In den von Kurt und Karin Kloeters entwickelten Elternbriefen steht das Konsequenzproblem im Mittelpunkt. Konsequent wird versucht, die Bedürfnisse von Kindern und Eltern (und Lehrern) zu berücksichtigen. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen entstanden auch die Grundschulseminare des Kultusministers von Nordrhein-Westfalen, in denen Eltern und Lehrer mit diesem Konsequenzbegriff vertraut gemacht wurden.
Die ersten drei Hinweise aus den Kloetersbriefen sind also hochaktuell. Kurt und Karin Kloeters haben diese Hinweise sehr bewusst vor die gesetzt, die man landläufig als Erziehungstipps bezeichnen würde: "Wie setzte ich Gebote richtig durch?", "Wie setze ich Verbote richtig durch"?, "Was heißt Konsequenz in der Erziehung?" Diesen Fragen widmen sich die Hinweise 4, 5 und 6. Aber bevor Eltern das lernen können, sollen sie mit Satz 1 lernen, die seelische Verfassung ihrer Kinder wahrzunehmen. Eine gute seelische Verfassung der Kinder ist für Kurt und Karin Kloeters nämlich das A und O der Kindererziehung. Ihre Voraussetzung - ein Kind in schlechter Verfassung lernt nichts und verhält sich schlecht. Und auch ihr angestrebtes Ergebnis - gut erzogene Kinder sind Kinder, denen es gut geht. Und Satz 2 versucht einfach, uns die manchmal doch recht dicken Bretter vorm Kopf weg zu nehmen, die uns daran hindern zu sehen, dass ein Kind, das herzzerreißend weint, immer ein Kind ist, dem es schlecht geht. Egal was passiert ist, was das Kind angestellt hat, wer Recht hat, wer schuld ist - ein Kind (jeder Mensch?), das weint, gehört getröstet. Danach - wirklich erst danach - kann man weitersehen. Und Satz 3 versucht uns die so einfache und so schwer umzusetzende Binsenweisheit zu vermitteln, dass man mit Anbrüllen bei einem anderen Menschen selten Kooperationsbereitschaft auslöst. Man verschlechtert seine Verfassung und die eigene, man belastet die Beziehung - das ist alles, was man erreicht. Fragen Sie sich selbst: Wenn sie angebrüllt werden - vergrößert das ihre Bereitschaft zu lernen und gar noch von der Person zu lernen oder zu tun was die Person will, die sie anbrüllt?
So, das zu den Voraussetzungen und Zielen der kloeterschen Erziehungsvorschläge. Jetzt zum eigentlichen Erziehungsgeschäft: Wie erreiche ich, das meine Kinder tun, was sie tun sollen, nicht tun, was sie nicht tun sollen und was heißt dabei eigentlich "konsequent sein"?
Resumee: Die Kloetersbriefe sind eine zeitgemäße und empfehlenswerte Hilfestellung für Eltern, die nach Wegen zu einem entspannten, zufriedenen und für sich selbst und ihre Kinder entwicklungsfördernden Zusammenleben in der Familie suchen.
Die Grundidee der 46 ANE-Elternbriefe: Passend zum Alter ihres Kindes erhalten Eltern Informationen und Tipps. Daher gibt es die Briefe für die Zeit von der Geburt bis zum 8. Lebensjahr auch als Abo.
ANE-Elternbriefe werden über diese acht Jahre hinweg per Post zugeschickt. Sie thematisieren in jeder Ausgabe das, was dem Alter des Kindes entsprechend wichtig wird, vom 1. Monat an. Das ist - auch im digitalen Zeitalter - vielen Eltern wichtig.
ANE-Elternbriefe wollen seit ihrer ersten Auflage höchsten Ansprüchen gerecht werden. Sie werden mit dem Ziel geschrieben, Eltern von unnötigem Ballast zu befreien. Die Redaktion legt größten Wert darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse über Erziehungsfragen zu berücksichtigen. Fachleute prüfen alle Inhalte der ANE-Elternbriefe auf ihre Aussagen. Gleichzeitig bleiben angestaubte Besserwisserei und pädagogische Fachsimpelei außen vor.
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