USA: Land der unbegrenzten Moeglichkeiten - nur fuer Energiefirmen
Kohle statt Indianer
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Der Zugang zu Weideland und Wasserquellen wird ihnen verweigert, ihr
Vieh beschlagnahmt, ihr Lebensraum weggenommen: Dies klingt wie eine
Meldung aus vergangenen Jahrhunderten, als europaeische Eroberer und
Einwanderen mit brutalsten Methoden Amerikas indigenen Voelkern das
Land raubten. Doch der Eindruck ist falsch. Denn dies geschieht
heute, nicht am Anfang, sondern am Ende des 20. Jahrhunderts. Und es
geschieht auch nicht in irgendeinem Dritte-Welt-Staat, sondern im
(finanziell) reichsten Land der Erde, den USA. Betroffen sind die
Navajo-Indianer im Bundesstaat Arizona. Die Ureinwohner haben das
Pech, dass US-amerikanische Energieunternehmen auf dem Navajo-
Stammesgebiet namens Black Mesa die groessten Kohlevorkommen der USA
entdeckt haben. Etwa 12.000 Indianern mussten deshalb bereits ihre
Heimat verlassen. Die restlichen dort noch ausharrenden 2000
Mitglieder des Navajo-Volkes, das sich selbst Dineh nennt, haben
ebenfalls den letzten Ausweisungsbefehl bekommen. Am 1. Februar
2.000 droht ihnen nun die Zwangsumsiedlung. Die Kohleunternehmen
wollen endlich mit dem Tagebergbau in der Black Mesa beginnen.
Um die Zwangsumsiedlung der Dineh und den Verlust ihres
Stammesgebietes quasi in letzter Sekunde noch zu verhindern startete
nun die Menschenrechtsorganisation FIAN eine internationale
Eilaktion. "Hoefliche" Protestbriefe aus aller Welt sollen die
Regierung der USA erweichen und den Navajo ihr Recht auf ihre
traditionellen Lebensgrundlagen zurueckgeben und sichern. "Wenn die
Dineh gezwungen werden, ihr Stammesland zu verlassen, so verlieren
sie den Zugang zu ihren Lebensgrundlagen und sind deshalb akut von
Hunger und Unterernaehrung bedroht", schreibt das FoodFirst
Informations und Aktions-Netzwerk. Und jene, die bereits ihr Land
verlassen mussten, kritisiert FIAN weiter, seien unter Bedingungen
angesiedelt worden, die ihnen weder eine Chance bieten, ihren
Lebensunterhalt durch traditionelle Viehzucht zu verdienen, noch
gebe es eine andere Einkommensschance fuer die umgesiedelten
Navajo.
Weitere Infos:
FIAN - Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Overwegstr. 31; D-44625 Herne
Tel. ++49-2323-490099, Fax: ++49-2323-490018
Internet: http://www.fian.de
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