Ein Mensch, der *glueckselig* ist, [*blissful*]
ist nicht dazu in der Lage, jemandem Unrecht zu tun,
weder sich selbst noch jemand anderem.
Aber ein Mensch, der *ungluecklich* ist, [*miserable*]
wird zwangslaeufig Unrecht tun.
Vielleicht glaubt er, dass er versucht, etwas Gutes zu tun,
aber er *kann* gar nichts Gutes tun.
Sogar wenn er die Absicht hat, Gutes zu tun,
wird das Ergebnis nichts Gutes sein.
Er mag denken, dass er die Menschen *liebt*,
aber er wird im Namen der Liebe nur *dominieren*.
Er mag sich fuer einen grossen Diener der Menschheit halten,
aber er wird sich nur *politisch* verhalten,
durch sein Dienen wird er zu dominieren versuchen.
Der unglueckliche Mensch ist grundsaetzlich unfaehig, Gutes zu tun.
Daher kann *Tugend* fuer mich auf eines reduziert werden,
und das ist *Glueckseligkeit*. [*blissfulness*]
Und *Suende* kann auf eines reduziert werden,
und das ist *Ungluecklichsein*. [*misery*]
Ungluecklichsein ist Suende und Glueckseligsein ist Tugend.
Meine einzige Botschaft an die Sannyasins ist:
Seid froehlich, seid glueckselig, tanzt, singt,
und alles, was ihr tun werdet, wird richtig sein.
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Osho: AbendMeditationen - Texte zum Tagesausklang (ISBN 3-925205-92-6)
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