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Ein Rundschreiben schuert Aengste rund um Anti-WTO-Proteste in Seattle

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canna

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Nov 26, 1999, 3:00:00 AM11/26/99
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http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/5530/1.html

FBI warnt vor Cyber-Attacken

Armin Medosch 25.11.1999

Ein Rundschreiben schürt Ängste rund um Anti-WTO-Proteste in Seattle

In einem Rundschreiben über terroristische Bedrohungen im Inland (USA)
warnt das FBI Sicherheitsabteilungen von Unternehmen über mögliche
Bedrohungen im Kontext der Proteste gegen den Auftakt zur
Millenniumsrunde der Welthandelsorganisation in Seattle. Bereits jetzt
haben sich zahlreiche Vertreter von NGO's für die am 29.11.1999
beginnende Konferenz und Gegenkonferenzen eingefunden.

Das FBI schreibt, es verfüge über "glaubwürdige Informationen", dass
"einige Elemente unter den Protestierenden" vorhätten, die offizielle
Konferenz zu stören. Die potentielle Bedrohung durch Gewalt,
einschließlich krimineller Akte zivilen Ungehorsams, sei niedrig bis
mittelhoch. Insbesondere sei auf Umwelts- und Tierschutzaktivisten zu
achten, sowie auf anarchistische Gewalttäter. Die verschiedenen
Protestgruppen, die ihre Web-sites unter dem Label N30
<http://www.seattlewto.org/n30/> zusammengeschaltet haben, rufen
allerdings explizit zu friedlichem Protest auf
<http://www.agitprop.org/artandrevolution/wto/n30.html>.

Es gebe laut FBI auch "starke Anzeichen dafür, dass computergestützte
Angriffe auf WTO-bezogene Web-sites geplant seien ebenso wie auf Sites
von Industrie- und Finanzunternehmen." Die Cyber-Proteste würden
voraussichtlich aus sogenannten "Denial of Service"-Attacken und
virtuellen Sit-ins bestehen. (siehe auch Eine Online-Kampfansage an
die WTO <http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/5517/1.html>)

Allerdings herrscht selbst unter sogenannten "Hacktivisten"
<http://hacktivism.tao.ca/> Uneinigkeit darüber, ob das
scriptgesteuerte Überfluten eines Servers mit Requests eine
angemessene Protestform ist, die zu irgendeinem Resultat führt, außer
Systemverwalter zu ärgern. Auch führte die Inflation von
Web-Siteverunstaltungen in letzter Zeit dazu, dass kaum noch jemand
hinter dem Ofen hervorzulocken ist, wenn wieder einmal ein Server
gecrackt wurde. So macht sich z.B. ein Artikel auf Slashdot
<http://slashdot.org/features/99/11/24/0912234.shtml> darüber lustig,
dass viele sogenannte Hacks eigentlich "script kiddie stuff" seien.

Unterdessen scheinen den Verantwortlichen bei der WTO und anderen
internationalen Organisationen die Augen darüber aufzugehen, dass die
öffentliche Unterstützung für weitere Liberalisierungen des
Welthandels schwindet. Im Vorfeld der WTO-Konferenz konnte auch nicht,
wie geplant, eine Agenda für die kommenden 3 Jahre an
Welthandelsgesprächen festgelegt werden. So erschienen heute
gleichzeitig Statements von Michael Moore, neuer Welthandelspräsident
und James D. Wolfensohn, Präsident der Weltbank, welche die
öffentliche Meinung noch herumzureissen versuchen. Mike Moore sprach
davon, dass "es große Ungerechtigkeiten im Welthandelssystem gibt" und
dass nicht alle Kritiker der WTO im Unrecht seien. Und in einer
Vorschau auf die Rede, die James D. Wolfensohn am 30.November halten
wird, heißt es: Wir müssen die Gunst der Stunde nutzen und flexibel
und kreativ auf ein Welthandelssystem hinarbeiten, das für die
Entwicklungsländer wirklich einen Unterschied macht".

<http://gib.squat.net/links.html#neoliberal>

--
krieg ist frieden. freiheit ist sklaverei. unwissenheit ist staerke

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