Bei diese Expo 2000 sind viele Teile der etablierten Umwetlverbände
nachwievor dabei, u.a. der NABU, BUND-Untergliederungen, der WWF, die
Deutsche Umwelthilfe, die Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur)
und, ganz zentral, alles fördernd und auch die Expo mitfinanzierend,
die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
Wer stoppt diese Verirrung?
Jörg
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Jörg Bergstedt, unterwegs (0171/8348430)
Post: Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen
06401/90328-3, Fax -5
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+++ Aktuelle Pressemitteilung der EXPO2000 Hannover GmbH +++
EXPO 2000 zeigt ungewohnte Aspekte der Ernaehrung
Themenpark bittet zu Tisch
Heuschrecken zum Fruehstueck, mittags Nagetierfleisch und abends
Algensuppe - das Esszimmer wird erhellt durch leuchtende
Kartoffeln. Werden wir so in Zukunft essen? Keiner weiss es.
Der Themenpark der EXPO 2000 wird dieses Szenario im Bereich
Ernaehrung zumindest vorstellen. Gemeinsam mit dem bekannten
spanischen Kuenstler Antoni Miralda und Wissenschaftlern aus
der ganzen Welt bereiten die EXPO-Macher eine Ausstellung zur
Gegenwart und Zukunft unserer Ernaehrungsgewohnheiten vor. "Vor
20 Jahren dachte man, im naechsten Jahrtausend kommen nur noch
Pillen auf den Tisch - heute sehen die Visionen ganz anders
aus", sagt Ulrich Frohnmeyer, zustaendiger Projektleiter
bei der EXPO.
13 Monate vor Eroeffnung der ersten Weltausstellung in Deutschland
herrscht bei den Planern Hochbetrieb. Obwohl fuer viele Ausstellungsstuecke
bereits Produktionsauftraege vergeben werden, huellen sich die
Verantwortlichen in einigen Bereichen noch in geheimnisvolles
Schweigen. Bei drei der ueber 20 geplanten Ernaehrungs-Beitraege
lueftet Frohnmeyer, Diplomingenieur der Agrarwissenschaften,
aber schon jetzt den Schleier. Da ist zum Beispiel die "Heuschreckenwand",
eines seiner Lieblingsprojekte. Eine 9x9 Meter grosse Glaswand,
gefuellt mit zigtausenden von lebenden Heuschrecken wird die
EXPO-Besucher zum Staunen anregen. "Ein Blick durch die
Scheibe zeigt eindrucksvoll, was es heisst, wenn Schwaerme von
Heuschrecken einfallen und Getreidefelder vernichten. Eine Gefahr,
die wir in Deutschland nicht kennen, fuer viele Menschen in suedlicher
gelegenen Laendern stellt sie aber eine immer wiederkehrende
Bedrohung ihrer Nahrungsgrundlagen dar. Wir wollen mit der Darstellung
auch auf die Moeglichkeiten einer umweltvertraeglichen Bekaempfung
von Heuschrecken aufmerksam machen", so Frohnmeyer.
Viele der geplanten Einzelbeitraege kommen aus Laendern, in denen
die Versorgung mit Lebensmitteln nicht so sicher ist wie bei
uns. Vor diesem Hintergrund wird die EXPO zeigen, warum in West-Afrika
seit einigen Jahren schaedliche Nagetiere gezuechtet werden. "Grasnager
vernichten in Benin die Ernten und sind eine richtige Landplage.
Die einheimische Bevoelkerung hat aus der Not eine Tugend gemacht
und die Nager fuer sich als Nahrungsmittel entdeckt. Denn das
Fleisch der Plagegeister stellte sich als sehr delikat und nahrhaft
heraus. Gemeinsam mit dem Bundesministerium fuer wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung unterstuetzt die Gesellschaft
fuer technische Zusammenarbeit jetzt die Bewohner Benins darin,
die Tiere zu zuechten", erklaert der Projektleiter. An der
packenden Darstellung des Themas wird derzeit noch gearbeitet.
Frohnmeyer: "Darueber reden wir im Moment noch mit unseren
Partnern".
"Gen-Food", also genetisch veraenderte Lebensmittel
sind umstritten. Schon deshalb bilden sie einen Schwerpunkt
im Themenpark. Anhand manipulierter Kartoffelpflanzen wird veranschaulicht,
was in der Biotechnologie heute schon moeglich ist. Zur Zeit
entwickelt ein Forschungsteam eigens fuer die EXPO Erdaepfel,
die fluoreszieren koennen, also unter bestimmten Bedingungen
Licht ausstrahlen. "Leider fehlt Unternehmen der Biotechnologie-Branche
derzeit der Mut, sich mit einem eigenen Beitrag an der EXPO
zu beteiligen. Wir haben die grossen Firmen gefragt und obwohl
man dort ueberzeugt ist, dass genetisch veraenderte Lebensmittel
in Zukunft fuer die Ernaehrung der wachsenden Weltbevoelkerung
immer wichtiger werden, will sich zur Zeit kein Unternehmen
mit diesem Thema auf der EXPO praesentieren. Natuerlich werden
wir den Beitrag dennoch zeigen. Eine Weltausstellung im Jahr
2000, die den Bereich Gentechnik ignoriert erscheint undenkbar",
so Frohnmeyer.
Die Diskussion um die Zukunft der Ernaehrung erlaubt viele Perspektiven,
und auch der Themenpark oeffnet den Blick fuer vieles, was uns
zunaechst befremdlich erscheint. So verwundert es nicht, dass
der EXPO-Macher Frohnmeyer noch eine weitere Ueberraschung parat
haelt: "Was die Besucher im Ausstellungsbereich erleben,
findet sich teilweise auch in unserem Themen-Restaurant wieder.
Auf der Karte stehen unter anderem Algensuppen und Heuschrecken.
Schliesslich sind das in einigen Laendern wichtige Nahrungsmittel".
Rueckfragen zum Themenpark: (+49) (0)40/2881-1213
Rueckfragen zur EXPO 2000: (+49) (0)511/8404-777
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