b>Giesela_Hölling wrote:
b>> mehr zu sagen, aber ich finde es schade, daß Du Dich hast abschmettern
b>> lassen durch eine einzige schlechte Kritik. Ich habe bei Texten von mir
b>
b>> Es dürfte wohl eher die Regel sein, daß Autoren mit ihren Werken selten
b>> zufrieden sind, das ist kein Kriterium.
b>
b>Das ist ganz klar, etwas findet man immer. Aber ich denke, so ein
b>Nobelpreis oder sowas gibt einem schon eine gewisse Selbstsicherheit ;-)
"Wenn der Ehrgeiz kommt, verschwindet die Kreativitaet, denn ein
ehrgeiziger Mensch kann nicht kreativ sein, ein ehrgeiziger Mensch kann
keine Handlung um ihrer selbst willen lieben. Waehrend er malt, denkt er
an die Zukunft: 'Wann werde ich den Nobelpreis bekommen?' Wenn er einen
Roman schreibt, denkt er an morgen. Er ist immer in der Zukunft - und ein
schoepferischer Mensch ist immer in der Gegenwart.
...
Unsere ganze Lebenseinstellung ist geldbezogen. Und Geld ist eines der
unkreativsten Dinge, fuer die man sich interessieren kann. Unsere ganze
Haltung ist machtorientiert un d Macht ist destruktiv, nicht kreativ. Ein
Mensch, der hinter Geld her ist, wird destruktiv, denn Geld muss man
rauben, durch Ausbeutung. Man muss es vielen Leuten wegnehmen, nur dann
hat man es.
...
Eine kreative Handlung vermehrt die Schoenheit der Welt, traegt etwas zur
Welt bei und nimmt nie etwas von ihr weg. Ein schoepferischer Mensch kommt
in die Welt und vermehrt die Schoenheit der Welt - hier ein Lied, dort ein
Bild. Verlaesst er die Welt, so hinterlaesst er eine bessere Welt.
Vielleicht kennt ihn niemand, vielleicht kennt ihn jemand - darum geht es
nicht, aber er hinterlaesst eine bessere Welt und ist ungeheuer erfuellt,
weil sein Leben einen inneren Wert gehabt hat."
Diesen Text habe ich aus "Kunst kommt nicht von Koennen", eine Textauswahl
zum Thema 'Kunst und Kreativitaet' aus den Vortraegen von Osho (besser
unter dem Namen Bhagwan bekannt), zitiert.
Ich bin selbst erst vor kurzem im Brett CL/GLAUBEN/OSHO auf Osho
aufmerksam geworden und finde, dass diese Gedanken ganz gut zum Ursprung
dieser Diskussion passen, bei dem es um Erfolg oder Misserfolg von
Buchautoren ging.
Viele Gruesse
Jonas
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