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UZ04: "Meine Schuld ist, Kurdin zu sein"

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UZ-Redaktion

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Jan 27, 2000, 3:00:00 AM1/27/00
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*Autobiographie*
>>"Meine Schuld ist, Kurdin zu sein"

Die Kurdin Devrim Kaya hat ihre bemerkenswerte
Lebensgeschichte aufgeschrieben. Ihre Erlebnisse sind
zuviel für ein ganzes Leben: geboren in Deutschland,
als kleines Kind von ihren Eltern in die Türkei zu
Verwandten abgeschoben. Als junges Mädchen erlebte
sie Verfolgung, Gefängnis und Folter. Vor einem
erneut drohenden Zugriff des türkischen Militärs
musste sie flüchten - zunächst nach Istanbul, dann
nach Deutschland... Lange Jahre muss sie für ihre
Anerkennung als politisch Verfolgte kämpfen. In
dieser Zeit lebt sie versteckt - angewiesen auf die
Unterstützung einer deutschen Frau, die ihr die
Freundschaft anbietet. Das Buch ist unter dem Titel
"Meine einzige Schuld ist, als Kurdin geboren zu sein
- Eine junge Frau auf der Flucht vor türkischer
Folter und deutscher Justiz" im Campus Verlag
Frankfurt/New York erschienen.

Im Vorwort schreibt die Autorin: ,,Ich schreibe
dieses Buch aus einer Situation heraus, die wohl kaum
einer meiner Leser je erleben wird. Im Deutschland
des Jahres 1997 bin ich gezwungen, mich zu
verstecken. Ich habe kein Verbrechen begangen. Meine
einzige Schuld ist, als Kurdin geboren zu sein. Ich
weiß nicht, welche Zukunft mich erwartet... Ich lebe
nur täglich in der Angst, verhaftet und an die Türkei
ausgeliefert zu werden. Dort erwarten mich Folter und
unter Umständen auch der Tod. Bevor ich jedoch
sterbe, möchte ich die Wahrheit über mein Leben zu
Papier bringen...”

Anfragen zu Buchlesungen mit Devrim Kaya können
gerichtet werden an: Roland Wanitschka, Postfach
1144, 99801 Eisenach, Tel. u. Fax: (03691) 1/21 25
48.

aus *UZ* unsere Zeit, Zeitung der DKP, Nr.04
28. Januar 2000
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