Beide haben recht.
Ich sage nicht, daß der eine recht und der andere unrecht hat,
beide haben recht.
Es gibt Leute, die denken,
daß es *nur einen Tag* zwischen *zwei Nächten* gibt,
und es gibt Leute, die denken,
daß es *nur eine Nacht* zwischen *zwei Tagen* gibt.
Beide haben recht,
aber was nützt dir das?
Wenn du auf *negative* Art und Weise denkst,
wird dein Leben *unglücklich* sein,
und wie kann ein unglücklicher Mensch *religiös* sein?
Wofür kann er Gott danken?
Nur ein *seliger* Mensch kann religiös sein,
denn er hat so viel, wofür er Gott danken kann.
Jeden Tag wird er mit Blumen überschüttet.
Ich habe von einem wunderbaren Rabbi gehört,
der von einem hundertstöckigen Gebäude fiel.
Der Rabbi war sehr bekannt,
alle Leute im ganzen Gebäude kannten ihn.
Die Leute guckten aus ihren Fenstern und fragten:
"Wie geht es dir?"
Er fiel weiter und sagte dabei:
"So weit, so gut!"
Das ist die richtige Einstellung:
so weit, so gut.
Wen kümmert es schon, was als nächstes passiert?
Wenn es geschehen muß, muß es geschehen.
Aber der Mensch,
der ganz bis zum Ende sagen kann:
"So weit, so gut",
der wird ein völlig anderes Ende haben,
denn sein Ende ist der *Höhepunkt* seiner ganzen Haltung.
Es kommt nicht von ungefähr,
es kommt aus seinem *Sein*:
Auch sein *Tod* wird *schön* sein.
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Osho: MorgenMeditationen - 365 Einstimmungen in den Tag (ISBN 3-925205-87-X)
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