Bodenfelde trauert um getötete Nina
26.11.2010 12:27 Uhr
In Bodenfelde hat die Trauerfeier für das ermordete Mädchen Nina
begonnen. Etwa 500 Freunde, Mitschüler und Angehörige nehmen zur
Stunde Abschied von der 14-Jährigen. Ihr heller Holzsarg ist in der
schlichten Dorfkirche des kleinen südniedersächsischen Ortes
aufgebahrt.
Der Sarg ist mit weißen Blumen geschmückt und von Kerzen umringt. Nina
und der ein Jahr jüngere Tobias sollen von dem 26-jährigen Jan O.
umgebracht worden sein. Der alkohol- und drogenabhängige Beschuldigte
wird am Mittag erneut dem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben seines
Anwaltes wird der Arbeitslose voraussichtlich ein Geständnis ablegen.
Die Vernehmung des mutmaßlichen Mörders durch die Richter soll am
Mittag im Amtsgericht Northeim beginnen.
Die Aussage könnte mehrere Stunden dauern, falls Jan O. nicht nur die
Taten, sondern auch seine Lebensgeschichte schildern sollte. Die
Ermittler sind sich völlig sicher, dass er der Täter ist. Sie halten
den 26-Jährigen für psychisch krank. Falls Sachverständige in einem
möglichen psychiatrischen Gutachten zum selben Schluss kommen, droht
dem 26-Jährigen keine Haft. Dann käme er in den Maßregelvollzug in ein
Landeskrankenhaus.
In Bodenfelde war die Stimmung der Bewohner am Morgen sehr gedrückt.
Nach Ninas Beerdigungs-Gottesdienst wollen die Bürger mit einer langen
Lichterkette von der Kirche zum Friedhof ihrer Trauer Ausdruck
verleihen. Tobias wird am Sonnabend beigesetzt.
dpa
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