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Der Fall Hasan

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Isgard Lechleitner

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Aug 28, 2000, 3:00:00 AM8/28/00
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Der Fall Hasan und die Delmenhorster Politik
Einladung zur Informationsveranstaltung: 1. September 2000, um 19.30 Uhr im
Jugendzentrum "Villa",Oldenburger Straße
Videofilm: Hasan in der Illegalität

Veranstalter: "Initiative für Hasan"
Mit Unterstützung: Deutsch-ausländischer Freundschaftskreis, Medienbüro für
Menschenrechte e.V. (mfm), Verein der Arbeiter und Jugendlichen aus der
Türkei e.V., Förderation der türkischen Arbeitervereine in der BRD (DIDF),
Antifa Delmenhorst, Bezirksverband Bremen der IG Medien, Ortsverein
Delmenhorst der IG Medien sowie der Patenschaftskreis für Hasan.

Einladung
Die Initiative für Hasan lädt für Freitag, den 1. September 2000, um 19.30
Uhr zu einer Informationsveranstaltung in das Jugend- und Kulturzentrum
Villa in der Oldenburger Straße ein.
Hasan Sevimli, ein seit 1996 in Delmenhorst lebender 18 jähriger Schüler
kurdischer Abstammung, sollte am 15. August auf Betreiben der Stadt
Delmenhorst in die Türkei abgeschoben werden. Dort droht ihm Verfolgung und
möglicherweise Folter, denn Hasan will den Kriegsdienst in der Türkei
verweigern. Der Grund: Hasan weigert sich, auf seine kurdischen Landsleute
zu schießen! Darauf stehen in der Türkei Folter und Haft.
Am 15. August wollte die Delmenhorster Polizei auf Weisung der
Ausländerbehörde Hasan morgens um 5 Uhr festnehmen und in die Türkei
abschieben. Doch Hasan war bereits untergetaucht, um dem Schicksal vieler
seiner Leidensgenossen, nämlich Folter in der Türkei, zu entgehen. Der Stadt
Delmenhorst gebührt jetzt der zweifelhafte Ruhm, einen 18 jährigen in die
Illegalität gezwungen zu haben.
Ausländer raus auf Delmenhorster Art!
Für ein Bleiberecht von Hasan in Delmenhorst haben sich in den letzten
Wochen die gesamte Lehrerschaft der Hauptschule West, alle Schülerinnen und
Schüler, mehrere hundert Delmenhorster Bürgerinnen und Bürger, das
DGB-Ortskartell sowie 22 Persönlichkeiten im Rahmen von
Patenschaftserklärungen ausgesprochen. Sie alle sind der Meinung, daß in
einer Zeit der ausufernden Ausländerfeindlichkeit ein Zeichen gesetzt werden
muß - für ein Bleiberecht von Hasan! Doch die Stadt Delmenhorst hält im Fall
von Hasan Sevimli ohne Not an ihrem restriktiven Kurs fest. Der lautet:
Keine Toleranz gegenüber einem Ausländer!
Teilnehmer/innen der Informationsveranstaltung sind u.a.: Niedersächsischer
Flüchtlingsrat, Detlev Driever, Rechtsanwalt, Torsten Rückoldt,
Rechtsanwalt, Föderation der türkischen Arbeitervereine (DIDF), Türkischer
Arbeiterverein Delmenhorst, Vertreter/in der Hauptschule West, Vertreter der
Ausländerbehörde (angefragt), Moderation: Elfriede Heldt
Patenschaften für Hasan haben bisher übernommen:
Prof. Günter Berger (1. Vors. des Kunstvereins Delmenhorst), Vera Emmert
(Ehrenvorsitzende des Kinderschutzbundes Delmenhorst), Robert Goldberg
(Redakteur), Karin Heinecke (Objektgestalterin), Hans-Joachim Hespos
(Komponist), Erdmute Hespos (Musikschullehrerin), Hans-Jörg Kefeder
(Rechtsanwalt), Manfred Klöpper (DGB-Kreisvorsitzender Oldenburg) Reinhold
Kühnrich (Ratsherr, Oldenburg), Ute Meyerdirks (Beigeordnete Bündnis
90/Die Grünen), Hans Meyerholz (Maler), Ute Meyer-Kolditz (Malerin), Torsten
Rückoldt (Rechtsanwalt), Elke Tholen (Sozialarbeiterin), Christoph Paul
Saalmann ((Betriebsrat Stahlwerke Bremen), Bernd Schuhl (Betriebsrat
Stahlwerke Bremen), Wolfgang Schulze (SPD-Ratsherr), Hans Seichter
(Deutsch-ausländischer Freundschaftskreis), Ingrid Shigo (Schulleiterin),
Hans-Günther Stasch (SPD-Ratsherr), Peter Vogel (Journalist), Ayhan Zeytin
(Betriebsrat Stahlwerke Bremen)


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