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S:Biochemiker/Fettstoffwechselspezialist

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Werner Mayer

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Jun 30, 1998, 3:00:00 AM6/30/98
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Hi Biochemiker und Fettstoffwechselexperten!

Wegen einer erworbenen Fettstoffwechselstörung auf Grund einer
Medikamentennebenwirkung (Lipidil) suche ich nach einer Lösung,
welche nicht auf der Basis Diät basiert, da Diäten nicht das
eigentlich zu Grunde liegende Problem lösen können, sondern al-
lenfalls an der Symptomatik rumspielen und die Fettmenge, welche
angebaut wird, reduzieren.


Hintergrund:
Als Rollstuhlfahrer konnte ich noch vor ein paar Jahren trotz er-
heblichen Bewegungsmangels (kein Sport) allein mit FDH und einer
Ernährungsumstellung 10 kg jährlich abnehmen. Mit Sport schaffte
ich dann eine Steigerung auf 20 kg pro Jahr.

Wegen einem hohen Cholesterinspiegel (mit den schlechten Choleste-
rinen und Triglyzeriden) verordnete mir meine Hausärztin Lipidil,
welches laut Beipackzettel auch für reversible Gewichtszunahmen
verantwortlich sein kann.
Während meiner Einahme über die nächsten zwei Wochen bemerkte ich
eine starke Gewichtszunahme, welche mein Wohlbefinden erheblich
störte. Nach Abklärung mit der Ärztin nahm ich es dann nochmals
eine Woche lang, danach brach ich die Therapie ab, da mir die
Gewichtszunahme nicht geheuer war.

Eine vorübergehende Gewichtszunahme ist laut Beipackzettel ja
auch normal, sie ist nach Absetzung des Medikaments schon kurze
Zeit später reversibel. Bei mir hat es aber nicht funktioniert.

Zur Ernährungsumstellung: Ich mache die komplexe Ernährungsthera-
pie nach Dr. Hebener (wg. MS), welche von allen Seiten als gesun-
de Ernährungsweise gepriesen wird mit der Zufuhr von Vitamin E,
Selen und maritimen Fischölkapseln zum Ersatz der weggelassenen
Linolsäure. Diese Therapie machte ich auch schon VOR der Lipidil-
zufuhr. Keiner der anderen, welche diese Therapie bundesweit
durchführt, berichtet über ähnliche Probleme. Die Therapie ist
kann daher nicht als Ursache gesehen werden.

Und nun zum Problem. Seit dem sind eineinviertel Jahre vergangen
und das Gewicht hat sich nicht normalisiert, sondern jedes zuge-
führte Gramm Fett wird am Körper angebaut. Meine Ärztin läßt mich
im Stich; was kann ich machen? Vielleicht eine kontrollierte
Magersucht, um einen "Totalreset" meiner Biochemie zu erwirken?

Selbst mit regelmäßigem Sport (Schwimmen, Sportrollifahren, usw.)
ändert sich nichts zum Positiven.
Mein Ziel war es, innerhalb weniger Jahre von 150 kg auf unter
100 kg zu kommen, jetzt bin ich schon wieder von 120 kg auf 130
kg aufgestiegen.

Ich möchte die Zielsetzung folgendermaßen beschreiben:
Irgendwas hat das Lipidil in meinem Fettstoffwechsel vermurkst,
vielleicht irgendwo die Produktion von einem Enzym unterbrochen.
Mein Ziel ist es, dieses Enzym ausfindig zu machen und die Pro-
duktion wieder in Gang zu bringen.

Ob es so einfach ist, weiß ich nicht, aber wenn ich nicht bald
jemanden finde, der mir helfen kann (statt mich nur zu verar-
schen), wird nicht nur meine Lebensqualität, sondern auch meine
Gesundheit als solches übermäßig belastet. Schon jetzt habe ich
Schwierigkeiten mit der Atmung.

Ich habe jedoch nicht vor, wie schon bei meinem anderen medizini-
schen Problem, erneut selbst zum Facharzt ohne Diplom werden zu
müssen, weil ich keinen kompetenten Fachmann finden konnte.


Diese Anfrage wird in regelmaessigen Abstaenden aktualisiert, ggf.
geaendert und/oder wiederholt.


Mit freundlichen Gruessen

Werner M. Mayer
Postfach 2766
91015 Erlangen
Germany oder E-Mail: W.M...@LINK-N.CL.SUB.DE
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Stand: 29.06.1998

Werner Mayer

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Jul 3, 1998, 3:00:00 AM7/3/98
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