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Vermehrt Spam von Hetzner

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Chr. Maercker

unread,
Aug 5, 2016, 4:39:11 AM8/5/16
to
Hallo,

im Juli schlug auffallend viel Spam mit IPs von Hetzner in meiner
Spamtrap ein. Auch im Web wird der Laden "lobend" erwähnt z.B.
https://zeustracker.abuse.ch/statistic.php

Andererseits hatte ich letztes Jahr einige Meldungen an deren Abuse-Desk
geschickt, die zeitnah beantwortet und auch bearbeitet wurden. Was macht
die neuerdings so attraktiv für Spammer? Deren IPs würde ich nur ungern
sperren.
--


CU Chr. Maercker.

Karl-Josef Ziegler

unread,
Aug 5, 2016, 12:12:39 PM8/5/16
to
Hallo Christoph!

Am 05.08.2016 um 10:39 schrieb Chr. Maercker:

> Andererseits hatte ich letztes Jahr einige Meldungen an deren Abuse-Desk
> geschickt, die zeitnah beantwortet und auch bearbeitet wurden. Was macht
> die neuerdings so attraktiv für Spammer? Deren IPs würde ich nur ungern
> sperren.

Auch im Antispam-Forum hat Hetzner eine lange Krankenakte. Hetzner
scheint so einiges an IP- und Serverspace unterzuvermieten und etliche
Untermieter, nun ja, hüstel... IMHO mit der Devise Wachstum, Wachstum,
Wachstum hat man sich da auch viele Flöhe in den Pelz geholt..



Andreas Kohlbach

unread,
Aug 5, 2016, 3:31:29 PM8/5/16
to
On Fri, 5 Aug 2016 10:39:10 +0200, Chr. Maercker wrote:
>
> im Juli schlug auffallend viel Spam mit IPs von Hetzner in meiner
> Spamtrap ein. Auch im Web wird der Laden "lobend" erwähnt z.B.
> https://zeustracker.abuse.ch/statistic.php
>
> Andererseits hatte ich letztes Jahr einige Meldungen an deren Abuse-Desk
> geschickt, die zeitnah beantwortet und auch bearbeitet wurden.

Ich habe mit deren Abuse-Desk nach anfänglicher Skepsis nun doch
überwiegend gute Erfahrungen gemacht.

> Was macht die neuerdings so attraktiv für Spammer? Deren IPs würde ich
> nur ungern sperren.

Spammer wurden vielleicht beim alten ISP raus geworfen, oder dieser hat
einen schlechten Ruf und ist tief in den Filtern (Bonjour OVH), und
suchen nun nach einem Neuen, und werde zunächst bei Hetzner fündig. Also
fröhlich beschweren in der Hoffnung, dass die weiter Spammer abklemmen,
so dass die Spammer weiter ziehen.

Sperren würde ich die daher nicht.
--
Andreas
You know you're a redneck if
29. If you've ever used a toilet brush as a back-scratcher

[hr. Maer[ker

unread,
Aug 5, 2016, 4:53:26 PM8/5/16
to
Karl-Josef Ziegler wrote:
> Auch im Antispam-Forum hat Hetzner eine lange Krankenakte. Hetzner
> scheint so einiges an IP- und Serverspace unterzuvermieten und etliche
> Untermieter, ...

Die IP-Ranges wenigstens einiger "Untermieter" werden von Whois sogar
angezeigt, mitten in den großen Ranges von Hetzner. Die IPs, von denen
der Spam kam, sind aber alle Hetzner direkt zugeordnet. Möglich
natürlich, dass die zum Teil abenteuerliche Unterteilung der IP-Ranges
großer Provider anonymen "Untermietern" geschuldet ist.
--



CU Chr. Maercker.

Thomas Hochstein

unread,
Aug 5, 2016, 9:15:02 PM8/5/16
to
Chr. Maercker schrieb:

> Was macht die neuerdings so attraktiv für Spammer?

Ein vergleichsweise großer und überaus preisgünstiger Anbieter für
Server, möchte ich meinen. Das ist - natürlich - auch für Spammer
attraktiv.

Marc Haber

unread,
Aug 7, 2016, 2:00:57 PM8/7/16
to
Und das große Problem sind die Antispammer. Das Betreiben eines
eigenen Mailservers wird immer schwieriger; aktuell wirft Google die
von meinem Strato-Server angelieferte Mail kommentarlos in den Müll,
nachdem sie sie angenommen haben.

Mail ist kaputt. Und die Spammer sind _nicht_ schuld.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Richard Lechner

unread,
Aug 8, 2016, 1:05:19 AM8/8/16
to
Am Sun, 07 Aug 2016 20:00:56 +0200 schrieb Marc Haber:

> Und das große Problem sind die Antispammer. Das Betreiben eines eigenen
> Mailservers wird immer schwieriger; aktuell wirft Google die von meinem
> Strato-Server angelieferte Mail kommentarlos in den Müll,
> nachdem sie sie angenommen haben.

Als ich über die "Deppen bei Google" geschrieben hatte hast du dich noch
aufgeplustert und jetzt bist selber betroffen. So schnell kann es gehen,
irgendwann betrifft es jeden der Mail zustellen möchte.

> Mail ist kaputt. Und die Spammer sind _nicht_ schuld.

Meine Rede!

Chr. Maercker

unread,
Aug 8, 2016, 3:28:43 AM8/8/16
to
Marc Haber wrote:
> Und die Spammer sind _nicht_ schuld.

Doch.
--


CU Chr. Maercker.

Marc Haber

unread,
Aug 8, 2016, 12:32:12 PM8/8/16
to
"Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de> wrote:
>Marc Haber wrote:
>> Und die Spammer sind _nicht_ schuld.
>
>Doch.

Nein. Gegen Spam kann man sich schützen, ohne haufenweise legitime
Mail in die Tonne zu treten. Die großen Anbieter möchten gerne, dass
möglichst viele User die Dienste der in einem großen Oligopol
auftretenden Betreiber benutzen. Das tun sie dadurch, dass sie den
kleineren Anbietern ihr Geschäft zunehmend schwer machen.

Das kommt aus derselben Kiste wie vor ~ 5 Jahren die durchaus auf XMPP
basierenden Messengerdienste plötzlich die Schotten dicht gemacht
haben. Die Nutzer sollen auf den eigenen Diensten eingesperrt bleibe
und möglichst neue Nutzer heranziehen.

"Komm zu Google Mail, dann kannst Du mir Mails schreiben" funktioniert
bedauerlicherweise hervorragend.

Oliver Schwickert

unread,
Aug 8, 2016, 7:55:26 PM8/8/16
to
Marc Haber schrieb:
> Das kommt aus derselben Kiste wie vor ~ 5 Jahren die durchaus auf XMPP
> basierenden Messengerdienste plötzlich die Schotten dicht gemacht
> haben. Die Nutzer sollen auf den eigenen Diensten eingesperrt bleibe
> und möglichst neue Nutzer heranziehen.

TINC

Jörg Tewes

unread,
Aug 8, 2016, 9:31:46 PM8/8/16
to
Marc Haber schrieb:
> "Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de> wrote:
>>Marc Haber wrote:
>>> Und die Spammer sind _nicht_ schuld.
>>
>>Doch.
>
> Nein. Gegen Spam kann man sich schützen, ohne haufenweise legitime
> Mail in die Tonne zu treten.

Du und andere versierte User vielleicht. Kannst du das für andere dir
bekannte nicht so versierte User auch behaupten? Das sind aber die Kunden.

> Die großen Anbieter möchten gerne, dass
> möglichst viele User die Dienste der in einem großen Oligopol
> auftretenden Betreiber benutzen. Das tun sie dadurch, dass sie den
> kleineren Anbietern ihr Geschäft zunehmend schwer machen.

Welche kleineren Anbieter gibts denn noch?

> Das kommt aus derselben Kiste wie vor ~ 5 Jahren die durchaus auf XMPP
> basierenden Messengerdienste plötzlich die Schotten dicht gemacht
> haben. Die Nutzer sollen auf den eigenen Diensten eingesperrt bleibe
> und möglichst neue Nutzer heranziehen.

> "Komm zu Google Mail, dann kannst Du mir Mails schreiben" funktioniert
> bedauerlicherweise hervorragend.

Bei mir funktioniert das mailen von jedem meiner Provider zu jedem
anderen.


Bye Jörg

--
E-Mails sollten Text sein, Text und nur Text. Wenn Gott gewollt
hätte, daß E-Mail in HTML geschrieben würden, endeten Gebete
traditionell mit </amen>.

Andreas M. Kirchwitz

unread,
Aug 9, 2016, 6:52:14 AM8/9/16
to
Jörg Tewes <jogi...@gmx.net> wrote:

>> "Komm zu Google Mail, dann kannst Du mir Mails schreiben" funktioniert
>> bedauerlicherweise hervorragend.
>
> Bei mir funktioniert das mailen von jedem meiner Provider zu jedem
> anderen.

Speziell zu Google kann ich Marcs Erfahrung insofern bestätigen,
dass man über diverse Stöckchen springen muss, um dort seine Mail
von einem kleinen Privatserver einzuliefern. Und wenn die Mail
dann endlich angenommen wird, landet sie beim Empfänger zuweilen
trotzdem im Spam-Ordner.

Google arbeitet möglicherweise mit einem Reputationssystem.
Je öfter man mit seinem kleinen Mailserver dort einliefert
und der Empfänger das dann aus dem Spam-Ordner fischt bzw.
Mail nicht als Spam markiert, desto besser wird man mit der
Zeit behandelt und kann sich mehr Freiheiten nehmen. Das mag
aber auch nur Einbildung oder Zufall sein.

Anderer Anbieter zeigen, dass Spamfilterung auch ohne solche
Schikanen gut funktioniert.

Das Problem sind teilweise aber auch die User, die eher akzeptieren,
dass legitime Mail verloren geht, als dass jemals auch nur eine
einzige Spam-Mail im Posteingang landet.

Ich sehe es genau anders herum. Wenn gelegentlich eine Spam-Mail
im Posteingang landet, kann ich damit gut leben. Löschen und fertig.
Hauptsache, keine legitime Mail geht verloren oder landet im
Spam-Folder, denn das wieder auszubügeln, kostet ein Vielfaches
der Zeit.

Grüße, Andreas

Richard Lechner

unread,
Aug 9, 2016, 11:00:49 AM8/9/16
to
Am Tue, 09 Aug 2016 10:52:12 +0000 schrieb Andreas M. Kirchwitz:

> Speziell zu Google kann ich Marcs Erfahrung insofern bestätigen, dass
> man über diverse Stöckchen springen muss, um dort seine Mail von einem
> kleinen Privatserver einzuliefern. Und wenn die Mail dann endlich
> angenommen wird, landet sie beim Empfänger zuweilen trotzdem im
> Spam-Ordner.

Speziell ist auch das er bei einer Mail an 2 Empfänger diese bei einem in
den Spamordner schmeißt und beim anderen nicht. Natürlich ohne im Header
irgend etwas zu vermerken.

> Anderer Anbieter zeigen, dass Spamfilterung auch ohne solche Schikanen
> gut funktioniert.

Naja leider nicht jeder, heute hatte ich wieder so einen Patienten, ping
geht, Port 110 geht, Port 25 bleibt finster vom Kundennetzwerk aus. Vom
Büro aus geht auch Port 25 bei dem Deppen. Wie sollst du da was machen
wenn er nichtmal sagt was ihm nicht passt?
Noch dazu ist er auf die Daten angewiesen sonst kann er sich sein schönes
Produkt in die Haare schmieren, ohne die Daten keine Zulassung. Also bei
dem gehts um viel Geld und dann würde man ja erwarten das er Wert auf
Erreichbarkeit legt.

Kann garnicht soviel essen wie ich ko... könnte. :-(


Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 10, 2016, 1:00:17 AM8/10/16
to
Richard Lechner wrote:

> Naja leider nicht jeder, heute hatte ich wieder so einen Patienten, ping
> geht, Port 110 geht, Port 25 bleibt finster vom Kundennetzwerk aus. Vom
> Büro aus geht auch Port 25 bei dem Deppen. Wie sollst du da was machen
> wenn er nichtmal sagt was ihm nicht passt?

Donnerstag nachmittag. Userin "mail geht manchmal durch manchmal nicht,
gleiche Adresse".

Ich erbarme mich, die Fehlermail durchzulesen. Und versteh sie selbst
nicht. Murmelmurmel_AttachmentName_murmel ????

Originalmail zeigen lassen. Attachmentname ist "Aktenzeichen
NNNN.eml" . Nicht werwunderlich - es ist eine angehaengte Mail von
weiter oben im Thread. Die Empfaenger verlangen Ausdruecklich, dass
im Subject das Aktenzeichen des Falls genannt wird, und Thunderbird
macht daraus den Namen das Anhangs des Followups. Nungut, aber was
ist an "Aktenzeichen NNNN.eml" so schlimm?

Bis ich, als Kenner der antiken Saga um Cunthorpe, messerscharf auf
"Akt." in der Filterregexp schließe.

Nunja. Mein Mantra seit mindestens einem Jahrzehnt ist:
"Andere Leute zahlen Eintritt für Kabarett, wir bekommen dafür Gehalt."

-is

Karl-Josef Ziegler

unread,
Aug 10, 2016, 2:08:25 PM8/10/16
to
Am 07.08.2016 um 20:00 schrieb Marc Haber:

> Mail ist kaputt. Und die Spammer sind _nicht_ schuld.

Und warum ist es kaputt? Zuallerst doch deshalb, weil heute sehr scharf
gefiltert wird. Und wem haben wir diese (über?)scharfen Filter zu
verdanken? Actio und Reactio...






Ulrich F. Heidenreich

unread,
Aug 11, 2016, 4:32:29 AM8/11/16
to
Karl-Josef Ziegler in <news:e118sn...@mid.individual.net>:
Mailproviedern, die sich profilieren wollen: Mein Spamfilterschwanz ist
länger als Deiner.

CU!
Ulrich
--
Wo sind Aldi in Diana hin?

Chr. Maercker

unread,
Aug 11, 2016, 6:35:04 AM8/11/16
to
Ulrich F. Heidenreich wrote:
> Mailproviedern, die sich profilieren wollen: Mein Spamfilterschwanz ist
> länger als Deiner.

Ohne Spammer könnten sie damit nicht angeben.
--


CU Chr. Maercker.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Aug 11, 2016, 7:12:16 AM8/11/16
to
Chr. Maercker in <news:nohkcn$lgi$1...@news.albasani.net>:

>Ulrich F. Heidenreich wrote:
>
>> Mailproviedern, die sich profilieren wollen: Mein Spamfilterschwanz ist
>> länger als Deiner.
>
>Ohne Spammer könnten sie damit nicht angeben.

Auch mit Spammern bräuchten sie es nicht. Da wird einfach über's Ziel
herausgeschossen. Und inwiefern sollte ein Spammer daran ursächlich
schuld sein, wenn und weil inzwischen manch ein Mailprovider das NoNo
veranstaltet, Mail anzunehmen und stillschweigend zu entsorgen?

CU!
Ulrich
--
In 4 Monaten und 14 Tagen ist Weihnachten.
Programme, soviel ihr wollt; Preise, die ihr selbst bestimmt:
Schaut einfach mal auf ftp://warez.invalid.de rein
Stellt euch vor, es ist Donnerstag und keiner geht hin!

Andreas M. Kirchwitz

unread,
Aug 11, 2016, 8:45:31 AM8/11/16
to
Karl-Josef Ziegler <PLPRXO...@spammotel.com> wrote:

>> Mail ist kaputt. Und die Spammer sind _nicht_ schuld.
>
> Und warum ist es kaputt? Zuallerst doch deshalb, weil heute sehr scharf
> gefiltert wird. Und wem haben wir diese (über?)scharfen Filter zu
> verdanken? Actio und Reactio...

Bekloppte Filter sind keine Folge von Spam, sondern das Bedürfnis
zur Filterung/Sortierung/Kategorisierung von Mail besteht auch für
100% legitime Mail.

Für Laien ist es bekanntlich gar nicht so einfach, Mail-Filter zu
schreiben, die frei von ungewollten Nebenwirkungen sind. Aber deshalb
nennt man sie schließlich Laien.

Von Betreibern von Mail-Diensten kann man aber wohl erwarten, dass
dort Profis arbeiten. Leider sieht die Realität anders aus ...

In Zeiten von Google Inbox (nicht verwechseln mit GMail) und dem
Facebook-Newsstream ist das gezielte Unterschlagen von Informationen
inzwischen normal geworden. Was den Kunden unglücklich machen
könnte oder nicht mit der Werbung harmoniert, wird unterdrückt.

Mit Spam hat die bekloppte Filterung längst nichts mehr zu tun.

Ärgerlich ist, dass es ernsthafte rechtliche Folgen haben kann,
wenn Mail-Provider willkürlich Mail unterdrücken.

Grüße, Andreas

Marc Haber

unread,
Aug 11, 2016, 2:14:06 PM8/11/16
to
Was Ulrich sagt.

Marc Haber

unread,
Aug 11, 2016, 2:14:07 PM8/11/16
to
Kind mit dem Bade ausschütten. Es wurde in diesem Thread schon
genannt: Ein false Negative fällt sofort auf, deswegen ist das für den
Kunden die große Katastrophe. Eine unberechtigt auf den Boden gekippte
legitime Mail wird dankend hingenommen.

Warum dann nicht gleich komplett den Stecker ziehen?

Chr. Maercker

unread,
Aug 12, 2016, 6:59:10 AM8/12/16
to
Marc Haber wrote:
> Warum dann nicht gleich komplett den Stecker ziehen?

bzgl. eMail wurde WIMRE ernsthaft darüber nachgedacht.
--


CU Chr. Maercker.

Marc Haber

unread,
Aug 12, 2016, 11:41:02 AM8/12/16
to
"Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de> wrote:
>Marc Haber wrote:
>> Warum dann nicht gleich komplett den Stecker ziehen?
>
>bzgl. eMail wurde WIMRE ernsthaft darüber nachgedacht.

Das darf jeder für sich entscheiden, aber kein Provider für alle seine
Kunden, ohne das vorher mitzuteilen.

Google sagt "wir haben einen guten Spamfilter". Google sagt nicht
"eine niedrige Anzahl von false positives ist nicht Bestandteil der
Spezifikation unseres Spamfilters".

Andreas Kohlbach

unread,
Aug 12, 2016, 3:29:10 PM8/12/16
to
On Fri, 12 Aug 2016 12:59:09 +0200, Chr. Maercker wrote:
>
> Marc Haber wrote:
>> Warum dann nicht gleich komplett den Stecker ziehen?
>
> bzgl. eMail wurde WIMRE ernsthaft darüber nachgedacht.

Ich hatte heute eine Antwort von Hetzner über ein Spamcop Complaint. Sie
sagten sie hätten den Spammer^WKunden aufgefordert, die Sache zu
bereinigen. Sonst werde er abgeklemmt. Das hatte ich schon öfter. Und
wenn ich dann nach prüfte, klemmte Hetzner auch ab.
--
Andreas
You know you're a redneck if
34. If you've ever stared at a can of orange juice because it said
concentrate.

Thomas Hochstein

unread,
Aug 15, 2016, 4:00:03 AM8/15/16
to
Andreas M. Kirchwitz schrieb:

> Karl-Josef Ziegler <PLPRXO...@spammotel.com> wrote:
>>> Mail ist kaputt. Und die Spammer sind _nicht_ schuld.
>> Und warum ist es kaputt? Zuallerst doch deshalb, weil heute sehr scharf
>> gefiltert wird. Und wem haben wir diese (über?)scharfen Filter zu
>> verdanken? Actio und Reactio...
>
> Bekloppte Filter sind keine Folge von Spam, sondern das Bedürfnis
> zur Filterung/Sortierung/Kategorisierung von Mail besteht auch für
> 100% legitime Mail.

IBTD. Die Probleme bei der Mailzustellung sind m.E. durchaus die Folge
des Spam-Problems (und von Versuchern, es zu lösen, die wenig
durchdacht sind oder jedenfalls nicht in erster Linie darauf abzielen,
möglichst wenig false positives zu erzielen). Ohne die Vielzahl
unerwünschter Mail gäbe es weder diese spezifische Art Filter noch
überhaupt die zugrundeliegenden Techniken.

Ich stimme Marc zu: heute sind die Filter ein mindest ebenso großes
Problem wie Spam, aber auch Karl-Josef hat recht: das ist die Folge
von Spam.

> Ärgerlich ist, dass es ernsthafte rechtliche Folgen haben kann,
> wenn Mail-Provider willkürlich Mail unterdrücken.

Zum einen: Nicht, wenn sie ordnungsgemäß abgewiesen wird und ei
Zustimmung der Empfänger vorliegt, zum anderen: was daran ist
ärgerlich?
--
BITTE *vor* dem Posten in de.admin.net-abuse.mail die Hinweise unter
<http://th-h.de/faq/danam-intro.html> und ggf. die dort genannten FAQs lesen!

Weitere kleine Texte rund um das Thema E-Mail: <http://th-h.de/infos/email/>

Chr. Maercker

unread,
Aug 15, 2016, 4:25:13 AM8/15/16
to
Andreas Kohlbach wrote:
> Ich hatte heute eine Antwort von Hetzner über ein Spamcop Complaint. Sie
> sagten sie hätten den Spammer^WKunden aufgefordert, die Sache zu
> bereinigen. Sonst werde er abgeklemmt. Das hatte ich schon öfter. Und
> wenn ich dann nach prüfte, klemmte Hetzner auch ab.

Gleiche Erfahrung mit Hetzner letztes Jahr. Deswegen die Vermutung,
irknwas macht den Laden besonders attraktiv für Spammer und jetzt sind
sie einfach überfordert.

--


CU Chr. Maercker.

Soeren Muehlbauer

unread,
Aug 23, 2016, 10:34:29 AM8/23/16
to
Hi,

> Speziell zu Google kann ich Marcs Erfahrung insofern bestätigen,
> dass man über diverse Stöckchen springen muss, um dort seine Mail
> von einem kleinen Privatserver einzuliefern. Und wenn die Mail
> dann endlich angenommen wird, landet sie beim Empfänger zuweilen
> trotzdem im Spam-Ordner.

ich kann das auch bestätigen - Auszug aus dem Header einer Testmail, die
im Spam-Ordner lag:

Received-SPF: pass (google.com: domain of soe...@xxxx.xxxx designates
xx.xx.xx.xx as permitted sender) client-ip=xx.xx.xx.xx;
Authentication-Results: mx.google.com;
spf=pass (google.com: domain of soe...@xxxx.xxxx designates
xx.xx.xx.xx as permitted sender) smtp.mailfrom=soe...@xxxx.xxxx

Eventuell prüft google nicht nur den sendenden Server, sondern auch ob
der Inhalt nicht zu kurz oder auffällige Inhalte hat. Hatte meine
Testmail zwar nicht, aber gut.

Ich hab bisher kaum Spam gesehen, wo SPF konfiguriert war.

VG.
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