Kein DGPS im 70-cm-Band

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Tom DF5JL

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Mar 18, 2012, 5:57:19 AM3/18/12
to darc...@googlegroups.com
Schon im Dezember 2009 hatte das VHF/UHF/SHF-Technikreferat des
DARC-Distriktes Ruhrgebiet (L) auf die Problematik der unkoordinierten
DGPS-Zuteilung hingewiesen (siehe
http://radioskala.blogspot.de/2012/03/niederlandische-dgps-signale-storen.html#links):

"Die niederländische Telecom Agentur (www.agentschap-telecom.nl) hat
einseitig und ohne jegliche europäische Koordinierung den
Frequenzbereich 438 bis 440 MHz für DGPS-Anwendungen zugeteilt. In den
Niederlanden ist der Bereich 436-440 MHz nur sekundär dem Amateurfunk
zugewiesen. Als Primärnutzungen sind unter anderem laut Datenbank, Land
Mobile und Radio Location vorgesehen ( tinyurl.com/nny36a ). Hier
besteht Kollisionspotenzial mit dem in DL primär zugewiesenen
70-cm-Amateurfunkband von 430 bis 440 MHz. Der Referent des
DARC-Referates VHF-/UHF-/SHF-Technik, Jochen Berns, DL1YBL, hat das
Problem bereits im November auf der IARU-Tagung in Cavtat/Kroatien mit
den Vertretern der Niederländischen Regulierungsbehörde diskutiert.

Konsenz: Aufgrund der langjährigen Zuteilung der Relaisfunkstellen im
70-cm-Band genießt der Amateurfunkdienst in DL Bestandsschutz. Die
nationale Amateurfunkzuteilung im Bereich 430-440 MHz in DL ist
IARU-konform. Jede individuelle Amateurfunkstation hat in DL das Recht,
gemäß Amateurfunkverordnung und IARU-Bandplan im Bereich 438-440 MHz
Betrieb zu machen. Auf der Messe HAM RADIO ist ein Treffen zwischen der
Bundesnetzagentur sowie den belgischen und niederländischen
Funkamateuren geplant, bei dem es um die Definition von Schutzabständen
für DGPS-Systeme gehen soll, die von deren Betreibern künftig
eingehalten werden müssen. Für solche Fälle gibt es die so genannte
Berliner Vereinbarung, in der sich auch die Niederlande verpflichtet
haben, Kollisionen mit den Nachbarländern zu vermeiden und koordiniert
Grenzwerte an den Grenzen einzuhalten. Die BNetzA hat dazu eine
offizielle Stellungnahme erarbeitet. Das Differential Global Positioning
System (DGPS) ist ein ein System zur Steigerung der Genauigkeit von
GPS-Navigation. Dazu werden im genannten Frequenzbereich Korrekturdaten
ausgestrahlt, z.B. um landwirtschaftliche Maschinen metergenau zu
positionieren. Die Systeme werden kommerziell genutzt. In anderen
Ländern benutzt man den Bereich zwischen 440-470 MHz, und geht somit dem
Amateurfunkdienst aus dem weg. Einige dieser DGPS-Systeme senden jedoch
bereits im Grenzgebiet Belgien/Deutschland, ohne vorherige Koordinierung
mit den zuständigen Behörden. Ausführliche Informationen haben die
Radioamateure der Belgischen Ostkantone auf ihrer Webseite unter
www.rbo.be/dgps.htm veröffentlicht."

Soweit die DARC-Veröffentlichung vom 9. Juni 2009(!)

Tom DF5JL / radioskala.blogspot.com

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