Und Menschen, die in allem so äußerst vergeßlich sind,
halten sich für *intelligent*.
Wenn du die Erwachten fragst,
werden sie das reine *Torheit* nennen.
Wir müssen aus dieser Torheit aufwachen.
Wir sind hier, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen.
Jeder ist hier,
um ein Lied zu singen,
um einen Tanz zu tanzen,
um einen bestimmten Duft freizusetzen.
Aber das ist nur möglich,
wenn du so *wach* wirst,
daß du dich selbst *direkt* siehst
und nicht durch die Brille von anderen.
Bisher hast du alles, was du über dich weißt, von *anderen*.
Jemand sagt, daß du sehr nett bist,
und du glaubst es.
Jemand sagt, daß du sehr intelligent bist,
und du glaubst es.
Der eine sagt dies und der andre sagt das,
und du sammelst das alles ständig.
Du weißt nichts *unmittelbar* über dich.
Du kennst dein Gesicht aus dem *Spiegel*,
aber der Spiegel kann nur deine *Maske* spiegeln.
Um dein *ursprüngliches Gesicht* zu sehen,
mußt du nach *innen* gehen.
Du mußt es mitten im Kern deines Seins entdecken.
Wenn du dein ursprüngliches Gesicht einmal kennst,
steigt große Freude in dir auf,
große Seligkeit ist geboren.
Plötzlich siehst du,
daß du nicht zufällig bist,
daß du von Gott berufen bist,
daß du eine wichtige Botschaft für die Existenz trägst,
daß du gebraucht wirst,
daß du eine bestimmte Absicht im großen Plan der Dinge erfüllst,
einen dir innewohnenden organischen Zweck,
der großen Frieden, große Freude schenkt.
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Osho (früher bekannt als Bhagwan Shree Rajneesh):
MorgenMeditationen - 365 Einstimmungen in den Tag (ISBN 3-925205-87-X)
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