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Treffen der Aktionsbuendnisse Mecklenburg-Vorpommern

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Thomas Wendt

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Jan 23, 2000, 3:00:00 AM1/23/00
to
Für soziale Gerechtigkeit Bewusstsein bilden
- Aktionsbündnisse im Erfahrungsaustausch

Ostsee-Zeitung Lokalausgabe Doberan 24.01.2000
[über eine Veranstaltung am 22.01.2000]

Bad Doberan. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Gesprächsrunden auf
die Probleme in der Arbeitswelt und im sozialen Bereich aufmerksam zu
machen, dieses Ziel verbindet alle Aktionsbündnisse aus Mecklenburg-
Vorpommern, die sich am Samstag in Bad Doberan trafen, gleichermaßen.
Grund für das hiesige Aktionsbündnis "Für Arbeit und soziale
Gerechtigkeit", zu diesem Erfahrungsaustausch einzuladen. Und Vertreter
von Gruppen aus Rostock und Schwerin kamen.

Das Bad Doberaner Bündnis findet seinen Ursprung im März 1997 mit einer
ersten Montagsdemonstration für die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Gegründet unter anderem von der Landtagsabgeordneten Beate Mahr (SPD) und
Pastor Andreas Timm beteiligen sich inzwischen in dem losen Verband acht
Gruppierungen, der Wohlfahrts- und Gewerkschaftsverbände ebenso
einschließt wie Parteien und evangelische Kirche.

Eines zeichnete sich in allen Bündnissen ab: Die Mobilisierung der
Gruppen, die eigentlich betroffen sind, die "Arbeitslosen" und "sozial
Schwachen" - wenn man sie überhaupt als eine Personengruppe so
zusammenfassen will, ist häufig das eigentlich Komplizierte. Die
Ergründung dieses Phänomens, die Suche nach Möglichkeiten der
Einflussnahme für Veränderungen und eine mögliche Koordinierung bei
bestimmten Aktionen waren die Hauptanliegen der Zusammenkunft.

Wenn heute von Arbeit gesprochen wird, gibt es mindestens zwei Aspekte,
die damit einhergehen. Zum einen ist es eine Tätigkeit zur Deckung der
materiellen Bedürfnisse. Hinzu kommt aber ein weit wichtiger und für die
Erreichbarkeit der anzusprechenden Gruppe tragender Gesichtspunkt, darauf
machte vor allem Andreas Timm aufmerksam. "Arbeit haben" ist notwendig
verbunden mit Achtung und Stellung in der Gesellschaft. Allein die
Überwindung zum Bekenntnis und die psychische Bewältigung von
Arbeitslosigkeit fordert die Kraft des einzelnen. Mutlosigkeit ist häufige
Folge. Deshalb, darüber war man sich am runden Tisch einig, sind
diejenigen, die in Beschäftigung sind, verpflichtet, Aufmerksamkeit und
Empfindlichkeit des Themas in die Politik, zu den sogenannten
"Entscheidern", zu transportieren.

Die Frage nach dem "Wie?" regte das Interesse der Beteiligten. Während in
Bad Doberan der Zulauf zu den Demonstrationen zurückging, von ursprünglich
500 waren es zuletzt 1998 nurmehr 50 Teilnehmer, rückten thematische
Diskussionen in den Vordergrund. In der Vergangenheit unter anderem
anlässlich des Natoeinsatzes im Kosovo "Frieden - leicht gesagt, schwer
getan" oder aber "Halt dich nicht raus, sei dabei!". In Rostock versucht
das "Bündnis Arbeit für alle" die Koalitionsparteien der Bürgerschaft -
PDS und SPD - an ihre Grundsatzvereinbarungen im sozialen Bereich mit
Anfragen zu hinterfragen. Einhellige Ansicht: nachahmenswert.

Im Herbst treffen die Bündnisse mit dem Vorhaben, Thesen zur "Arbeit und
sozialer Sicherung" zu verfassen, zusammen. K. H.

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Mehr Informationen zum Aktionsbündnis unter:
"http://www.sjd-falken.de/aktionsb.htm"

im Moment wird die Domain konnektiert, daher sicherer:
"http://212.223.54.244/aktionsb.htm"

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