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Europaeische Supermarktketten verbannen Gentechnik

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reda...@greenpeace.de

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Mar 17, 1999, 3:00:00 AM3/17/99
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## Nachricht vom 17.03.99, erstellt von reda...@greenpeace.de
## weitergeleitet durch Klaus Merkle
## PMs zum Inhalt bitte an den Ersteller, Brett-Mail ans Gruppenbrett

Presseerklaerung vom 17. Maerz 1999

Europaeische Supermarktketten verbannen
Gentechnik aus ihren Produkten

Greenpeace: Deutsche Handelsketten sollen Beispiel folgen
- Gentechnik-Riese Monsanto in Brasilien gescheitert

Hamburg, 17.3.99: Fuehrende europaeische Supermarktketten
haben beschlossen, bei saemtlichen Eigenmarken auf
gentechnisch veraenderte Lebensmittel zu verzichten. Am
Dienstag hat Sainsbury, eine der groessten britischen
Handelsketten, erklaert, dass sie keinerlei gentechnisch
veraenderte Lebensmittel unter ihrem Namen mehr verkaufen
wird. Sainsbury hat zugleich einen Zusammenschluss von
fuehrenden europaeischen Handelsketten organisiert, die auf
gentechnik-freie Lebensmittel setzen. Greenpeace fordert
deshalb heute den deutschen Handel auf, sich diesem
Buendnis fuer den Ausstieg aus gentechnisch veraenderten
Lebensmitteln anzuschliessen. Nirgendwo in Europa ist die
Ablehnung gentechnisch veraenderter Lebensmittel so gross
wie in Deutschland, und in keinem anderen Land setzt sich
der Handel so ungeniert ueber das Votum der Verbraucher
hinweg.

Der von Sainsbury gegruendete Zusammenschluss umfasst bisher
die Handelshaeuser Sainsbury (England), Marks & Spencer
(England), Carrefour (Frankreich), Superquinn (Irland),
Migros (Schweiz), Delhaiz (Belgien) und Effelunga
(Italien). Darueber hinaus haben sich bereits weitere
Handelsketten wie Iceland (England) und Spar Oesterreich
gegen Gentechnik-Lebensmittel ausgesprochen und
gentechnisch veraenderte Produkte groesstenteils aus dem
Sortiment genommen. Bisher hat sich jedoch keine deutsche
Handelskette angeschlossen.

"Waehrend im europaeischen Ausland das Ende des
gentechnischen Grossversuchs mit den Verbrauchern
eingelaeutet wird, droht Deutschland zu einer Insel der
Gentechnik in Europa zu werden", sagt Barbara Kamradt,
Gentechnik-Expertin bei Greenpeace. "Die meisten deutschen
Nahrungsmittel-Hersteller verzichten bereits auf den
Einsatz von gentechnisch veraenderten Rohstoffen. Wir
fordern nun die grossen deutschen Handelsketten wie REWE,
Tengelmann, Edeka, Aldi und Spar auf, ihre starre Haltung
aufzugeben und endlich den Wunsch der Mehrheit der
bundesdeutschen Verbraucher nach gentechnikfreier Nahrung
zu respektieren".

An Grundstoffen fuer die gentechnikfreie
Lebensmittelproduktion mangelt es nicht, denn auch ueber
Europa hinaus werden derzeit der Gentechnik Grenzen
gesetzt. In Brasilien, dem weltweit zweitgroessen
Soja-Exporteur, hat der Chemie-Multi Monsanto gestern
ueberraschend seinen Antrag auf Zulassung von gentechnisch
veraendertem Sojasaatgut zurueckgezogen. Brasilien wird
somit dieses Jahr gentechnikfrei bleiben. Vorausgegangen
waren massive Proteste von Umwelt- und
Verbraucherverbaenden sowie Wissenschaftlern. Auch die
Politik in Brasilien steht gentechnisch manipulierten
Lebensmitteln weitgehend skeptisch gegenueber.

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