Kurznachrichten
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Ueberfluessiges ueberfluessig verpackt
Die Stiftung Warentest hat dem "Airfresh Duftstecker" von Reckitt & Colman
die fragwuerdige Auszeichnung "Muellpackung des Monats" verliehen. Das
elektrische Geraet, das "fruehlingsfrischen Blumenduft" in deutsche
Wohnungen bringen soll, ist nicht nur viel zu aufwendig verpackt. Es ist
auch vollkommen ueberfluessig. Die Wohnung sauber halten und regelmaessig
Lueften ist wirkungsvoller und obendrein gesuender.<
Bering-See droht Ueberfischung
Nachdem bereits die meisten Fanggruende im Nordatlantik leergefischt sind,
ist nun die Beringsee zwischen Alaska und Sibirien dran. Jaehrlich werden
dort ueber Zwei Milliarden Kilo Fisch aus der See geholt, um vor allem als
Fischstaebchen und "Fish-Burger" der amerikanischen Fast-Foodketten zu
enden. Erstes Opfer dieser UEberfischung fuer Mc-Burger und Co. sind die
Seeloewen. Deren Population ist aufgrund von Nahrungsmangel seit den 70er
Jahren um 80 Prozent gesunken.<
Die meisten Pflanzen sterben aus
Bis zum Ende des naechsten Jahrhunderts werden zwei Drittel aller
Pflanzenarten ausgestorben sein. Das fuerchten zumindest internationale
Botaniker. Deutsche Auto-Politiker wie Schroeder, Muentefering, Stoiber
und Co. tun derzeit alles, um diese Befuerchtungen wahr werden zu lassen.<
Sklaverei lebt
Vor rund 100 Jahren wurde die Sklaverei auch im letzten Winkel
Suedamerikas offiziell abgeschafft. Trotzdem: Menschenrechtsorganisationen
schaetzen, dass heute immer noch etwa 27 Millionen Menschen als Sklaven
gehalten werden.<
Reinen Tabak gibt's nicht
Raucher, die glauben in ihrer Zigarette stecke nichts als Tabak, sind auf
dem Holzweg. Laut Time verwende die europaeische Zigarettenindustrie
schaetzungsweise 600 Zusatzstoffe, um den "Geschmack nach Freiheit" in
ihre Glimmstengel zu bringen.<
6 Milliarden
Seit vergangenen August leben erstmals mehr als 6 Milliarden Menschen auf
unserem Planeten. Waehrend Indien mit nun rund 1 Milliarde Einwohnern zu
den Laendern mit den hoechsten Zuwaechsen zaehlt, geht die Bevoelkerung in
Russland weiter drastisch zurueck. Taeglich werden es dort 1.000 weniger.<
Ungleichheit waechst
Auch im Zeitalter des Internets, das angeblich die Menschen rund um den
Globus gleicher machen soll, waechst die Ungleichheit. Denn nur, wer Geld
hat, kann einen Computer kaufen. Waehrend ein US-Amerikaner
durchschnittlich nur einen Monat lang arbeiten muss, um sich einen
Internet faehigen PC kaufen zu koennen, muss ein Mensch in Bangladesch 8
Jahre lang dafuer arbeiten - vorausgesetzt er bekommt ueberhaupt einen
bezahlten Job.<
Schuldendienst statt Gesundheitdienst
Tanzania ist nicht nur ein bei Naturtouristen beliebtes Reiseland.
Tanzania ist auch bis ueber den Kopf bei westlichen Banken verschuldet.
Das ostafrikanische Land muss deshalb neun mal mehr Geld fuer den
Schulddienst aufbringen, als es fuer den Gesundheitsdienst uebrig hat.<
Firmen ohne Arbeiter
Suedafrikanische Firmen sind um ihre Zukunft besorgt. Grund: Ihnen sterben
die Arbeiter weg. Bei der gegenwaertigen Infektionsrate von jaehrlich
580.000 neuen AIDS-Faellen in Suedafrika, schaetzt die UN, dass dem Land
in den kommenden 6 Jahren 20 Prozent seiner Arbeitskraefte fehlen werden.
Woechentlich werden mehrere tausend Menschen in Suedafrika an AIDS
sterben. Bereits jetzt gibt es dort 2,2 Millionen Waisenkinder, deren
Eltern an der Immunschwaeche gestorben sind.<
21 Millionen
Welweit sind 21 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg,
wirtschaftlicher Not und vor den Folgen oekologischer Katastrophen. Die
meisten Fluechtlinge, ueber 6 Millionen, muessen in Afrika versorgt
werden. Allein Tansania, das nicht einmal genug Geld hat, um die
Gesundheitsversorgung der eigenen Bevoelkerung zu gewaehrleisten, muss
540.000 Fluechtlinge aus Burundi und der Kongo-Region versorgen.<
Abdruck und Vervielfaeltigung nur mit Genehmigung von
Umwelt- und Nord-Sued-Nachrichten (uns)
Belegexemplare erwuenscht
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Umwelt- und Nord-Sued-Nachrichten (uns)
Norbert Suchanek
Siemensstr.13
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Es reicht nicht, nur die Dunkelheit zu verfluchen.
Es ist genauso notwendig, ein Licht anzuzünden.
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