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Gehorsam oder Gewissen? Katholische Kirche im Dilemma

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Thomas Wystrach

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Oct 27, 1999, 3:00:00 AM10/27/99
to
KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" im Bistum Aachen
c/o Thomas Wystrach, Paul-Gerhardt-Straße 1, 47877 Willich-Anrath
Telefon und Fax: (0 21 56) / 38 07
E-Mail: WsK-A...@gmx.de / Internet: www.wsk-aachen.de

Pressemitteilung

"Gehorsam oder Gewissen? Katholische Kirche im Dilemma"
KirchenVolksBewegung für Fortsetzung der Schwangerschaftskonfliktberatung

Aachen, 22. Oktober 1999. In den letzten Wochen ist der langjährige Streit
in der römisch-katholischen Kirche um eine Beteiligung an der gesetzlich
anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung dramatisch eskaliert. Nach dem
jüngsten Brief des Papstes sieht die Deutsche Bischofskonferenz offenbar
keine Alternative mehr für einen Ausstieg der Kirche aus dem staatlichen
System. Allerdings haben einige Bischöfe erklärt, vor einer endgültigen
Entscheidung ihre Bedenken und Fragen dem Papst bei ihrem "Ad-limina-Besuch"
in Rom im November 1999 noch einmal zu unterbreiten.

Die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" im Bistum Aachen begrüßt, daß
auch der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der
Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, zu diesen Bischöfen gehört.
Bischof Mussinghoff hat bisher das Engagement der katholischen Kirche in der
Schwangerschaftskonfliktberatung klar unterstützt und die Beraterinnen
wiederholt vor Diffamierungen fundamentalistischer Kreise in Schutz
genommen. Um so enttäuschender ist für uns daher seine jüngste Erklärung,
wenn der Papst von seinem "Jurisdiktionsprimat über die ganze Kirche"
Gebrauch mache, werde er den Ausstieg des Bistums Aachen durchsetzen; die
Verantwortung liege dann beim Papst.

Als engagierte Christinnen und Christen halten wir es für unerträglich, wenn
sich unser Bischof wider besseren Wissens und gegen sein Gewissen zum reinen
Befehlsempfänger römischer Diktate machen ließe. Wir appellieren
eindringlich an Bischof Mussinghoff, die Fortsetzung der gesetzlich
anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung im Bistum Aachen zu
gewährleisten.

Gemeinsam mit dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, dem Aachener
Netzwerk für eine geschwisterliche Kirche, der Aktion ECHO (Initiative
kritischer KatholikInnen in St. Johannes Anrath) und der Initiative Kirche
von unten laden wir zu einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, den 4.
November 1999, um 19 Uhr, im "Aachen-Fenster" (ehem. Kaiser-Bad),
Buchkremer-Straße 2 (Büchel), in Aachen ein.

Zum Thema "Streit um die Schwangerschaftskonfliktberatung: Gehorsam oder
Gewissen? Katholische Kirche im Dilemma" diskutieren Prof. Dr. Marianne
Genenger-Stricker (stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrates der
Katholiken im Bistum Aachen), Prof. Dr. Hans Kramer (Vorsitzender der
Vereinigung deutschsprachiger Moraltheologen) und Annegret Laakmann
(Vorsitzende von "Frauenwürde" e.V., Verein zur Förderung von
Schwangerschaftskonfliktberatung in der Trägerschaft katholischer Frauen und
Männer). Wir freuen uns besonders, daß der Aachener Oberbürgermeister Dr.
Jürgen Linden die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen hat.

Luko Willms

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Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to
Am 27.10.99
schrieb uzs...@uni-bonn.de (Thomas Wystrach)
auf /CL/FRAUEN/AKTIONEN
in 7v7mo5$10...@news.rhrz.uni-bonn.de
ueber Gehorsam oder Gewissen? Katholische Kirche im Dilemma

TW>
TW> wenn sich unser Bischof wider besseren Wissens und gegen sein Gewissen
TW> zum reinen Befehlsempfänger römischer Diktate machen ließe. Wir
TW> appellieren eindringlich an Bischof Mussinghoff, die Fortsetzung der
TW> gesetzlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung im Bistum
TW> Aachen zu gewährleisten.

Ihr solltet besser dafür mobilisieren, daß der Zwang zur Beratung
abgeschafft wird. Dann kann a) jede Frau ohne äußere Einmischung
wirklich frei entscheiden, ob sie eine Schwangerschaft fortsetzt oder
abbricht, und b) jede Beratungsstelle ohne schlechtes Gewissen über
eventuelle rechtliche Wirkung ihrer Tätigkeit beraten.

Die Anweisungen des Papstes und die Entscheidung der deutschen
Bischöfe sind ein willkommener Anlaß, die Zwangsberatung abzuschaffen.

Die Mitglieder der Katholischen Kirche sollten schon im Interesse
ihrer eigenen Organisation für die Abschaffung des Beratungszwangs
eintreten.

MfG,
Lüko Willms
/--------- L.WI...@LINK-F.frankfurt.org -- Alle Rechte vorbehalten --

"Es sind nicht die Generäle und Könige, die die Geschichte machen,
sondern die breiten Massen des Volkes" - Nelson Mandela

Nils Henkelmann

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Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to
Thomas Wystrach wrote:

> "Gehorsam oder Gewissen? Katholische Kirche im Dilemma"

> KirchenVolksBewegung für Fortsetzung der Schwangerschaftskonfliktberatung

Was wollt ihr. Die Kirche ist eine Organisation und da hat man gefaelligst zu
gehorchen.
Der Papst ist unfehlbar !!

> Aachen, 22. Oktober 1999. In den letzten Wochen ist der langjährige Streit
> in der römisch-katholischen Kirche um eine Beteiligung an der gesetzlich
> anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung dramatisch eskaliert. Nach dem
> jüngsten Brief des Papstes sieht die Deutsche Bischofskonferenz offenbar
> keine Alternative mehr für einen Ausstieg der Kirche aus dem staatlichen
> System. Allerdings haben einige Bischöfe erklärt, vor einer endgültigen
> Entscheidung ihre Bedenken und Fragen dem Papst bei ihrem "Ad-limina-Besuch"
> in Rom im November 1999 noch einmal zu unterbreiten.

Man hat ja richtig Angst, dass der Trend des Kirchenausstiegs weiter zunimmt.
Tja, wozu noch Kirche, wenn sie auf die Gesellschaft keinen Einfluss mehr hat.

> Die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche"

Ihr seit nicht die Kirche! Ihr seit die Schaefchen!

> im Bistum Aachen begrüßt, daß
> auch der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der
> Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, zu diesen Bischöfen gehört.
> Bischof Mussinghoff hat bisher das Engagement der katholischen Kirche in der
> Schwangerschaftskonfliktberatung klar unterstützt und die Beraterinnen
> wiederholt vor Diffamierungen fundamentalistischer Kreise in Schutz
> genommen. Um so enttäuschender ist für uns daher seine jüngste Erklärung,
> wenn der Papst von seinem "Jurisdiktionsprimat über die ganze Kirche"
> Gebrauch mache, werde er den Ausstieg des Bistums Aachen durchsetzen; die
> Verantwortung liege dann beim Papst.

Was der Papst sagt, hat gemacht zu werden! Basta!!

> Als engagierte Christinnen und Christen halten wir es für unerträglich, wenn
> sich unser Bischof wider besseren Wissens und gegen sein Gewissen zum reinen


> Befehlsempfänger römischer Diktate machen ließe.

Warum sollte das nach 2000 Jahren anders werden?

> Wir appellieren
> eindringlich an Bischof Mussinghoff, die Fortsetzung der gesetzlich
> anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung im Bistum Aachen zu
> gewährleisten.

Er hat zu gehorchen, ob er will oder nicht!
Der Papst ist der Stellvertreter Gottes auf Erden.
Der Titel muesste doch alles klarstellen, oder etwa nicht?

> Gemeinsam mit dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, dem Aachener
> Netzwerk für eine geschwisterliche Kirche, der Aktion ECHO (Initiative
> kritischer KatholikInnen in St. Johannes Anrath) und der Initiative Kirche
> von unten laden wir zu einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, den 4.
> November 1999, um 19 Uhr, im "Aachen-Fenster" (ehem. Kaiser-Bad),
> Buchkremer-Straße 2 (Büchel), in Aachen ein.

Der Papst hat das letzte Wort!

> Zum Thema "Streit um die Schwangerschaftskonfliktberatung: Gehorsam oder
> Gewissen?

Gehorchen!!

> Katholische Kirche im Dilemma" diskutieren Prof. Dr. Marianne
> Genenger-Stricker (stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrates der
> Katholiken im Bistum Aachen), Prof. Dr. Hans Kramer (Vorsitzender der
> Vereinigung deutschsprachiger Moraltheologen) und Annegret Laakmann
> (Vorsitzende von "Frauenwürde" e.V., Verein zur Förderung von
> Schwangerschaftskonfliktberatung in der Trägerschaft katholischer Frauen und
> Männer). Wir freuen uns besonders, daß der Aachener Oberbürgermeister Dr.
> Jürgen Linden die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen hat.

Ihr wollt doch nicht etwa gegen seine Heiligkeit intervenieren?
Es wird Zeit auf Grund der Ereignisse einen Grossinquisitor nach Deutschland zu
schicken
um Gottes Willen durchzusetzen!!


Ing. Franz Glaser

unread,
Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to
Thomas Wystrach wrote:
>
> KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" im Bistum Aachen
> c/o Thomas Wystrach, Paul-Gerhardt-Straße 1, 47877 Willich-Anrath
> Telefon und Fax: (0 21 56) / 38 07
> E-Mail: WsK-A...@gmx.de / Internet: www.wsk-aachen.de
> Pressemitteilung
> "Gehorsam oder Gewissen? Katholische Kirche im Dilemma"
> KirchenVolksBewegung für Fortsetzung der Schwangerschaftskonfliktberatung
>
> Aachen, 22. Oktober 1999. In den letzten Wochen ist der langjährige Streit
> in der römisch-katholischen Kirche um eine Beteiligung an der gesetzlich
>...
> Die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" im Bistum Aachen begrüßt, daß

> auch der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der
> Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, zu diesen Bischöfen gehört.
>...

> Als engagierte Christinnen und Christen halten wir es für unerträglich, wenn
> sich unser Bischof wider besseren Wissens und gegen sein Gewissen zum reinen
> Befehlsempfänger römischer Diktate machen ließe. Wir appellieren

> eindringlich an Bischof Mussinghoff, die Fortsetzung der gesetzlich
> anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung im Bistum Aachen zu
> gewährleisten.

Diesen Schmonzes der Apparatschiks muß man sich einmal auf der Zunge
zergehen lassen.



> Gemeinsam mit dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, dem Aachener
> Netzwerk für eine geschwisterliche Kirche, der Aktion ECHO (Initiative

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> kritischer KatholikInnen in St. Johannes Anrath) und der Initiative Kirche

> von unten laden wir zu einer Diskussionsveranstaltung ...
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> Zum Thema "Streit um die Schwangerschaftskonfliktberatung: Gehorsam oder

> Gewissen? Katholische Kirche im Dilemma" diskutieren Prof. Dr. Marianne


> Genenger-Stricker (stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrates der

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> Katholiken im Bistum Aachen), Prof. Dr. Hans Kramer (Vorsitzender der

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> Vereinigung deutschsprachiger Moraltheologen) und Annegret Laakmann
> (Vorsitzende von "Frauenwürde" e.V., Verein zur Förderung von

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> Schwangerschaftskonfliktberatung in der Trägerschaft katholischer

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> Frauen und Männer). ...

Da quatschen sie wieder, die Vereinsmeier, die Gömeunschaftler. Sie
bedienen sich der Reputation der Kirche, aber denken gar nicht dran,
ihren Teil dazu beizutragen, die Reputation zu pflegen. Die sollen
gefälligst ihre disziplinären Probleme intern abwickeln und nicht
publikumsgeil in die Öffentlichkeit tragen!

Höchste Zeit für OUTSOURCING, damit die Kirche endlich wieder frei
atmen kann.
--
Franz Glaser, Glasau 3, A-4191 Vorderweissenbach Austria +43-7219-7035-0
Muehlviertler Elektronik Glaser. Industrial control and instrumentation
http://members.eunet.at/meg-glaser/ http://members.xoom.com/f_glaser/
http://www.geocities.com/~franzglaser/ http://start.at/bedarf

Martin Schlottmann

unread,
Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to
Wer roemisch-katholisch sein will, soll sich auch
gefaelligst an die zugehoerigen Spielregeln halten,
welche eben definitionsgemaess der Papst bestimmt.
Andernfalls man jederzeit aus diesem Verein austreten
kann.

--
Martin Schlottmann

Ing. Franz Glaser

unread,
Oct 28, 1999, 3:00:00 AM10/28/99
to

Das ist aber nicht ganz korrekt. Der Papst UND das Konzil sind
zuständig für die Lehre, die Wahrheit, die Dogmen. Aber nicht für
"Spielregeln".

Das ist alles doch schon so lang festgeschrieben, daß die heute gar
keine nennenswerten Freiheiten mehr haben, sie müssen jede
Entscheidung nach allen Seiten absichern, abstützen und mauern.
Und das Ganze braucht viel Gebet und Unterwürfigkeit unter den
Heiligen Geist.

Verglichen damit ist die Gesetzgebung in einem Parlament das
reine Kinderspiel, und nach 4 Jahren ist es leicht, alles wieder
über den Haufen zu werfen.

Außerdem: Die Lehre ist für die Theologen und die Priester eine
berufliche Angelegenheit, für uns Gläubige nicht. Auch wenn ich
so meine Zweifel habe, wie denn das Hygieneproblem bei der
Himmelfahrt Mariens gelöst worden sein könnte, kann ich mich
problemlos als r.k. Gläubiger sehen. Und niemand mehr darf mich
dafür auf den Scheiterhaufen stellen.

MfG

Hermann Riemann

unread,
Nov 1, 1999, 3:00:00 AM11/1/99
to
Ing. Franz Glaser schrieb:

>Auch wenn ich
> so meine Zweifel habe, wie denn das Hygieneproblem bei der
> Himmelfahrt Mariens gelöst worden sein könnte,

Mit der leiblichen Himmelfahrt habe ich noch einige andere
Vorstellungsprobleme.
Wie ueberlebt Maria in 8000 m Hoehe ohne Sauerstoffmaske, und im Weltall
ohne Raumanzug?
Wie hoch ist eigentlich der Himmel?

Hermann

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