Presseerklaerung vom 28. Juli 1999
Greenpeace startet Supermarkt-Kampagne in Muenchen
Fuehrungen zu gentechnikfreien Lebensmitteln
Muenchen, 28.07.99. "Keine Gentechnik in meinem
Supermarkt" ist das Motto der Greenpeace-Kampagne, die
heute in Muenchen startet. Greenpeace-Gruppen bieten heute
nachmittag Fuehrungen durch drei Supermaerkte an, bei denen
sie Kunden informieren, welche Lebensmittel keine
genmanipulierten Rohstoffe enthalten. Auf dem Marienplatz
informieren Litfasssaeulen und Infostaende ueber die
Kampagne. In den naechsten Wochen werden die
Umweltschuetzer auch Supermarkt-Fuehrungen in Koeln, Bonn,
Hamburg, Kassel und weiteren Staedten organisieren.
Die Supermarktkette Tengelmann hat am vergangenen Freitag
gegenueber Greenpeace erklaert, dass sie in ihren seinen
Eigenmarken "Naturkind", "Master Product", "A&P" und
"Plus" keine Produkte aus genmanipulierten Pflanzen
verwendet. Greenpeace fordert von den anderen grossen
deutschen Handelsunternehmen, ebenfalls auf Gentechnik in
ihren Eigenmarken zu verzichten. Die Eigenmarken sind
"JA!" von Rewe, "Gut und Billig" von Edeka, "TIP" von
Real/Metro und "Die Sparsamen" von Spar. Das Sortiment
der Firma Aldi besteht fast ausschliesslich aus eigenen
Produkten.
"Zwischen den Unternehmen gibt es Absprachen, sich zum
Thema Gentechnik in den eigenen Marken nicht zu aeussern",
erklaert Greenpeace-Gentechnikexperte Christoph Then.
"Jetzt hat Tengelmann nach wochenlangen Verhandlungen
endlich Stellung bezogen. Wir sind zuversichtlich, dass
weitere grosse Unternehmen folgen."
Die Kampagne "Keine Gentechnik in meinem Supermarkt"
schliesst an die Entwicklung in England, Frankreich,
Italien und Oesterreich an. In diesen Laendern haben sich
grosse Lebensmittelketten gegen die Verkauf von
gentechnisch veraenderten Produkten ausgesprochen.
Auch bei den Herstellern von Lebensmitteln hat sich in
den letzten Monaten ein deutlicher Umschwung angekuendigt.
Fast alle gentechnisch veraenderten Produkte, die
gekennzeichnet werden muessen, sind inzwischen wieder vom
Markt verschwunden, nachdem im Maerz diesen Jahres bereits
etwa dreissig verschiedene Produkte auf dem Markt waren.
Zuletzt hatte die Firma Nestlé angekuendigt, dass sie den
"Butterfinger", das erste Produkt in Deutschland, das mit
einem Hinweis auf Gentechnik gekennzeichnet wurde, wieder
vom Markt nehmen wird.
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