Ressorts: Umwelt, Wirtschaft
18. Januar 2000
Ausgezeichneter Wald in Mecklenburg-Vorpommern
Spechtwald erhőlt als erster privater Forstbetrieb Deutschlands das
Naturland Siegel fłr ÷kologische Waldnutzung
Mecklenburg-Vorpommern hat seinen ersten Íko-Wald. Beate Lezius,
Eigentłmerin des n÷rdlich von Anklam gelegenen Spechtwaldes, bekam heute
das Naturland Zertifikat łberreicht. Dieses Siegel garantiert, dass der
Spechtwald nach den hohen ÷kologischen Standards bewirtschaftet wird,
welche die Umweltorganisationen ROBIN WOOD, GREENPEACE und BUND
gemeinsam mit dem Verband fłr naturgemőßen Landbau, NATURLAND e.V.,
entwickelt haben. Der Waldbetrieb erhőlt darłber hinaus auch das weltweit an-
erkannte Qualitőtssiegel des FSC (Forest Stewardship Council), das die Um-
weltorganisationen ebenfalls mittragen.
In Naturland Betrieben verzichtet der F÷rster vollstőndig auf Kahlschlőge und
Entwősserungsmaßnahmen. Ebenso tabu ist der Einsatz von Pestiziden und
Dłngemitteln. Gef÷rdert werden hingegen alle Baumarten, die an dem
jeweiligen Standort von Natur aus heimisch sind. Der angestrebte Anteil
alternder und absterbender Bőumen in Naturland Wőldern liegt h÷her. Sie
bieten wertvollen Lebensraum fłr viele bedrohte Tiere und Pflanzen, insbeson-
dere Kőfer-, Holzpilz- und Flechtenarten. äWir zeigen, dass sich Naturschutz
und wirtschaftliche Nutzung der Wőlder nicht ausschließenô, sagte Rudolf
Fenner, Waldrefent bei ROBIN WOOD, auf der Pressekonferenz anlősslich der
Siegelłbergabe. äAuch fłr die Erholung suchende Bev÷lkerung wird der
÷kologisch bewirtschaftete Wald zu einem besonderen Naturerlebnis.ô
Die Zertifzierung des 235 Hektar großen Waldbetriebes stellt noch eine weitere
Premiere dar: Der Spechtwald ist bundesweit der erste private Forstbetrieb, der
das Naturland Zertifikat erhőlt. Bislang tragen acht Kommunalwőlder das Íko-
Zeichen, darunter die Stadtwőlder von Lłbeck, Uelzen, G÷ttingen und
Wiesbaden. äMit dem Entschluss zur Zertifizierung wollen wir ein Zeichen
setzen, um andere Privatwaldbesitzer zu ermuntern, unserem Beispiel zu
folgenô, erklőrte die Eigentłmerin Beate Lezius.
Die Nachfrage nach ÷kologisch zertifziertem Holz wőchst. So braucht der
mecklenburgische Parketthersteller Sanforst, der die Zertifizierung des
Spechtwaldes unterstłtzt, Holz łber m÷glichst kurze Transportwege fłr seine
÷kologisch produzierten Fußb÷den. Damit bald noch weitere Betriebe das
Naturland/FSC-Zertifkat erhalten, will Sanforst auch kłnftig gezielt Forstbetriebe
in der Region unterstłtzen, die auf eine ÷kologische Waldnutzung umstellen.
Kontakt: Rudolf Fenner, ROBIN WOOD-Waldreferent, Tel.: 040 / 390 95 56,
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel.: 040 / 390 95 53. Weitere
Informationen im Internet unter: www.robinwood.de