Am 11.05.2018 um 16:56 schrieb Frank Graf:
>
> Return-Path: <
bur...@secretdeals-sparmail.de>
Das ist nicht die Domain
sparmail.de, sondern die Domain
secretdeals-sparmail.de; gehört einer B2B Network Ltd, Naxxar Road
152/7, San Gwann 9030, Malta.
Dieser Header stammt von deinem Provider, die Angaben darin sind also
vertrauenswürdig. Empfehlungsmail.de und 185.171.225.45 lösen beide auf
nach kajomi GmbH, Lochhamer Str. 9, 82152 Martinsried (bei München). Das
ist ein E-Mail-Marketing-Anbieter und vermutlich der eigentliche Übeltäter.
Dieser Header stammt von demjenigen, der die Email bei deinem Provider
abgeliefert hat. Da der Absender hier der gleiche ist wie der Empfänger
im obigen Header, ist er nicht gefaked aka ebenfalls vertrauenswürdig.
Die IP 85.10.252.252 löst ebenfalls nach kajomi auf. Die Domain
your-server.de gehört zu Hetzner Online GmbH, Industriestr. 25, 91710
Gunzenhausen. Das ist offensichtlich der Provider, über den die Emails
verschickt wurden.
> From: "Reise-Deals" <
ne...@secretdeals-sparmail.de>
Wie gesagt, gehört einer (vermutlich Briefkasten-)Firma auf Malta.
Betrachte ich aber als Strohman aka nicht weiter relevant (insbesondere
wenn man sich Design und Inhalt ihrer Homepage auf b2bnetwork.ltd mal zu
Gemüte führt; das wollen Werbefuzzis sein?).
> Reply-To: "Secret Deals" <kon...@secretdeals.reply-service.online>
Reply-service.online Löst auf nach 1&1 Internet Limited, Discovery
House, 154 Southgate Street, Gloucester, GB. Ich vermute mal, das ist
der Provider, bei dem Hetzner seinerseits Kunde ist o. ä.
> List-Unsubscribe: <
http://secretdeals-sparmail.de/abm.php?
> u=REQbILr&msgid=467&dodel=1>
Das wäre /eine/ Möglichkeit; würde aber natürlich dem prinzipiellen
rechtswidrigen Handeln des/der Beteiligten nicht Einhalt gebieten.
> X-CSA-Complaints:
whitelist-...@eco.de
Das wäre eine weitere (zusätzliche) Möglichkeit; allerdings hab ich auch
schon gelesen, dass dieser Empfänger zwar schön tut, aber <Umschreibung>
'schön' mit 'nix' gleichsetzt </>.
Vgl.
https://www.antispam-ev.de/forum/showthread.php?39585-ungewollte-Newsletter
u a.
Meine Empfehlung wäre, noch bis nach dem 25.05. aka Wirksamwerden der
DGSVO zu warten und /dann/ nach Empfang des nächsten Spam einen T5F an
kajomi zu schicken. Ob alte Fassungen (insbesonder die referenzierten
Paragrafen) dann noch für die neue Fassung des BDSG passen, kann ich
jetzt so nciht sagen. Im Zweifelsfall löschst du die Referenzen und
beziehst dich nur allgemein auf das BDSG. Wichtig dabei sind A)
Briefform (keine Email), am besten als Einwurfeinschreiben[1], und auch
Antwort nur als Brief verlangen, B) (ganz besonders wichtig) die Frage
nach der Herkunft der Daten sowie C) eine Fristsetzung; als angemessen
würde ich da 2-3 Wochen ansehen. Sollte binnen dieser Frist (zzgl. 2
Tage für Post) keine oder eine nicht zufriedenstellende Auskunft
eintreffen, geht das ganze als Beschwerde (mangelhafte Auskunft) an das
Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht (
https://www.lda.bayern.de/de/index.html# ) mit der Bitte um Unterstützung.
Die wären auch sonst (selbst bei zufriedenstellender Antwort) zuständig
wegen einer Anzeige wegen BDSG-Verstoß (Unerlaubte Nutzung deiner Daten
zu Werbezwecken, fehlende Benachrichtigung des Betroffenen bei
Erstspeicherung, u. v. m.).
Eine weitere Anlaufstelle wg. Beschwerde ist die BNA
(
https://www.bundesnetzagentur.de/_tools/RumitelStart/Form12MailSpam/node.html).
[1] kostet zwar ein bisschen mehr, aber der Empfang kann nicht so leicht
abgestritten werden. Und im Gegensatz zum quitierten Einschreiben kann
der Empfänger den Empfang nicht verweigern. Allerdings will ich nicht
verhehlen, dass auch die Meinung weit verbreitet ist, dass
Einwurfeinschreiben kaum mehr Beweiskraft hätten als normale Briefe.
Früher zumindest (ich weiß nicht, ob das auch heute noch glit) konnte
man alle Formen von Einschreiben im Internet verfolgen (ähnlich wie
Pakete bei DHL usw.), und auch die Quittierung einsehen. Das solltest du
dann möglichst als Screenshot speichern, nur für alle Fälle.
Außerdem kannst du dich natürlich auch direkt bei Hetzner beschweren
wegen des Spam-Versandes eines seiner Kunden.
> Am Schluss der Mail befinden sich folgende Angaben:
>
> Das Angebot ist eine kommerzielle Anzeige dieses Werbekunden, der allein
> für den Inhalt verantwortlich ist.
Das mag ja für den *Inhalt* gelten; aber der Versand ist zweifelsohne
*kein* Teil besagten Inhaltes, oder bist du etwa anderer Meinung? ;-)
> Diese kostenlose Information wurde gesendet an: ...@
gmx.de
> Um sich aus diesem Verteiler auszutragen, klicken Sie folgenden Link.
> abmelden
>
> Secret Deals - eine Marke der B2B Network Ltd, Naxxar Road 152/7, San
> Gwann 9030, Malta
Wie geasgt: Strohmann (meiner Meinung nach).
> Oder ist dies etwa eine berechtigte Werbe-Mail? Ich habe einen GMX
> Freemail Plus account.
Ich kenn nur GMX Freemail ohne Plus; bist du sicher, dass du dich nicht
unbemerkt für eine /kostenpflichtige/ Variante angemeldet hast? GMX
versucht beim Einloggen immer wieder, einem so was unter zu schieben.
> Wegen dem Header: X-CSA-Complaints:
whitelist-...@eco.de
> bin ich auf folgendes gestossen ("Certified Senders Alliance"):
>
>
https://certified-senders.org/de/
>
> Dort kann man sich theoretisch auch beschweren.
Ja; du kannst dir vermutlich stattdessen auch einen Ring durch die Nase
ziehen. ;-)
>
https://certified-senders.org/de/beschwerde-einreichen/
>
>
> Wobei meiner Meinung nach solche Werbe-Mails von GMX selbst versendet
> werden und so aussehen:
>
> FreeMail Plus <
mail...@fmp.gmxnet.de>
>
>
> Bei Ihrer Anmeldung zu GMX FreeMail Plus haben Sie Ihre Zustimmung
> erteilt, Informationen ausgewählter GMX Partner zu erhalten. Der Versand
> dieser Informationen erfolgt ausschließlich über GMX, Ihre Daten bleiben
> für den Anbieter anonym. Wenn Sie keine weiteren Angebote erhalten
> möchten, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, unter "Mein Account" in
> einen anderen GMX Tarif zu wechseln.
>
>
> Frank
>
Wolfgang
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Dank Donald Trump ist mir endgültig klar geworden: Es ist nicht der Turm
von Pisa, der in Schieflage geraten ist, es ist die Welt.