Wenn man ein wenig singen kann,
wenn man seine Freude ein wenig teilen kann,
wenn man sein Wesen ein wenig ausdrücken kann,
dann ist das genug,
ja, es ist mehr als genug.
Wir sind sehr *geizig*,
wir teilen nicht. [share]
Das ist das größte Unheil, das einem Menschen zustoßen kann,
und das ist der ganzen Menschheit zugestoßen:
Wir werden so erzogen, daß wir geizig werden.
Sogar wenn wir *geben*, machen wir ein *Geschäft* daraus,
es ist kein *Teilen*.
Wir geben nur, um mehr zu bekommen,
es ist ein Kuhhandel.
Es ist kein wahres Geben.
Gib von ganzem Herzen, so viel du kannst.
Das meine ich mit dem *kleinen Lied*.
Halte es nicht zurück, drücke es aus,
genau wie die Vögel am Morgen.
Die Vögel achten nicht darauf, ob ihnen jemand zuhört oder nicht,
sie kümmern sich nicht um die Zuhörer.
Sie singen nicht, um etwas zurückzubekommen.
Sie singen einfach aus *Freude*.
Die Sonne ist aufgegangen,
der Morgen ist wieder gekommen,
die Nacht ist vergangen,
und sie sind ganz *Gesang*, sie sind ganz *Tanz*.
Das ist die wahre Art zu leben -
sich jeden Moment freuen, sich des Lebens freuen
und mit jedem teilen, mit dem du zufällig gerade zusammen bist;
mit einem Baum, mit einem Tier mit einem Felsen.
Teile!
Wenn *Teilen* dein Leben geworden ist,
dann bist du ein Sannyasin geworden.
Wenn *Singen* dein Leben ist,
dann bist du ein Sannyasin geworden.
Mein Sannyas ist kein *Entsagen*, [My sannyas is not renunciation,
sondern ein *Sich-Freuen*. it is rejoicing.]
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Osho: MorgenMeditationen - 365 Einstimmungen in den Tag (ISBN 3-925205-87-X)
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