Demo am Freitag, den 12. Februar 1999 um 17:00 Uhr am Rathaus in Schermbeck
(nähe Dorsten, Autobahnanbindung: A31, Abfahrt Nr. 37).
Wir stellen uns quer! Demo des BUND gegen das Endlager in Schermbeck!
noch mehr Infos unter http://members.xoom.com/daniel1542/demo.html
Am Freitag den 5. Februar stand es in den Zeitungen. Die Deponie
Schermbeck/Hünxe soll Endlager für radioaktiven Schrott aus Schmelzversuchen
werden.
Zeitungsartikel aus dem "Ruhr-Nachrichten" vom 5. Februar 1999:
---start---
"Lagerpläne für radioaktive Abfälle lösen Empörung aus AGR-Zusage bringt
Politiker besonders auf die Palme
Von KLAUS-D. KRAUSE
Gahlen - 70 t einbetonierte Abfälle aus radioaktiv betastetem Schrott und
aus Schmelzversuchen sollen voraussichtlich ab Ende 1999 auf Gahlener Boden
im Kassettenbereich der Sonderabfalldeponie Hünxe gelagert werden.
Dies bestätigte auf Anfrage Ulrich Quade, der als Projektleiter für die
Krefelder Firma Siempelkamp tätig ist. Durch eine spezielle Vorbehandlung
solle zuvor die radioaktive Dosisbelastung so reduziert werden, daß sie weit
unter dem Grenzwert liegt. Die Unbedenklichkeit werde, so Quade, in den
nächsten Wochen durch UntersuchungsErgebnisse renommierter Gutachter belegt.
Die AGR hat bereits mit Schreiben vom 24. November die Übernahme der
Abfälle zugesagt, falls alle Auflagen erfüllt würden und die
Bezirksregierung zustimme. Dieser Brief bringt Gemeindevertreter und
Politiker besonders auf die Palme. Denn bereits am 20. Oktober 1997 hatte
die Landesanstalt für Arbeitsschutz die Einlagerung der sogenannten
COMAS-Abfälle aus Schmelzversu Ehen in der Tülicher Lan
dessammelstelle schriftlich abgelehnt. Begründung: Die uranhastigen Abfälle
müßten nach Prüfung der Menge und Inhaltsstoffe als problematisch eingestuft
werden.
Anträge und Unterlagen waren der Landtagsfraktion der Grünen anonym
zugeleitet und aus Düsseldorf der Schermbecker Fraktionssprecherin Christel
Winterberg weitergereicht worden. Diese machte die Unterlagen im Rathaus
publik und verfaßte einen Offenen Brief an die AGR. Auszüge daraus:
"Obwohl Sie ganz genau wissen, daß die SAD Hünxe nicht für radioaktive
Abfälle zugelassen ist, erklären Sie sich grundsätzlich bereit, die Abfälle
zu übernehmen. Sie erklären lapidar, daß die nächste Wohnbebauung 1,5 km
entfernt sei und daß die Abfälle dauerhaft in der SAD Hünxe deponiert werden
sollen. Das heißt Endlagerung von radioaktivem Müll im Gartroper Busch!
Dann kommt ein kleiner Schlußsatz, daß die Bezirksregierung der Ablagerung
zustimmen muß. ich hoffe in meinem und im Interesse der Schermbecker und
Hünxer Bevölkerung, daß dieses nicht geschehen ist. Besonders empört bin ich
darüber, daß bei der Sitzung des Deponiebeirates am 15.12.98 dieser Vorgang
mit keinem Wort erwähnt wurde. Wozu treffen wir uns eigentlich beim
Deponiebeirat? Um nett Kaffee zu trinken, die Deponie zu besichtigen und
über Mengen und Allgemeines zu reden und die wirklich brisanten Vorgänge
werden geheimgehalten, wie eh und je!"
Weitere Reaktionen: Schermbecks Bürgermeister Wilhelm Cappell äußerte sich
tief besorgt, besonders empörend sei, daß hochbrisante Vorgänge erst über
selcht Umwege herauskämen. Dis Gemeindeverwaltung fordert unverzüglich
Aufklärung durch die Bezirksregierung.
CDU-Fraktions-Chef Günter Karasz tritt für politische Ratsbeschlüsse ein,
"um eine Entsorgung auch von geringfügig verstrahltem Material auf der AGR
in Gahlen zu verhindern" .
Auch Hünxes Bürgermeister Hermann Hansen sieht dringenden Klärungsbedarf.
Vor einer gründlichen Prüfung sehe er nur zwei Wege, die Lagerung zu
verhindern: "Wenn die Stoffe nicht im genehmigten Abfallkatalog enthalten
sind, ist eine Einzelgenehmigung erforderlich. Außerdem dürfen nur Abfälle
aus einem festgelegten Einzugsbereich hier deponiert werden . " "
---ende---
Kommt zur Demo und verhindert, daß wir wieder einmal hintergangen werden!
Demo am Freitag, den 12. Februar 1999 um 17:00 Uhr am Rathaus in Schermbeck
(nähe Dorsten, Autobahnanbindung: A31, Abfahrt Nr. 37).
Wir stellen uns quer! Demo des BUND gegen das Endlager in Schermbeck!
Ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen,
Daniel Filzhut
(Jusos-AG Schermbeck)