Möchte man Einbruchs-Verhütung betrieben, so sollte man sich
zuallererst mit den Gepflogenheiten des EINBRUCHS befassen und so
damit vertraut machen, daß man sich selbst mit Spitzeneinbrechern
messen könnte. Aus diesem Grunde betreiben wir von BRAVI POLITECNICA
sehr intensive Einbruchsforschung. Af Grund dieser Forschung machten
wir schon vor mehreren Jahren Feststellungen, die uns veranlaßten,
nach qualifizierten Methoden der Einbruchsmeldung zu suchen. Als wir
eine erstklassige Methode gefunden hatten, sahen wir uns veranlaßt,
Produkte und Installation der bis dahin verwendeten konventionellen
Produkte einzustellen, denn wir hatten festgestellt:
Mit Hilfe eines Kompasses kann man von außen feststellen, wo auf der
Innenseite eines Fensters oder einer Tür magnetische Öffnungsmelder
angebracht sind, und welche Polarität sie aufweisen.
Mit Hilfe eines starken Magneten - wie z.B. Schlosser benützen, um
Metallteile auszurichten - kann man dann die innen angebrachten
Magnetschalter so beeinflussen, daß das Öffnen der Tür oder des
Fensters nicht mehr gemeldet wird.
Das Anbringen mehrerer Innenmagnete für einen Schalter ist nicht
möglich, da sie sich zwangsläufig gegenseitig stören. Das Anbringen
mehrerer Schalter oder eines Magneten ist sinnlos, da immer nur ein
Magnetfeld aktiv ist, und wenn dieses beeinflußt wird, so werden auch
alle Schalter schach-matt gesetzt, di eer betätigt hat. Auch das
Anbringen mehrerer getrennter Schaltgruppen ist sinnlos, da sie ja mit
dem Kompaß ermittelt werden können.
WIR HATTEN FESTGESTELLT:
Mechanische Erschütterungsmelder und Körperschallaufnehmer können
nicht immer angewandt werden, da sie zu häufigem Fehlalarm neigen.
Stellt man sie so unempfindlich, daß sie keinen Fehlalarm auslösen, so
ist die Funktion nicht immer garantiert.
WIR HATTEN FESTGESTELLT:
Quecksilber-Erschütterungsmelder neigen im Sommer zu überhöhter
Funktion und damit zu häufigem Fehlalarm, während sie im Winter unter
Umständen gar nicht funktionieren. Außerdem können sie durch Kälte
ausgetrickst werden und reagieren nicht auf kurze Stockschläge!
WIR HATTEN FESTGESTELLT:
Elektronische Glasbruchsensoren minderer Qualität können oft schon mit
Selbstklebefolie ausgetrickst werden; die von gehobener Qualität
können mit einem einfachen Kohlensäurefeuerlöscher von außen so
unterkühlt werden, daß sie beim Glasbruch nicht mehr funktionieren. Es
bleiben bei dieser Methode nicht einmal Spuren der Manipulation, da
die Kohlensäure verdunstet!
Glasbruchsensoren nur auf Thermoscheiben - zwei Scheiben -
anzubringen, ist sinnlos, da die innere und die äußere Scheibe durch
eine Leichtmetallschiene und zwei Kunsttoffschichten zwar
zusammengehalten, aber auch physikalisch voneinander getrennt werden.
Der raumseitig auf der Innenscheibe angebrachte Sensor meldet also
nicht, wenn die Außenscheibe vorsichtig eingeschlagen und entfernt
wird!
Daß Magnetschalter durch künstliche Magnetfelder und Quecksilber-
Erschütterungsmelder sowie piezoelektrische Glasbruchmelder durch
Kohlensäuregas außer Betrieb gestellt werden können, ist nicht nur
unsere Feststellung; auch fachautor Günter Wahl weist in seinem
Fachbuch "Minispione - Band 6" darauf hin. Das bedeutet, daß dies
unter guten Technikern allgemein bekannt ist!
WIR HATTEN FESTGESTELLT:
Ultraschall- und Microwellen Bewegungsmelder - Radar - können zwar
nicht ausgetrickst werden, sie neigen jedoch - physikalisch bedingt -
zu häufigen Fehlalarmen.
WIR HATTEN FESTGESTELLT:
Infrarot-Bewegungsmelder sind zwar recht zuverlässig, und sie neigen
auch nicht zu übermäßigem Fehlalarm, aber sie sind - physikalisch
bedingt - relativ leicht zu überlisten!
Infrarot-Bewegungsmelder melden nicht die Bewegung als solche - wie
der Name fälschlicherweise vermuten läßt - sondern die Bewegung von
Wärme, die sich bewegt. In diesem Fall ist es die Wärme, die von
menschlichen Körpern - sprich Einbrechern - ausgeht. Diese Wärme
beträgt in der Regel 28-30 Grad Celsius. Sich bewegende kalte
Gegenstände wie z.B. Vorhänge, hängende Dekorationen, herabfallende
Pflanzenblätter usw. werden von Infrarot-Bewegungsmeldern nicht
erfaßt. Auch Bewegungen von Personen - Einbrechern - die z.B. im
Hochsommer - bei Temperaturen stattfinden, die annähernd der von
menschlichen Körpern abgegebenen Wärme entsprechen oder darüberhinaus
liegen, werden von Infrarot-Meldern nicht wahrgenommen. Einbrecher
profitieren von dieser physikalischen Gesetzmäßigkeit, um Infrarot-
Melder auszutricksen.
Mit einem Druck-Spritzgerät - oft schon einer Kinderspielzeugpistole -
sprühen Einbrecher die Infrarot-Meldegeräte z.B. mit etwas verdünnten
Acryllack an, wodurch die Funktion des Melders aufgehoben wird, und
brechen dann ein. Dies ist, nachdem sie entweder einen Magnetschalter
oder einen Glasbruchsensor überlistet haben, ohne weiteres möglich;
sie müssen nur darauf achten, daß der Spalt, durch den sie die Melder
anspritzen, nicht so groß ist, damit ihre Körperwärme nicht
wahrgenommen wird - z.B. ein kleines Loch in einer Glasscheibe oder
nur ein dünner Spalt einer offenen Tür oder Fenster - 3-5 cm.
WIR HATTEN FESTGESTELLT:
Scharfschalteinrichtungen für Alarmanlagen sollten im überwachten Raum
angebracht oder - wenn das nicht möglich ist - so manipulationssicher
sein wie nur möglich.
Zu oft haben einbrecher durch Herausziehen oder Aufbohren des
Schaltschlosskernes eine Alarmanlage schachmatt gesetzt.
Heutzutage - durch Anwendung von Akkubohrmaschinen und Titanbohrer -
haben sie es noch einfacher, da diese härteste Metalle bearbeiten
können! Selbst ein optoelektronisch überwachtes Herausziehen der
Schaltnase im Zylinder hilft da nicht viel, da durch die Aufbohrung
des Kernes das Herausziehen nicht mehr nötig ist.
WIR HATTEN FESTGESTELLT:
Alarmsirenen, die nich tmindestens in fünf Metern Höhe oder höher
installiert werden können oder irgendwie - z.B. durch Dachschräge am
Hang, über Garagendach, Balkon, anliegende Bäume etc. - erreicht
werden können, stellen für Einbrecher kein Hindernis dar.
Nachdem die Einbrecher Papier oder Plastikfolie um die erreichbare
Sirene gewickelt haben, schäumen sie diese mit gewöhnlichem
Montageschaumstoff - Polyurethan aus der Spraydose - aus dem
Supermarkt um! Früher haben sie sie eingeschäumt; um im Gehäuse
eingebaute Schalter zu umgehen, schäumen sie jetzt nur noch um! Am
besten wäre es, man hätte unsichtbar installierbare Sirenen!