>Ach lass mir doch ein wenig Gehässigkeit. Ich brauche das ab und zu.
>Ausserdem beantworte ich gerade die Stammtischparolen einer Usula
>Hendricks, ihres Zeichens Staatssekretärin im BuMi der Finanzen.
Apropos Gehässigkeit ... Sag mal, Brunoschatz, bist Du eigentlich
inzwischen aus der Sommerresidenz zu Deinen Büchern zurückgekehrt
und hast nun keine Ausrede mehr, warum Du für Deine im
Frühling angestellten seltsamen historischen Thesen zum
Antisemitismus bislang keine konkreten Belege liefern konntest?
RL
RL>warum Du für Deine im Frühling angestellten seltsamen
RL>historischen Thesen zum Antisemitismus bislang keine
RL>konkreten Belege liefern konntest?
Ich bin tatsächlich wieder im Stammsitz. Aber dass ich seltsame Ansichten
haben sollte, freut mich. Immerhin werden meine Ansichten in seriösen
Tageszeitungen gerne abgedruckt.
Dass ich alles Anti höchst suspekt finde, liegt weniger an mir, sondern an
dem, mit was ich konfrontiert werde. Aber das hat diesmal nichts mit
Frauen zu tun. Deshalb gehört solches in andere Bretter.
Der Vernunft eine Chance!
es gruesst
Bruno
## CrossPoint v3.11 R ##
*Baumsitzerin Julia Hill steht wieder auf dem Boden*
Zwei Jahre lang blieb sie zäh, trotzte Stürmen, Regen, Eis und
vor allem dem Holzkonzern Pacific Lumber, der sie mit Gewalt vom
Baum holen wollte. Gestern, kurz nach dem zweiten Jahrestag
ihrer Baumbesteigung, kletterte die 25-jährige Amerikanerin
Julia "Butterfly" Hill freiwillig von ihrem Mammutbaum herunter.
Pacific Lumber hatte im Gegenzug zugesichert, dass der 54 Meter
hohe und 600 Jahre alte Redwood-Baum und andere Bäume in 60
Meter Umkreis nicht gefällt werden. Hill soll 50.000 Dollar für
entgangene Einnahmen gezahlt haben.
Die Redwoods rund 320 Kilometer nördlich von San Francisco
gehören zu den letzten drei Prozent Urwäldern, die es in den USA
noch gibt. Von "Luna" aus, wie Hill ihren Baum nannte, hatte sie
mit der Umweltorganisation Earth First! eine Kampagne zur
Rettung der Bäume betrieben und hielt Kontakt zu anderen
Baumsitzern - darunter mit "Hector the protector" in Tasmanien.
Alle zwei Tage wurde sie über Eimer und Seile mit dem Nötigsten
von Freunden versorgt. In ihrer Freizeit schrieb sie Gedichte
und führte Tagebuch. Im März schon hatte Hill mit den
Umweltschützern erreicht, dass 4.000 Hektar des 26.700 Hektar
großen Headwaters-Waldes zum Schutzgebiet erklärt wurden.
taz Nr. 6021 vom 20.12.1999 Seite 8
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