SusanneSchlesinger gestalet seit 2011 den Web-Auftritt von Outback Africa Erlebnisreisen und untersttzt das Team bei Flugreservierungen. Sie bringt einschlgige Erfahrung im Reisebro-, Reiseveranstalter- und Geschftskundenbereich mit. Ihr kreativer Schreibstil bereichert unseren Blog und unsere Reiseausschreibungen. Wenn Susanne auf Safari geht, gibt es neben guten Fotos und spannenden Berichten auch neue Reiseideen.
"Na, strickst du wieder fr den Weltfrieden?" sagt meine Freundin Tanja immer, wenn ich es mir abends auf dem Sofa mit meinem Strickzeug gemtlich mache. Das Sofa kann praktisch berall stehen, ob zu Hause in meiner Wohnung, in einem kanadischen B&B oder einer neuseelndischen Jugendherberge - ich stricke eigentlich fast immer und berall.Und es ist schon was dran an der Bemerkung meiner Freundin - dank des World Wide Web stricken Millionen von Handarbeits-Begeisterten nicht mehr nur im stillen Kmmerlein, sondern sind weltweit vernetzt. Auf Internetplattformen stellen Designer neue Muster vor, es werden Knit-Alongs (gemeinsames Stricken eines Modells) veranstaltet oder sich zum geselligen regionalen Stricktreffen verabredet. Durch die internationalen Kontakte ist es auch leicht, an Hilfsprojekten teilzunehmen, auch wenn diese am anderen Ende der Welt stattfinden.
Mein Hobby ist stricken! Natrlich mache ich auch andere Sachen gern, aber mit dem Stricken fing ich schon mit vier Jahren auf dem Sofa meiner Oma an. Leider konnte ich es nicht so gut wie sie! Irgendwann habe ich dann meinen Teddy bestrickt, mit vielen Fehlern zwar, aber ich war stolz wie Bolle. Und meine Oma erst! Jetzt, wo ich etwas grer bin, stricke ich immer noch. Das Tolle ist: Wolle und Stricknadeln kann man berall mit hinnehmen, in den Zug, in die S-Bahn, ins Freibad, ins Caf, einfach berall.
Stricken macht mir unendlich viel Spa. Es beruhigt mich sehr und ich bin stolz, wenn ich einen tollen Pulli oder Socken oder etwas anderes fertig habe. Stricken entspannt mich, ich kann dabei auch ganz gut den Stress von der Arbeit vergessen. Also, liebe Leute, fangt an zu stricken, es macht super viel Spa, es gibt ganz tolle Wolle zu kaufen und vielleicht kommt ja was ganz Groes dabei raus!
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Vor einigen Tagen habe ich mich zu diesem Thema auf Facebook und Instagram geoutet. Ich habe erzhlt, dass ich frher niemandem von meinem Hobby, dem Stricken und Hkeln, wusste. Ich habe mir die letzten Tage viele Gedanken hierzu gemacht, weil ich sehr viele Nachrichten erhalten habe. Fr einige war es klar, dass man Freunden und der Familie von dem Hobby erzhlt. Es gab aber auch sehr viele, die sich in meinem damaligen Verhalten Wiedererkennen konnten. Warum ist das so und was hat sich bei mir gendert?
So, jetzt mchte ich noch einmal, seit meinem Post, auf meine Situation und Denkweise von damals eingehen. Seit ich denken kann stricke und hkle ich, was das Zeug hlt. In manchen Lebensphasen mehr, in anderen weniger. Es war schon immer so, dass es vor allem auf die Jahreszeiten ankam und ich habe fr mich auch gemerkt, dass ich besonders viel gestrickt und gehkelt habe, wenn mich irgendwas bedrckt hat oder wenn ich abschalten musste. Es war fr mich damals ein Ventil, dass den Druck des Alltags im ablie. Das war mir schon klar, ich war mir aber nicht ber den Stellenwert meines Hobbys bewusst. Darauf mchte ich aber in einem zweiten Teil noch nher eingehen.
Nun ja, dass es dann rausgekommen ist, daran ist meine Mama Schuld. Eines Abends erwhnte sie vor meinem Freund (natrlich gaaanz zufllig), dass ich ja so toll stricken und hkeln knne. Und so nahm alles seinen Lauf.
Mein Freund hat es gut aufgenommen und wollte natrlich mehr wissen und vor allem, ob meine Mama Recht hatte. Und so kam dann bei mir eins zum anderen. Ich habe einen Bandscheibenvorfall bekommen und lag flach. Natrlich habe ich nach einiger Zeit vor meinem Partner das Stricken angefangen...was htte ich auch sonst im Liegen tun sollen? Eines Abends fassten wir den Entschluss einen Woll-Shop zu grnden. So begann dann mein eigentlich 'geheimes' Hobby zu einem sehr offenen Hobby zu werden. Geht ja quasi nicht anders.
Und so habe ich meine Angst mit der Zeit berwunden. Ich habe mich sehr lange auerhalb meiner Komfortzone bewegt, vor allem damals beim Posten. Seit aber jeder in meinem Freundeskreis, in meinem Beruf oder in meiner Familie das wei, lebt es sich wirklich leichter. Man kann frei von seinem Hobby erzhlen und erntet sogar das ein oder andere Mal Lob dafr. Besonders oft hre ich: 'Tami, das sieht ja richtig cool aus, was du das machst. Das htte ich garnicht gedacht.' Ich habe einen Freund, der tatschlich jeden einzelnen Beitrag kommentiert und liked und supported. Geht das noch besser?
Wundern uns die Reaktionen der Community? Nein, oder? Weil jeder von uns wei, dass Handarbeiten im Allgemeinen oder eben insbesondere ein Woll-Hobby oft als 'altbacken' angesehen werden. Und ich glaube, dass genau hier das Wolldenken hakt. Meiner Erfahrung nach 2,5 Jahren 'freies Wolle suchten und verarbeiten' ist, dass man selbstbewusst an die Sache rangehen kann. Wir knnen etwas, was nicht viele knnen und haben uns, was enorm wichtig ist.
Aber nachdem ich auch darauf gerne genauer eingehen mchte, splitte ich diesen Beitrag in zwei Blogposts auf. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Reaktionen und Kommentare. Ich wei, dass ich damit nicht alleine bin.
Gestrickt wurde schon von Kindheitstagen an. Die Idee zu dem Shop entstand dann aber spontan, whrend einer langen Krankheitsphase. Seitdem wchst Knitloop - wie ein schnes Strickprojekt - von Zeit zu Zeit. Ein Traum wird war.
Meine erste Erinnerung ans Stricken kommt von meiner Mama. Sie ist eine leidenschaftliche Strickerin und hat einen Laden erffnet, als ich 13 war. Ich habe sehr viel Zeit in ihrem Geschft verbracht und sie und ihre Freundinnen beim Stricken aller mglichen Projekte beobachtet. Wenn ich mich unbeobachtet fhlte, habe ich die Nadeln in die Hand genommen und versucht, die Bewegungen nachzuahmen, die ich vorher beobachtet hatte. So habe ich immerhin das Aufnehmen von Maschen und glatt rechts stricken gelernt. Da ich aber in der Schule sehr viel zu tun hatte, habe ich das Stricken nicht weiterverfolgt.
Ja! Es war eine Mtze im 2x2 Rippenmuster, flach gestrickt und dann an zwei Seiten zusammengenht. Ich erinnere mich, dass ich ein YouTube-Tutorial aufgesprt hatte und das wieder und wieder abgespielt habe, um die einzelnen Arbeitsschritte nachzuarbeiten. Keine Ahnung, warum ich mir kein Video fr eine rundgestrickte Mtze gesucht habe, denn die Nhte der Mtze waren einfach eine Katastrophe.
Ich stehe natrlich fr mein Label Rastus Knits in der ffentlichkeit, aber ohne die Hilfe meines Mannes wrde ich nicht erfolgreich arbeiten knnen. Er hat einen unschlagbaren Sinn fr Muster und Farben, viel besser als ich, und er ist sehr methodisch und detailorientiert. Wenn ich eine Idee habe, bespreche ich sie mit ihm, und er gibt mir konstruktive Vorschlge zur Umsetzung und weist mich auf Detailfragen hin, die ich bis dahin noch nicht bedacht habe. Auerdem liebt er es, Fair Isle Muster zu gestalten. Das heit, er stellt die Muster zusammen und bestimmt die Farben, und ich stricke diese dann nach. Da er aber eine sehr zurckhaltende Persnlichkeit ist, bleibt er lieber hinter den Kulissen. Ganz anders als ich! ?
Auf Pascuali wurde ich aufmerksam, als Paul mir ber Instagram eine Nachricht schickte. Darin stellte er das Unternehmen vor und fragte mich, ob ich gerne Designs aus Pascuali-Garnen entwerfen wrde. Ich bin so froh ber diese Nachricht, den ich ziehe sehr viel Inspiration aus den verschiedenen Garnen von Pascuali.
Das ist eine knifflige Frage! Bisher habe ich mit Balayage, Saffira und Maximo gearbeitet, und ich liebe alle drei Garne. Sie sind allerdings schwer zu vergleichen, denn jedes Garn hat seine unverwechselbaren Eigenschaften, die es einzigartig machen, und jedes Garn eignet sich fr eine bestimmte Art von Projekten und Designelemente. Eigentlich mag ich die Garne von Pascuali genau deshalb: Sie sind so verschieden, aber alle sind sehr hochwertig und perfekt, um daraus herrliche Strickwaren herzustellen.
Mich faszinieren die geometrischen Linien und Formen aus der Architektur. Wenn man sie genauer betrachtet und analysiert, fllt auf, wie einfach diese Linien im Grunde sind. Mit rechten Winkeln und der richtigen Anordnung zueinander entstehen die erstaunlichen optischen Effekte. Wenn ich also ein Design entwerfe, achte ich immer darauf, nur ein oder zwei Designelemente zu verwenden und sicherzustellen, dass diese entweder fr sich allein funktionieren oder aber einander ergnzen, um damit den gewnschten Effekt zu erreichen.
Ich schaue mir viele Modenschauen an und lese sehr viele Modemagazine und Modeblogs. Dies sind meine Quellen, um mich ber die aktuellen Trends zu informieren. Diese kombiniere ich dann mit meinem eigenen Sinn fr sthetik, Mustern und Formen, die ich in meiner Umwelt wahrnehme, den Farben eines Kunstwerks oder der Natur. Wenn man mit wachen Augen seine Umwelt betrachtet, gehen einem nie die Inspirationsquellen aus.
Taiwan ist ein tropisches bzw. subtropisches Land. Daher haben wir nicht so ein kaltes Klima, wie es in vielen anderen Lndern vorherrscht. Dennoch gibt es eine Strick-Community in Taiwan, die dieses Handwerk lieben. In Taiwan gibt es viele Wollgeschfte, sowohl stationre als auch Online-Shops, und die Zahl der Garnanbieter und auch die Zahl der Handfrber steigt stetig. In den letzten Jahren steigen immer mehr junge Leute in das Hobby ein und lassen sich inspirieren durch all die Fasern und Farben, zu denen wir jetzt so leicht Zugang haben.
Mein langfristiges Ziel ist, ein Strickdesigner zu werden, der fr seine unisex-Designs bekannt ist, fr durchdachtes und modernes Design von Kleidung und Accessoires. Bisher waren Accessoires wie Tcher oder Mtzen meine Komfortzone, und ich habe gerade erst mein erstes Kleidungsstck verffentlicht. In den nchsten Jahren mchte ich mich mehr auf Kleidung konzentrieren und dabei verschiedene Stile und Formen umsetzen und verschiedene Techniken anwenden, um meine persnliche Vision von unisex-Kleidung sichtbar zu machen.
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