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Vatikan/Opus Dei/Polen: Wurde Papst Johannes Paul I. doch ermordet?

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GIV c/o Gerhard Lange

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Aug 12, 1998, 3:00:00 AM8/12/98
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*Entpuppt sich der plötzliche Herztod*
*doch noch als Mord?*
*Gerüchte um Papst Johannes Paul I.*

Von Andreas Englisch

BM Vatikanstadt - Wurde Papst Johannes Paul I. ermordet? Die Frage
ist wieder offen, und das gilt in Rom als Sensation. Zwei Jahrzehnte
lang hatte der Kirchenstaat alles aufgeboten, um die Stimmen, die
einen Mord an Johannes Paul I. beweisen wollten, zum Schweigen zu
bringen. Mit Erfolg: Alle Untersuchungen wurden eingestellt. Die
Version, daß Johannes Paul I. in der Nacht zum 29. September 1978
einem plötzlichen Herzschlag erlag, ist heute offizielle Geschichte.
Doch der brasilianische Kardinal Alois Lorscheider (73) brachte
jetzt erneut Zweifel vor. Hinter den Mauern des Kirchenstaates glau-
ben viele, daß jetzt die große Abrechnung mit dem Opus-Dei-Orden be-
gonnen hat.

Sensationell ist nicht nur, daß Lorscheider erklärte, er empfinde es
als "schmerzlich, daß die Hintergründe des Todes an Johannes Paul I.
nie aufgeklärt wurden". Als nahezu unglaublich gilt, daß der ehema-
lige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti, ein enger
Freund aller Päpste der vergangenen 40 Jahre, in seiner Zeitschrift
"30 Tage" Lorscheiders Erklärung abdruckte. Andreotti war unmittel-
bar nach dem Tod Johannes Paul I. der Anführer der Fraktion, die
eine Mordtheorie und das Buch Dand Yallops "Im Namen Gottes", das
die Mordtheorie rekonstruierte, für absoluten Unfug hielten.

Im Vatikan glaubt man, daß Lorscheider und Andreotti neue Indizien
für ein Mordkomplott in der Hand haben, mit denen sie jetzt einen
gemeinsamen Gegner schlagen wollen: Opus Dei. Unbestritten ist,
daß unmittelbar vor dem Tod von Johannes Paul I. der Bischof Paul
Marcinkus die Vatikanbank in einen 200-Millionen-Dollar-Bankencrash
verwickelte, zwei Banker kamen dabei unter seltsamen Umständen zu
Tode. Die Fäden zu diesem Bankenbetrug sollen nach Meinung vieler
Ermittler der italienischen Justiz Hintermänner der Banken, die zu
Opus Dei gehören, gezogen haben.

Joahnnes Paul II. deckte darüber immer den Mantel des Schweigens,
weil er große Summen von Opus Dei während der Streiks in Danzig für
Solidarnosc brauchte. Das Geld übergab vermutlich der vor einigen
Wochen unter rätselhaften Umständen ermordete Kommandant der Schwei-
zergarde, Alois Estermann. Auch er war Opus-Dei-Mitglied.

Lorscheider ist Bischof von Fortaleza in Brasilien und ein enga-
gierter Franziskaner. Er kämpfte sein Leben lang gegen die reichen
Großgrundbesitzer Südamerikas, die Opus Dei mit aufbauten. Nahezu
die Hälfte des Kardinalskollegiums wird derzeit von Opus Dei
kontrolliert. Die Jesuiten, deren bedingungslos treuer Anhänger
Andreotti ist, sehen das mit Entsetzen. Da ein Ende der Ära Karol
Wojtylas, der Opus Dei groß machte, sich abzeichnet, scheinen die
ersten Gefechte anzufangen, um den mächtigen Orden zu schwächen,
meinen viele Bischöfe im Kirchenstaat. Sollte ein Nachfolger
Johannes Paul II. genau wissen wollen, wie das Geld der Vatikanbank
in den Crash verwickelt wurde, könnte ein Ende der Allmacht von
Opus Dei abzusehen sein.

aus: BM (Berliner Morgenpost), v. 11. 8. 1998

* * *


David Yallop
*IM NAMEN GOTTES?*
Der mysteriöse Tod des 33-Tage-Papstes
Johannes Paul I.
Tatsachen und Hintergründe

Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.,
München 1984; 448 S.


Inhalt

Vorwort ......................................... 7
Prolog .......................................... 11
Der Weg nach Rom ................................ 19
Der verwaiste Thron ............................. 89
Das Konklave .................................... 105
Vatican GmbH & Co. KG ........................... 127
Die dreiunddreißig Tage ......................... 219
Wir stehen schreckerfüllt da .................... 301

Der Lohn der bösen Tat:

Alles bleibt beim alten ......................... 363
Epilog .......................................... 444

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>> Further Informations about Iraq and Palestine:
>> http://www.germany.net/teilnehmer/101,88843/
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