das dann nur bei sehr weiter Auslegung des Begriffs
als "Netzwerk" zu bezeichnen ...

Arno Welzel

unread,
Apr 1, 2012, 8:37:28 AM4/1/12
to
Thomas Koller, 2012-04-01 10:42:

> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>> Thomas Koller, 2012-03-31 11:33:
>>> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>> [...]
>>>> Ich
>>>> hatte das einige Jahre auf einem Atari STE mit 19200 Baud Modem und
>>>> "UPoint" - ganz ohne "Internet". Auf PCs wurde später u.A. CrossPoint
>>>> dafür verwendet.
>>>
>>> Der OP hat von "Netz" gesprochen und dabei offensichtlich keine
>>> Einschränkung auf IP-basierte Netze im Sinn. Das verwendete Protokoll
>>> ist für seine Argumentation doch völlig irrelevant. Auch wenn du es ganz
>>> ohne "Internet" gemacht hast, du hast das nicht ganz ohne "Netz" gemacht.
>>
>> Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
>> möglich wäre -
>
> Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
> ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
> gibt es dafür ja auch nicht) oder ein anderes Netz ist.

So habe ich Peter Huyoffs Bemerkung, ob man das Internet nun "Netz"
nennen soll, wenn man nicht ausschließlich "www" damit meint, aber nicht
verstanden.

>> und das stimmt schlicht nicht.
>
> Da schon die Vorraussetzung falsch ist, ist natürlich auch das
> Ergebnis falsch.

Hauptsache nichts eingestehen müssen... schon klar. Meinentwegen - von
*deinem* Standpunkt aus hast Du recht.

Arno Welzel

unread,
Apr 1, 2012, 8:38:47 AM4/1/12
to
Detlef Meißner, 2012-04-01 10:58:
In Gegenden wo Wasser knapp ist, ist das durchaus ein Vorteil ;-)

Und übertragen auf Usenet-Nutzung: Es gab durchaus Zeiten, wo
Internetzugänge nicht so selbstverständlich waren, wie heute.

Detlef Meißner

unread,
Apr 1, 2012, 8:52:05 AM4/1/12
to
Arno Welzel schrieb:
> Detlef Meißner, 2012-04-01 10:58:

>> Es ging um den großen Vorteil des Usenet:
>>
>> MID<jkvg0m.3vs5e7h.1!not-fo...@ufh.invalid.de> (Beitrag gecancelt)
>> |: Noch schöner ist es, daß Usenet sogar völlig ohne Internet funktionieren
>> |: kann.
>>
>> Was daran jetzt besonders schön sein soll, erschließt sich mir nicht.
>> "Das Schöne am Plumpsklo ist, dass man dazu kein Wasser braucht."
>
> In Gegenden wo Wasser knapp ist, ist das durchaus ein Vorteil ;-)

Zweifellos. Und auch bei uns möglich, wenn man Wasser sparen will. Oder
in Notzeiten, wenn es kein Wasser gibt.

> Und übertragen auf Usenet-Nutzung: Es gab durchaus Zeiten, wo
> Internetzugänge nicht so selbstverständlich waren, wie heute.

Auch hier stimme ich dir zu. Nur sehe ich darin keinen besonderen
Vorteil, es sei denn ... siehe oben.

Detlef

Thomas Koller

unread,
Apr 1, 2012, 10:56:29 AM4/1/12
to
Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:
>> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>>> Nein, UUCP braucht kein IP-basiertes Netz.
> ^^^^^^^^^^^^
>> Doch,
>
> Nein, ich habe dir den nicht notwendigen Teil mal markiert.

Da hast du durch deine Quotemarderei einen falschen Zusammenhang
geschaffen. Hättest du den ganzen Artikel gelesen, hättest du erkannt
dass sich das "Doch" nicht auf den von dir markierten Teil bezieht.
Was insbesondere durch den weiteren Satz nochmal erklärt wird, den
du interessanterweise auch abseits stellst.

>> auch UUCP braucht ein Netz. Klar, es muss nicht IP-basiert sein,
>
> Eben, und genau das hat Arno ja gesagt: es braucht kein IP-basiertes Netz.

Aber sein "Nein" hat er auf ein Zitat geschrieben in denen es gerade
nicht nur um IP-basierte Netze ging. Daher ist sein "Nein" in dem
Zusammenhang falsch, auch wenn der Satz ohne Kontext richtig ist.

>> aber diese Einschränkung hast du eben erst ins Spiel gebracht.
>
> Wenn vorher "braucht kein Internet" geschrieben wurde, hiess das "kein
> IP-basiertes Netz", denn das Internet ist IP basiert.

Zitat:
"Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens, das uns alle
verbindet stattdessen? Wäre 'Netz' denn genehmer"
als Antwort darauf, dass es auch ohne Internet geht.

Daraus geht klar hervor dass er eben nicht (nur) das Internet oder
IP-basierte Netze gemeint hat.

>>> Das geht auch über Modem.
>
> Genauer: auch ueber Modem ohne IP oder andere paket-vermittelnde
> Kommunikation.

Ja und, es geht auch über IP-basierte Netze. So what? Dass es auch
über nicht IP-basierte Netze geht hat ja nie jemand bestritten.

>> Der OP hat von "Netz" gesprochen
>
> ... und vermutlich dabei implizit ein IP-Netz vorausgesetzt ...

Offensichtlich hat er genau das nicht vorrausgesetzt, s.o.

>> Auch wenn du es ganz ohne "Internet" gemacht hast, du hast das nicht
>> ganz ohne "Netz" gemacht.
>
> Usenet setzt genaugenommen nicht mehr als den Austausch von Artikeln
> voraus. In den Anfangszeiten des Usenets soll das des oefteren auch
> mittels Austausch von Datentraegern realisiert worden sein ...
> Auch wenn so etwas dann landlaeufig auch mal als "Turnschuhnetzwerk"
> bezeichnet wird, ist das dann nur bei sehr weiter Auslegung des Begriffs
> als "Netzwerk" zu bezeichnen ...

Und genau so eine weite Auslegung hatte der OP offensichtlich im Sinn.
(Das Taubenbeispiel für IP-basierte Netz hab ich schon gebracht, funktioniert
aber natürlich auch für nicht IP-basierte)

Tom

Thomas Koller

unread,
Apr 1, 2012, 10:58:06 AM4/1/12
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>>> Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
>>> möglich wäre -
>>
>> Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
>> ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
>> gibt es dafür ja auch nicht) oder ein anderes Netz ist.
>
> So habe ich Peter Huyoffs Bemerkung, ob man das Internet nun "Netz"
> nennen soll, wenn man nicht ausschließlich "www" damit meint, aber nicht
> verstanden.

Spätestens mit "Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens,
das uns alle verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer"
sollte es aber klargestellt worden sein.

>> Da schon die Vorraussetzung falsch ist, ist natürlich auch das
>> Ergebnis falsch.
>
> Hauptsache nichts eingestehen müssen...

Das Kompliment gebe ich gern zurück...

Tom

Zacharias U.

unread,
Apr 1, 2012, 11:39:31 AM4/1/12
to
Am 01 Apr 2012 12:33:49 GMT schrieb Juergen Ilse:

> Hallo,

> Tschuess,
> Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Junge, Junge, seid Ihr krank im Kopf.
Es wird ja immer schlimmer hier.
Und dabei will ich noch nicht mal von "völlig offtopic" reden.

Arno Welzel

unread,
Apr 1, 2012, 6:52:55 PM4/1/12
to
Thomas Koller, 2012-04-01 16:58:

> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>>>> Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
>>>> möglich wäre -
>>>
>>> Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
>>> ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
>>> gibt es dafür ja auch nicht) oder ein anderes Netz ist.
>>
>> So habe ich Peter Huyoffs Bemerkung, ob man das Internet nun "Netz"
>> nennen soll, wenn man nicht ausschließlich "www" damit meint, aber nicht
>> verstanden.
>
> Spätestens mit "Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens,
> das uns alle verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer"
> sollte es aber klargestellt worden sein.

Die Formulierung "das uns alle verbindet" war für mich der entscheidende
Teil - damit war für mich eben "Internet" gemeint.

Thomas Koller

unread,
Apr 2, 2012, 2:17:33 AM4/2/12
to
Ah, das war der Grund für das Missverständniss. Nein, aus dem Zusammenhang
sieht man ziemlich eindeutig dass er eben nicht das "Internet" im Sinn
von "IP basiertes Netz" meint, auch wenn er anfangs ebenfalls dem Irrtum
unterlag und es so nannte, weil er für sich "Internet" nach dem
ursprünglichen Wortsinn verwendet hatte, und nicht eingegrenzt auf eine
bestimmte Technik.

Netze die "uns alle verbinden" gibt es schon länger als "das Internet".
Z.b. das Telefonnetz. (Bitte jetzt nicht wieder falsch verstehen, das
Telefonnetz ist auch nur ein Teil des "Dings" das er meinte, so wie das
"Internet" nur ein Teil davon ist, auch wenn es der heute dominierende
Teil dieses "Dings" ist)

Bleiben wir also am besten bei "Ding", da Internet eben schon für den
IP-basierten Teil davon besetzt ist. Einheitlichen Namen gibt es dafür
keinen. "Netz" wird ja von manchen auch auf Internet eingeschränkt,
wie wir hier in diesem thread gesehen haben.

Tom

Harald Maedl

unread,
Apr 2, 2012, 3:13:06 AM4/2/12
to
On 30 Mrz., 09:50, Till Eulenspiegel <eulenspiegel.t...@firemail.de>
wrote:
Das heißt doch nichts anderes, als dass du dich daran aufgeilst, dass
hier User mit sozialer Kompetenz sich Gedanken darüber machen, wie man
das Usenet retten kann.

Gruß,
Harald

Till Eulenspiegel

unread,
Apr 2, 2012, 3:39:51 AM4/2/12
to
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> das Usenet retten kann.

Ihr User mit sozialer Kompetenz seid so geil, das gibt's gar nicht.

Immer zu Diensten,
Till Eulenspiegel

BStokalski

unread,
Apr 2, 2012, 5:10:08 AM4/2/12
to
Am Sun, 01 Apr 2012 09:57:16 +0200 schrieb Armin Ehrbar:

> [NG dang,dsu]
> [Fup2dang]
>
> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote/schrieb:
>
>> Das ist oft das größere Problem - Menschen die meinen, sie müssten
>> auf Störer unbedingt reagieren und Kommentare dazu schreiben.
>
> Wofür Du jetzt den Beweis angetreten hast?
>
> Kopfschüttelnd,

so wie über deinen Beitrag.

Die eingefleischten Usenet'ler fahren nämlich eine widerwärtige
Doppelmoral:

Einerseits feiern sie großen Freiheiten des Usenets, jeder darf schreiben
was er möchte völlig unzensiert. Jeden Quatsch, alles darf sein. Aber wehe
es nimmt mal einer das Usenet selber aufs Korn, dann ist was los. So etwas
zu schreiben geht überhaupt nicht.

An den Reaktionen merkt man deutlich wie verlogen die eingefleischten
Usenet'ler wirklich sind. Die sind Opfer ihrer eigenen Arroganz geworden.

Detlef Meißner

unread,
Apr 2, 2012, 6:47:46 AM4/2/12
to
BStokalski schrieb:

> Die eingefleischten Usenet'ler fahren nämlich eine widerwärtige
> Doppelmoral:
>
> Einerseits feiern sie großen Freiheiten des Usenets, jeder darf
> schreiben was er möchte völlig unzensiert. Jeden Quatsch, alles darf
> sein. Aber wehe es nimmt mal einer das Usenet selber aufs Korn, dann
> ist was los. So etwas zu schreiben geht überhaupt nicht.

Nun, ist das nicht bei allen Fans so?

> An den Reaktionen merkt man deutlich wie verlogen die eingefleischten
> Usenet'ler wirklich sind. Die sind Opfer ihrer eigenen Arroganz
> geworden.

Ich sehe das nicht als Arroganz, sondern Verblendung, als Leben in einer
anderen, längst vergangenen Welt, in der Welt der Dampfloks. Da fühlen
sie sich wohl, sind unter Gleichgesinnten, die sich regelmäßig treffen
und ein wenig an der Lok rumpolieren, von alten Zeit schwärmen und ab
und zu eine Lok für Museumfahrten in Gang setzen. Aber bald ist das auch
zu Ende, weil es keine Lokführer mit einem Dampflokschein mehr gibt.
Dazu mal ein Resumée aus einem Spiegelartikel, der mir in die Hände
gefallen ist. Darin geht es um den Umgang der Jugend (12- bis
24-Jährige) mit den Medien.

*****************************************************************************

"Die Medien werden massenhaft genutzt, wenn sie alltagstauglich sind",
sagt der Hamburger Bildungsforscher Schulmeister. "Und sie werden für
Ziele genutzt, die man ohnehin anstrebt."
Für die Jugendlichen ist dieser Wendepunkt jetzt erreicht. das Internet
gehört schon nicht mehr zu den Dingen, an die sie freiwillig Gedanken
verschwenden. Die Aufregung um den "Cyberspace" war, wie es scheint, ein
Phänomen der Altvordern, der technikvernarrten Gründergeneration. Für
eine kurz Übergangszeit schien das Netz ungemein neu und anders, eine
eigene revolutionäre Macht, die alles packt und umformt.
Der Jugend ist das fremd. Sie spricht kaum mehr vom "Internet", nur noch
von Google, YouTube und Facebook. Erst recht versteht sie nicht mehr,
was es heißen soll, "ins Netz zu gehen."
[Null Blog, Spiegel Nr. 31 vom 02.08.10, S. 123]
******************************************************************************

Detlef

BStokalski

unread,
Apr 2, 2012, 7:58:24 AM4/2/12
to
Am Mon, 02 Apr 2012 12:47:46 +0200 schrieb Detlef Meißner:

>> Die eingefleischten Usenet'ler fahren nämlich eine widerwärtige
>> Doppelmoral:
>>
>> Einerseits feiern sie großen Freiheiten des Usenets, jeder darf
>> schreiben was er möchte völlig unzensiert. Jeden Quatsch, alles darf
>> sein. Aber wehe es nimmt mal einer das Usenet selber aufs Korn, dann
>> ist was los. So etwas zu schreiben geht überhaupt nicht.
>
> Nun, ist das nicht bei allen Fans so?

ja. Es zeigt aber wunderbar wie inkonsequent und irrational die
Herrschaften sind.

>> An den Reaktionen merkt man deutlich wie verlogen die eingefleischten
>> Usenet'ler wirklich sind. Die sind Opfer ihrer eigenen Arroganz
>> geworden.
>
> Ich sehe das nicht als Arroganz, sondern Verblendung, als Leben in einer
> anderen, längst vergangenen Welt, in der Welt der Dampfloks. Da fühlen
> sie sich wohl, sind unter Gleichgesinnten, die sich regelmäßig treffen
> und ein wenig an der Lok rumpolieren, von alten Zeit schwärmen und ab
> und zu eine Lok für Museumfahrten in Gang setzen.

Das können sie ja auch gerne tun, aber dann müssen sie auch so konseqwuent
sein und ertragen dass man über sie lästert.

> Der Jugend ist das fremd. Sie spricht kaum mehr vom "Internet", nur noch
> von Google, YouTube und Facebook. Erst recht versteht sie nicht mehr,
> was es heißen soll, "ins Netz zu gehen."

Die Ansichten der jeweils jüngeren Generation resultieren nicht aus
rationalen Abwägungsprozessen sondern sind getrieben von dem Ziel anders,
modern und hip zu sein.

Hier bei den versteinerten Usenet'lern ist es ähnlich, nur das die sich dem
neueren verweigern und in ihrer alten Traditionswelt verharren wollwn. Das
ist sehr vergleichbar dem Alterstarrsinn, Motto "früher war es besser".
Auch Opa kann aus seiner Sicht begründen warum er es früher besser fand.

Detlef Meißner

unread,
Apr 2, 2012, 8:18:32 AM4/2/12
to
BStokalski schrieb:
> Am Mon, 02 Apr 2012 12:47:46 +0200 schrieb Detlef Meißner:

...

>>> An den Reaktionen merkt man deutlich wie verlogen die eingefleischten
>>> Usenet'ler wirklich sind. Die sind Opfer ihrer eigenen Arroganz
>>> geworden.
>>
>> Ich sehe das nicht als Arroganz, sondern Verblendung, als Leben in einer
>> anderen, längst vergangenen Welt, in der Welt der Dampfloks. Da fühlen
>> sie sich wohl, sind unter Gleichgesinnten, die sich regelmäßig treffen
>> und ein wenig an der Lok rumpolieren, von alten Zeit schwärmen und ab
>> und zu eine Lok für Museumfahrten in Gang setzen.
>
> Das können sie ja auch gerne tun, aber dann müssen sie auch so konseqwuent
> sein und ertragen dass man über sie lästert.

Das wird wohl anders gesehen. Denn die Dampflokfans wollen auch nicht,
dass man über sie lästert. Sie sagen: "Dann bleib doch weg!"

>> Der Jugend ist das fremd. Sie spricht kaum mehr vom "Internet", nur noch
>> von Google, YouTube und Facebook. Erst recht versteht sie nicht mehr,
>> was es heißen soll, "ins Netz zu gehen."
>
> Die Ansichten der jeweils jüngeren Generation resultieren nicht aus
> rationalen Abwägungsprozessen sondern sind getrieben von dem Ziel anders,
> modern und hip zu sein.

Anders können sie aber nur sein, wenn sie auch das Alte kennen. Tun sie
aber nicht. Die Jugend nutzt die Medien aus praktischen Gesichtspunkten,
weil die anderen das auch tun, also eine Art Peer-Groupo-Verhalten. Also
prinzipiell auch nicht anders als das der alten Netznutzer.

> Hier bei den versteinerten Usenet'lern ist es ähnlich, nur das die sich dem
> neueren verweigern und in ihrer alten Traditionswelt verharren wollwn. Das
> ist sehr vergleichbar dem Alterstarrsinn, Motto "früher war es besser".
> Auch Opa kann aus seiner Sicht begründen warum er es früher besser fand.

Deshalb ja mein Beispiel mit der Dampflok. Dampflokfans können können
zwar in einer anderen Welt leben, aber die Dampflok lässt sich nicht
modernisieren. Da ist irgendwann nach der Ölbefeuerung die Entwicklung
stehen geblieben. Also wird das Alte bewahrt. Das geht so lange, bis
alles verrottet ist und/oder es niemand mehr gibt, der es
funktionstüchtig hält.

Detlef

BStokalski

unread,
Apr 2, 2012, 9:19:26 AM4/2/12
to
Am Mon, 02 Apr 2012 14:18:32 +0200 schrieb Detlef Meißner:


>> Das können sie ja auch gerne tun, aber dann müssen sie auch so konseqwuent
>> sein und ertragen dass man über sie lästert.
>
> Das wird wohl anders gesehen. Denn die Dampflokfans wollen auch nicht,
> dass man über sie lästert. Sie sagen: "Dann bleib doch weg!"

was unmittelbar dazu verlassen sollte sie darauf hinzuweisen, dass sie
hochselbst es ja als ganz toll finden, dass im Usenet alles ungehindert
geschrieben werden könne. .... die Geister die ich rief ...

>> Die Ansichten der jeweils jüngeren Generation resultieren nicht aus
>> rationalen Abwägungsprozessen sondern sind getrieben von dem Ziel anders,
>> modern und hip zu sein.
>
> Anders können sie aber nur sein, wenn sie auch das Alte kennen. Tun sie
> aber nicht.

das wissen wir nicht, aber so wie sie sich hier darstellen und äußern muss
man wirklich davon ausgehen, dass sie z.B. von Foren kaum was gesehen
haben. Anders sind die teilweise schon grotesk blödsinnigen Wertungen nicht
zu erklären.

> modernisieren. Da ist irgendwann nach der Ölbefeuerung die Entwicklung
> stehen geblieben. Also wird das Alte bewahrt. Das geht so lange, bis
> alles verrottet ist und/oder es niemand mehr gibt, der es
> funktionstüchtig hält.

also ich lese insbesondere hier gerne mit, weil ich es erheiternd finde wie
so einige Nasen hier wohl noch wirklich davon überzeugt sind, dass das
Usenet eine Zukunft hätte. Dabei hat es im Grunde nicht einmal eine
Gegenwart. Dennoch werden große Diskussionen über Abstimmungsfragen und
Grundsätze abgehalten.

Detlef Meißner

unread,
Apr 2, 2012, 9:45:03 AM4/2/12
to
BStokalski schrieb:
> Am Mon, 02 Apr 2012 14:18:32 +0200 schrieb Detlef Meißner:
>
>
>>> Das können sie ja auch gerne tun, aber dann müssen sie auch so konseqwuent
>>> sein und ertragen dass man über sie lästert.
>>
>> Das wird wohl anders gesehen. Denn die Dampflokfans wollen auch nicht,
>> dass man über sie lästert. Sie sagen: "Dann bleib doch weg!"
>
> was unmittelbar dazu verlassen sollte sie darauf hinzuweisen, dass sie
> hochselbst es ja als ganz toll finden, dass im Usenet alles ungehindert
> geschrieben werden könne. .... die Geister die ich rief ...

Du darfst alles schreiben, nur eben nicht, dass der Dampflokverein, so
wie er jetzt ist, keine Zukunft mehr hat. Dann bekommst du gesagt, du
könnest dir ja einen eigenen Verein aufmachen. Klar, die aktiven
Mitglieder werden dadurch in ihren Kreisen gestört. Aber sie denken
dabei nur an sich, aber nicht ans Überleben. Ist wie bei vielen anderen
Vereinen auch, die mangels Nachwuchs es gerade noch schaffen, zur
Vereinsauflösung genügend Mitglieder zusammen zu bekommen.

>>> Die Ansichten der jeweils jüngeren Generation resultieren nicht aus
>>> rationalen Abwägungsprozessen sondern sind getrieben von dem Ziel anders,
>>> modern und hip zu sein.
>>
>> Anders können sie aber nur sein, wenn sie auch das Alte kennen. Tun sie
>> aber nicht.
>
> das wissen wir nicht, aber so wie sie sich hier darstellen und äußern muss
> man wirklich davon ausgehen, dass sie z.B. von Foren kaum was gesehen
> haben. Anders sind die teilweise schon grotesk blödsinnigen Wertungen nicht
> zu erklären.

Ich meinte das anders: Die Jugend kennt das Alte nicht, also muss sie es
nicht ablehnen und sich auch nicht davon abwenden.

>> modernisieren. Da ist irgendwann nach der Ölbefeuerung die Entwicklung
>> stehen geblieben. Also wird das Alte bewahrt. Das geht so lange, bis
>> alles verrottet ist und/oder es niemand mehr gibt, der es
>> funktionstüchtig hält.
>
> also ich lese insbesondere hier gerne mit, weil ich es erheiternd finde wie
> so einige Nasen hier wohl noch wirklich davon überzeugt sind, dass das
> Usenet eine Zukunft hätte. Dabei hat es im Grunde nicht einmal eine
> Gegenwart. Dennoch werden große Diskussionen über Abstimmungsfragen und
> Grundsätze abgehalten.

Alles muss seine Ordnung haben ... bis in den Tod.
Und das muss natürlich alles dokumentiert werden, wie beim Ableben eines
Patienten auf der Intensivstation.

Detlef

Zacharias U.

unread,
Apr 3, 2012, 1:06:00 AM4/3/12
to
Genau.
Etwas anderes als Extrem-Amusement ist doch angesichts der hier
aufgeführten Spektakel nicht möglich.
Da kommt keine Comedy mehr mit, das ist perfekte Realsatire.
Dass es User gibt, die sich und ihr hiesiges Wirken auch noch
Ernst nehmen, ist allerdings besorgniserregend.

BStokalski

unread,
Apr 3, 2012, 6:59:01 AM4/3/12
to
Am Mon, 2 Apr 2012 00:13:06 -0700 (PDT) schrieb Harald Maedl:

>> Das Pferd auf dem ihr reitet ist tot!
>> Aber bitte steigt nicht ab, aldiweil ihr immer noch ein grossartiges
>> Entertainment bietet.
>
> Das heißt doch nichts anderes, als dass du dich daran aufgeilst, dass
> hier User mit sozialer Kompetenz sich Gedanken darüber machen, wie man
> das Usenet retten kann.

die Leute haben keine "soziale Kompetenz", sie sind schlicht und einfach
merkbefreit. Über solche Nasen kann man sehr wohl lachen.
Einzig wenn Du zeigen könntest, dass deren Merkbefreitheit durch geistige
Behinderung begründet wäre, sähe es anderes aus. Vieleicht ist es ja
tatsächlich so.

Gerd Steffens

unread,
Apr 3, 2012, 2:58:55 PM4/3/12
to
BStokalski schrieb:
> die Leute haben keine "soziale Kompetenz", sie sind schlicht und einfach
> merkbefreit. Über solche Nasen kann man sehr wohl lachen.
> Einzig wenn Du zeigen könntest, dass deren Merkbefreitheit durch geistige
> Behinderung begründet wäre, sähe es anderes aus. Vieleicht ist es ja
> tatsächlich so.
Es scheint so, dass dir etwas fehlen würde, wenn du nicht über manche
User lästern könntest. Gell, ohne Usenet könntest du auch nicht
existieren - gerade wenn du den Ewigggestrigen hier mal richtig zeigen
kannst, wieviel intelligenter du bist?
gerd

Detlef Meißner

unread,
Apr 3, 2012, 5:01:23 PM4/3/12
to
Gerd Steffens schrieb:
> BStokalski schrieb:
>> die Leute haben keine "soziale Kompetenz", sie sind schlicht und einfach
>> merkbefreit. Über solche Nasen kann man sehr wohl lachen.
>> Einzig wenn Du zeigen könntest, dass deren Merkbefreitheit durch geistige
>> Behinderung begründet wäre, sähe es anderes aus. Vieleicht ist es ja
>> tatsächlich so.
> Es scheint so, dass dir etwas fehlen würde, wenn du nicht über manche
> User lästern könntest.

Warum sollte er anders als Andere sein?

> Gell, ohne Usenet könntest du auch nicht
> existieren - gerade wenn du den Ewigggestrigen hier mal richtig zeigen
> kannst, wieviel intelligenter du bist?

Ohne Usenet ist es sicherlich schwer, den Usern im Usenet das zu zeigen.

Und von Ewiggestrigen war eigentlich nicht die Rede, sondern eher von
Personen, die in einer bestimmten Welt leben und daher nicht merken, wie
sie auf die Welt um sie herum wirken.
Aber das ist natürlich nicht auf Usenet beschränkt.

Detlef


BStokalski

unread,
Apr 4, 2012, 2:44:49 AM4/4/12
to
Am Tue, 03 Apr 2012 20:58:55 +0200 schrieb Gerd Steffens:

> BStokalski schrieb:
>> die Leute haben keine "soziale Kompetenz", sie sind schlicht und einfach
>> merkbefreit. Über solche Nasen kann man sehr wohl lachen.
>> Einzig wenn Du zeigen könntest, dass deren Merkbefreitheit durch geistige
>> Behinderung begründet wäre, sähe es anderes aus. Vieleicht ist es ja
>> tatsächlich so.

> Es scheint so, dass dir etwas fehlen würde, wenn du nicht über manche
> User lästern könntest.

aber ja doch, die Typen sind teilweise schon sowas von klasse. Es wäre
schade wenn die ihre Tänzchen nicht mehr aufführen würden oder könnten.

> Gell, ohne Usenet könntest du auch nicht
> existieren - gerade wenn du den Ewigggestrigen hier mal richtig zeigen
> kannst, wieviel intelligenter du bist?

ja und? Es sind doch nur Ewiggestrige, also kein Personenkreis auf den man
irgendwelche Rücksicht nehmen müsste. Die haben nur einen Wert:
Unterhaltungswert.

Till Eulenspiegel

unread,
Apr 4, 2012, 5:09:14 AM4/4/12
to
An dieser Stelle ist es wieder mal Zeit auf die sozioligische
Dimension des Usenets, insbesondere der de.admin-Gruppen hinzuweisen:
Wie sollen diese User denn sonst über die Ostertage hinwegkommen?

Ignatios Souvatzis

unread,
Apr 5, 2012, 6:46:55 AM4/5/12
to
Thomas Koller wrote:

> Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
> ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
> gibt es dafür ja auch nicht)

Ohne mich jetzt zu deiner eigentlichen Aussage äußern zu wollen:

Doch. J. Postel, "NCP/TCP TRANSITION PLAN", Network Working Group,
RFC 801, 1. Seite, Kapitel "Introduction", 4. Absatz.

Dort ist definiert, dass das "ARPA Internet" die Vereinigung direkt bzw.
indirekt verbundener Netzwerke auf IP-Basis ist, also die Menge der
Netzknoten, die miteinander IP reden können.

-is

Mathias Böwe

unread,
Apr 6, 2012, 12:33:21 AM4/6/12
to
Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:

> Spätestens mit "Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens,
> das uns alle verbindet stattdessen?

Angesichts der Tatsache, daß das Usenet teilweise auch per
Turnschuh-Netzwerk funktionierte, sehe ich keine Notwendigkeit für
irgendwelche elektrischen Dingense. Daß es (auch!) über ein elektrisches
Netz funktioniert ist zweifelos sehr bequem, aber im Gegensatz
beispielsweise zu Klickibuntiforen ist es eben nicht darauf angewiesen.

Man könnte sich nun auf den Standpunktstellen, daß auch ein
Turnschuhnetzwerk irgendeine Form von Netz darstellt, aber mit Internet
hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur

Thomas Koller

unread,
Apr 6, 2012, 2:15:42 AM4/6/12
to
Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
> Angesichts der Tatsache, daß das Usenet teilweise auch per
> Turnschuh-Netzwerk funktionierte, sehe ich keine Notwendigkeit für
> irgendwelche elektrischen Dingense. Daß es (auch!) über ein elektrisches
> Netz funktioniert ist zweifelos sehr bequem, aber im Gegensatz
> beispielsweise zu Klickibuntiforen ist es eben nicht darauf angewiesen.
>
> Man könnte sich nun auf den Standpunktstellen, daß auch ein
> Turnschuhnetzwerk irgendeine Form von Netz darstellt, aber mit Internet
> hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.

Wieso nicht? Für Austausch von IP-Paketen über Brieftauben gibt
es immerhin einen RfC, das ist also auch ein Teil des Internets.
Prinzipiell ist es auch kein Problem dasselbe mit Turnschuhnetzwerk
umzusetzen. Lediglich die Latenz ist dabei ein bisschen lästig.

Tom

Mark Busch

unread,
Apr 6, 2012, 2:25:49 AM4/6/12
to
Cornell Binder schrieb:

> Harald Maedl <harald...@gmx.de> tat schreiben tun:
>> Ralph Angenendt wrote:
>>>
>>> Nein. Das hat nix mit gehen, sondern mit *machen* zu tun. Ungewohntes
>>> Konzept für Herrn U. und dich, aber es lässt sich halt nicht alles mit
>>> labern lösen.
>>
>> "Machen" ist auch Frage von Kosten und Nutzen. Man macht nur dann etwas,
>> wenn es sich für einen selbst in irgendeiner Weise lohnt, sei es
>> Anerkennung, sei es Befriedigung, irgendetwas geschaffen zu haben, etc.
>
> Eben. Offensichtlich scheint es sich für niemanden zu
> lohnen, daß zu machen, was gewissen Herren hier beständig
> fordern.

Die Herren füttern lieber ihr totes Pferd. Zum wiehern.
*kicher* *kicher* *kicher*
--
Angenehmes Wochenende.

Juergen Ilse

unread,
Apr 6, 2012, 2:28:43 AM4/6/12
to
Hallo,

Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:
> Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
>> Man könnte sich nun auf den Standpunktstellen, daß auch ein
>> Turnschuhnetzwerk irgendeine Form von Netz darstellt, aber mit Internet
>> hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.
> Wieso nicht?

Weil damit kein IP (oder andere Paketvermittelnde Protokolle)
uebertragen werden.

> Für Austausch von IP-Paketen über Brieftauben gibt es immerhin
> einen RfC, das ist also auch ein Teil des Internets.

Du kennst aber schon die Erscheinungsdaten von RFC1149 und RFC2549?

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usebet-verwaltumg.de)
--
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

Thomas Koller

unread,
Apr 6, 2012, 4:15:23 AM4/6/12
to
Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:
>> Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
>>> Man könnte sich nun auf den Standpunktstellen, daß auch ein
>>> Turnschuhnetzwerk irgendeine Form von Netz darstellt, aber mit Internet
>>> hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.
>> Wieso nicht?
>
> Weil damit kein IP (oder andere Paketvermittelnde Protokolle)
> uebertragen werden.

Theoretisch kannst damit auch IP übertragen, praktisch
ist das genauso relevant wie Usenet über Turnschuhnetzwerk, also
eigentlich gar nicht. Worauf willst du also hinaus?

>> Für Austausch von IP-Paketen über Brieftauben gibt es immerhin
>> einen RfC, das ist also auch ein Teil des Internets.
>
> Du kennst aber schon die Erscheinungsdaten von RFC1149 und RFC2549?

Klar. Gut, ist aus dem vorigen Jahrtausend, das sind aber viele andere
RFCs auch. Bei der praktischen Umsetzung gab es einen Paketverlust
von gut 55%, also nicht gerade berauschend. Aber immerhin hat das
IPoAC bereits einen systemimmanenten Abwehrmechanismus gegen
Bugs und Würmer. Größter Nachteil ist wie gesagt die hohe Latenz.
Kein Wunder also, dass der RFC keine große praktische Bedeutung erlangt hat
und wohl auch nie erlangen wird.
Aber es funktioniert. :-P

Tom

Harald Maedl

unread,
Apr 6, 2012, 4:32:08 AM4/6/12
to
Mathias Böwe wrote:
> Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:

>> Spätestens mit "Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens,
>> das uns alle verbindet stattdessen?
> Angesichts der Tatsache, daß das Usenet teilweise auch per
> Turnschuh-Netzwerk funktionierte, sehe ich keine Notwendigkeit für
> irgendwelche elektrischen Dingense.

Turnschuhnetzwerke sind jedoch kein Alleinstellungsmerkmal des Usenets
oder etwas, worauf man besonders stolz sein müsste. Das Usenet begann
erst dann aufzublühen, als die Internetprotokolfamilie ins Leben gerufen
(siehe z.B. RFC 766 v. Okt.1980). Und dieses wiederum beruhte auf einen
Machtkampf zwischen den Amerikanern und den europäischen Netzen, welche
ein OSI-Modell per CCITT favorisierten, aber worauf die Amerikaner
überhaupt nicht eingerichtet waren. Der Streit zwischen ISO und TCP ging
hierbei schon Jahre voraus.
Vor allem ist das alte ARPA-Netz durch Erfahrung entstanden und Schritt
für Schritt entwickelt worden. Die Spezifikationen kamen immer erst
dann, als dann sowohl die Technik als auch das Prozedere leidlich
funktioniert haben.

Beim OSI-Modell war diese jedoch anders, da sollte aufgrund von
Spezifikationen die Technik entwickelt werden, obgleich es bereits mit
TCP/IP eine real existierende und aus praktischer Erfahrung gewonnene
Netzwerk-Protokoll-Familie existierte, welche im Zeitraum zwischen 1974
und 1978 entwickelt worden war.

Der Sieg von TCP/IP war dann nicht mehr aufzuhalten, als UNIX ins Spiel
kam (RFC 681 v. Mai, 1975) und in welchem in der Ver 4.2 BSD TCP/IP
bereits eine ganze Protokollfamilie _im_ Betriebssystem integriert
gewesen war.

UUCP kam deswegen zum Tragen, damit auch User, die nicht zum ARPA-Netz
gehört haben, Daten übertragen konnten. Es ging hierbei zunächst um die
Übertragung von E-Mails, File-Transfer und Remote-Control. Das war um
1976. In der neuen Version (HoneyDanBer bzw BasicNetworkingUtilities I)
vom April 1983 kam dann Mail und NetNews endlich regulär zum Laufen und
so konnten z.B von ARPA nach Netnews Nachrichten ausgetauscht werden.

Der Aufstieg des Usenets ist also untrennbar mit TCP/IP, nebst den
anderen Internetprotokollen verbunden. Ohne dem hätte das Usenet wohl
kaum den rasanten Aufstieg hingelegt, u.a. weil damit auch die Macht der
CABAL damit ausgehebelt worden ist.

Aber es haben auch Netzphilosophien ihren Beitrag dazu geleistet, z.B.
die Abspaltung in alt.ALL. Auch wenn die anarchistische Einrichtung (und
dahinterstehende massive Meinungsverschiedenheiten) von
alt.sex/alt.drugs/usw. das neu entstandene Usenet letztlich zersplittert
haben und dessen Auswirkungen wir heute so richtig zu spüren bekommen,
wäre es ohne die Rebellen von damals wohl nicht zu solch exponentiellem
Wachstum gekommen, von dem wir noch heute alle profitieren. Ohne dem
wäre heute wohl die Infrastruktur bereits weitestgehend wegen fehlenden
Newsservern zusammengebrochen.

> Daß es (auch!) über ein elektrisches
> Netz funktioniert ist zweifelos sehr bequem, aber im Gegensatz
> beispielsweise zu Klickibuntiforen ist es eben nicht darauf angewiesen.
> Man könnte sich nun auf den Standpunktstellen, daß auch ein
> Turnschuhnetzwerk irgendeine Form von Netz darstellt, aber mit Internet
> hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.

Das könnte man ebenso zum weltweiten Austausch von News sagen. Zu
Zeiten, wo Laufzeiten von 3 Wochen durchaus üblich waren, um News z.B.
über den Atlantik zu posten, möchte keiner mehr zurück.

Harald Maedl

unread,
Apr 6, 2012, 7:12:27 AM4/6/12
to
Mathias Böwe wrote:
> Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:

>> Spätestens mit "Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische Dingens,
>> das uns alle verbindet stattdessen?
> Angesichts der Tatsache, daß das Usenet teilweise auch per
> Turnschuh-Netzwerk funktionierte, sehe ich keine Notwendigkeit für
> irgendwelche elektrischen Dingense.

Turnschuhnetzwerke sind jedoch kein Alleinstellungsmerkmal des Usenets
oder etwas, worauf man besonders stolz sein müsste. Das Usenet begann
erst dann aufzublühen, als die Internetprotokollfamilie ins Leben
gerufen wurde (siehe z.B. RFC 766, Okt.1980). Und dieses wiederum
beruhte auf einen Machtkampf zwischen den Amerikanern und den
europäischen Netzbetreibern, welche ein OSI-Modell per CCITT
favorisierten, aber worauf die Amerikaner überhaupt nicht eingerichtet
waren.
Der Streit zwischen ISO und TCP ging hierbei schon Jahre voraus. Vor
allem ist das alte ARPA-Netz durch Erfahrung entstanden und Schritt für
Schritt entwickelt worden. Die Spezifikationen kamen immer erst dann,
als dann sowohl die Technik als auch das Prozedere leidlich
funktioniert haben.

Beim OSI-Modell war diese jedoch anders, da sollte aufgrund von
Spezifikationen die Technik entwickelt werden, obgleich es bereits mit
TCP/IP eine real existierende und aus praktischer Erfahrung gewonnene
Netzwerk-Protokoll-Familie existierte, welche im Zeitraum zwischen 1974
und 1978 entwickelt worden war.

Der Sieg von TCP/IP war dann nicht mehr aufzuhalten, als UNIX ins Spiel
kam (RFC 681, Mai 1975) und in welchem in der späteren Ver 4.2 BSD
TCP/IP bereits eine ganze Protokollfamilie _im_ Betriebssystem
integriert gewesen war.

UUCP kam deswegen zum Tragen, damit auch User, die nicht zum ARPA-Netz
gehört haben, Daten übertragen konnten. Es ging hierbei zunächst um die
Übertragung von E-Mails, File-Transfer und Remote-Control. Das war um
1976. In der neuen Version (HoneyDanBer bzw BasicNetworkingUtilities I)
vom April 1983 kam dann Mail und NetNews endlich regulär zum Laufen und
so konnten z.B. von ARPA nach NetNews Nachrichten ausgetauscht werden.

Der Aufstieg des Usenets ist also untrennbar mit TCP/IP, nebst den
anderen Internetprotokollen verbunden. Ohne dem hätte das Usenet wohl
kaum den rasanten Aufstieg hingelegt, u.a. weil damit letztlich auch die
Macht der CABAL damit ausgehebelt worden ist.

Aber es haben auch Netzphilosophien ihren Beitrag dazu geleistet, z.B.
die Abspaltung in alt.ALL. Auch wenn die anarchistische Einrichtung von
alt.sex/alt.drugs/usw (und dahinterstehende massive
Meinungsverschiedenheiten) das neu entstandene Usenet letztlich
zersplittert haben und dessen Auswirkungen wir heute so richtig zu
spüren bekommen, wäre es dennoch ohne die Rebellen von damals wohl nicht
zu solch exponentiellem Wachstum gekommen, von dem wir trotz aller
Probleme der Zersplitterung noch heute alle profitieren.
Ohne dem wäre heute nämlich die Infrastruktur bereits weitestgehend
wegen fehlender Newsserver vermutlich bereits zusammengebrochen.

> Daß es (auch!) über ein elektrisches
> Netz funktioniert ist zweifelos sehr bequem, aber im Gegensatz
> beispielsweise zu Klickibuntiforen ist es eben nicht darauf angewiesen.
> Man könnte sich nun auf den Standpunktstellen, daß auch ein
> Turnschuhnetzwerk irgendeine Form von Netz darstellt, aber mit Internet
> hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.

Das könnte man ebenso zum weltweiten Austausch von News sagen. Zu
Zeiten, wo Laufzeiten von 3 Wochen durchaus üblich waren, um News z.B.
über den Atlantik zu posten und mit den entsprechend hohen
Datentransferkosten oder den Routingtabellen nebst Bang-Pfaden, möchte
keiner mehr zurück.

Juergen Ilse

unread,
Apr 6, 2012, 9:17:59 AM4/6/12
to
Hallo,

Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:
> Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
>> Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:
>>> Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
>>>> Man könnte sich nun auf den Standpunktstellen, daß auch ein
>>>> Turnschuhnetzwerk irgendeine Form von Netz darstellt, aber mit Internet
>>>> hat das dann wirklich nichts mehr zu tun.
>>> Wieso nicht?
>> Weil damit kein IP (oder andere Paketvermittelnde Protokolle)
>> uebertragen werden.
> Theoretisch kannst damit auch IP übertragen, praktisch
> ist das genauso relevant wie Usenet über Turnschuhnetzwerk, also
> eigentlich gar nicht. Worauf willst du also hinaus?

Es werden keine Paketvermittelnden Protokolle damit implementiert,
weil das sinnlos waere. "Turnschuhnetzwerk" als solches wird aber
immer noch gelegentlich eingesetzt (und war frueher fuer das Usenet
neben UUCP ueber Modem eines der beiden wichtigsten Transportproto-
kolle fuer das Usenet). Das ist doch der Punkt: Usenet mit Turn-
schuhnetzwerk waere auch heute noch moeglich (und wird evt. in
Einzelfaellen auch noch so genutzt). Usenet benoetigt nur *irgend*
*ein* Protokoll zum Artikeltausch und ist daher unabhaengig von
bestimmten Netzwerk-Protokollen oder -Technologien.

>>> Für Austausch von IP-Paketen über Brieftauben gibt es immerhin
>>> einen RfC, das ist also auch ein Teil des Internets.
>> Du kennst aber schon die Erscheinungsdaten von RFC1149 und RFC2549?
> Klar. Gut, ist aus dem vorigen Jahrtausend,

Ich meinte nicht die Jahreszahl.

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Thomas Koller

unread,
Apr 6, 2012, 9:46:46 AM4/6/12
to
Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Usenet benoetigt nur *irgend*
> *ein* Protokoll zum Artikeltausch und ist daher unabhaengig von
> bestimmten Netzwerk-Protokollen oder -Technologien.

Ja und? Du hast scheinbar den thread nicht verfolgt.
Dem OP ging es offensichtlich nie um eine Einschränkung auf bestimmte
Protokolle, auch wenn du das auf biegen und brechen reinreklamieren
willst. Das fixieren auf IP-Technologie kommt von Anderen.

Auch das "Turnschuhnetzwerk" ist Teil des "Dings" oder "Netzes" wie
es der OP nannte.

>>>> Für Austausch von IP-Paketen über Brieftauben gibt es immerhin
>>>> einen RfC, das ist also auch ein Teil des Internets.
>>> Du kennst aber schon die Erscheinungsdaten von RFC1149 und RFC2549?
>> Klar. Gut, ist aus dem vorigen Jahrtausend,
>
> Ich meinte nicht die Jahreszahl.

Ich hatte auch nie angenommen dass du die Jahreszahl meinst.

Tom

Mathias Böwe

unread,
Apr 6, 2012, 3:42:49 PM4/6/12
to
Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:

> Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
>
> > Du kennst aber schon die Erscheinungsdaten von RFC1149 und RFC2549?
>
> Klar. Gut, ist aus dem vorigen Jahrtausend, das sind aber viele andere
> RFCs auch.

Dann schau Dir die Ausgabedaten nochmal genauer an, nicht nur das Jahr,
sondern auch Monat und Tag...

Thomas Koller

unread,
Apr 6, 2012, 6:06:55 PM4/6/12
to
Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
> Thomas Koller <tko...@gmx.at> wrote:
>> Juergen Ilse <jue...@usenet-verwaltung.de> wrote:
>>
>> > Du kennst aber schon die Erscheinungsdaten von RFC1149 und RFC2549?
>>
>> Klar. Gut, ist aus dem vorigen Jahrtausend, das sind aber viele andere
>> RFCs auch.
>
> Dann schau Dir die Ausgabedaten nochmal genauer an, nicht nur das Jahr,
> sondern auch Monat und Tag...

Da kann ich schaun so lange ich will, es wird sich nicht ändern. ;-)

Tom
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Peter Huyoff

unread,
Apr 8, 2012, 7:58:28 AM4/8/12
to
Ralf Döblitz wrote:

> Thomas Koller <tko...@gmx.at> schrieb:
>> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>>>>> Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
>>>>> möglich wäre -
>>>>
>>>> Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
>>>> ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
>>>> gibt es dafür ja auch nicht) oder ein anderes Netz ist.
>>>
>>> So habe ich Peter Huyoffs Bemerkung, ob man das Internet nun "Netz"
>>> nennen soll, wenn man nicht ausschließlich "www" damit meint, aber nicht
>>> verstanden.
>>
>> Spätestens mit "Ja, meine Güte, wie nenne ich denn das elektrische
>> Dingens, das uns alle verbindet stattdessen? Wäre "Netz" denn genehmer"
>> sollte es aber klargestellt worden sein.
>
> Da Usenet aber nicht nur über "elektrische Dingens" funktioniert,
> sondern sich auch über Datenträger transportierten läßt

OK, das ist ja alles ein Streit um des Kaisers Bart. Nur werden die für den
Datenträger erforderlichen Laufwerke elektrisch betrieben und speziell die
Information darauf mittels eines elektromagnetischen Schreib-Lesekopf
aufgebracht.

> (habe ich selbst
> gut ein Jahr lang gemacht, in der Uni auf Zip-Disk und dann zuhause
> ausgepackt und umgekehrt) paßt das auch dann nicht.

Wenn Du dann noch mit der Strassenbahn oder dem O-Bus gefahren bist...

> Usenet ist nun einmal eine andere Ebene als die Transportschicht.

OK, man kann sich die Postings aber auch in der Kneipe gegenseitig erzählen.
;^)

Grüße, Peter

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Apr 8, 2012, 10:31:18 AM4/8/12
to
On 29 Mrz., 13:15, Juergen Ilse <juer...@usenet-verwaltung.de> wrote:
> Hallo,
>
> Juergen Barsuhn <jw.bars...@t-online.de> wrote:
> > Frank Toennes schrieb:
> > ....
> >> Die Piraten-Partei ist derzeit keine wirkliche "Alternative", eher
> >> ein Sammelbecken fuer Protest-Waehler, die keine politische Heimat
> >> finden koennen. Antworten auf die wahren Probleme unserer Zeit hat
> >> diese Partei auch nicht anzubieten.
>
> "Antworten auf die wahren Probleme" wirst du bei keiner einzigen
> Partei finden, und von dem was ueblicherweise als Loesung vorge-
> schlagen wird (im Wahlkampf) wird nichts so wie versprochen umge-
> setzt (deswegen taugen Computer auch nicht als Politiker: sie
> koennen keine Wahlversprechen brechen).
>
> > Du verlangst für den Anfang zu viel. Auch die Grünen hatten
> > am Anfang recht vage, oft einander widersprechende
> > Vorstellungen.
>
> Die Piratenhaben IMHO einen Stand erreicht, der mindestens so
> waehlbar macht wie die etablierten Parteien.

Ein bisschen mehr Differenzierung ist bei dem
Themenfeld sicher angebracht:

Da gibt es also die "de.newsgroups". Jegliche
dieser Newsgroup ist sehr klein. Das, was
jeweils diskutiert wird, kann vielleicht weltweit
abgerufen werden, aber in Wirklichkeit lesen
das nur wenige. Was ist die Auswirkung der
Newsgroup-Arbeit? Haben diese unverbindlichen
Diskussionen eine Auswirkung in die Gesell-
schaften der verschiedenen Staaten?

Andererseits gibt es die Parteien. Diese haben
Diskussionszirkel, kleine und grosse Parteitage,
usw. Sie ringen bei Wahlen um Sitze in Parla-
mentsebenen. Dort muss dann Realpolitik mit
abschliessender Entscheidung, was zu machen
ist, ablaufen.

Die Parallelwelt der "de.newsgroups" wirkt im Ver-
gleich dazu voellig unverbindlich, sie erscheint als
ein freier Markt der Ideen, denen beigepflichtet
werden kann, die abgelehnt werden koennen, oder,
was viel interessanter ist, die konstruktiv um- und
ausgebaut werden koennen, um sich dadurch in
Themenfelder eventuell interessant einzuarbeiten.

Wenn man das Thema auf die Piratenpartei ein-
engt, deren Mitgliederkreis der Sage nach sich
durch das Schreiben im Usenet/Internet etc. bil-
dete, wirkt das erst einmal so, als haben sich
diejenigen, die zuvor in der Unverbindlichkeit des
Usenet usw. arbeiteten, selbst in die Pflicht ge-
nommen, und wollen jetzt in echten Entschei-
dungsfeldern ihr politisches Gewicht einbringen.

Das sagt jetzt: statt in Unverbindlichkeit zu ver-
harren will man konstruktiv mitgestalten koennen.

Was ist an de.newsgroups oder an der Piraten-
partei usw. so interessant? Laesst sich irgend-
wie ermessen, welchen Wert sie haben? Worin
soll er bestehen?

K.L.


Karl-Ludwig Diehl

unread,
Apr 8, 2012, 10:51:41 AM4/8/12
to
On 1 Apr., 10:42, Thomas Koller <tkol...@gmx.at> wrote:
> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> > Thomas Koller, 2012-03-31 11:33:
> >> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> > [...]
> >>> Ich
> >>> hatte das einige Jahre auf einem Atari STE mit 19200 Baud Modem und
> >>> "UPoint" - ganz ohne "Internet". Auf PCs wurde später u.A. CrossPoint
> >>> dafür verwendet.
>
> >> Der OP hat von "Netz" gesprochen und dabei offensichtlich keine
> >> Einschränkung auf IP-basierte Netze im Sinn. Das verwendete Protokoll
> >> ist für seine Argumentation doch völlig irrelevant. Auch wenn du es ganz
> >> ohne "Internet" gemacht hast, du hast das nicht ganz ohne "Netz" gemacht.
>
> > Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
> > möglich wäre -
>
> Nein, darum ging es nie. Es ging immer darum dass man auch für Usenet
> ein Netz braucht, egal ob das jetzt das "Internet" (exakte Definition
> gibt es dafür ja auch nicht) oder ein anderes Netz ist.
>
> > und das stimmt schlicht nicht.
>
> Da schon die Vorraussetzung falsch ist, ist natürlich auch das
> Ergebnis falsch.

Solche Debatten finde ich kurios. Bevor es
Usenet und Internet gaben, existierten schon
grosse und kleine Netze, und es wurde eifrig
diskutiert. Die Frage ist doch, wie effektiv
sind die heutigen Netze, also z.B. das Usenet?

Was bewirkt es real in der Gesellschaft?

K.L.


Karl-Ludwig Diehl

unread,
Apr 8, 2012, 10:57:48 AM4/8/12
to
On 2 Apr., 09:13, Harald Maedl <haraldma...@freenet.de> wrote:
> On 30 Mrz., 09:50, Till Eulenspiegel <eulenspiegel.t...@firemail.de>
> wrote:

> > Das Pferd auf dem ihr reitet ist tot!
> > Aber bitte steigt nicht ab, aldiweil ihr immer noch ein grossartiges
> > Entertainment bietet.
>
> Das heißt doch nichts anderes, als dass du dich daran aufgeilst, dass
> hier User mit sozialer Kompetenz sich Gedanken darüber machen, wie man
> das Usenet retten kann.

Das Usenet ist gescheitert - Das Usenet ist nicht ge-
scheitert. Abwaegung?!

Wenn man sich auf die Seite stellt, das Usenet ist
nicht gescheitert, erhaelt das auf dieser Seite mehr
Gewicht.

Die Frage ist viel interessanter, welche Wirkung ha-
ben die de.newsgroup in die Gesellschaften hinein.
Da weltweit gelesen werden kann, darf man ja Wir-
kungen annehmen.

Was hat sich wo wie ausgewirkt?

K.L.



Karl-Ludwig Diehl

unread,
Apr 8, 2012, 11:04:47 AM4/8/12
to
On 2 Apr., 12:47, Detlef Meißner <ungele...@mailinator.com> wrote:
> BStokalski schrieb:
>
> > Die eingefleischten Usenet'ler fahren nämlich eine widerwärtige
> > Doppelmoral:
>
> > Einerseits feiern sie großen Freiheiten des Usenets, jeder darf
> > schreiben was er möchte völlig unzensiert. Jeden Quatsch, alles darf
> > sein. Aber wehe es nimmt mal einer das Usenet selber aufs Korn, dann
> > ist was los. So etwas zu schreiben geht überhaupt nicht.
>
> Nun, ist das nicht bei allen Fans so?
>
> > An den Reaktionen merkt man deutlich wie verlogen die eingefleischten
> > Usenet'ler wirklich sind. Die sind Opfer ihrer eigenen Arroganz
> > geworden.
>
> Ich sehe das nicht als Arroganz, sondern Verblendung, als Leben in einer
> anderen, längst vergangenen Welt, in der Welt der Dampfloks. Da fühlen
> sie sich wohl, sind unter Gleichgesinnten, die sich regelmäßig treffen
> und ein wenig an der Lok rumpolieren, von alten Zeit schwärmen und ab
> und zu eine Lok für Museumfahrten in Gang setzen. Aber bald ist das auch
> zu Ende, weil es keine Lokführer mit einem Dampflokschein mehr gibt.
> Dazu mal ein Resumée aus einem Spiegelartikel, der mir in die Hände
> gefallen ist. Darin geht es um den Umgang der Jugend (12- bis
> 24-Jährige) mit den Medien.
>
> ***************************************************************************­**
>
> "Die Medien werden massenhaft genutzt, wenn sie alltagstauglich sind",
> sagt der Hamburger Bildungsforscher Schulmeister. "Und sie werden für
> Ziele genutzt, die man ohnehin anstrebt."
> Für die Jugendlichen ist dieser Wendepunkt jetzt erreicht. das Internet
> gehört schon nicht mehr zu den Dingen, an die sie freiwillig Gedanken
> verschwenden. Die Aufregung um den "Cyberspace" war, wie es scheint, ein
> Phänomen der Altvordern, der technikvernarrten Gründergeneration. Für
> eine kurz Übergangszeit schien das Netz ungemein neu und anders, eine
> eigene revolutionäre Macht, die alles packt und umformt.
> Der Jugend ist das fremd. Sie spricht kaum mehr vom "Internet", nur noch
> von Google, YouTube und Facebook. Erst recht versteht sie nicht mehr,
> was es heißen soll, "ins Netz zu gehen."
> [Null Blog, Spiegel Nr. 31 vom 02.08.10, S. 123]
> ***************************************************************************­***

Wenn der Artikel unter dem Titel "Null Blog"
erschien, spiegelt der "Spiegel" das wieder,
was nach aussen hin von bestimmten Jugend-
lichen abgegeben wird, aber nicht eigentlich
die wirkliche Innerlichkeit und das, was man
tatsaechlich macht. Man kann sich cool ge-
ben und so tun, als sei alles kalter Kaffee,
ist aber in Wirklichkeit intensiv beteiligt, naem-
lich durch die Suche die richtige Nische fuer die
eigene Mitwirkungsmoeglichkeit zu finden. Da-
bei wachsen dann die Ideen dessen mit, was
die einzelnen selbst thematisieren wollen.

K.L.







Karl-Ludwig Diehl

unread,
Apr 8, 2012, 11:09:24 AM4/8/12
to

Hi Harald,

solche Deine Ausfuehrungen sind immer wieder
interessant zu lesen. Ohne die historische Tie-
fe dieser Art Netzwerke zu kennen, bleiben sol-
che Debatten ueber eine zukuenftige Entwick-
lung des Usenet, etc. irgendwie substanz- und
glanzlos. Nett, dass Du Dir die Muehe machst.

K.L.


On 6 Apr., 10:32, Harald Maedl <harald.ma...@gmx.de> wrote:
> Mathias Böwe wrote:
Message has been deleted

Mathias Böwe

unread,
Apr 8, 2012, 6:49:09 PM4/8/12
to
Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> wrote:

> Ralf Döblitz <doeb...@doeblitz.net> schrieb:
>
> >Und mit "elektrisch" auch nicht, mein Fahrrard (das ich zumindest teil-
> >weise für den Transport benutzt habe) lief jedenfalls ausschließlich per
> >Muskelkraft. ;-)
>
> Dann hast du gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, da du
> offenbar ein Fahrzeug ohne funktionierende Beleuchtung betrieben
> hast.

Wie kommst Du auf diesen dürren Ast? Oder ist eine (eingeschaltete!)
elektrische Beleuchtung zum Zwecke des Fahrens erforderlich? Mir ist
jedenfalls keine in .de geltende Fassung der StVO (oder doch wohl eher
StVZO) bekannt, die verlangt, daß für den Vortrieb elektrisches Licht
verwendet werden muß.

Detlef Bosau

unread,
Apr 9, 2012, 9:19:14 AM4/9/12
to
On 04/01/2012 09:17 AM, Arno Welzel wrote:

> Im Kern geht es aber doch darum, dass Usenet ohne *Internet* nicht
> möglich wäre - und das stimmt schlicht nicht.
>

Diese Aussage ist sachlich schlicht und ergreifend falsch.

Das Usenet und das Internet haben miteinander, um es sowohl zutreffend
als auch konzis auf den Punkt zu bringen, ganz genau _gar_ _nichts_
miteinander zu tun.



Detlef Bosau

unread,
Apr 9, 2012, 9:26:05 AM4/9/12
to
Es ist immer wieder drollig, daß hier Leute meinen, etwas inhaltliches
beitragen zu wollen, wenn sie hier RFC reinschmeißen, ohne freilich mit
RFC umgehen zu können.

Ich sagte es im Parallelposting: Das Usenet hat mit dem Internet nichts,
aber auch wirklich beim allerbesten willen nichts, und um es genauer zu
sagen: ganz und gar nichts zu tun.

Detlef Bosau

unread,
Apr 9, 2012, 9:29:05 AM4/9/12
to
On 04/01/2012 02:33 PM, Juergen Ilse wrote:

Irgendwas.

Jürgen, Wassser geht nicht ohne Auto.

Und Mehl geht nicht ohne Seife.

Und ganz besonders wichtig ist Fahrrad. Fahrrad geht nur mit Wolke, und
auch die nur mit Wald. Und wenn die Wald nicht bewölkt ist, erdet der
Fahrrad.

Klang das befremdlich?

Nun, ungefähr so liest sich doch dieses schier abenteuerliche
Kategorienfehlerkauderwelch von Usenet, IP, RFC, ARPA, Internet und so
weiter und so fort.

Löschen, wegtun, weitermachen.

Detlef Bosau

unread,
Apr 9, 2012, 9:31:46 AM4/9/12
to
On 03/27/2012 06:21 PM, Peter Huyoff wrote:
>
> Es ist weder seriös noch unseriös. Es ist ein Medium und jeder ist für sein
> "Erscheinungsbild" selbst verantwortlich.
>

Nein, ich bin für mein Erscheinungsbild _nicht_ verantwortlich, da ich
nicht beeinflussen kann, was unter meinem Namen in diesem Medium erscheint.

Detlef Meißner

unread,
Apr 9, 2012, 9:41:08 AM4/9/12
to
Detlef Bosau schrieb:
In anderen Medien ist das ja bekanntlich ähnlich. Wie man *erscheint*,
ist von vielen Faktoren abhängig, und manche kann man in keinster Weise
beeinflussen/steuern, es sei denn, man verschwindet in der Versenkung.

Detlef

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