Karl-Josef Ziegler schrieb:
> Da sehe ich eher etwas bei den Bestimmungen der DENIC im Argen, dass man
> von dort zwar deutsche Ansprechpartner fordert, dies aber durch das
> Zulassen von 'Strohmännern' direkt wieder konterkariert.
Die DENIC fordert, dass man an eine deutsche Adresse zustellen müssen
kann. Das ist durchaus vorteilhaft. Was das mit "Strohmännern" zu tun
haben soll, ist mir nicht wirklich ersichtlich.
Wenn der Inhaber einer Domain im Ausland sitzt, dann sitzt er nun eben
im Ausland, mit allen damit verbundenen Schwierigkeiten, wenn man
seiner habhaft werden möchte. Dafür gibt es nur zwei Lösungen:
entweder verlangt man für die Registrierung einer .de-Domain einen
Wohn- bzw. Geschäftssitz in Deutschland, oder man verlangt einen
Zustellbevollmächtigten hier. Letzteres ist gesichert.
Ganz im Ernst: so what?!
> De facto
> arbeitet man also wie die Whois- und
> Reverse-Proxy-Anonymisierungsdienste, hinter denen sich ja jeder
> Spammer, der etwas auf sich hält, mittlerweile versteckt.
Tja, so ist das mit der Privatsphäre, neudeutsch "Privacy":
Ist man selbst im Netz (im weistesten Sinne schreibend) aktiv, ist es
unglaublich, dass man seine eigene Anschrift im whois publizieren und
auch für praktische jede Webpublikation ein Impressum angeben muss
(woran sich praktisch niemand hält, denn wie soll man so anonym
bloggen, und am Ende kann da ja jeder Briefe schreiben oder vor der
Tür stehen, und das in der heutigen Zeit).
Ist man hingegen von den Aktivitäten anderer betroffen, ist es
umgekehrt unglaublich, dass die einfach pseudonym oder gar anonym
bleiben dürfen!!!11
Sagen wir einmal so: wenn jeder Website, jedes Blog ein Impressum
haben müsste, bei dem zumindest ein innerdeutscher
Zustellbevollmächtigter genannt ist, dann wären wir einen ganz großen
Schritt weiter.
-thh
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