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*Bullenuebergriff in Bochum auf sogenannte "Auslaender" und "Penner" am*
*Tag der Menschenrechte*
*Freiheit fuer Kambal!*
*Gegen Polizeiuebergriffe*
*auf "AuslaenderInnen"*
*Obdachlose und Unangepasste!!!*
eine angebliche sachbeschaedigung wurde von der bullerei als vorwand
benutzt, um gegen sechs menschen mit einem grosseinsatz vorzugehen. die
situation in der nacht, ohne zeugen, die uebermacht der polizei und die
gesellschaftliche position der betroffenen gab den bullen die gelegenheit,
ihre diskriminierende einstellung und ihren sadismus auszuleben. der
einsatz spiegelt die braune scheisse in den koepfen der bullenschweine
wieder.
*Was im einzelnen geschah:*
in der nacht zum 11.12.98 waren sechs junge, teilweise angetrunkene
menschen lautstark singend auf dem nachhauseweg von einer party. an der
oskar-hoffmannstr. wurden sie von (zivi-)bullen ueberfallen.
unverstaendlicherweise kam es zu einem grosseinsatz mit 25 polizeiwagen
und 50-70! bullen. die sechs personen wurden handlungsunfaehig gemacht.
eine gefesselte person wurde vom boden aufgehoben und mit dem kopf so
stark in die windschutzscheibe eines wagens gestossen, dass diese
zersprang. der zynische kommentar der polizistInnen: "jetzt bekommst du
noch ne anzeige wegen sachbeschaedigung!" diese erst zu diesem zeitpunkt
durch die polizei selbst verursachte "Sachbeschaedigung" benutzte sie im
nachhinein zur rechtfertigung des einsatzes (siehe "ruhr-nachrichten").
die schlaegerInnen in gruen behandelten die nicht so sauber und ordentlich
aussehenden personen rassistisch, sexistisch und menschenverachtend, diese
gesinnung wird durch folgende aussagen der bullen deutlich: "eine bessere
show kriegen wir nirgendwo fuer bezahlt." "das sind keine menschen, also
behandeln wir sie auch wie arschloecher-, ne arschloch?" "fuer die
knaeste viel zu gut, wir sollten gruben fuer sie graben." zu einer: "sei
froh, dass du nicht in der tuerkei bist, sonst wuerden wir was ganz
anderes mit dir machen!"
*kaum zu glauben!"*
die bullen stellten kambal, einen mann aus dem sudan, an eine wand und
durchsuchten ihn. kambal sprach von wuerde und verlangte eine menschliche
behandlung. daraufhin zogen die bullen ihn zwischen die autos, wo sie
glaubten nicht gesehen zu werden, und traten mit mehreren leuten und
sichtlicher befriedigung solange auf ihn ein, bis er sich nicht mehr
bewegte. (dies haette durchaus seinen tod zur folge haben koennen und
waere als mordversuch gewertet worden, wenn das opfer ein polizist gewesen
waere.) dabei wurde ihm wahrscheinlich der arm gebrochen - vielleicht noch
mehr. er schrie nach einem arzt. dieser wurde jedoch zumindest waehrend
des gesammten polizeigewahrsams (ungefaehr 10 Stunden), in das die sechs
menschen gebracht wurden, nicht geholt - ausser zur blutabnahme. die fuenf
leute mit deutschen pass wurden nach drei bis zehn stunden wieder
rausgelassen, weil die polizei seolbst sagte, es handle sich um eine
kleinigkeit, waehrend kambal in eine justizvollzugsanstalt (jva)
ueberwiesen wurde.
es ist dreist, dass mit dem kopf eines festgenommenen von den bullen eine
windschutzscheibe kaputt gehauen wird und der festgenommene anschliessend
eine anzeige wegen sachbeschaedigung bekommt. es hat die dieselbe zynische
logik, wenn ein unschuldiger mensch brutal verletzt wird und dann in haft
bleiben muss.
leute, die sozial, finanziell und juristisch benachteiligt sind (z.b.
auslaenderinnen, obdachlose...) haben keine lobby, deshalb sind sie
gegenueber der polizeilichen willkuer vollkommen wehrlos.
daher ist es unbedingt notwendig, dass wir uns zusammen tun und gemeinsam
gegen staatliche und jede andere repression, rassismus und sexismus
kaempfen!
*Wir fordern:*
- die sofortige freilassung des immernoch gefangen gehaltenen freundes
kambal
- die sofortige einstellung der verfahren gegen die betroffenen personen
- dass die verantwortlichen polizistInnen zur rechenschaft gezogen werden
- eine oeffentliche entschuldigung der polizei
- das ende der verharmlosung der brutalen gewalteinsaetze der polizei
durch die gdp (gewerkschaft der polizei)
die forderungen werden unterstuetzt von:
unangepassten jugendlichen, plenum gegen rassismus, antifa f.a.u.s.t.,
roma-unterstuetzerInnen-gruppe, antifa café anders, referat fuer grund-
und freiheitsrechte, referat fuer internationalismus/antimilitarismus,
autonomes auslaenderInnenreferat im asta der ruhruniversitaet bochum,
yxk-(verband der studentInnen aus Kurdistan), notstand, btoed (verein der
studierenden aus der tuerkei), asj (anarchosyndikalistische jugend),
medizinische fluechtlingshilfe
in diesem sinne rufen wir auf zur:
*DEMONSTRATION*
*Samstag, 19.12.1998*
*12:00 Uhr*
*am ENGELBERTBRUNNEN/KORTUMSTR.*
*BOCHUM*
wir hoffen auf unterstuetzung
kontaktadresse:
soligruppe gegen bullenuebergriffe und fuer freiheit fuer kambal
c/o bahnhof langendreer
wallbaumweg 108
44894 bochum
fax: 0234-235037
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Nicht wer sich gezwungen in Gefahr begibt ist tapfer,
noch wer aus Uebermut der Gefahr entgegenlaeuft,
sondern nur, wer um seine Erkenntniss willen auf
sich nimmt, was die Pflicht des Gewissens fordert.
(Erich Muehsam)
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