Ich wunder mich warum so wenig über das Ende des Ersten Weltkrieges vor
81 Jahren (11.11.18) in den Medien berichtet wird. Neigen wir etwa zu
vergessen, dass mit der Beendigung des Krieges die erste Chance zur
Bildung einer demokratischen Republik entstanden ist. Auch wenn diese
freilich nicht genutzt wurde. Dafür gibt es ein ganz bestimmten
Ursachenkomplex. Nur um einige Punkte zu nennen:
1) Den Deutschen fehlte ein Demokratieverständnis im heutigen Sinne,
das Obrigkeitsdenken, noch bekannt aus der Kaiserzeit, war zu tief in
den Köpfen verankert.
2) Die Reperationsforderungen der Siegermächte schwächte die neue
Republik sowohl ökonomisch als auch psychologisch.
3) Es gab unter den Parteien keinen Demokratiekonsens; eine stabile
Regierungsbildung über einen längeren Zeitraum war nicht möglich.
4) Das Wahlsystem, ohne die heutige 5% -Klausel, führte zur
Zersplitterung des Parlaments
Dennoch stellt sich für mich die Frage, ob es von Weimer zum NS-Staat
zwangsläufig kommen mußte. Konnte man den Zweiten Weltkrieg vermeiden?
Wer ist Schuld an dieser Entwicklung? Alleine Hitler; das deutsche Volk
oder vielleicht auch das Ausland?
MfG
Euer Humer
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