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Taoteking, 48. Spruch, 6 Versionen

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Karl Dietz

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
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## Nachricht vom 15.07.97 weitergeleitet
## Ursprung : /CL/GLAUBEN/OSHO
## Ersteller: K.D...@LINK-CR.bawue.cl.sub.de
## Betreff: Taoteking, 48. Spruch, 5 Versionen
## Message-ID: 6_u82...@term-6.link-cr.bawue.cl.sub.de

## Nachricht vom 10.12.96 weitergeleitet
## Ursprung : /CL/KULTUR/TEXTE
## Ersteller: K.D...@LINK-CR.bawue.cl.sub.de
## Message-ID: 6Mce3...@term-6.link-cr.bawue.cl.sub.de


hallo cl-netz,

da die halbwertszeit von infos immer kuerzer wird,
erlaube ich mir das folgende reposting.


## Nachricht vom 11.02.96 weitergeleitet
## Ursprung : /CL/KULTUR/TEXTE
## Ersteller: C.D...@LINK-CR.bawue.cl.sub.de

Taoteking, 48. Spruch, vier verschiedene uebersetzungen


Wer das Lernen uebt, vermehrt taeglich.
Wer den SINN uebt, vermindert taeglich.
Er vermindert und vermindert,
bis er schliesslich ankommt beim Nichtsmachen.
Beim Nichtsmachen bleibt nichts ungemacht.
Das Reich erlangen kann man nur,
wenn man immer frei bleibt von Geschaeftigkeit.
Die Vielbeschaeftigten sind nicht geschickt,
das Reich zu erlangen.

Laotse, Tao te king, Diederichs, 1984, S.91
Uebers.: Richard Wilhelm aus dem chinesischen

Jeden Tag kommen wir ein Stueck voran
auf dem Weg des Lernens.
Jeden Tag entdecken wir
auf dem Weg der Weisheit die Kraft der Unbeweglichkeit.
Wir tun immer weniger.
Bis wir schliesslich gar nicht mehr tun.
Wer nichts tut, der unterlaesst auch nichts.
Die Welt wird gelenkt,
indem man den Dingen ihren Lauf laesst.
Sie wird nicht dadurch gelenkt,
dass man sich einmischt.

Frederick Leboyer, Geburt ohne Gewalt
Koesel, 1986, S. 133, leboyer.t48/7.2.89

uebt/lernen,
taeglich zunimmt,
uebt/weg,
taeglich/abnimmt:
abnimmt/immer weiter/abnimmt,
so/ankommt/beim/ohne/tun:
nichts/tun-
und dabei/nichts/nicht/getan.

erobert/himmel/unten/stets
durch/un-/geschaeftigkeit...

langt nach/ihr/voll/geschaeftigkeit,
nicht/zureicht/um/erobern/himmel/unten.

Uebt man das Lernen,
so nimmt man taeglich zu,
uebt man den rechten Weg,
so nimmt man taeglich ab:
Man nimmt ab und immer weiter ab
und kommt so zur Tatlosigkeit:
Man tut nichts-
und dabei ist nichts nicht getan.

Man erobert die Welt stets
durch Ungeschaeftigkeit...

Langt man nach ihr aber voll Geschaeftigkeit,
so reicht das nicht zu, die Welt zu erobern.


Lao Tse, Tao Te King, Ullstein, 1981, S. 148 u. 149

p.s.
von w.doelz kam damals folgende fuenfte version hinzu:

Im Streben nach Gelehrsamkeit
kommt jeden Tag etwas hinzu.
Im Streben nach dem WEG
wird jeden Tag etwas weniger.

Vermindere und vermindere weiter,
bis nichts mehr getan werden muss.

Wenn nichts getan wird,
bleibt nichts ungetan.

Die Welt wird durch Nicht-Eingreifen regiert.
Sie kann nicht durch Eingreifen regiert werden.

------------------------------------------------------------------------------
nach der Bearbeitung von Gia-Fu Feng erschienen in der Reihe "Kailash Buch"
des Heinrich Hugendubel Verlags (ISBN 3-88034-147-8)


mfg
karl

und von martina die 6. danke!

Empfaenger : /CL/GLAUBEN/OSHO
Absender : mar...@tbc.nev.sub.de (martina muck)
Betreff : Re: Taoteking, 48. Spruch, 6. Version
Datum : Fr 18.07.97, 01:13 (erhalten: 19.07.97)
Groesse : 603 Bytes
----------------------------------------------------------------------
K.D...@LINK-CR.bawue.cl.sub.de am 15.07.97

>
> p.s.
> von w.doelz kam damals folgende fuenfte version hinzu:
>
Noch eine? :)

Wer lernen tut, nimmt taeglich zu;
Wer Tao tut, nimmt taeglich ab,
nimmt ab und wiederum nimmt ab,
um anzulangen im Nicht-Tun,
<<Nicht-Tun, und doch bleibt nichts ungetan.>>

Uebernimmt er das Reich,
(so ist es) stets durch Nicht-Geschaeftigkeit.
Solange einer Geschaeftigkeit hat,
verdient er nicht, das Reich zu uebernehmen.


[LAO-TSE, TAO TE KING; Manesse Verlag; Uebersetzung: Victor von Strauss;
Hrsg.: W. Y. Tonn]

## CrossPoint v3.11 ##

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