Wolfgang Jäth, 2013-04-16 21:15:
> Am 16.04.2013 16:34, schrieb Mathias Fuhrmann:
>>
>>> … im angehängten ZIP ein Wurm gefunden wurde. Ich habe derweil diese
>>> vorgebliche 1&1-Rechnung auch hier, angehängt ist sehr wohl ein ZIP
>>> Namens "1&1 Telecom GmbH - Ihre Rechnung.zip". Drin steckt ein "Ihre
>>> Rechnung.pdf.exe". Da erst schlägt der "Trick" zu.
>>
>> Ich wundere mich immer, wenn ich lese, daß ein (echtes) Zip-Archiv
>> nicht geöffnet werden darf.
>
> Das kommt darauf an, /wie/ man sie öffnet. Man sollte eine verdächtige
Man öffnet sie gar nicht, wenn man vermutet, dass es sich ohnehin nur um
Schadsoftware handelt. Warum sollte man eine Datei öffnen, von der man
ohnehin vermutet, dass sie Schadsoftware enthält, weil sie von einem
Absender stammt, von dem man solche E-Mails sowieso nicht erwartet?
> ZIP nie /direkt/ anklicken. Abgesehen von den Gefahr, daß die Endungen
> überhaupt ausgeblendet sind, ignoriert Windows[1] teilweise sogar die
> Endung, und orientiert sich an den sogenannten Signaturbytes am Anfang
> der Datei. Und wen ndie besagen, es handelt sich um eine ausführbare
> Datei, dann führt Windows sie eben auch aus.
Nein, "Signaturbytes" wurden noch nie ausgewertet. Das verwechselt Du
vielleicht mit Linux-artigen Systemen, wo das bis heute noch ein
übliches Verfahren ist.
Bei Wnidows machen nur einzelne Shell-Extensions, wie z.B. die aktuelle
Versionen von Visual Studio (AFAIK seit Version 2008), um z.B. zu
entscheiden, ob eine Datei mit der Endung ".sln" nun für Visual Studio
2010 oder 2012 ist. Aber *Windows* hat das meines Wissens noch nie getan.
Man hat aber in NTFS auch "alternate datastreams" eingeführt, die auch
missbraucht wurden. Die wären theoretisch für sowas nutzbar, ähnlich wie
der Resource Fork bei MacOS. Aber die bleiben beim Zip-Archiven o.Ä.
nicht erhalten und ebenso wenig bei FAT/FAT32 - deswegen hat man sich
bei Microsoft wohl auch dazu entschlossen, Dateieendungen beizubehalten
(im Gegensatz zu MacOS, wo auch Packer die Resource Forks mitnehmen und
auf FAT-Medien die Metadaten ggf. als versteckte Dateien beibehalten
werden).