> TIL...@3LANDBOX.comlink.apc.org (Till Westermayer ) meinte am Mittwoch, dem
> 12.01.00 (erhalten am 13.01.00)
> zum Thema Re: Wahlantrag cl.gruppen.x1000malquer_ueberall
> (7Wj0w...@term-43.3landbox.comlink.apc.org)
> in /CL/NETZ/VORSCHLAEGE :
>
> > [12.01.00: E.F.ER...@LINK-CR.bawue.cl.sub.de]
> >
> > > wegen mir gerne, es ist halt gegen die bisherige
> > >Brettsystematik, Gruppennamen und Inhalte zu verknüpfen.
> > > Man könnte das ganze natuerlich auch cl.atom.castor nennen
> > >und auch noch andere aktuelle Listen einspeisen...
> >
> > Das (cl.atom.castor) finde ich ziemlich sinnvoll.
>
> An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass der Widerstand
> gegen Atommülltransporte nicht ausschliesslich nur von X-tausendmalquer
> organisiert und getragen wird. Insbesondere das linke Spektrum
> der Anti - AKW - Bewegung lehnt in weiten Teilen das politische
> Grundverständnis und die darauf basierende Aktionskonzeption von X-
> tausendmalquer ab.
>
kannst du das mal genauer darlegen.
was ist gegen x1000 einzuwenden?
> Darum wäre ich dagegen, das Brett cl.atom.castor mit der verknüpften
> Zielsetzung, im CL einen Platz für die Weiterleitung der Mailingliste
> von X-tausendmalquer zu schaffen, unter diesem Namen einzurichten.
>
warum nicht. die anderen linken koennten genausogut dieses brett nehmen
> Generell würde ich aber die Einrichtung eines seperaten Brettes
> für die Mailingliste begrüssen. Seperat schon deswegen, um noch
> die notwendige Übersichtlichkeit in der Bretthiarchie CL/ATOM/*
> weiterhin zu ermöglichen.
>
wie schon gesagt: cl.atom.x1000
und viele probleme sind geloest.
sozusagen ein "gruppenbrett" inhaltlich zugeordnet!
> Über den Namen des neu einzurichtenden Brettes darf wegen mir auch
> weiterhin gestritten werden. :-)
>
> Ansonsten unterstütze ich den Wahlantrag.
>
> mit atomfeindlichen Grüssen,
>
> Rainer Schuldt
>
Gruesse, Karl
"CL user group" im KOMM!
http://www.ffii.org/komm
> > > Das (cl.atom.castor) finde ich ziemlich sinnvoll.
> >
> > An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass der Widerstand
> > gegen Atommülltransporte nicht ausschliesslich nur von X-tausendmalquer
> > organisiert und getragen wird. Insbesondere das linke Spektrum
> > der Anti - AKW - Bewegung lehnt in weiten Teilen das politische
> > Grundverständnis und die darauf basierende Aktionskonzeption von X-
> > tausendmalquer ab.
> >
>
> kannst du das mal genauer darlegen.
>
> was ist gegen x1000 einzuwenden?
Zu dieser Thematik müsste ich nun einen längeren und umfangreichen
Aufsatz verfassen. Dazu habe ich aber im Moment keine Lust und keine
Zeit dafür.
Ich denke aber, hinsichtlich der Diskussion für die Einrichtung
eines neuen Brettes mit dem Ziel, einen expliziten Platz für die
Mailingliste X-tausendmalquer zu schaffen, wäre dies auch nicht
weiter notwendig.
Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen:
Ich unterstütze die Einrichtung eines solchen Brettes ,dies wäre
für CL auch sehr sinnvoll und informativ.
Es geht also nur um die Namensgebung.
Wenn sich die Netzgemeinschaft beispielsweise für cl.atom.castor
entscheiden würde, wäre dies ein Brett, welches nicht nur
ausschliesslich für die Weiterleitungen der Mailingliste X-
tausendmalquer bestimmt sein würde, sondern dort würde eben alles
zum Themenkomplex Castor usw. reingestellt werden.
Auch diese Möglichkeit wäre meiner Meinung nach sinnvoll und würde
dann vorallem cl.atom.aktionen entlasten. Allerdings könnte es auch
sein, dass dann cl.atom.castor überfrachtet werden würde, da
offenbar die Mailingliste von X-tausendmalquer für sich alleine
schon sehr umfangreich ist.
Da tendiere ich dann eher für ein seperates Brett für die Mailingliste.
> > Darum wäre ich dagegen, das Brett cl.atom.castor mit der verknüpften
> > Zielsetzung, im CL einen Platz für die Weiterleitung der Mailingliste
> > von X-tausendmalquer zu schaffen, unter diesem Namen einzurichten.
> >
>
> warum nicht. die anderen linken koennten genausogut dieses brett nehmen
Siehe oben.
In diesem Satz wird glaub ich, unser Missverständnis deutlich.
X-tausendmalquer ist eine Aktion, die vom bürgerlichem Spektrum
der Anti-AKW - Bewegung getragen wird und vom linken Anti-AKW-
Spektrum in weiten Teilen zumindestens kritisch hinterfragt bzw.
abgelehnt wird.
>
> > Generell würde ich aber die Einrichtung eines seperaten Brettes
> > für die Mailingliste begrüssen. Seperat schon deswegen, um noch
> > die notwendige Übersichtlichkeit in der Bretthiarchie CL/ATOM/*
> > weiterhin zu ermöglichen.
> >
>
> wie schon gesagt: cl.atom.x1000
>
Ja. Dies wäre sicherlich eine gute Lösung. :-)
> und viele probleme sind geloest.
> sozusagen ein "gruppenbrett" inhaltlich zugeordnet!
Ja, richtig. Dies wäre dann das explizite Weiterleitungsbrett
für die Mailingliste X-tausendmalquer und eben nur für diesen
Zweck bestimmt.
mit atomfeindlichen Grüssen,
Rainer
>> ********************************************************************* <<
> Schon mal vormerken:
>>> Bundesweite antinationale Demo gegen die Nationalfeierlichkeiten des
>>> grossdeutschen Imperialismus anlässlich des 10. Jahrestages der Anexion
>>> der DDR am 3.10.2000 in Dresden.
>> Widerstand muss praktisch werden : _NIE WIEDER DEUTSCHLAND !!!_
>> DIE KLASSENLOSE GESELLSCHAFT ERKÄMPFEN !!!
>> BASISDEMOKRATISCHES RÄTESYSTEM STATT REPRÄSENTATIVEM PARLAMENTARISMUS
>> AUFLÖSUNG ALLER NATIONALSTAATEN - INTERNATIONALISMUS STATT
>> NATIONALISMUS - ANTISTAATLICHE VERGESELLSCHAFTUNG ALLER
>> PRODUKTIONSMITTEL - SOZIALE REVOLUTION WELTWEIT !!!
>> ********************************************************************* <<
RS> Wenn sich die Netzgemeinschaft beispielsweise für cl.atom.castor
RS> entscheiden würde, wäre dies ein Brett, welches nicht nur
RS> ausschliesslich für die Weiterleitungen der Mailingliste X-
RS> tausendmalquer bestimmt sein würde, sondern dort würde eben alles
RS> zum Themenkomplex Castor usw. reingestellt werden.
find ich gut. Unterstützt.
Lüko Willms
/--------- L.WI...@LINK-F.frankfurt.org -- Alle Rechte vorbehalten --
"Kein Land kann seine Probleme in dieser globalisierten Welt allein
auf sich gestellt lösen. Entweder wir retten uns alle zusammen oder
wir gehen zusammen unter. Heute mehr denn je gilt das Wort von José
Martí: Das Vaterland ist die ganze Menschheit."
- Fidel Castro, Caracas (Veneuzuela), 3. Februar 1999
> > kannst du das mal genauer darlegen.
> >
> > was ist gegen x1000 einzuwenden?
>
> Zu dieser Thematik müsste ich nun einen längeren und umfangreichen
> Aufsatz verfassen. Dazu habe ich aber im Moment keine Lust und keine
> Zeit dafür.
Ich möchte spiegelstrichhaft ein paar Punkte nennen - das ist natürlich
auch keine fundierte Studie ... dafür ist das CL aber auch untauglich.
Nähere Infos daher auf Anfrage:
Vorweg möchte ich aber auch klarlegen, daß ich es begrüße, daß es x-1000
gibt und daß es damit auch die Aktionsform der gewaltfreien Sitzblockade
gibt. Widerstand muß aus autonomen (= selbstorganisiert handlungsfähigen)
Teilen entstehen ... und vielfältig sein!
Ich werde also immer dafür eintreten, daß X-1000 ein Teil der Anti-Atom-
Bewegung ist (wobei das ja auch niemand z.Zt. in Frage stellt).
Aber ... Akzeptanz heißt nicht, Kritik zu verschweigen. U.a. kritisiere
ich an X-1000mal quer bzw. den dort aktiven Leuten:
BÜNDNISPOLITIK
X-1000mal quer orientiert die Bündnispolitik offenbar nicht an klaren
Positionen, sondern daran, was für die eigene Kampagne nützlich. So gibt
es keine Probleme, mit solchen Organisationen aufzutreten, die keineswegs
den sofortigen Ausstieg fordern oder sich noch in jüngster Vergangenheit
von Anti-Atom-Aktionen distanzieren, nicht zum Widerstand mobilisieren
usw., z.B. der DNR, BUND und NABU und andere.
Demgegenüber verhält sich X-1000mal quer eher distanziert zum Spektrum der
autonomen (= selbstorganisierten) Anti-Atom-Bewegung. Sie sind wesentlich
mit verantwortlich für die Leere der letzten Konferenz, weil X-1000 (und
andere!) offenbar diese Entscheidungsstruktur nicht mehr wichtig nimmt und
lieber in nichttransparenten, informellen Zusammenhängen agiert.
Vorschläge von mir: Klare Position (nicht nur Bezugsgruppen, sondern auch
Inhalte!). Die Konferenzen als wichtigsten Treffpunkt mit entwickeln.
Keine Bündnispartner, deren abweichende Positionen dadurch kaschiert
werden. Die Atomausstiegszeitung war unerträglich! Usw.
ENTPOLITISIERUNG
X-1000mal quer ist beteiligt an der Entpolitisierung der ANti-Atom-
Bewegung zu einer reinen Atom-Bewegung ohne gesamtgesellschaftliche
Ansprüche. Das hängt zusammen mit der veränderten Bündniskonstellation hin
zu solchen Gruppen, die explizit Pro-staatlich sind (Gewerkschaften,
Kirchen, BUND, NABU, DNR usw.).
Vorschlag von mir: In allgemeinpolitische Debatten eingreifen. X-1000
Blockaden am 1.6. in Hannover!
GEWALTBEGRIFF
Der von X-1000 und anderen benutzte Gewaltbegriff ist taktisch. Das ist
auch schon aus Mails hier der letzten Tage zu sehen. Als Gewalt werden
immer unkreative Angriffe auf Bullen gesehen. Umgekehrt versuchen die
Gewaltfreiheiten, alles, was positiv rüberkommt, für sich und als
gewaltfrei darzustellen.
Beispiel der letzten Wochen: Zeitgleich, als Gewaltfreie den Widerstand in
Seattle als gewaltfrei und folglich "ihren" Sieg darstellten, wurden von
ihnen Tortenwürfe gegen Expo-ManagerInnen als Gewalt dargestellt bzw.
Redebeiträge unterstützt, die sowas sogar als Faschismus angriffen.
Natürlich war das Ganze interessengeleitet - es sollten unliebsame
Personen von einem Treffen gedrängt werden. Der Gewaltbegriff ist ein
politisch-strategischer Begriff der Ausgrenzung und Vereinnahmung. Sonst
nichts. Tatsächlich gibt es meines Erachtens auch keine schlüssige
Begründung, warum Gewalt immer und überall falsch sein soll.
Vorschlag: Gewalt ist kein Kriterium für Bündnisse - viel wichtiger aber
sind andere, z.B. das Verhältnis zu Staat und Herrschaft, Rassismus und
Sexismus usw. Die Positionen zählen, nicht die Methoden.
X-1000-FUNKTIONÄRiNNEN UND NGOisierung
Etliche wichtige X-1000-Leute sind beteiligt an der Wandlung politischer
Bewegung zu staatsnahen Beratungsinstitutionen. Das schürt in mir den
Verdacht, daß radikale Ansätze in der Anti-ATom-Bewegung vor allem genannt
werden, weil das hier Leute zieht. Sie werden nicht tatsächlich getragen.
Ein bemerkenswertes Beispiel für die Entwicklung bietet die Restrisiko vom
27.9.99: Ohnehin schwache Labertexte mit zwei Höhepunkten - zum einen dem
Interview mit Felix Kolb, in dem dieser der Anti-ATom-Bewegung empfiehlt,
mehr mit den Verbänden zusammen und mehr Lobbyarbeit zu amchen, zum
anderen eine bezahlte Anzeige auf Seite 3 mit Werbung für die Expo.
Mein Vorschlag: Eine interne Debatte um selbstorganisierte Politik und
Gegenmacht von unten.
MACHTSTRUKTUREN UND VERBANDISIERUNG INNERHALB VON X-1000
Was mir egal sein kann, aber dennoch ein Kritikpunkt ist, sind die
internen Strukturen. Was als Basisdemokratie verkauft wird, ist ein über
informelle Zirkel dominiertes verbandsartiges Gebilde mit Geschäftsstellen
usw. Schlimm ist, daß die "Mitglieder" sogar bei ihrem "Eintritt"
Selbstverpflichtungen unterschreiben müssen, die die menschliche Autonomie
eingrenzen. Die immer wieder PR-mäßig erwähnten internen
Entshceidungsstrukturen sind durch die durchorganisierte Moderationsmacht
und die Selbstverpflichtungen reine Show und vergleichbar mit der
Bundeswehr, wo auch ein Eid geschworen wurde und daher diese Punkte nicht
mehr verhandelbar sind.
Vorschlag: Selbstverpflichtung abschaffen. Es ist nur bedauerlich, wenn
nach der Sitzblockade tausende Leute nichts mehr mit sich anzufangen
wissen, weil eine Bullen-Kette dasteht und keine Aktion mehr möglich macht
ohne den Angriff auf Menschen (Durchbrechen einer Polizeikette).
Ich finde die Aktion daher in grundlegenden Punkten falsch - noch mehr
ärgert mich, was Leute aus den X-1000mal-quer-Zusammenhängen noch anderswo
für Schaden anrichten und immer wieder "Bewegung" verkaufen. Das zeugt von
mangelnder politischer Debatte bei X-1000.
Aber dennoch: Es lebe X-1000mal quer. Aber noch viel mehr anderes!
Am 1.6. wird der Versuch starten, mit klaren Positionen und
unterschiedlichsten Methoden flächenmäßig zu agieren - die Expo-Eröffnung
verhindert. Ob Sitzblockade, Lieder singen auf der Kreuzung, ein Anschlag
auf die Stromversorgung der Expo, das Verhindern des Zugverkehrs auf den
Strecken Hannover - Göttingen oder querstehende Traktoren: Kapitalismus
lahmlegen erfordert einen bunten, vielfältigen, kreativen, direkten und
von Basiszusammenhängen getragenen Widerstand!
Jörg
_____________
Institut für Ökologie
& Redaktion "Ö-Punkte"
c/o Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen
Tel. 0171/8348430 und 06401/93028-3, Fax -5
Umweltschutz von unten im Internet: http://go.to/umwelt
## CrossPoint v3.12d ##
> MACHTSTRUKTUREN UND VERBANDISIERUNG INNERHALB VON X-1000
> Was mir egal sein kann, aber dennoch ein Kritikpunkt ist, sind die
> internen Strukturen. Was als Basisdemokratie verkauft wird, ist ein über
> informelle Zirkel dominiertes verbandsartiges Gebilde mit Geschäftsstellen
> usw. Schlimm ist, daß die "Mitglieder" sogar bei ihrem "Eintritt"
> Selbstverpflichtungen unterschreiben müssen, die die menschliche Autonomie
> eingrenzen. Die immer wieder PR-mäßig erwähnten internen
hi joerg,
kannst du diese selbstverpflichtung ins cl posten,
damit es jeder im volltext lesen kann.
danke. karl
ps
es sind immer noch keine 10 unterstuetzer fuer
cl.atom.x1000malquer da. bitte unterstuetzt diesen antrag!