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Sozialismus und Demokratie schließen sich aus, da es Gegensätze sind !
nur so als Hinweis
Grüße
Tobias Huch
>Sozialismus und Demokratie schließen sich aus, da es Gegensätze sind !
Auch eine soziale Demokratie ist möglich. Zumindest theoretisch.
Ich hoffe, so was lernst du nicht in der Schule...
Demokratie ist eine Herrschaftsform, Sozialismus eine Wirtschaftsform.
Genau wie es den Kapitalismus in einer Demokratie und einer Diktatur geben
kann, kann es (theoretisch)
den Sozialismus in Demokratie und Diktatur geben.
Da liegt der Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus.
Sozialismus ist nicht unbedingt das, was Honecker vorgemacht hat.
Dirk-Hinrich
PS: Das war nur mein kleiner Beitrag zur Allgemeinbildung, kein Plädoyer für
den Sozialismus...
>Sozialismus und Demokratie schließen sich aus, da es >Gegensätze sind !
(...)
Wenn Du unter "Demokratie" die parlamentarische Republik meinst, hast Du
recht, die sind wirklich Gegensätze, weil der Parlamentarismus nur eine von
mehreren Ausdrucksformen des Kapitalismus ist.
Der Sozialismus (nicht zu verwechseln mit dem Stalinismus in China, in der
SU und in Osteuropa) ist wesentlich demokratischer als das was in
Mitteleuropa als Demokratie bezeichnet wird. Der Sozialismus ist zwar
ebenfalls eine Klassengesellschaft, aber es regiert die Klasse der die
überwältigende Mehrheit der Bevölkerung angehört.
[..]
Ok, ich muß zu meinem Posting hinzufügen:
Es gibt offensichtlich viele Auffassungen davon, was Sozialismus ist
(Interessant ist auch der Sozialismus, auf den sich die SPD beruft...),
aber die Definition, die Demokratie und Sozialismus als grundsätzliche
Gegensätze sieht, ist auf jeden Fall nur eine von vielen (und nicht gerade
die zutreffendste).
Dirk-Hinrich
BTW:
>Der Sozialismus ist zwar
>ebenfalls eine Klassengesellschaft, aber es regiert die Klasse der die
>überwältigende Mehrheit der Bevölkerung angehört.
Das ist dann allerdings ein Gegensatz zur Demokratie.
F'up to de.soc.politik.misc
>Der Sozialismus ist zwar
>ebenfalls eine Klassengesellschaft, aber es regiert die Klasse der die
>überwältigende Mehrheit der Bevölkerung angehört.
Wobei ich auch als überzeugter Sozialist es nicht leiden könnte, wenn
die dümmsten der Dummen regieren würden. Man sollte es vielleicht besser
so ausdrücken, daß die Machthaber weniger Machtinteressen haben
(sollten).
Nehmen wir doch einfach mal die von Marx und Engels: Soizialismus ist nach
deren Definition die Vorstufe zum Kommunismus. Also eine Klassengesellschaft
in der das Proletariat regiert. Sozialismus bedeutet einfach die Umkehrung
der bestehenden Machtverhältnisse und, das ist ebenfalls ziehmlich
wesentlich, die Überführung der Produktionsmittel einer Gesellschaft in
kollektives Eigentum.
>(...) aber die Definition, die Demokratie und Sozialismus als
>grundsätzliche Gegensätze sieht, ist auf jeden Fall nur eine von >vielen
(und nicht gerade die zutreffendste).
Sie basiert auf einer neudefinition der Begriffe "Sozialismus" und
"Demokratie".
>>Der Sozialismus ist zwar ebenfalls eine Klassengesellschaft, aber >>es
regiert die Klasse der die überwältigende Mehrheit der >>Bevölkerung
angehört.
>Das ist dann allerdings ein Gegensatz zur Demokratie.
Die Herrschaft der Mehrheit steht im Widerspruch zur Demokratie?
In diesem Zusammenhang wäre es vielleicht interessant, wenn Du mal erklären
würdest, was Du unter "Demokratie" verstehst.
Dieter
--
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Kleine Erläuterung:
Du sagst, der Sozialismus ist eine Klassengesellschaft, in der eine Klasse
regiert, nämlich das Proletariat.
Nach dieser Auffassung sind also andere Klassen von den Entscheidungen über
die Gesellschaft ausgeschlossen.
Das ist ein Gegensatz zur Demokratie, die allen Menschen, da sie gleich an
Würde und gleichwertig sind, gleichwertig direkt mitentscheiden läßt.
(Unsere "Demokratie" ist auch keine Demokratie im engeren Sinne, sondern mit
Wahlaristokratie und Wahlmonarchie verknüpft
, aber lassen wir das.)
Dirk-Hinrich
Nicht die Mitglieder der Klasse werden von der Mitbestimmung ausgeschlossen,
sondern die Klasse selbst. D.h. der Kapitalist als Person kann
selbstverständlich zur Wahl gehen. Der Ausschluss erfolgt durch die
vergesellschaftung der Produktionsmittel. Sie gehen aus dem Besitz des
Kapitals in den Besitz der ArbeiterInnenklasse über - somit findet der o. g.
Machtwechsel statt.
Im heutigen (kapitalistischen) Parlamentarismus ist das genauso: Die
ArbeiterInnenklasse ist von diesen Produktionsmitteln ausgeschlossen und
kann daher nicht über sie entscheiden.
--
** Beispiel-Signatur für öffentliche Nachrichten **
## CrossPoint v3.11 R ##
>Die Herrschaft der Mehrheit steht im Widerspruch zur Demokratie?
Ja, denn in der Demokratie hat JEDER etwas Einfluß durch seine Stimme
bei der Wahl.
Ja, aber herrschen tun dann spaeter auch nur die Parteien mit einer
Mehrheit.
--
Martin
"Am I human ? Or am I just programmed to believe I am human ?"
- Philip K. Dick
>>Ja, denn in der Demokratie hat JEDER etwas Einfluß durch seine Stimme
>>bei der Wahl.
>Ja, aber herrschen tun dann spaeter auch nur die Parteien mit einer
> Mehrheit.
Sollen es lieber die mit einer Minderheit?
Finden im Kommunismus ständig Umfragen statt, was das Volk will.
Habe ich nicht gesagt.
>Finden im Kommunismus ständig Umfragen statt, was das Volk will.
Sollte so sein, ja.
> Wobei ich auch als überzeugter Sozialist es nicht leiden könnte, wenn die
> dümmsten der Dummen regieren würden. Man sollte es vielleicht besser so
> ausdrücken, daß die Machthaber weniger Machtinteressen haben (sollten).
Tja, das ist dann wohl auch das Problem. Das sozialistische Menschenbild
entspricht nicht der Wirklichkeit.
F'up2 ssf.
> >Sozialismus und Demokratie schließen sich aus, da es >Gegensätze sind !
>
> Wenn Du unter "Demokratie" die parlamentarische Republik meinst, hast Du
> recht, die sind wirklich Gegensätze, weil der Parlamentarismus nur eine von
> mehreren Ausdrucksformen des Kapitalismus ist.
Das muß man sich mal auf dem Gehirn zergehen lassen.
F'up2 ssf.
> >Das ist dann allerdings ein Gegensatz zur Demokratie.
>
> Die Herrschaft der Mehrheit steht im Widerspruch zur Demokratie?
... Demokratie nach marxistisch-leninistischer Definition.
Ein häufiges Mißverständnis.
Aus marxistisch-leninistischer Sichtweise ist der Intelektuelle nicht
zum Regieren in der Lage, deshalb wird die Aufgabe von einer "geistigen
Elite" (z. B. einem Politbuero) durchgefuehrt, die Elite wird durch
Parteiarbeit herausgebildet.
Ein Palamentarismus in unserem Sinne bedeutet, daß es kein Politbüro
gibt, das dem Demos zuarbeitet, sondern sich die Macht auf
Interessenvertretungen verteilt, ergo wird dem Demos die
Regierungsgewalt genommen. Daraus folgt: das paramentarische System ist
undemokratisch. Logisch?
Noch ein paar andere mißverständliche Ausdrücke:
- Fortschrittlich ist nur die Förderung des Marxismus-Leninismus;
- Gewerkschaftlich ist der Arbeiterkampf für den Sieg des Kommunismus;
- Freiheit ist alles das, was notwendig ist zum Sieg des Kommunismus.
F'up2 ssf.
FPdE> >Die Herrschaft der Mehrheit steht im Widerspruch zur Demokratie?
FPdE> Ja, denn in der Demokratie hat JEDER etwas Einfluß durch seine
FPdE> Stimme bei der Wahl.
Allerdings ist es zu kurz gedacht, sich hier nur auf Wahlen zu berufen. Es
geht vielmehr um die Verteilung der Produktionsmittel. Denn nur wenn diese
demokratisch verwaltet werden (vergesellschaftet sind), kann es auch
innerhalb eines Landes zu Gerechtigkeit kommen.
Es ist nirgendwo gesagt worden, daß das allgemeine Wahlrecht aufgehoben
werden soll.
"Herrschaft der Mehrheit" verstehe ich daher in diesem Falle als
Beschreibung des Zugriffes auf die Produktionsmittel. Und das steht mit
einer demokratischen Form der Staatlichen Organisation nicht im Gegensatz.
Gruß
Jan.