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Presseerklaerungen zu Novartis und Totem-Tour von

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Klaus Merkle

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Jul 15, 1999, 3:00:00 AM7/15/99
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## Nachricht vom 15.07.99, erstellt von reda...@greenpeace.de
## weitergeleitet durch Klaus Merkle
## PMs zum Inhalt bitte an den Ersteller, Brett-Mail ans Gruppenbrett

Presseerklaerung vom 15. Juli 1999

Greenpeace trifft auf Genmais-Konzern Novartis

Radtour "1000 Kilometer gegen Genmais" macht Station in
Bad Salzuflen

Hamburg/Bad Salzuflen, 15.7.1999. Greenpeace-Aktivisten
treffen heute auf Vertreter eines der weltweit groessten
Saatgut-Multis, Novartis Seeds, in der deutschen
Firmenzentrale in Bad Salzuflen. Die Umweltschuetzer
fordern den Konzern auf, den in Deutschland angebauten
Genmais sofort vom Acker zu holen und die betroffenen
Landwirte zu entschaedigen. Novartis hat in diesem Jahr in
Deutschland genmanipuliertes Maissaatgut fuer etwa 500
Hektar Anbauflaeche verkauft.

"Die Risiken der Gentechnik sind unkontrollierbar",
erklaert Steve Neumann von der Greenpeace-Gruppe Berlin.
"Die Landwirte sind nie richtig ueber die Gefahren des
Genmais-Anbaus informiert worden. Mittlerweile steht es
schwarz auf weiss: Genmais schadet der Natur."

Schmetterlinge sind direkt durch den Genmais-Anbau
gefaehrdet. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kamen vor
einigen Monaten amerikanische Wissenschaftler. Greenpeace
fand heraus, dass davon in Europa etwa 140
Schmetterlingsarten betroffen sein koennen. Dem Maissaatgut
wird ein Gift hinzugefuegt, das Schaedlingsbefall verhindern
soll. Das sogenannte Bt-Gift (nach dem Bakterium Bacillus
thuringiensis) zerstoert aber nicht nur Schaedlinge, sondern
gefaehrdet zur Zeit des Mais-Pollenfluges auch
Schmetterlinge im Raupenstadium. Fuer die EU-Umweltminister
war das Untersuchungsergebnis ein wesentlicher Grund, Ende
Juni einen Zulassungsstopp fuer neue gentechnisch
veraenderte Pflanzen zu beschliessen.

"Die Gefahren von Genmais wurden bei der staatlichen
Zulassung vollkommen unterschaetzt", sagt
Greenpeace-Gentechnikexperte Christoph Then in Bad
Salzuflen. "Novartis muss jetzt schnell handeln und den
Mais vom Acker holen. Wenn der Pollenflug erst beginnt,
ist das gesamte Umfeld ernsthaft gefaehrdet."

Mitte Juni deckte Greenpeace am Rande des
Naturschutzgebietes Kuehkopf in Suedhessen den heimlichen
Anbau von Genmais auf. Die betroffene Gemeinde Riedstadt
sprach sich daraufhin sofort gegen den Genmais-Anbau in
ihrer Region aus.

Die Novartis-Firmenzentrale ist eine Station der Radtour
"1000 Kilometer gegen Genmais", die Greenpeace-Jugendliche
von Berlin nach Hessen fuehrt. Nach dem Treffen mit
Novartis geht die Fahrt weiter in Richtung Suedhessen. Das
Ziel der Fahrradtour ist Riedstadt.

Mehr zur Gegen Gen-Tour 99 und dem genetiXproject erfahren Sie auf der
Website mit der URL: http://www.genetiXproject.org

Eine Liste der Schmetterlingsarten, die die durch den Anbau von Genmais
gefaehrdet werden koennen, finden Sie unter:
http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/HINTERGR/C05HI48.HTM

2. Presseerklaerung vom 15. Juli 1999

Greenpeace fordert BMW zum Verzicht auf
Urwaldprodukte auf

"Totem-Tour" mit kanadischen Indianern gastiert drei Tage
in Muenchen

Muenchen, 15.7.1999. Vor der BMW-Zentrale in Muenchen haben
sich heute vormittag ungewoehnliche Besucher eingefunden:
Zwei Indianer aus dem kanadischen Regenwald schnitzen vor
dem Gebaeude an einem sechs Meter langen Totempfahl. Auf
einem Banner ist das BMW-Emblem zu sehen, daneben steht:
"Keine Geschaefte mit Urwaldzerstoerern!" Hintergrund der
Aktion: Die Kartons, in denen BMW Ersatzteile verpackt,
werden aus kanadischem Urwaldholz hergestellt. Greenpeace
will mit der Protestaktion an den bayerischen
Autohersteller appellieren, kuenftig auf Produkte zu
verzichten, fuer deren Herstellung Urwald zerstoert wurde.

Greenpeace-Sprecherin Patricia Fromm: "Der kanadische
Kuestenregenwald ist der letzte noerdliche Regenwald der
Erde. Obwohl dieser Urwald oekologisch unersetzlich ist,
geht die Zerstoerung durch kanadische Holzkonzerne auch in
diesem Jahr weiter. Es ist unfassbar, dass Holz aus
jahrtausendealten Urwaeldern in Deutschland als Pappkarton
endet. Grosskunden wie BMW ist es vermutlich gar nicht
bewusst, dass fuer ihre Kartons viele tausend Kilometer
entfernt die letzten Regenwaelder des Nordens abgeholzt
werden. Umso wichtiger ist es, dass BMW sich bei seinen
Lieferanten fuer urwaldfreie Produkte einsetzt!"

BMW ist ein Grosskunde des Papierherstellers "Wellpappe
Ansbach Duropack" in Ansbach, der jaehrlich rund 3000
Tonnen Papier von einem der grossen Holzunternehmen
Kanadas, West Fraser/Eurocan, bezieht. West Fraser schlaegt
auch in diesem Jahr wieder in Urwaldtaelern an der
kanadischen Nordwestkueste ein.

Mit dem Kuestenurwald, der sich zwischen Vancouver Island
und Alaska erstreckt, verschwindet nicht nur eine
einzigartige Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren.
Zerstoert wird auch der jahrtausendealte Lebensraum der
kanadischen Indianer. "Unser Volk lebt seit Jahrtausenden
vom Wald, ohne ihn zu zerstoeren. Es ist beschaemend zu
sehen, was aus den Schaetzen der Erde gemacht wird. Niemand
hat das Recht, unsere Heimat und die Heimat unserer
Brueder, der Tiere, zu zerstoeren", sagt der Indianer
Tlākuuluh. Tlākuuluh (51, "Wilder Mann, nachdem er in den
Bergen gefastet hat und in sein Dorf zurueckgekehrt ist")
und sein Stammesbruder Suncwmay (37, "Erstes Licht vor dem
Morgengrauen") gehoeren zum Stamm der Nuxalk, der heute nur
noch rund 1.700 Indianer zaehlt.

Als Zeichen gegen die Urwaldzerstoerung schnitzen die
Indianer bei der mehrwoechigen "Totem-Tour" einen
traditionellen Totempfahl aus dem Stamm einer 600 Jahre
alten Rotzeder. Nach der Aktion bei BMW wird die
"Totem-Tour" auf dem Marienplatz im Zentrum Muenchens
fortgesetzt. Die Muenchener koennen sich auf Schautafeln
ueber die Urwaldzerstoerung in Kanada informieren, sich in
ein "Urwald-Gaestebuch" eintragen und Protestschreiben an
die kanadische Botschaft unterschreiben. Auch Muenchener
Kinder und Jugendliche sind mit dabei: Sie koennen ihre
Ideen zum Thema Urwald in Holz schnitzen und auf Leinwand
malen. Die "Totem-Tour", die insgesamt 14 Staedte im ganzen
Bundesgebiet besucht, wird drei Tage lang in Muenchen
Station machen.

Mehr Informationen zum Thema Wald und zur Totem-Tour finden Sie bei:
http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/BRENNPUN/F9920.HTM

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