Die Aussendungen kommen aus den östlichen Niederlanden und sind Teil des
großräumig angelegten Differential-GPS-Systems, kurz DGPS genannt. Durch
das Aussenden von exakt vermessenen Fehlerkorrekturen soll es die
Genauigkeit des bekannten GPS-Systems zur Standortbestimmung auf die
Größenordnung eines Zentimeters verbessern. Bislang hatte die
niederländische Fernmeldebehörde die Frequenzen 438,8125, 438,8375,
438,8625 und 438,8875 MHz für DGPS-Anlagen mit bis zu einem Watt
effektiver Strahlungsleistung unkoordiniert genehmigt.
Die Zulassung der niederländischen DGPS-Frequenzen stößt bei
nordrhein-westfälischen Funkamateuren auf Unverständnis - können sie
doch mit automatischen Amateurfunk-Relaisstationen kollidieren,
beispielsweise mit den 70-cm-Relaisfunkstellen in Stolberg, Ennepetal
oder auf dem Kahlen Asten. Das Vorgehen der Niederländer verstößt gegen
die bis dato übliche Vorgehensweise, ausreichende Schutzzonen
einzuhalten und Sender nicht in der Nähe der Landesgrenzen zu positionieren.
Tom DF5JL -- mit Material von Ralph, DC5JQ (http://is.gd/DNHdAm)